In dieser Folge sprechen wir über die sechs Stufen der Bitcoin-Aufbewahrung: vom Verwahren auf einer Plattform über Hot- und Hardware-Wallets bis zu Wiederherstellungswörtern, optionaler Passphrase und Multisig. Wir zeigen die Vor- und Nachteile jeder Stufe und wie du herausfindest, welche zu deiner Situation passt. Am Ende geht es auch um Vererbung: Was passiert mit deinen Bitcoin, wenn du nicht mehr selbst zugreifen kannst?
Du benötigst persönliche Unterstützung bei der Aufbewahrung deiner Bitcoin? Wir gestalten derzeit konkrete Inhalte, mit denen wir dir Schritt für Schritt helfen möchten. Trage dich jetzt in unsere Warteliste ein und werde als Erstes benachrichtigt, sobald es losgeht. Jetzt in die Warteliste eintragen.
Jeden Montag 5 interessante Medien rund um Bitcoin & Geld sowie donnerstags die Zusammenfassung unserer aktuellen Episode in euer Postfach? Dann melde dich zu unserem Newsletter an.
🔗 LINKS ZUR FOLGE
- Unsere YouTube-Playlist zur Aufbewahrung
- Sind deine Bitcoin auf BitBox & Co. noch sicher? Alles zum Coldcard-Hack
- Würfle deine eigene Bitcoin-Wallet - Anleitung BitBox
- Passphrase mit Diceware erstellen
- Komplette BIP39-Wortliste der Wiederherstellungswörter
📋 TIMESTAMPS
(00:00:00) Einleitung
(00:03:09) Wieso Selbstverwahrung bei Bitcoin?
(00:05:36) Verwahrung auf einer Plattform
(00:10:22) Was ist eine Bitcoin-Wallet?
(00:12:59) Hot Wallets
(00:17:50) Bitcoin-Hardwarewallets
(00:25:58) Wiederherstellungswörter
(00:36:19) Optionale Passphrase
(00:44:54) Multi-Sig Wallets
(00:01:34) Vererbung
(01:04:38) Fazit
🚀 PARTNER & SPONSOREN*
- Relai: Mit unserem Code BTCVERSTEHEN spart ihr 10% auf die Gebühren.
- BitBox: Mit unserem Code BTCVERSTEHEN erhaltet ihr 5% Rabatt auf die BitBox02 Bitcoin-only Edition.
- Seedor: Mit unserem Code BTCVERSTEHEN erhaltet ihr 5% Rabatt bei Seedor.
- Bitsurance: Mit unserem Code BTCVERSTEHEN erhaltet ihr 5% Rabatt bei Bitsurance
- Weitere Partner: Spart bei unseren Partnern und unterstützt uns gleichzeitig.
*Die angezeigten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn ihr unsere Rabattcodes bzw. die Links verwendet, erhalten wir vom jeweiligen Anbieter eine kleine Provision. Euch entstehen dadurch keine Mehrkosten.
🎵 MUSIK
- "No? Yeah!" by LiQWYD
- Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0
- Download / Stream
[00:00:06] Hallo Jonas! Hallo Manuel! Heute eine etwas ungewöhnliche Folge, ich freue mich sehr darauf, muss ich sagen. Aber bevor wir rein starten, wir haben den 1. September 2026, da wurden wir die letzte Folge darauf hingewiesen, dass wir die Jahreszahl vergessen haben, 2026. Der Bitcoin-Preis ist bei 67.149 Euro bzw. 77.837 Dollar.
[00:00:35] Und in dieser Folge soll es um das Thema Aufbewahrung gehen. Jonas hat sich dankenswerterweise die letzten Wochen im Zuge des Vorfalls rund um Coldcard mit der Aufbewahrung noch mal intensiv auseinandergesetzt. Und da werden auch einige Videos kommen, 6 oder 7 Stück, vielleicht auch ein, 2 mehr. Also er hat sich richtig tief damit auseinandergesetzt und in dieser Folge wollen wir mal zusammentragen,
[00:01:00] was es so für verschiedene Stufen gibt oder für verschiedene Stadien an Aufbewahrung, welche Schritte man da gehen kann, gegebenenfalls sogar gehen muss. Und ich habe in dieser Folge die dankenswerte Position, einfach nur Fragen stellen zu können. Insofern lehne ich mich einfach mal zurück und würde dir das Wort überreichen, Jonas. Genau, zu Beginn. Ihr werdet auf jeden Fall noch einige Sachen auf dem YouTube-Kanal sehen. Einige Sachen sind ja schon da, dass wir etwas älter sind. Also ich habe gedacht, wir machen ein paar neue Dinge jetzt mal rein.
[00:01:30] Ein paar Tutorials, ein paar Anleitungen, ein paar Videos dazu für bestimmte Themenbereiche, gerade beim Thema Aufbewahrung. Deswegen schaut da gerne auf unserem YouTube-Kanal vorbei. Abonniert gerne unseren Kanal, da kriegt ihr auf jeden Fall alles mit. Ganz wichtig auch, wir können jetzt hier nur einen Überblick geben für diese Folge. Wenn es tiefer geht, da werden wir euch einiges unten verlinken, weil ich bin ein großer Freund davon bei der Aufbewahrung. Ihr könnt nicht alles auf einmal mitnehmen. Je nachdem, auf welchem Level ihr schon seid, kann man sich immer wieder weiter reingraben. Deswegen werden wir gleich auch so ein Stufenmodell ein bisschen aufmachen.
[00:01:59] Aber wie gesagt, mein Tipp ist, wenn ihr ein Thema habt, beispielsweise jetzt die Aufbewahrung eurer Herstellungswörter, dann nehmt euch dieses Thema und recherchiert da ein bisschen weiter, weil dann kann man immer wieder so die nächste Stufe, die Abzweigung nehmen und sich da dann gefühlt wieder stundenlang auseinandersetzen und wir eine ganze Podcast-Folge darüber machen. Deswegen, wir können nicht alles ansprechen, aber wollen heute mal so einen Überblick geben. Und ganz wichtig noch, wenn ihr jetzt sagt, okay, die Jungs haben YouTube-Videos gemacht
[00:02:24] und es gibt ja viele andere Personen, die im Bitcoin-Bereich auch YouTube-Videos machen über das Thema Aufbewahrung, aber ihr habt das Gefühl, ihr braucht ein bisschen mehr persönliche Begleitung, braucht Hilfe, Schritt für Schritt etwas. Da planen wir derzeit auch wieder Angebote. Da könnt ihr euch schon mal unsere Warteliste eintragen. Da werdet ihr auf jeden Fall automatisch dann umgehend benachrichtigt, wenn da etwas Neues online geht von uns. Da könnt ihr unten in der Videobeschreibung bzw. Episodenbeschreibung finden einen Link dazu. Tragt euch da einfach gerne ein.
[00:02:50] Wir werden uns da auf jeden Fall direkt bei euch melden, wenn ihr eben, wie gesagt, etwas persönlichere Hilfe von uns benötigt, außer diesen ganzen YouTube-Videos, die natürlich kostenlos verfügbar sind für alle. Deswegen schaut da gerne rein. Und ansonsten würde ich einfach mal sagen, wenn du nichts dazu zuzufügen hast, fangen wir mal ganz, ganz vorne an, denke ich mal. Genau, legen wir los, vielleicht nochmal um alle abzuholen. Wieso eigentlich Selbstverwahrung? Man könnte Bitcoin doch auch einfach auf der Börse liegen lassen. Was würdest du da sagen?
[00:03:16] Genau, für alle, die das erste Mal von Bitcoin hören und zum Thema Aufbewahrung noch nichts gehört haben, ihr habt ja immer eine Möglichkeit, etwas aufzubewahren. Nehmen wir das Beispiel, das kennen wir alle, wir haben die Goldmünze, die kaufe ich jetzt bei meinem Goldhändler und ich habe jetzt verschiedene Möglichkeiten, die aufzubewahren. Entweder sage ich dem Goldhändler, lieber Goldhändler, ich habe die Münze jetzt gekauft, kannst du die bitte für mich aufbewahren? Das heißt, da legt er sich in den Tresor oder auch in sein Schließfach oder was auch immer er benutzt und dann ist dort aufbewahrt und ich muss mich um nichts mehr kümmern.
[00:03:43] Hat natürlich den Nachteil, ich muss diesem Goldhändler immer vertrauen, dass ich hingehe und sagen kann, hey Manuel, mein lieber Goldhändler, gib mir doch bitte meine Goldmünze her. Wenn du nachher sagst, ich brauche noch zum Beispiel eine Information von dir oder ich habe geschlossen am Wochenende, habe ich eben ein Problem, dass ich dir vertrauen muss. Ich habe also so ein Drittparteirisiko. Ich kann natürlich aber auch sagen, ich nehme die Goldmünze mit nach Hause, dann bin ich verantwortlich, habe die Eigenverantwortung dafür, kann aber vollständig darauf zugreifen. Niemand kann das kontrollieren, ich kann am Wochenende darauf zugreifen, ich kann nachts zugreifen,
[00:04:13] niemand kann mir eigentlich den Zugriff darauf sperren. Und das Gleiche haben wir jetzt bei Bitcoin auch die Möglichkeit, nur eben in digitaler Form. Dort können wir einerseits, und da kommen wir gleich darauf zu sprechen, eben die Bitcoin bei jemand anderem aufbewahren lassen, wie der Gold, die Goldmünze und Goldhändler. Oder wir sagen, wir nehmen die Gold, die Bitcoin zu uns selbst in Verwahrung. Darauf kommen wir auch gleich dann zu sprechen. Hat natürlich auch wieder den gleichen Vor- und Nachteile, die wir jetzt gleich ansprechen werden. Aber der Vorteil ist eben, ich muss weniger Leuten vertrauen, wenn ich es selbst halte.
[00:04:42] Ich habe die volle Kontrolle über meine Bitcoin. Ich muss niemanden nach irgendeiner Freigabe fragen, wenn ich die Bitcoin versenden möchte oder darauf zugreifen möchte. Und es wird eine Bestätigung, dass ich Bitcoin auch selbst besitze. Weil das Problem ist dabei, manchmal kann ja auch sein, Beispiel, das Goldmünzenbeispiel. Hat der Goldhändler, würde ich meine Goldmünze auch im Tresor liegen oder eben nicht? Oder hat er sie zwischenzeitlich sogar verliehen an jemand anderes? Das kann ich eben nicht prüfen. Das kann ich eben nur dann machen, wenn ich meine Goldmünze zu Hause liegen habe, dann liegt sie wirklich zum Beispiel auf meinem Tisch und ich kann sehen, die ist da.
[00:05:10] Und deswegen ist es da so interessant zu schauen, möchte ich die Bitcoin selbst verwahren? Ich kann es tun, das ist ganz wichtig. Ich muss es aber nicht tun. Und jetzt können wir verschiedene Stufen aufmachen bei einem Modell, weil gerade am Anfang steht man davor und hat verschiedene Auswahlmöglichkeiten, seine Bitcoin eben aufzubewahren. Genau die Vorteile, die du gerade von der Selbstverwahrung genannt hast, sind ja im Endeffekt wechselseitig die Nachteile der jeweiligen Plattformen. Also wenn wir die erste Stufe mal kurz umreißen wollen, im Endeffekt,
[00:05:40] du hast ja gesagt, man muss es nicht, aber man kann Bitcoin selbst verwahren und die, die es nicht machen, die müssen es eben auf einer Plattform lagern lassen. Alles, was du gerade als Vorteil genannt hast, ist hier halt entsprechend als Nachteil zu sehen. Also du hast keine eigene Kontrolle über die Bitcoin, bist abhängig von der Plattform. Das heißt, die Plattform kann die Auszahlung verweigern und man weiß nicht, hast du ja gerade auch als Vorteil bei der Selbstverwahrung genannt,
[00:06:05] ob die Plattform tatsächlich über die Bitcoin Bestände verfügen kann oder nicht. Sprich, sind es echte Bitcoin oder sind es Paper-Bitcoin? Da haben wir auch schon mal eine Folge zu gemacht. Wenn man so möchte, als Vorteil von Plattformen ist es dann umgekehrt so, dass man sich selbst natürlich nicht mit der Verwahrung auseinandersetzen muss. Aber ich hoffe, wir kriegen im Laufe der Folge rausgearbeitet, dass es wichtig und sinnvoll ist, sich eben mit der Selbstverwahrung auseinanderzusetzen.
[00:06:32] Und ein weiterer Vorteil, man muss sich eben nur nutzernahme und Passwort merken. Kann man aber auch wieder ein Fragezeichen ranmachen, ob das jetzt ein Vorteil oder ein Nachteil ist. Und der Zugriff ist halt im Regelfall ein bisschen schneller, als wenn man dann seine Bitbox aus dem Safe oder wo auch immer man die Bitbox lagert, auch da wir noch drauf zu sprechen kommen, nehme ich an, erst rauskramen und einen Computer anstecken muss, weil man sich halt kurz einloggt und dann verfügen kann, ist das natürlich komfortabler.
[00:06:59] Wichtig auch, wenn man jetzt sagt, ja, ja, mit den Risiken, das mag alles sein, aber ich bin einfach vom Naturell her vielleicht ein Mensch, der die Verantwortung gerne abgibt oder ich bin einfach ein Stück weit bequem oder was auch immer die Gründe sind. Schaut genau, weil nicht alle Plattformen geben die Möglichkeit, dass man Bitcoin dann auch tatsächlich auszahlen lassen kann. Das heißt, es gibt auch Plattformen, wo man wirklich vermeintlich,
[00:07:29] muss man dann leider sagen, Bitcoin kauft, man kann es einfach nicht verifizieren. Und diese Auszahlungsmöglichkeit, die eben die Möglichkeit geben würde, dass man überprüfen kann, ob man tatsächlich Bitcoin gekauft hat oder nicht, gibt es nicht immer. Also da würde ich sagen, sollte man auf jeden Fall drauf achten. Und ansonsten hast du eigentlich mit den Vorteilen der Selbstverwahrung alles gesagt, meiner Meinung nach. Genau, man muss sich immer bei allen diesen Stufen jetzt überlegen, das ist quasi jetzt, wie du gesagt hast, die erste Stufe,
[00:07:57] die kann man natürlich machen, dass es immer gewisse Risiken gibt. Und da werden wir jetzt glaube ich, dann im Laufe der Folge darauf zukommen, dass wir bei jedem diesen Themen verschiedene Risiken haben, die aber auch Vorteile, also wir haben Vorteile, aber die wir auch Risiken haben auf der anderen Seite. Und natürlich sagen jetzt viele, ich lasse einfach meine Bitcoin auf der Plattform, wie du gerade angesprochen hattest, dann brauche ich nur einen Benutzernamen, eine E-Mail oder ein Passwort. Aber es gibt leider halt eben dann das Thema, dass die Bitcoin einfach immer online sind bei diesen Plattformen. Das heißt, wenn jemand wirklich euer Passwort bekommt,
[00:08:25] weil ihr zum Beispiel ein schlechtes Passwort benutzt habt oder es gab in letzter Zeit häufiger jetzt auch Angriffe, wo Personen dann eben per E-Mail kontaktiert worden sind, weil die E-Mail zum Beispiel geklaut worden ist, der Zugang darauf. Das heißt, es wurde dann geschrieben, hey, wir brauchen Manuel, wir brauchen deine Daten, gib mal das und das ein. Was leider passiert. Und dann seid ihr unvorsichtig und gebt dann das Passwort raus, und das ist leider schon passiert. Dann ist natürlich der Zugriff direkt auf die Plattform möglich und man kann die Bitcoin bewegen. Und da muss man sich natürlich bewusst sein,
[00:08:55] dass das passieren kann, weil in der Hinsicht besteht nur zwischen euch und euren Bitcoin, die auf der Plattform sind, im schlimmsten Fall gerade mal euer Passwort und eure E-Mail-Adresse. Und auf die müsst ihr auch wieder drauf aufpassen. Und da muss man sich bewusst sein, dass das natürlich auf der einen Seite sehr bequem ist, es ist sehr einfach, vor allem ist es bekannt, weil wir das von anderen Plattformen auch schon kennen, wie beispielsweise von unserem Online-Banking. Aber es gibt halt eben diese ganz großen Risiken, die man auf jeden Fall sich bewusst sein muss. Und ich sage nicht, dass man nicht machen sollte und nicht machen darf, aber man sollte wissen,
[00:09:25] es sind gewisse Gefahren dabei, weil es leider diese Fälle schon immer, immer wieder gibt, wahrscheinlich wöchentlich. Man kriegt es natürlich nur nicht mit. Ja, man könnte natürlich noch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung machen. Klar. Nichtsdestotrotz ist es so, wenn man entweder in der Phishing-Attacke zum Opfer fällt oder eben Opfer eines, im weitesten Sinne des Social Engineering-Angriffs ist, dann kommt es auch vor, dass man auch diese zweite Stufe dann eben freikriegt, weil man geht ja davon aus,
[00:09:55] dass das alles seine Richtigkeit hat. Und wenn dann die Push-Nachricht auf dem Handy ankommt, dann gibt man die auch frei, wenn man da nicht wachsam ist. Also ja, im Zweifel ist der Zugriff recht schnell erteilt und die Bitcoin dann eben leider sehr schnell weg. Deshalb sollte man Bitcoin ja eben nicht auf der Plattform liegen lassen, sondern in die Selbstverwahrung nehmen. Bevor wir jetzt zu den einzelnen Stufen der Selbstverwahrung kommen, sag nochmal in zwei, drei Sätzen
[00:10:22] für den Fall, dass Hörer mit dabei sind, die die Folge jetzt zum ersten Mal hören oder sich erstmalig mit Selbstverwahrung beschäftigen. Was macht denn eine Wallet eigentlich? Genau, wir hatten ja gerade eben das Beispiel mit der Goldmünze. Das ist ziemlich einfach. Das kann sich jeder vorstellen. Hinten die Goldmünze und nehmen sie mit nach Hause, weil es ein physisches Produkt ist, ein physisches Gut. Es ist ziemlich einfach. Bei Bitcoin wissen wir, Bitcoin ist ein digitales Gut. Da könnte man jetzt sagen, ja wie kann ich denn das mit nach Hause nehmen? Und dort bei Bitcoin ist es so,
[00:10:50] dass wir nicht Bitcoin selbst irgendwie verwahren müssen, sondern einfach nur in Anführungszeichen einen Schlüssel, mit dem wir nachher beweisen können, dem Netzwerk gegenüber, dass dieser Bitcoin oder dieser Anteil an Bitcoin uns gehört und dass wir ihn auch bewegen dürfen. Und hierfür brauchen wir ein Programm, ein Werkzeug, um eben mit dem Bitcoin-Netzwerk zu interagieren, dass wir eben Bitcoin senden können. Wir möchten es natürlich empfangen und wir brauchen ja irgendwie am Anfang diesen Schlüssel, der muss ja irgendwo herkommen, weil der kommt ja nicht aus dem Nichts.
[00:11:18] Und ein Wallet ist nichts anderes als ein Computerprogramm, entweder für den Computer, für das Handy oder nachher auf einem Hardware-Wallet. Da kommen wir gleich drauf zu sprechen. Und am Anfang macht es, ich will jetzt nicht zu technisch werden, weil das dann zu tief gehen würde, am Anfang generiert es einfach für uns ein Geheimnis. Das ist eine ganz lange Zahlenkette und Zeichenkette, die ganz zufällig erzeugt werden muss. Und das ist eigentlich die Grundidee einer Wallet. Und das ist nachher unser Geheimnis, unser Schlüssel, auf den wir auf jeden Fall sehr, sehr gut aufpassen müssen. Weil mit diesem Geheimnis
[00:11:47] können wir nachher bestätigen, dass diese Bitcoin, die wir empfangen haben, auch wieder versenden können. Und das ist der Beweis gegenüber dem Netzwerk, über dem gesamten globalen Bitcoin-Netzwerk, dass beispielsweise du diesen Bitcoin jetzt bewegen kannst. Und deshalb das erste große Learning aus diesem Thema ist, wir haben ein Geheimnis, ist erstmal egal, wie das aussieht, auf das müssen wir auf jeden Fall so gut aufpassen, dass nichts passiert. Weil wer dieses Geheimnis besitzt, ob du das bist, ob ich das habe, das ist dem Bitcoin-Netzwerk völlig egal. Sondern die Person, die dieses Geheimnis besitzt,
[00:12:17] kann auf die Bitcoin zugreifen. Und dafür brauchen wir eben ein Wallet, um das Ganze dann zu organisieren, damit zu interagieren. Und deswegen ist das so der erste Startpunkt. Genau. Im Endeffekt, wenn man es vergleicht mit der Bankenwelt, gegenüber dem Bitcoin-Netzwerk, legitimiert man sich eben, wie du gesagt hast, mit dem Geheimnis und nicht mit einem Personalausweis. Das heißt, jeder, der dieses Geheimnis hat, kann eben verfügen. Es ist halt eine technische Verifizierung und keine mittels eben Ausweis
[00:12:46] oder sonstigem, ja, Legitimationspapier. Deshalb ist es eben wichtig, dass man da die Hoheit darüber behält. Jetzt gibt es ja verschiedene Arten von Wallets, wenn wir da mal mit der, ich weiß nicht, obersten oder untersten, je nachdem, wie wir die Betrachtung betrachten, anfangen, sogenannte Hot Wallets, sprich im Endeffekt Wallets, die man auf dem Handy hat. Was hat es damit auf sich? Genau. Hot Wallets bedeutet, das Hot kommt davon, dass diese Wallets
[00:13:15] immer mit dem Internet verbunden sind oder eben bei der Generierung dieses Geheimnisses mit dem Internet verbunden sind. Das sind zum Beispiel, wie du schon angesprochen hattest, Wallets auf dem Handy, also ganz einfach Apps, die ihr runterladen könnt. Da öffnet die App, sagt, ich möchte ein neues Wallet generieren und im Hintergrund erstellt eben dann die App diesen Schlüssel, das Geheimnis auf dem Gerät selbst. Aber währenddessen ist natürlich das Gerät auch mit dem Internet verbunden und genauso das Gleiche können wir auf dem Computer auch machen. Auch da gibt es Programme, die genau das Gleiche tun. Der Vorteil ist natürlich dabei,
[00:13:44] wir haben ja hier den ersten Schritt jetzt getan, dass wenn wir dort eben Bitcoin drauf empfangen dann auf dieser Wallet, dass wir eigene Kontrolle haben. Denn niemand anderes kann darauf zugreifen, nur wir, weil wir dieses Geheimnis kennen. Wir sind der Inhaber dieses Geheimnisses. Ist natürlich sehr gut, weil wir eben nicht mehr dieser Plattform vertrauen müssen und es ist sehr einfach einzurichten. Wie ich gerade gesagt habe, ihr müsst einfach nur eine App runterladen, könnt ihr draufklicken und es ist innerhalb von zwei Sekunden erledigt und ihr habt eine eigene Wallet und könnt das Ganze dann durchgehen. Nachteil dabei ist natürlich, wie ich gerade schon angesprochen hatte,
[00:14:14] es ist immer online. Das heißt, es ist ein Angriff von außen möglich. Jemand könnte zum Beispiel auf euren Computer von außen zugreifen können und kann dann wiederum dieses Wallet irgendwie entwenden oder darauf zugreifen, das ist ein Geheimnis bekommen. Und wie du gerade eben angesprochen hattest, er braucht ja keinen Personalausweis dafür, sondern kann dann direkt die Bitcoin transferieren auf ein eigenes Wallet, worauf nur die Person den Zugriff hat. Die Mobile Wallet auf dem Handy ist natürlich immer dabei. Bedeutet also, wenn jemand euer Handy klaut, dann könnt ihr darauf zugreifen. Natürlich ist immer noch zwischen dem Handy und euch
[00:14:43] meistens noch ein Pin zwischendrin oder ihr habt beim iPhone das Face-ID eingestellt. Aber trotzdem, ihr habt es immer mit dabei. Und was auch ganz wichtig ist, wir vertrauen immer diesem Gerät selbst. Stellt euch vor, dieses Gerät ist kompromittiert, da ist ein Virus drauf, ein Trojaner drauf. Und da könnt ihr zum Beispiel jetzt jemand, wenn ihr zum Beispiel etwas wegschicken möchtet, braucht ihr ja eine Adresse, wo ihr etwas hinsticken möchtet in Bitcoin. Die könnt ihr ausgetauscht werden. Wie wenn beispielsweise beim Online-Banking jemand deine Kontonummer, die ich eingeben sollte, wenn ich dir etwas schicken möchte,
[00:15:13] austauscht im Hintergrund gegen seine eigene. Dann würde ich nämlich nicht dir Geld schicken, sondern eben der Person selbst. Und ich könnte es nicht verifizieren, weil beispielsweise die Online-Seite irgendwie manipuliert worden ist. Und das Problem hätten wir bei diesen Varianten. Deswegen zusammengefasst, eine sehr, sehr einfache Variante, überhaupt erstmal eine eigene Kontrolle über Bitcoin zu erhalten, aber hat schlussendlich für größere Beträge auf jeden Fall große Nachteile. Deswegen könnte man das jetzt so sehen wie so eine Art Geldbeutel. Da packe ich jetzt etwa Beträge rein, die ich wie im Geldbeutel halten würde.
[00:15:43] Naja, sinnvoll nachlässigbar, sage ich mal so. Es tut natürlich weh, wenn ich es trotzdem verlieren würde, aber ich würde da jetzt nicht meine komplette Altersvorsorge reinpacken. Genauso wenig, wie ich mein komplettes Sparkunde in meinen Geldbeutel packen würde. Hoffe ich jetzt mal. Ja, das sage ich Leuten auch immer, wenn sie mich fragen, wo ich die Grenze ziehen würde, da sage ich letztlich auch, egal, ob das jetzt eine Hot Wallet von Bitcoin ist oder eben eine Lightning Wallet. Ich mache da nie mehr rein, als ich eben in meinem Geldbeutel mit mir rumtrage,
[00:16:12] weil es tut natürlich weh, niemand hat Geld zu verschenken, aber es ist doch was anderes, als wenn man da im Endeffekt die Altersvorsorge oder Teile der Altersvorsorge jeden Tag mit sich rumschleppt. Ergibt für mich halt keinen Sinn, deshalb würde ich das nicht empfehlen oder nicht dazu raten. Und du hast es angesprochen. Letztlich ist es ja so, wenn man jetzt eine Hot Wallet in Form von einer App auf dem Handy hat oder eben auf dem Laptop, ist man ja, was die Hardware anbelangt,
[00:16:42] letztlich auf die Sicherheit der Geräte selbst angewiesen. Und schon allein vor dem Hintergrund muss es ja einen Unterschied geben, ob man letztlich ein Handy hat, das primär zum Telefonieren und zum Verschicken von Nachrichten gebaut ist und halt auch über eine App Bitcoin für einen verwahren kann oder ob es eben ein gesondertes Gerät ist, das halt nur dafür kreiert wurde und halt auch hinsichtlich seiner physischen Eigenschaften ganz anders aufgebaut ist. Und da sind wir ja dann
[00:17:12] bei den Hardware Wallets wie beispielsweise der Bitbox. Was würdest du dazu sagen? Genau, Hardware Wallets sind spezielle Geräte, die wirklich nur dafür gebaut worden sind, um eben als Wallet zu fungieren. Und Hardwallets gibt es, wie du gesagt hast, unterschiedliche Möglichkeiten. Die Bitbox sieht aus wie eine Art kleinen USB-Stick, gibt aber auch noch andere Modelle, Tresor, Ledger, das sind so bekannte, die sehen alle ungefähr aus wie ein USB-Stick, sind aber kein USB-Stick, sondern sind wirklich speziell darauf ausgelegt, denn die Idee dahinter ist,
[00:17:41] dass sie auf den Geräten selbst dieses Geheimnis, diesen Schlüssel erzeugen und dort darauf erstmal auch gespeichert werden. Und jetzt kommen wir hier, gerade eben haben wir von Hardwallets gesprochen, weil sie mit dem Internet verbunden sind. Bei diesen Hardwallets spricht man auch von sogenannten Coldwallets, weil diese Geräte eben nicht mit dem Internet verbunden sind. Auch wenn sie an eurem Computer angesteckt sind, es gibt keine direkte Verbindung zum Computer in das Internet, sondern darauf, zum Beispiel bei der Bitbox, gibt es ein Sicherheitselement und darauf,
[00:18:11] auf diesem Element, das eben nicht mit dem Internet verbunden ist, wird dieses Geheimnis erstellt und gleichzeitig am Ende auch sogar gespeichert. und das heißt, dieses Gerät selbst erstellt auch diese Zufälligkeit. Jetzt mal ganz kurzer Schwenk nochmal, weil die letzten Wochen ja einige wahrscheinlich von diesem Coldcard-Vorfall gehört hatten. Wir hatten eine ganze Folge mit Chris von Cido mal gemacht, da könnt ihr gerne reinhören. Da haben wir es genau angeschaut. Da geht es eben darum, dass wir vertrauen, dass dieses Gerät eine große Zufälligkeit für dieses Geheimnis erstmal erstellen kann. Bei der Bitbox zum Beispiel
[00:18:40] gibt es fünf verschiedene Zufälligkeitsgeneratoren, die aus verschiedenen Quellen das Ganze generieren. Bei den anderen Herstellern gibt es ein bisschen andere Angehensweisen. Aber im Coldcard-Vorfall ganz kurz war es eben so, dass die Zufälligkeit sehr gering war, zu gering war, sodass ein Angreif von außen am Ende dieses, ich sage es mal ganz salopp ausgedrückt, das Geheimnis einfach erraten konnte und dann auf die Bitcoin zugreifen konnte. Und deswegen vertrauen wir in diesem Hinblick erstmal darauf, dass diese Zufälligkeit gut erzeugt worden ist. Wir können aber auch das theoretisch selbst machen. Das habt ihr vielleicht
[00:19:09] auch schon mal gesehen. Man kann das Ganze auch würfeln, die Zufälligkeit. Klingt am Anfang komplett wild, ist aber möglich. Auch da gibt es eine ganze Anleitung dazu, das können wir auch mal unten verlinken. Genau. Deswegen ganz kurz, es wird darauf erzeugt und gleichzeitig gespeichert. Das heißt, dieser private Schlüssel, dieses Geheimnis, verlässt dieses Gerät niemals und es bleibt genau da drauf. Aber jetzt ganz wichtig, zur Aufbewahrung selbst, und da kommen wir gleich dazu, brauchen wir das Gerät erstmal selbst auch nicht, weil wir könnten eine Art Sicherung,
[00:19:39] ein Backup erstellen. Da möchte ich nicht drauf weiter hingehen, erstmal reingehen, da kommen wir gleich in den ganzen Blog dazu. Das heißt, wir brauchen dieses Gerät nachher, um mit dem Bitcoin-Netzwerk zu interagieren. Wir könnten natürlich auch immer irgendwie das Ganze per Hand eingeben und allem drum und dran, aber das ist ja Blödsinn, das ist viel zu aufwendig. Deswegen nutzen wir das Gerät, stecken das an den Computer an und können dann diese Transaktion, die wir verschicken möchten, wenn wir die Bitcoin bewegen möchten, können wir dann mit unserem Gerät signieren, also verifizieren. Schau, das ist unser Bitcoin,
[00:20:08] der uns gehört und hier ist unser Geheimnis, unser Schlüssel, mit dem wir beweisen, dass dieser Bitcoin auch uns gehört und das machen wir dem ganzen Gerät. Also schlussendlich ist es die Idee, dass wir das offline erzeugen und zweitens noch und das hatten wir gerade eben bei den Wallets angesprochen auf dem Handy, diese Geräte haben idealerweise, wie beispielsweise die Bitbox oder der Trezor haben ja Displays. Das heißt, wir können auf dem Display Informationen anzeigen lassen, wie beispielsweise die Empfangsadresse, wo wir Bitcoin hinschicken möchten. Wie gerade eben angesprochen von mir,
[00:20:38] wenn jemand das austauschen würde von so einem Computer, weil er manipuliert worden ist, kann ich es nicht überprüfen und jetzt habe ich mit den Geräten plötzlich die Möglichkeit, auf dem Gerät selbst die Empfangsadresse zu verifizieren. Bedeutet, wir können unabhängig von dem Computer, auch wenn da ein Virus drauf wäre, ein Trojaner drauf wäre, könnten wir unabhängig davon die Informationen auf dem Gerät selbst erzeugen und kontrollieren. Und deswegen ist ein ganz wichtiger Punkt, dass wenn ihr eine Hard Wallet nutzt, auf jeden Fall die Information, Empfangsadresse,
[00:21:08] Senderadresse und so weiter, immer auf dem Gerät selbst zu verifizieren. Weil dann können wir uns nur sicher gehen, dass unser Computer nicht uns irgendwas untergejubelt hat und unsere Bittern irgendwo ins Nirvana gehen oder eben zu einem Angreifer. Werbung Für die sichere Aufbewahrung könnt ihr direkt schon beim Kauf etwas tun, denn mit Relay aus der Schweiz könnt ihr sicher und bequem Bitcoin kaufen und diese werden direkt auf die Wallet in der Relay-App transferiert oder neuerdings könnt ihr eure Bitcoin auch nach dem Kauf direkt auf eine Hard Wallet wie beispielsweise Bitbox
[00:21:38] automatisch transferieren lassen. Dadurch habt ihr sofort volle Kontrolle über eure Bitcoin und müsst Relay bei euren Bitcoin nicht vertrauen. Und mit unserem Code BTCverstehen spart ihr 10% auf eure Gebühren und unterstützt gleichzeitig unsere Arbeit. Alle Informationen zu Relay findet ihr wie immer in der Episodenbeschreibung und jetzt weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Werbung Ende Genau, da meinte Statikus in einer Folge, die wir mit ihm aufgenommen haben, dass die Bitbox so konzipiert ist,
[00:22:07] dass auch wenn der Computer maximal verseucht ist, dann nichts draufkommt. Das heißt, wie du gesagt hast, selbst wenn irgendwo was sein sollte, was eine falsche Adresse einschleust, sieht man das eben, weil man das auf der Bitbox selbst eben verifizieren kann, vorausgesetzt, man schaut sich die Adresse an, aber dafür ist es ja da. Also je nachdem, wie viel man versendet, sollte man da schon drauf gucken. Genau, und es gibt leider auch trotzdem immer noch Geräte,
[00:22:36] die kein Display haben und da sollte man eigentlich hellhörig werden, warum man das eben nicht nutzen sollte, weil es eben die Problematik ist, dass man sowas austauschen könnte. Deswegen vielleicht noch ganz kurz die Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist natürlich, wie ich angesprochen habe, es ist eine Offline-Erzeugung, das heißt also, es ist immer getrennt vom Internet. Das ist der große Unterschied zum Hot Wallet. Wir haben den großen Schutz eben vor dem manipulierten Computer und der Software, weil wir eben nur dem Gerät selbst vertrauen können und wir können eben physisch verifizieren, auf dem Display selbst,
[00:23:05] dass die Informationen stimmen, die wir brauchen. Nachteil natürlich, jetzt wird es ganz interessant, jetzt geht es nämlich darum, dass wir ja ein Geheimnis, einen Schlüssel haben und wer dieses Geheimnis in der Hand hat, kann darauf zugreifen. Das heißt, wir haben einen sogenannten Single Point of Failure. Wenn wir diesen verlieren oder jemand anderes in die Hände bekommt, kann die Person darauf zugreifen und deswegen müssen wir da sehr, sehr gut drauf achten. Natürlich kosten, so ein Hot Wallet kostet 50 Euro plus, kann aber auch teilweise die 300 Euro gehen, je nachdem, was das Ding kann.
[00:23:35] Da gibt es unterschiedliche Varianten. Wir haben natürlich ein Physis-Gerät, das kann natürlich kaputt gehen, wissen wir alle, da ist ein Display dran, da sind Knöpfe dran, das kann leider kaputt gehen und es kann natürlich auch einfach verloren gehen oder gestohlen werden. Es ist eine höhere Komplexität, weil ich dieses Gerät erstmal bedienen muss. Ich muss wissen, wie ich es einrichten kann. Nicht, dass es schwierig ist, aber ich muss mich trotzdem ein bisschen einarbeiten und natürlich, wir vertrauen immer in einem gewissen Maße den Geräten selbst. Dieses Thema der Lieferkette, wir wissen nicht, welcher Chip drin ist. Das ganze Ding ist natürlich häufig,
[00:24:05] bei Bitbox vor allem und auch bei den anderen Geräten, ist es Open Source. Das heißt, man könnte theoretisch auch die gesamte, Infrastruktur selbst nachverfolgen beziehungsweise überprüfen. Finde ich gut, auf der anderen Seite ist es ja auch richtig, das Problem ist nur, können wir das alles selbst tun? Das muss man sich mal bewusst sein. Also wir beide können es wahrscheinlich nicht machen, weil wir einfach die technischen Möglichkeiten nicht dazu haben, nicht das Wissen, aber es ist möglich und wir hatten das und da kann ich mal auf die Chris-Folge verweisen mit dem Coldcard-Vorfall. Es gibt halt die Möglichkeit eben für Entwickler
[00:24:33] und andere Unternehmen, andere Hardware-Hersteller, die das wiederum quasi kreuzweise probieren und durchprobieren und testen, bei den anderen Geräten auch, dann würde sowas auffallen. Und deswegen, es hat sehr große Vorteile, hat natürlich einen gewissen Nachteil über allen Themen, aber es bringt uns halt den riesen, riesen Vorteil, wir können unsere Bitcoin getrennt auf einem Gerät weg von unserem Computer, getrennt vom Internet aufbewahren und deswegen ist das der erste richtig große Schritt zur Selbstverwahrung von Bitcoin, würde ich mal sagen. Auf jeden Fall und du hast ja eingangs erwähnt,
[00:25:03] für diejenigen, die Hilfe dabei brauchen, meldet euch gern bei uns beziehungsweise ihr tragt euch in die Liste ein, die wir unter dem Video verlinkt haben. Wir sind fest davon überzeugt, dass das jeder kann, aber verstehen natürlich, wenn man da an die Hand genommen werden möchte, weil das ist ja schon was, was ein Stück weit neu ist, vor allem, wenn man eben aus der Bankenwelt kommt. Hinsichtlich der Kosten würde ich noch sagen, ja, es sind ein paar Euro, die man investieren muss, vor allem im Vergleich zu einer kostenlosen App,
[00:25:33] zu den Hot Wallets, von denen wir es gerade hatten, aber wir haben ja auch gesagt, in dem Hot Wallet liegen halt ein paar Euro, sprich so viel, wie man eben in seinem Geldbeutel mit sich herumträgt und auf so einem Hardware Wallet liegt ja eben deutlich mehr und bei den Nachteilen meintest du ja Single Point of Failure, was man ändern könnte, dass man eben diesen Single Point of Failure nicht mehr hat, kommen wir gleich zu. Davor müssen wir uns aber noch damit auseinandersetzen,
[00:26:03] wie man diese Wiederherstellungswörter am besten verwahrt, weil selbst wenn man sagt, okay, ich gehe jetzt in die Selbstverwahrung, kommt ja als nächstes gleich die Frage, super, und jetzt? Weil du hast ja nicht nur die Hardware Wallet, sondern du hast auch das Backup, du hast ja gesagt, kommen wir gleich dazu, jetzt kommen wir dazu. Was hat für eine Backup auf sich und wie lagern wir das am besten? Genau, wir haben jetzt ja das Gerät selbst, entweder haben wir auf unserer App das Ganze oder wir haben unsere Hardware Wallet
[00:26:32] eingerichtet und jetzt kann man sich für die Frage stellen, naja, was passiert denn, wenn ich mein Handy verliere oder es kaputt geht oder, wie ich schon angesprochen hatte, die Bitbox, der Trezor, der letzte, was auch immer, hier einfach kaputt geht, weil es eben ein physisches Gerät ist, das irgendwie auch auseinander gehen kann, das Display kann kaputt gehen oder im schlimmsten Fall, ich drehe da drauf oder ich werfe es weg oder was auch immer, es kann ja auch Wasser drankommen und das ist kaputt und das ist natürlich, dann wäre das natürlich wahnsinnig gefährlich, weil wir nicht mehr darauf zugreifen könnten und deswegen sollten wir uns auf diese elektrischen Geräte, sage ich jetzt mal,
[00:27:02] diese Hardware Wallets nicht verlassen in der Hinsicht, dass wir die Aufbewahrung darauf komplett drauf lassen. Dafür gibt es die Wiederherstellungsmodelle, die habt ihr wahrscheinlich schon mal gesehen, die Wiederherstellungsmodelle sind nichts anderes, dass dieses Geheimnis, sage ich jetzt einfach mal, dieses Schlüssel, in ein menschenlesbares Format umgebaut wird, weil eigentlich, das könnten wir auch theoretisch auch in eine lange Zeichenkette einfach aufschreiben, aber das kriegen wir nicht hin, das ist viel zu kompliziert und wir würden Fehler machen und das wäre nicht gut. Deswegen hat man sich damals mit dem sogenannten BIP39,
[00:27:32] also Bitcoin Improvement Proposal, ist quasi wie so ein Standard, den man eingeführt hat, gesagt, wir könnten doch dieses lange Geheimnis auch in Wörter umschreiben und deswegen gibt es die BIP39 Liste, das ist eine Liste von 2048 Wörtern, die ist öffentlich einsehbar, die können wir auch gerne verlinken. Jetzt macht man nichts anderes, dass man dieses lange Geheimnis eben unterteilt in gewisse Abschnitte und schaut dann, man ordnet das Ganze in einem Wort hinzu und am Ende kommt dann raus, entweder zwölf Wörter kann man machen
[00:28:01] oder 24 Wörter und am Anfang sieht das ein bisschen wild aus, wenn man entdeckt, wie kann man denn da jetzt aus diesen zwölf oder 24 Wörtern irgendwas speichern, aber schlussendlich macht das Ganze nichts anderes, als dass wir dieses Geheimnis umwandeln in zwölf oder 24 Wörtern und mit diesem können wir nachher, wenn beispielsweise unser Hardwallet kaputt gehen sollte, unsere Wallet wieder herstellen, weil wir es einfach wieder eingeben. Und das Schöne ist, diese Wörter können wir nicht nur in dem Gerät selbst eingeben, das wir benutzt haben am Anfang, zum Beispiel eine Bitbox, sondern die sind schon Standard geworden,
[00:28:31] dass die ganzen großen Hersteller alle, eigentlich fast alle Wallets diesen Standard unterstützen. Das heißt, ich kann bei der Bitbox meine Wallet erstellen, kann die Bitbox, wenn die kaputt geht, auch, kann ich mir neue kaufen, zum Beispiel Ledger und Dresser oder was auch immer und kann dort meine Wörter wieder eingeben und habe die Wall wieder hergestellt. Das heißt, ich bin aber auch unabhängig von den Herstellern selbst und das ist so der Standard. Das heißt, darauf könnte man auch eine ganze Folge drüber machen, da kann man sich reinlesen, aber schlussendlich geht es darum, die zwölf oder 24 Wörter auf jeden Fall gut aufbewahren und da ist jetzt die Regel auf jeden Fall,
[00:29:01] wir müssen dieses Backup erstellen. Das heißt, manche Menschen überspringen es einfach oder sie sagen, sie möchten es nicht tun. Nein, das ist ganz wichtig, auf jeden Fall eine Sicherung erstellen. Entweder aufschreiben, das könnt ihr machen, einfach auf Papier. Papier hat natürlich den Nachteil, dass es vergilben kann, wenn es nass wird, ist es kaputt, der Stift kann irgendwie verblassen und so weiter. Deswegen ganz wichtig, wenn Papier vielleicht einlaminieren oder auf jeden Fall in einen Karton packen, einen Umschlag, vielleicht auch einen undurchsichtigen Umschlag nehmen,
[00:29:30] dass man es eben nicht direkt sehen kann, wenn man Zugriff drauf haben könnte oder man nimmt einfach auch in Edelstreik, kann man es einstanzen mit dem Sido zum Beispiel, mit dem wir zusammenarbeiten, da könnt ihr es einfach einstanzen. Das ist eben geschützt vor Feuer und Wasser und anderen externen Faktoren. Also wesentlich besser als das Papier. Kostet natürlich auch einen Moment ein bisschen Aufwand und man es erstmal reinhauen muss, aber schlussendlich ist man langfristig das bessere Variante. Und ganz wichtig dabei jetzt auch, die Wiederherstellungsblätter und die Hardware Wallet sollten nicht an einem Ort aufbewahrt werden.
[00:30:00] Weil, stellt euch vor, ihr habt jetzt in der Wohnung das liegen und die Wohnung brennt oder das Haus stürzt ein oder irgendwas und da sind beide Sachen drin und beide Sachen sind kaputt, habt ihr nichts gewonnen. Deswegen macht es Sinn, das Ganze getrennt aufzubewahren und hier kann man vor allem unterscheiden, die Wiederherstellungswörter und die Hardware Wallet. Das sind ja zwei verschiedene Dinge und die Hardware Wallet ist ganz interessant, weil gerade bei der Bitbox zum Beispiel und bei den anderen auch, dort ist es so, da habt ihr noch ein Gerätepasswort, also einen Pin. Und wenn ihr diesen Pin gerade bei der Bitbox zehnmal falsch eingibt,
[00:30:29] wird die Bitbox automatisch zurückgesetzt, sodass man nicht mehr darauf zugreifen kann. Bedeutet, wenn jemand die Hardwallet findet, hat er zehn Versuche, eure Pin einzugeben beziehungsweise Pin zu erraten. Wenn ihr jetzt nicht gerade 1, 2, 3, 4 genutzt habt, ist es eigentlich unmöglich, dass ein Angreifer das durch Erraten einfach draufkommt. Deswegen ist die Hardwallet selbst nicht so sensibel wie die Herstellungswörter, weil wer die der Herstellungswörter nämlich findet in diesem Zustand, kann einfach auf eure Wallet zugreifen und das muss euch bewusst sein, wenn ihr die
[00:30:58] der Herstellungswörter benutzt. Kann man da einen allgemeingültigen Tipp geben, wohin mit den Worten? Natürlich so, dass sie vor dem Zugriff Dritter geschützt sind. Natürlich nicht, hast du gerade auch gesagt, nicht am gleichen Ort. Aber ansonsten, es gibt ja nicht diese super fancy Geheimverstecke, die man nennen kann, weil dann werden sie ja nicht mehr geheim.
[00:31:27] Also ich bin da immer wieder am überlegen, was könnte man den Leuten sagen, aber letztlich muss jeder da selbst überlegen. Das gehört für mich mit dazu, zur Selbstverwahrung, dass man sich selbst darüber Gedanken macht, wohin. Weil wenn wir jetzt so etwas sagen würden wie mach eine Diele aus dem Boden raus und leg das Blatt Papier da drunter, dann wäre das ja auch wieder ein Geheimnis, was irgendwie geleakt worden wäre jetzt. Also so geheim ist es dann nicht mehr. Also ich bin da immer bei,
[00:31:57] da müsst ihr selbst nachdenken oder wie siehst du das? Ich sehe es genauso und ich denke mir auch immer, jeder Mensch hat einen anderen Lebensumstand. Es gibt Menschen, die alleine wohnen, es gibt Menschen, die vielleicht noch bei den Eltern wohnen, es gibt Menschen, die in der WG leben, es gibt Menschen, die vielleicht ein ganzes Haus haben und da muss man selber selbst schauen, womit fühle ich mich am sichersten. Was natürlich, was man nicht machen sollte, ich würde diese Wörter jetzt nicht aufschreiben oder einstanzen und sie mir auf den Influrstellen, auf die Kommode und Bitcoin draufschreiben zum Beispiel. Also das sollte man vielleicht nicht machen. Und man sollte auf jeden Fall
[00:32:27] einen Ort haben, wo man es wieder findet, weil du ja gerade gesagt hast, die Diele oder man könnte es theoretisch könnte es auch in die Wand einbetonieren, aber du musst ja irgendwie hinkommen und darfst selbst auch nicht mehr vergessen, weil es am schlimmsten ist ja so, du weißt jetzt, wo du es hingepackt hast, weil du gedacht hast, ah, ich bin ja richtig clever und ich werde es irgendwo in meiner Wohnung verstecken. In fünf Jahren hast du vielleicht keine Ahnung mehr, wo du dich hingepackt hast und das ist auch nicht gut. Und deswegen, es gibt nicht hundertprozentig, glaube ich, die richtige Tipp und wir haben, glaube ich, die Frage auch schon mehr an Experten gestellt und kein einziger hat uns wirklich so eine hundertprozentige Antwort gegeben,
[00:32:56] weil es die einfach nicht gibt. Was auf jeden Fall wichtig ist, viele denken vielleicht so ans Bankschließfach auch noch, da ist halt das Ding wieder, du kannst nur unter der Woche drauf zugreifen und es vertraust halt der Bank wiederum. Wir haben leider jetzt einige Fälle gehabt in den letzten ein, zwei, drei Jahren, Sparkassen, die Bankschließfach eingebrochen worden sind und wenn man da drauf zugreifen kann, kann man eben auf die Bitcoin zugreifen. Deswegen, ich würde es nicht zu komplex machen, also ich würde jetzt sagen, ich muss jetzt nicht irgendwas einbetonieren, sondern einfach an einen sicheren Ort mit einem Umschlag
[00:33:24] sauber hinlegen, sodass ich weiß, wo es ist, aber auch nicht so, dass es wirklich offen auf meinem Schreibtisch liegt zum Beispiel, weil am Ende, und das finde ich immer so schön, das hat Statikus von Bitbox auch mal ganz am Anfang gesagt, die Leute, man überschätzt häufig die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich jemand in seine Wohnung einbricht, dann noch weiß, dass man Bitcoin besitzt, muss man ja auch mal wissen erstmal und dann noch zu wissen, was das alles ist. Natürlich haben wir Bitcoin, die meisten kennen, wir haben soweit Bitcoin, dass es bekannter geworden ist, aber trotzdem ist es immer noch Bitcoin.
[00:33:55] Das heißt, nicht jeder Mensch weiß, was 24-Herstellungsblätter ist und deswegen, jeder muss so abschätzen, mit welchem Risiko man leben möchte, aber da haben wir jetzt natürlich gleich im nächsten Schritt noch zwei weitere Möglichkeiten, das anders abzubauen, aber ich glaube, manchmal ist auch die einfache Variante, wird immer besser, schläft die bessere am Ende und man muss es nicht zu komplex machen, glaube ich mal. Ja, würde ich auch sagen. Das Einzige, was man denke ich sagen muss, ist auf jeden Fall offline, also in keiner Cloud
[00:34:22] und im Idealfall noch in der physischen Welt. Ich weiß, manche speichern das auch auf einem Laptop beispielsweise, der nie das Internet berührt hat, also haben da extra Geräte dafür, würde ich aber auch nicht machen. Im Zweifel würde ich einem Edelstahltresor mehr vertrauen als eben einem Laptop. Ich hätte keine Lust, mich dann damit auseinanderzusetzen, wie komme ich denn, wenn der jetzt nicht mehr angeht, wie komme ich an die Daten auf der Festplatte. Natürlich kann man das auslesen, aber da wäre mir das Risiko zu hoch. Aber das ist ja das Schöne,
[00:34:53] wenn man in die Selbstverwahrung geht, auch das kann jeder machen, wie er möchte. Und ja, es gibt ja kein richtig und ganz wenig falsch. Und zu ganz wenig falsch, meiner Meinung nach, Cloud-Dienste, da gehört es nicht hin. Du hast ja gesagt, Single Point of Failure bei den Hardware Wallets. Jetzt gibt es ja noch zwei weitere Stufen, insbesondere Passphrase und Multisig wurden ja, also die beiden weiteren Stufen wurden ja jetzt intensiv diskutiert
[00:35:23] im Zuge des Coldcard-Vorfalls. Fangen wir mit der optionalen Passphrase oder der optionalen Passphrase an. Was hat es damit auf sich? Viele sagen ja oder manche sagen ja, sei ein 25. Wort. Genau. Wir haben ja gerade besprochen gehabt, dass wenn jemand die Wiederherstellungswörter findet, kann er direkt darauf zugreifen. Da brauche ich kein weiteres Passwort mehr. Ich brauche auch nicht die dazugehörige Hardwallet, die man genutzt hat, sondern ich nehme einfach diese 24 Wörter, gebe sie wieder an den Wallet ein und kann die Bitcoin wegtransferieren auf eine eigene Wallet von mir.
[00:35:52] Ganz einfach. Und natürlich gehen jetzt bei einigen so ein bisschen die Alarmglocken an und sagen, oh Gott, das ist ja schrecklich. Da fühle ich mich komplett unsicher, weil wenn das jemand findet, dann kann er direkt zugreifen. Und hierfür ist die optionale Passphrase jetzt die perfekte Variante erstmal, sage ich mal. Und das ist schlussendlich nichts anderes wie noch ein zusätzliches Geheimnis, dass wir der Wallet beziehungsweise der Wiederherstellungswörter hinzufügen. Und das, wie du gerade gesagt hast, ist häufig so als 25 Wort bezeichnet worden. Aber Achtung,
[00:36:20] es ist keins von diesen 2048 Wörtern, aus denen die Wiederherstellungswörter bestehen, sondern es ist eine völlig neue Eingabe. Und da kann ich jetzt etwas aussuchen. Entweder es kann ein Satz sein, es kann ein ganz normales Passwort sein, so wie man es vielleicht kennt. Und ich kann Kleinbuchstaben aussuchen, Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Genau, das kann ich aussuchen. Jetzt ist aber ganz wichtig, ich habe jetzt meine Wallet, beispielsweise meine Bitbox, die schließe ich meinem Computer an. Und da muss ich diese optionale Passphrase in meiner Bitbox-App erstmal aktivieren.
[00:36:50] Auch da haben wir ein komplettes Video dazu gemacht, das könnt ihr euch angucken bei YouTube. Und dann kann ich aktivieren, dass ich bei jedem Anschließen meines Gerätes, das ist nicht immer Bitbox so, das ist bei Trezor, Ledger, bei allen anderen Geräten genauso, dass ich dann gefragt werde, möchtest du eine Passphrase angeben? Und jetzt kann ich eine, beispielsweise kann ich angeben, Manuel als Passphrase. Und Achtung, hier ist ganz wichtig, große Kleinschreibung ist ganz wichtig, weil jede Eingabe jetzt zu einer neuen Wallet führt,
[00:37:17] also die quasi über diese anderen Wallet noch drüber liegt. Das heißt, ich gebe Manuel ein, dann lande ich bei meiner Wallet, basierend auf meinen Wiederherstellungswörtern, plus eben Manuel, und kann dort jetzt ganz verschiedene Adressen wieder empfangen, also Bitcoin empfangen, Bitcoin senden. Also ich habe eine vollständig neue, unabhängige Wallet davon. Ich kann aber jetzt genauso auch Manuel mit einem großen M eingeben, dann komme ich wieder bei einem völlig neuen Wallet raus. Das heißt also, bei jeder Eingabe, die ich tätige, ist ein neues Wallet. Das bedeutet also,
[00:37:47] ich muss, wenn ich auf diese neue Wallet zugreifen möchte, immer bei der Eingabe darauf achten, dass ich das Richtige eingebe. Also zum Beispiel in meinem Fall Manuel mit einem kleinen M. Wenn ich mich dafür tippe, ist das große Problem, und das ist einer dieser Nachteile und der Gefahren, dass für die Hardwallet selbst, für die Wallet selbst, es keine falsche Eingabe gibt, weil ja jede Eingabe zu einem neuen Wallet führt. Das heißt also, wenn ich irgendwie Manuel anstatt kleines M, ein großes M eingebe, gibt mir die Bitbox keine Rückmeldung und sagt, hey, das ist eine falsche Wallet,
[00:38:17] sondern ich stehe dann da und da steht eine Null dran und ich denke mir, hey, was habe ich denn falsch gemacht? Also das ist eine große Gefahr dabei. Und jetzt ganz wichtig, um jetzt auf unsere Wallet zuzugreifen, brauche ich jetzt immer die zwei Dinge. Ich brauche entweder meine Hardwallet, die ich noch habe, die noch funktioniert, oder die dazugehörigen Wiederherstellungswörter, plus auf jeden Fall die Passphrase. Die brauche ich auf jeden Fall. Das heißt, ich habe ab sofort zwei Dinge, die ich aufbewahren muss. Bedeutet, auf jeden Fall die Hardwallet und die Wiederherstellungswörter wie zuvor auch,
[00:38:46] plus den zweiten Teil. Jetzt kommen natürlich manche auf die Idee und sagen, ja, die optionale Passphrase, die merke ich mir einfach, weil Manuel kann ich mir ja merken. Das ist ja kein Problem. Das ist ja clever, weil wenn jetzt jemand die Wiederherstellungswörter finden sollte, zu Hause bei mir, dann weiß er ja nicht, dass da eine Passphrase dahinter liegt. Also wie so ein bisschen ein Geheimnis hinten dran. Ich habe eine geheime Wallet geschaffen. Problem ist aber, wenn jemand die Wiederherstellungswörter findet, dann hat er ab sofort unendlich viel Zeit und kann so häufig durchprobieren,
[00:39:15] welche Passphrase ich dazufügen muss, um ein Wallet zu finden, wo etwas draufliegt. Und ich glaube, wenn jemand weiß, dass es deine ist, wird das erste, sag ich mal so, wie es einfach Manuel zu nutzen. Selbst wenn man etwas nimmt, was jetzt vielleicht ein bisschen weiter ist, die Wahrscheinlichkeit, dass man etwas findet, gerade wenn man das etwas merken möchte, ist sehr, sehr groß. Das heißt, er kann in Sekunden viele Millionen Versuche durchgehen und deswegen sollte man diese Passphrase sich nicht selbst merken, sondern muss diese Passphrase
[00:39:44] auch zu einem gewissen Grade sicher halten. Und jetzt gibt es natürlich, auch hier kann man jetzt eine ganze, ich habe ein ganzes Video dazu aufgenommen oder auch ein Video auf zur optionalen Passphrase aufgenommen, das wir veröffentlichen werden in Zukunft, wo es darum ging, wie finde ich sowas? Ich kann natürlich ein Passwort nehmen durch einen Passwortmanager und das ist einfach so ein klassisches, zufällige Passwort mit Großbuchstaben, Kleinguchstaben, Zahlen, Ausrufezahlen und so weiter. Problem ist, gib das mal ein in deiner Hardware Wallet, ohne einen Fehler zu begehen und das ist sehr, sehr schwierig und merken ist natürlich auch sehr schwierig, weil du nicht siehst, ob da ein Fehler drin ist,
[00:40:14] also ob da jetzt ein Ausrufezeichen mehr ist, ein großes I, ein kleines I und deswegen ist es sehr schwierig. Es gibt andere Möglichkeiten, dass man beispielsweise eine weitere Wortliste nimmt, es gibt da auch eine offizielle standardisierte Wortliste, nennt sich Diceware, können wir auch mal verlinken, da kann man dann nachher mit einem Würfel einfach zufällig Wörter würfeln und bekommt dann einfach eine Abfolge von, sagen wir mal, sechs Wörtern wie Pizza, Sunset, Fenster, was auch immer, dann hat man vier, fünf Wörter in dieser Reihenfolge, weil das zu knacken für einen Computer unmöglich ist
[00:40:44] und man sieht aber vor allem die Fehler, wenn man es eingibt. Also wenn ich Pizza eingebe, sehe ich ja, dass ich Pizza beispielsweise mit einem Z eingegeben habe, das erkenne ich relativ schnell. Deswegen, zusammengefasst, Passphrase kann man nutzen, aber ganz wichtig, es gibt keine Fehlermeldung und man muss einen zweiten Teil bei der Aufbewahrung nun beachten, nämlich die Passphrase selbst muss jetzt auch wieder sicher aufbewahrt werden, weil wenn die verloren geht oder die Hardwallet selbst, eins von den beiden, bin ich verloren, kann auf ein Bitcoin nicht mehr zugreifen und ganz wichtig, es kann mir niemand helfen.
[00:41:13] Also Bitbox sagt ja auch immer selbst, die meisten Supportanfragen kommen über die Passphrase und die können euch genauso wenig helfen, weil sie sie einfach nicht kennen, weil sie ja nicht gespeichert werden auf dem Gerät selbst. Ja, für mich sind die zwei größten Nachteile. Zum einen, dass es eben diese Fehlermeldung nicht gibt. Das ist halt insbesondere bei der ersten Transaktion dann kritisch. Das könnte man natürlich lösen, indem man eine kleine Testtransaktion macht, weil wenn du das nächste Mal
[00:41:42] dann deine Passphrase eingibst, kommst du ja dann raus und siehst, ah, das ist schon da. Also man sollte dann erstmal mit wenig anfangen. Und das Zweite ist halt, selbst wenn du das auf die Reihe kriegst und du dir das gemerkt hast, dein kompliziertes Passwort. Ich musste gerade lachen, weil ich habe mir gedacht, ey, wir sind ja nicht, sind ja nicht mehr, weiß nicht, acht oder neun, wo man dann einfach seinen Namen macht und Geburtstatum. Auf der anderen Seite ist ja das weltweit am meisten vergebene Passwort meines Wissens
[00:42:11] immer noch Passwort. Also, ja, die Wahrscheinlichkeit ist wahrscheinlich gar nicht so niedrig, dass viele einfach eine Kombination aus Vorname und Geburtstag oder Hochzeitstag oder sowas machen. Und wenn du das dir selbst merken kannst, ist es natürlich okay für dich, aber für deine Nachfahren halt nicht. Also irgendwo muss man es halt dokumentieren, weil sonst stehen die halt vor der Herausforderung, dass sie vielleicht den Seed haben und sich wundern, dass da kaum was drauf ist, weil du halt so schlau hast
[00:42:38] und Jonas noch als Passphrase vergeben hast. Genau, und da kann ich noch hinzufügen, was ich auch gelesen hatte, ist ja, wenn du ein Passwort nutzt, was du zum Beispiel bei anderen Online-Diensten schon verwendet hattest, kann es ja passieren, dass da irgendwie jemand, das schon gehackt worden ist und dann gibt es ganze Listen, wo eben sowas drauf ist und diese Listen würde ich natürlich als Angreifer als erstes nutzen und die erstmal durchgehen. Ob da zum Beispiel zufälligerweise dein, keine Ahnung, Manuel, bla bla bla bla, schon drin ist auf dieser Liste, weil du es bei einem anderen Plattform im Internet schon mal genutzt hattest und deswegen
[00:43:09] ist die optionale Passphrase gut, aber ich finde, gerade jetzt nach dem Coldcard-Vorfall und allgemein wird es zu einfach dargestellt teilweise in die Richtung, da packst du jetzt einfach noch ein drittes Wort, noch ein 25 Wort hinten dran und dann bist du sicher und es wird zu selten über die Risiken gesprochen und das finde ich ein bisschen schade. Deswegen, ich glaube, es ist nicht schlecht, es kann richtig stark sein, aber man muss sich bewusst sein, was passiert und vor allem, dass man das Ganze aufbewahren muss, weil am Ende stehst du wirklich da und kannst dich mehr darauf zugreifen und dann wird es halt richtig, richtig blöd, weil wir auch schon, wenn wir es darüber gesprochen haben, die Null auf dem Wallet zu sehen,
[00:43:38] ist das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Ja, soll schon vorgekommen sein, aber wir haben es ja zum Glück gelöst. Ja, das Thema ist halt, du brauchst halt zwei von zwei Dingen, um auf deine Bitcoin zuzugreifen. Werbung Wir haben in dieser Folge ja schon mehrmals die Hard-Worlets angesprochen und wir können euch seit Jahren bereits die Bitbox 02 aus der Schweiz empfehlen. Mit dieser könnt ihr nämlich all die Funktionen nutzen, die wir euch in dieser Folge vorgestellt haben,
[00:44:08] eure Bitcoin getrennt vom Internet und von eurem Computer aufbewahren, die optionale Passphrase einrichten oder auch die Bitbox ganz einfach als Teil eines Multi-Sig Wallets nutzen. Und neben den ganzen Vorkehrungen, die ihr selbst für eure Aufbewahrung treffen könnt, habt ihr mit Biturance auch noch die Möglichkeit, eure Hard-Wallet gegen Diebstahl oder räuberische Erpressung bereits ab 2,50 Euro pro Monat zu versichern und habt somit eine weitere Variante zur Absicherung hinzugefügt. Und mit unserem Code BTC verstehen spart ihr bei Bitbox
[00:44:38] und bei Biturance jeweils 5% und unterstützt gleichzeitig unsere Arbeit. Alle Informationen zur Bitbox und zu Biturance findet ihr wie immer unten in den Shownotes. Und jetzt wünschen wir euch weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Werbung Ende. Und dieses 2 von 2 oder eher 2 von 3 oder 3 von 5 hört man ja häufiger im Zusammenhang mit Multi-Sig. Und da ist das Ganze auf der einen Seite natürlich noch ein bisschen ambitionierter, auf der anderen Seite
[00:45:07] aber natürlich auch besser als jetzt bei einer, wenn man so will, 2 von 2 Pass-Phrase-Single-Sig Kombination. Was hat es mit Multi-Sig Wallets auf sich? Genau, Multi-Sig, da bewegen wir uns jetzt wirklich ganz oben an der Spitze unseres Stufenmodells oder unten, je nachdem wie man es nehmen möchte. Also wir sind schon sehr, sehr weit nach vorne gekommen und wir sind jetzt wirklich im fortgeschrittenen Status. Aber ich finde, man sollte es mal anschauen. Bisher war das ja so, dass wir für den Transfer oder eine Transaktion bei unseren Bitcoin
[00:45:36] bei allen Wallets immer genau einen Schlüssel, ein Geheimnis gebraucht haben. Also ich habe damit bestätigt, dass ich die Bitcoin bewegen darf. Deswegen nennt man das auch Single-Sig. Also eine Single-Signatur, also eine einzige Signatur. Bei Multi-Sig kommen wir jetzt eben zu einer Multi-Signatur und das bedeutet, wir haben hier, um unsere Bitcoin zu bewegen, eine Kombination an mehreren Schlüsseln, Geheimnissen, die wir benötigen, um die Transaktion durchzuführen. Das bedeutet, wie du gerade angesprochen hattest, da kann man jetzt sagen, ich habe beispielsweise,
[00:46:05] ich habe zwei Schlüssel und einen davon von diesen zwei, irgendeinen von den beiden, brauche ich, um zu beweisen, dass ich die Bitcoin bewegen darf. Wir können natürlich jetzt auch den Punkt aufmachen, zwei von drei, das ist so der Standard eigentlich, weil man eben hier dann zwei Schlüssel von den drei benötigt und es ist egal, welche Kombination von den drei Schlüssel man benötigt, man braucht auf jeden Fall zwei Stück. Es gibt auch drei von fünf, man kann aber auch fünf von acht machen, ihr habt glaube ich gesehen, man kann glaube ich bis zu tausend kombinieren, das heißt also, man hat da alle Möglichkeiten, aber es wird natürlich
[00:46:34] dadurch immer komplexer, weil man muss natürlich jetzt auch diese aufbewahren. Das bedeutet, man braucht, nehmen wir mal das Beispiel zwei von drei jetzt einfach. Wir brauchen da auf jeden Fall im besten Fall drei verschiedene Hardware Wallets, man kann natürlich das tierisch auch mit einem machen, weil man ja mit jeder Wallet immer wieder, mit jeder Hardware Wallet auch jeweils einen Schlüssel immer wieder generieren kann, das Ganze löschen kann und neun generieren, aber es ist halt sehr aufwendig, weil dann müsste ich jedes Mal wieder neu eingeben. Deshalb gehen wir davon aus, dass wir einfach drei Hardware Wallets haben, von denen die richtig, ganz normal ein
[00:47:03] und brauchen natürlich da auch wieder meine Sicherung, meine Wiederherstellungswörter und habe deswegen ja schon mal, sage ich mal, drei Pakete, also jeweils die Hardware Wallet plus die Wiederherstellungswörter und jetzt kommt das Interessante dazu, wir brauchen nämlich für die Einrichtung einer Multisig Wallet noch eine Koordinierungssoftware, wir brauchen irgendwie ein Programm, mit dem wir das Ganze zusammenbauen können und da gibt es zum Beispiel Sparrow Wallet für den Computer, es gibt Spectre, Nunchuck, da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Ich habe jetzt bei den Videos immer Sparrow benutzt, das ist sehr angenehm zu nutzen
[00:47:32] und mit dem können wir nachher sagen, ich möchte jetzt eine beispielsweise Multisig Wallet erstellen mit drei Schlüsseln insgesamt und zwei davon benötige ich, um meine Bitcoin zu transferieren. Das kann ich einfach einstellen und dann werden quasi die drei Schlüssel zusammengefügt und die Wallet baut das dann so auf mit der Bedingung, zwei von diesen drei brauchen wir, um die Transaktion durchzuführen. Jetzt haben wir das Problem aber und jetzt kommt eine weitere Komponente und das ist das, was die meisten so ein bisschen abschreckt bei der Multisig Variante,
[00:48:01] dass wir eine Art Gebrauchsanleitung, also eine Bauanleitung brauchen, die irgendwie ja darstellt, wie diese drei Geräte zusammenzupassen. Beispiel, wir haben jetzt nur noch diese drei Geräte übrig, wir haben die Multisig Wallet schon eingerichtet, dann liegen die nebeneinander und wir gehen an unseren Computer und zeigen, wie quasi unsere Wallet, unsere Software Wallet, unsere Koordinierungssoftware, sorry, dann weiß die ja gar nicht, welche Kombinationen wir nutzen. Haben wir jetzt ein drei von drei Wallet, eins von drei Wallet und deswegen haben wir eine sogenannte Deskriptor-Datei. Das ist diese Bauanleitung
[00:48:30] und da steht ganz, ganz, ganz vereinfacht gesagt drauf, wie diese drei, in diesem Fall Schlüssel zusammenpassen. Das bedeutet, in unserem Fall müssen wir auf jeden Fall die drei Wallets plus die Sicherungen aufbewahren plus diese Deskriptor-Datei. Die ist ganz, ganz wichtig, die wird nämlich exportiert, nachdem wir das Ganze erstellt hatten. Das Gute bei dieser Deskriptor-Datei ist, die ist schlussendlich jetzt nicht so sensibel. Mit der kann man nichts anfangen. Das heißt, wenn die jemand in die Hand bekommt, kann er zwar sehen, dass die Person oder dass das in dem Wallet besteht
[00:49:00] aus zum Beispiel zwei von drei Schlüsseln, plus man kann sehen, welches Guthaben drauf liegt, weil die Schlüssel der einzelnen drei Wallets draufstehen. Ist natürlich Privatsphäre und Datenschutz jetzt nicht das Beste, aber solange ich damit keine irgendwie Bitcoin transferieren kann, ist es jetzt erstmal nicht so schlimm. Das heißt, ich kann das ganz häufig kopieren, ich kann das zentral irgendwo lagern, ich kann das zu jedem Einzelnen, diese Aufbewahrungspakete, sage ich jetzt mal, hinlegen. Das ist ganz entspannt und kann es theoretisch sogar für Schlüssel auf einem Computer lassen,
[00:49:29] weil selbst wenn es einer draufkommt, es ist jetzt nicht so schlimm, sage ich jetzt mal. Deswegen ist das der Punkt und der große Vorteil und das finde ich so spannend, wir haben die ganze Zeit von diesem Single Point of Failure gesprochen, weil wir immer ein Geheimnis, einen Schlüssel gebraucht haben, auf Bitcoin zuzugreifen. Den gibt es jetzt bei diesem Multisig Setup nämlich nicht mehr. Bei zwei von drei bedeutet es nämlich, wenn ich einen von diesen finde, kann ich nichts damit anstellen. Also selbst ein Angreifer, die Hardwollet in die Hand bekommt oder die Wiederherstellungswörter
[00:49:59] einer dieser Geräte bekommt, kann er nicht darauf zugreifen, weil er bräuchte zwei Schlüssel, um die Transaktion durchzuführen. Deswegen kann ich, und das ist ein Riesenvorteil von Multisig Wallets, ich kann die Schlüssel geografisch verteilen. Also ich könnte einen Schlüssel bei mir behalten, einen zu dir geben und theoretisch einen entweder zu meiner Familie oder sogar einen Bankschließfach legen, weil niemand von den drei Personen irgendwie auf diese Bitcoin selbstständig zugreifen kann. Und das bedeutet, es gibt einen höheren Aufwand dahinter.
[00:50:29] Wenn ich nämlich Bitcoin versenden möchte, muss ich die Transaktion signieren mit meinem und ich brauche gleichzeitig noch einen zweiten Schlüssel, entweder deinen oder den in einem Bankschließfach. Hat natürlich auch hier wieder, hat einen Vorteil, hat aber noch den Nachteil, weil ich natürlich auch einen größeren Aufwand habe, das zu machen, wenn ich es wirklich möchte. Schützt mich aber zum Beispiel vor schnellen Entscheidungen, wenn ich unter Stress stehe oder sogar, wenn ich unter Druck gesetzt werde von einem Angreifer, weil ich kann es einfach physisch nicht durchführen. Also ich kann es nicht tun. Selbst wenn die Person mich foltern würde, das hoffen wir jetzt alle mal nicht,
[00:50:59] ich kann es erstmal nicht tun. Auch hier ganz wichtig, wir wissen alle nicht, wie wir uns in diesen Situationen verhalten würden. Gehen wir nicht davon aus, dass es passieren wird. Aber wer hat eben den Vorteil, dass der Angreifer nicht zugreifen kann. Und was ganz wichtig ist, was auch noch ein Riesenvorteil ist, wir haben halt eine erhöhte Fehlertoleranz. Bei allen anderen Varianten ist es so, wenn wir zum Beispiel die Optionalpass-Phrase verlieren oder die Wiederherstellungswörter von unserem Hardwallet und die Hardwallet selbst, haben wir ein Riesenproblem. Bei Multisick-Wallets ist es so, bei zwei von drei
[00:51:28] können wir immerhin schon mal einen Schlüssel komplett verlieren, solange wir noch die anderen zwei Schlüssel haben plus den Deskriptor, dann können wir noch darauf zugreifen. Das heißt, wir können so ein bisschen, wir haben so ein bisschen Risiko rausgenommen, weil wir ein bisschen einen Fehler machen können. Und das ist natürlich irgendwie entspannter. Plus eben, wir schützen uns auch vor diesem Coldcard-Vorfall, den ich gerade eben angesprochen hatte, weil wir nicht mehr, wenn wir das so machen, wenn wir jetzt drei verschiedene Hardwallets nutzen für die drei Schlüssel, dann vertrauen wir nicht mehr nur einem von diesen Herstellern, dass die Software funktioniert,
[00:51:58] dass der Chip richtig funktioniert, dass nicht manipuliert worden ist, sondern wir verteilen das Ganze auf drei Stück. Und wenn da einer manipuliert worden ist, haben wir immer noch zwei übrig. Natürlich gibt es immer auch das Risiko, dass sich gleich zwei manipuliert worden sind, aber wir reduzieren das Risiko immens schon mal. Genau, deswegen sehe ich in Multisig, gerade wenn man größere Beträge hat und wenn man ein bisschen fortgeschrittener ist, riesige, riesige Vorteile, wenn man da seinen Bitcoin auch bewahren möchte. Die Vorteile sind hier meiner Meinung nach auf jeden Fall gegeben
[00:52:27] und überwiegen auch die Nachteile insbesondere und das ist irgendwie ein bisschen ironisch, wenn man sich nicht traut, in die Selbstbewahrung zu gehen, eben weil man nur diesen einen Schlüssel hat und wenn man den verliert, dann war es das, kann man halt mit einem Multisig-Wallet, wenn man sich in dieser Hinsicht selbst ein bisschen misstraut, dem Ganzen entgegenwirken und sagen, ich mache jetzt halt zwei von drei oder du kannst ja die Zusammensetzung so wählen, wie du es eben möchtest. Es gibt ja aber auch Nachteile,
[00:52:57] natürlich eine höhere Komplexität. Es ist viel mehr aufzubewahren. Also du hast ja gesagt, es gibt drei Wallets bei dem zwei von drei Beispiel. Es gibt drei Wiederherstellungswörter. Es gibt die Descripto-Datei. Was gibt es noch an Nachteilen? Genau, auf jeden Fall die Komplexität ist das Größte und ich glaube, da haben viele irgendwie die Angst, dass man da was falsch macht, weil natürlich auch mehr Fehlerquellen entstehen, die man machen kann. Auf der anderen Seite eben auch wiederum, man kann sie machen, weil eben halt doch
[00:53:26] dieser Puffer drin ist. Muss man sich angucken, ob man damit klarkommt. Auf jeden Fall höherer Aufwand, das zu transferieren, das einzurichten. Natürlich auch Vor- und Nachteile, kann man sich anschauen, wie man möchte. Natürlich höhere Kosten. Auch hier der Fall, wenn ich drei Hardwallets brauche, muss ich natürlich ein paar hundert Euro ausgeben, aber auch hier, wie du schon angesprochen hast, das mache ich ja nicht mit 500 Euro. Sondern da geht, das sind wir schon in Sphären, wo ich sage, da geht es wirklich um eine Altersvorsorge und Beträge, die ich vielleicht auch die nächsten fünf bis zehn Jahre halten möchte. Das heißt,
[00:53:56] wenn man mal rechnet, also wenn man mal das Beispiel, du hast wirklich jetzt einen ganzen Bitcoin, das sind jetzt derzeit, du hast gesagt, 27.000 Euro und jetzt gibst du da vielleicht maximal, was selbst wenn so 500 Euro allein für Hardwalls ausgeben, was unfassbar viel ist, das ist nichts dagegen, dafür, dass du ja theoretisch derzeit einen Bitcoin aufbewahren würdest und es gibt diesen schönen Satz, man sollte seine Bitcoins so aufbewahren, dass man schon das Zehnfache am Bitcoinpreis hat. Dass man, ist es jetzt schon so sicher, weil der Bitcoinpreis kann halt relativ schnell, haben wir in den letzten Wochen ja auch wieder gesehen,
[00:54:26] ziemlich zügig anziehen und dann ziehen wir nicht mehr nur bei 70.000 Euro, sondern vielleicht mal bei 150.000 Euro oder bei 200.000 Euro und dann wird es halt sehr interessant. Dann natürlich, ganz wichtig, es erfordert einfach mehr Verständnis und Wissen. Ihr müsst euch auf jeden Fall, wenn ihr das Thema angeht, arbeitet euch ein, schaut euch verschiedene Videos an, verschaut euch verschiedene Podcastfolgen von Experten an. Es gibt so viele Inhalte, es sollte auf jeden Fall nicht basieren, nur auf einem Video jetzt die Erstellung machen, das sollte man auf jeden Fall nicht tun, sondern arbeitet euch an, Schritt für Schritt testen,
[00:54:55] man kann das Ding auch einfach mal einaufbauen, die Multi-Sick Wallet und mit 5 Euro testen, ein Gefühl dazu bekommen, was passiert da, wie stelle ich das Ganze wieder her, also sich wirklich dran hangeln, um da hinzugehen, das zu machen und dann wirklich nur, wenn man wirklich hundertprozentig sicher ist, was macht man da, wenn man ein bisschen unsicher ist bei allen diesen Themen, würde ich sagen, lieber Finger davon lassen, da kommen wir glaube ich nachher ganz am Ende auch noch zu, weil nur wenn du es verstehst, ist es die sichere Variante und dann ganz wichtig, Vererbung natürlich auch komplex, weil ihr müsst dann auf jeden Fall dokumentieren,
[00:55:25] ihr müsst gucken, welche Sachen sind denn wo gelagert, kommt man nachher auch hin und so weiter und was halt auch wichtig ist, wir haben ja eigentlich mindestens drei verschiedene Aufbewahrungsorte und auch hier, wie gesagt, je nachdem, welche Lebensumstände ihr habt, habt ihr diese drei verschiedenen Aufbewahrungsorte, ihr könnt euch Bankschließfach leisten, ihr habt Familie, denen ihr vertrauen könnt, ihr habt eine Wohnung, wo ihr sagt, da ist jetzt kein Mitwohner, wo ich unbedingt, der mich nicht mehr vertrauen würde, ihr braucht eben mindestens drei verschiedene Aufbewahrungsorte und das kann für manche Menschen schon zu viel sein, weil sie es gar nicht haben, deswegen kann das auch
[00:55:54] ein bisschen komplex sein, aber insgesamt finde ich es eine sehr, sehr interessante Variante, die man sich angucken sollte, insbesondere dann, wenn es in Richtung Höherbeträge geht und wenn man sich mit dem Thema Aufbebauung eben diesen einzelnen Stufen nach oben gehangelt hat und dann eben dort ankommt, finde ich es eine sehr spannende Variante, sein Bitcoin aufzubewahren. Müssten es nicht eigentlich sechs Aufbewahrungsorte sein, weil klar, du könntest natürlich die eine Hardware Wallet mit dem anderen Recovery Seed zusammenlegen, aber wenn dein Passwort der Hardware Wallet
[00:56:24] Jonas123 ist, ist auch nicht viel gewonnen und dann hast du halt zwei von drei plus die Diskutordatei. Genau, das ist aber das Ding, was ich vielleicht vergessen hatte, was auf jeden Fall die größte Regel ist, du darfst niemals zwei Schlüssel an einem Ort haben. Was du aufbewahrst an drei Orten ist einfach nur die Hardware Wallet, also sagen wir jetzt mal Gerät A mit dem Wiederherstellungsverfahren A, also die beiden zusammen als Paket und dann an einem anderen Ort hast du Gerät B plus Wiederherstellungsverfahren B, was wir normalerweise nicht machen sollten, aber in dem Fall ist es nicht so schlimm, weil ja keiner darauf zugreifen kann,
[00:56:54] wenn du dahin kommst, auch an den Wiederherstellungsverfahren. Deswegen, man kann, und das ist interessant, ich habe mehrere Leute gefragt, da streiten sich ein bisschen die Geister, die meisten sagen, drei Orte reichen, solange eben die Schlüssel nicht beieinander liegen, also nicht, dass man Gerät A mit Wiederherstellungsverfahren B an einem Ort lagert, das ist ein riesen No-Go, das auf jeden Fall nicht machen, weil sonst würdest du ja dir selber an den Fuß schießen, würdest du das, genau, das auf jeden Fall nicht. Man kann natürlich die Hardcore-Variante wählen und sechs verschiedene Orte nehmen, aber dann musst du auch, daran habe ich gedacht, genau,
[00:57:24] aber dann musst du auch erstmal sechs verschiedene Orte haben und dann musst du das auch noch koordinieren können, dann wird es schwierig. Ich glaube, dass drei sichere Orte, die jetzt halbwegs in Ordnung sind, sicher sind, weil eben, eben es nicht diesen einen Angriffspunkt gibt, selbst wenn der eine mal kompromittiert wäre, deswegen würden wahrscheinlich drei reichen, aber auch hier kann jeder seine eigene Stufe gehen. Du kannst natürlich auch sagen, ich mache zwölf draus, aber mit ganz, ganz vielen Kopien wird es natürlich immer wieder schwieriger, weil ich gucken muss, sind die noch da, ist was passiert, ist es sicher und so weiter. Deswegen, ich glaube,
[00:57:53] von Anfang sind drei in Ordnung, man kann gucken, ob man sechs draus macht, aber die meisten, glaube ich, sechs Aufbewahrungsorte ist sehr schwierig umzusetzen. Ja, auf jeden Fall. Ich finde es ganz interessant, im Kern sind sich ja alle einig, aber wenn es dann um die Details geht, da scheinen sich dann halt doch die Geister. Ja, klar. Gerade jetzt das Beispiel mit den Aufbewahrungsorten oder auch irgendwie eine betragsmäßige Grenze, wo man es festmacht und ja, es gehört für mich aber dazu,
[00:58:22] zur Selbstbewahrung, dass man sich halt damit auch auseinandersetzt, A, welche Art und B, ab wann lohnt sich was und C, ja, wohin? Wohin mit dem Recovery Seed, wohin mit dem Hardware Wallet? Also, da gibt es keine Patentlösung, aber das macht es ja auch irgendwie reizvoll. Genau, und da würde ich auch sagen, am Ende, wir sind alles erwachsene Menschen, weil wir dann wieder umkehren in die Richtung, dass wir alles vorleben müssen in die Richtung,
[00:58:51] ab 500 Euro machst du das, ab 0,5 Bitcoin machst du das, ab einem Bitcoin machst du das. Du hörst dir irgendwann auf, selbst nachzudenken und da kommen wir dann in eine Welt rein, die ja komplett falsch ist, weil jeder hat eine andere Risikotoleranz. Der eine sagt, ach, mit 5000 Euro auf meinem Lightning Wallet komme ich klar, der andere sagt, oh, bei 500 Euro bin ich schon wieder, bin ich komplett unruhig und kann nachts nicht schlafen, weil ich meiner Plattform nicht vertraue. Also, deswegen, es gibt da, glaube ich, in der Hinsicht keine Antwort und das ist auch gut so, weil wir einfach unterschiedlich sind. Ich habe auch schon von Leuten gehört,
[00:59:21] die irgendwie zwei Bitcoin auf ihrer Bitcoin Wallet, ihre Plattform am Handy hatten, wo man sich überlegt, wie verrückt ist das denn? Aber die waren damit klar, die haben gesagt, okay, das passt. Genauso könntest du sagen, oh, wieso hast du denn, du hast jetzt einen ganzen Bitcoin angespart und der liegt immer noch bei einer Börse. Die andere Person würde sagen, ja, dafür fühle ich mich safe, weil die ist reguliert, da weiß ich nicht, da sind Experten hinten dran und du würdest darum sagen, ja, aber ich vertraue denen doch gar nicht. Nachher gibt es das Problem, dass ich meine Daten wieder hergeben muss und die haben die Auszahlung gesperrt. Also, deswegen,
[00:59:50] es gibt diese unterschiedlichen Stufen und die sind halt einfach persönlich und deswegen finde ich es auch schlecht, wenn Leute sagen, wie jetzt gerade nach dem Coldcard-Vorfall, ihr müsst unbedingt optionale Passphrase nutzen, ihr müsst unbedingt Multisick machen, weil das ist jetzt das Ding, was geht. Das finde ich schwierig, weil am Ende muss jeder selber damit leben, weil wir beide können natürlich jemandem etwas empfehlen, die Person fühlt sich damit nicht wohl, es geht was schief, weil er es nicht ganz verstanden hat. Und wir beide, blöd gesagt, haben damit nichts zu tun, aber die Person selber haftet eben dafür,
[01:00:19] weil es seine eigenen Sachen sind und deswegen seine eigene Entscheidung. Aber wie gesagt, niemand muss es tun, man kann einfach seine Bitcoin, entweder kaufen mit gar keine Bitcoin oder man hält die Bitcoin auf unserer Plattform, geht ja auch und deswegen finde ich es so, es ist auch so schön, dass es eben diese Abwandlungen gibt und Abstufungen gibt insgesamt. Ja, das ist wahrscheinlich der wichtigste Tipp, den man geben kann. Wählt das Setup, mit dem ihr euch selbst gut fühlt und dieses Gut fühlen sollte davon abhängen, ob ihr das jeweilige Setup verstanden habt. Das wäre so mein Learning
[01:00:49] beziehungsweise Zwischenfazit bis hierhin. Genau, dann haben wir jetzt die verschiedenen Stufen gesehen, also fassen wir ganz kurz zusammen. Wir haben das Thema gehabt, entweder auf der Plattform selbst halten oder wenn ich sage, ich möchte eigene Kontrolle haben, haben wir die Hotwallets auf dem Handy oder auf dem Computer gehabt. Wir hatten dann die Hardwallets. Darauf passieren dann natürlich die Wiederherstellungswörter. Wir müssen eine Sicherung erstellen. Ganz wichtig, ich habe vergessen, bei der Bitbox zum Beispiel gibt es diese Besonderheit, ihr könnt auch die Sicherung auf der Micro-SD-Karte erstellen, die ersetzt wiederum oder ist eine Alternative zu den Wiederherstellungswörtern. Egal wie ihr es macht,
[01:01:18] auf jeden Fall diese Sicherung erstellen. Das ist das Wichtigste. Dann darauf passieren die optionalen Passphrasen, die man nutzen kann, um eben die Wiederherstellungswörter nochmal abzusichern. Und darauf passieren eigentlich quasi ganz oben sind die Multi-Sick-Wallets, wo man eben verschiedene Kombinationen an Schlüssel benötigt, um darauf zuzugreifen. Ganz wichtig bei diesen Themen und ich glaube, das ist ein Bereich, der ein bisschen unterschätzt wird. Viele denken sich ja so an sich selbst. Ich habe jetzt meinen Bitcoin aufbewahrt. Ich habe das jetzt sicher gemacht. Ich habe jetzt, wie du gerade eben gesagt hast, meine Wiederherstellungswörter
[01:01:48] in die Diele eingebaut oder in die Wand eingebohrt oder was auch immer. Was passiert aber daran, wenn ihr eben nicht mehr da seid? Was passiert im Ernstfall? Es geht nicht mal darum, dass ihr nicht mehr auf dieser Welt seid, sondern ihr habt einen Unfall gehabt, einen Gedächtnisverlust und so weiter. Können eure Angehörigen, können eure Familie, eure Freunde, wer auch immer die Erben, auf eure Bitcoin noch zugreifen und deswegen sollte man sich unbedingt auch mit der Vererbungsthematik auseinandersetzen und hier ist natürlich jetzt die Schwierigkeit und hier können wir auf jeden Fall auf die Folge mit dem Statikus verlinken, die wir glaube ich
[01:02:17] vor letztes Jahr gemacht haben, vor eineinhalb Jahren knapp, wo wir über das Thema Vererben und Weitergabe von Bitcoin gesprochen hatten. Da geht es natürlich darum, wie dokumentiere ich das Ganze so, dass meine Erben auch darauf zugreifen könnten, aber auch das Ganze so, dass in der Zeit, wo ich auch noch lebe, niemand darauf zugreifen kann. Das ist ja so ein ganz schwieriger Grad. Wem vertraue ich? Wem kann ich nicht vertrauen? Wie viele Daten gebe ich den Preis? Weil am Ende müsste ich eigentlich so viele Dokumentationen betreiben, wie nur möglich. Gebe ich jemanden an, wo ich sage,
[01:02:47] Familie, ihr habt keine Ahnung von Bitcoin, wenn ich aber nicht mehr auf meine Bitcoin zugreifen kann, könnt ihr euch an diese Vertrauensperson wenden? Mache ich sowas? Das sind alles Themen, die man natürlich sich beachten muss und vor allem in Verbindung mit den einzelnen Stufen, wie du gerade eben schon angesprochen hattest, eine Wallet alleine, ohne Passphrase, ist einfacher weiterzugeben als eine optionale Passphrase oder ein Multisick Wallet mit drei verschiedenen Schlüsseln an unterschiedlichen Orten. Und da muss man sich gucken, wie kann ich es am besten weitergeben? Wie gesagt, da können wir jetzt keine ganze Folge darüber machen, haben wir schon gemacht.
[01:03:16] Da hört gerne da nochmal rein. Und auch da muss jeder für sich selbst wiederum den richtigen Weg finden. Und wenn ich es richtig im Kopf habe, hat der Statikus auch gemeint, auch da gibt es nicht dieses eine Rezept, sondern jeder muss für sich selber wissen oder abwägen, was die beste Variante, wie kann ich es meinen Angehörigen immer am Ende weitergeben? Ja, auf jeden Fall habe ich an sich nichts mehr hinzuzufügen, außer dass das halt das Wesen der Selbstverwahrung ist und überhaupt nicht schlimm. Es gibt kein Patentrezept.
[01:03:46] Jeder muss gucken, was passt für einen, was passt für die eigenen Bestände, was passt zum eigenen Leben, zur eigenen Lebenssituation, zur eigenen, ich sage mal, Risikotragfähigkeit. Man muss ja auch noch berücksichtigen, weiß irgendjemand, dass ich Bitcoin gekauft habe oder nicht. Wenn ich das niemand erzähle für eine Person, die einfach für sich im stillen Kämmerlein eben einen Sparplan laufen lässt, die Wahrscheinlichkeit ist recht gering, dass jemand dem Ganzen auf die Schliche kommt.
[01:04:13] Und was Statikus gesagt hat, stimmt natürlich, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dann jemand ausgerechnet in die Wohnung kommt, sollte es einen Einbruch geben, der dann diese Wörter findet und dann weiß, was damit zu tun ist, um eben die Bitcoin abzuziehen, ist ja relativ gering. Also das alles muss man eben für sich gewichten und dann kommt man definitiv zu einer Lösung, die denke ich, für die jeweilige Person sinnvoll ist. Genau. Dann würde ich für mich
[01:04:43] so ein bisschen das Fazit jetzt ziehen, weil es gibt ein paar Punkte, die ich ganz interessant finde. Ganz wichtig, es ist immer eine Abwägung zwischen Bequemlichkeit natürlich, ganz wichtig, weil man kann natürlich auch sagen, ich habe gar keine Lust, was die zwei Jungs jetzt erzählt haben, ich lasse meine Bitcoin auf der Plattform liegen, das reicht mir, mir doch egal, wird schon nichts passieren. Okay, gut. Dann aber auch die Abwägung eben zur Bequemlichkeit Sicherheit, wie sicher sind meine Bitcoin und vor allem auch die Komplexität, weil jetzt kann man natürlich so hingehen und sagen,
[01:05:13] ich habe viele Punkte gesehen, wo ich dann sage, Wiederherstellungsfröder zum Beispiel, ah, das finde ich nicht gut, weil wenn es jemand findet, kann ich darauf zugreifen, dann kann ich eine neue Funktion, also die optional Passphrase hinzufügen. Es reduziert natürlich die Fehlerquelle, weil jemand, der die Wiederherstellungsfröder findet, nicht darauf zugreifen kann, aber erhöht gleichzeitig auch wieder die Komplexität, weil ich die optionale Passphrase auch wieder lagern muss und speichern muss, aufwärmen muss, mir merken muss und auch wie auch immer. Deswegen ist es nicht so, dass durch die erhöhte Komplexität,
[01:05:43] weil ja viele sagen, die dann so ein bisschen selbst tüfteln wollen und sagen, ich bin jetzt richtig clever und ich mache alles. Ich mache jetzt noch eine Multi-Sick-Wallet und jede einzelne Wallet davon gebe ich nochmal eine optionale Passphrase oben drauf, damit ich doppelt quasi sicher bin. Es klingt auf den ersten Blick cool und denkt sich, das ist jetzt das Sicherste überhaupt, aber ab einer gewissen Komplexität oder ab einem gewissen Sicherheitslevel erhöht sich einfach die Komplexität so stark, dass die Fehlerquellen zu hoch sind, dass ich mir quasi selbst in den Fuß schieße und mich selbst ausschließe.
[01:06:11] Und deswegen ist es so wichtig, dass das größte Problem ist immer noch, es geht gar nicht darum, dass ein externer Angreifer irgendwie eine Bitcoin bekommt oder dass irgendwie die Hardwarequellen kaputt geht, sondern die größte Gefahr bist du selbst. Also nicht du, sondern der Nutzer selbst, der sich halt dann am Ende selbst ausschließt und ich glaube, das ist viel gefährlicher und so gehen viel mehr Bitcoin verloren als bei allen anderen Dingen. Und deswegen ist mein Tipp auf jeden Fall dieses Stufmodell mal anzuschauen, das mal durch den Kopf gehen zu lassen, je nachdem wo man steht, das ist ja entweder besteht beim Anfang
[01:06:40] oder man steht mittendrin und sich dann eben Schritt für Schritt diesen Wissensstand aufbauen, also zu gucken, was gibt es denn eigentlich? Was sind die Vor- und Nachteile? Dann zu schauen, was ist denn meine Risikotoleranz? Wie sind denn meine Lebensumstände? Also wie lebe ich denn? Wie viele Bitcoin habe ich denn? Wo stehe ich denn gerade? Weil es kann natürlich auch sein, dass ich vielleicht vor fünf Jahren mit dem Sparplan angefangen hatte und plötzlich sind meine Bitcoin aber halt nicht mehr nur bei 10.000 Euro als Guthaben, sondern plötzlich nicht bei 100.000 Euro und habe aber trotzdem noch die gleiche Aufbebauung. Dann sollte ich vielleicht mal überlegen, ich sollte mich halt darum kümmern,
[01:07:10] das zu ändern oder ich bin umgezogen, ist noch alles da und dann immer voranarbeiten und immer abwägen, was ist denn das, was ich am besten verstehe vor allem und vor allem, wie kann ich denn am besten damit schlafen? Also was kann ich denn am beruhigsten nutzen, um meine Sicherheit zu erhöhen? Denn am Ende ist es wirklich so, ich glaube, dass die beste Variante vor allem die ist, die man wirklich hundertprozentig verstanden hat und weiß, was passiert und nicht die theoretisch sicherste, weil auf dem Blatt Papier sind viele dieser Punkte sicherer,
[01:07:39] aber das bringt halt einfach alles nichts, was ich nicht kapiert habe und deswegen, ich würde sagen, durchlesen, einlesen, wenn man Lust hat, man muss es nicht tun und dann vor allem, wenn man etwas gefunden hat, was man interessant findet, einfach mal testen. Ganz kleinen Betrag, da reichen ja zwei Euro, wenn überhaupt, Multisig Wallet aussetzen, optionale Passphrase testen, bevor man dann eben sagt, ich habe es jetzt soweit verstanden, ich habe das ganze Wallet zum Beispiel zurückgesetzt, habe alles wieder hergestellt, weiß, wie ich mit dem Ernstfall verhalten sollte und kann dann mit dem großen Betrag
[01:08:09] weitermachen, weil ich weiß, wie es funktioniert und so würde ich mich jetzt mit der Zeit rantasten und vor allem sich nicht hetzen lassen. Ich glaube, Stress und Panik und Emotionen sind das Schlimmste überhaupt, deswegen langsam beginnen, anfangen, einlesen und dann funktioniert es auf jeden Fall, weil man kriegt es hin, es ist nicht das größte Hexenwerk, würde ich jetzt mal sagen. Ja, kann ich mich hundertprozentig anschließen, für mich, wir hatten ja gerade ein Zwischenfazit, würde ich mich erstmal bedanken wollen, ich würde,
[01:08:39] muss ja auch ein Kompliment aussprechen, hast du gut gemacht, würde mich auch freuen, wenn das ein oder andere Lob in den Kommentaren oder per E-Mail eingeht, natürlich auch dann bei den Videos, weil da gibt es ja immer große Mühe, gefällt mir immer sehr gut und freut mich sehr, dass wir das zusammen machen, weil ich finde, du machst es wirklich super, genug, genug des Lobs für mich, hinsichtlich der Folge selbst, würde ich sagen, ja, wir haben es ja eingeleitet mit, man muss nicht selbst verwahren, aber man kann selbst verwahren
[01:09:08] und mir ist aber wirklich wichtig, dass man sich relativ schnell mit der Selbstverwahrung eben auseinander setzt, insbesondere wenn man eben ein paar mehr Euro schon in Bitcoin gespart hat, als man jetzt im Geldbeutel mit sich herumtragen würde, das ist für mich zumindest die beste Analogie, die man ziehen kann, da bin ich auch froh, nicht mein gesamtes Vermögen immer mit mir rumzuschleppen, vor dem Hintergrund ergibt es einfach ab einer gewissen Größenordnung Sinn, die auch recht schnell kommt und dadurch, dass Bitcoin ja recht sprunghaft ist,
[01:09:38] was den Preis anbelangt, du hast es in der Folge gesagt, wir hatten ja unlängst einen preislichen Sprung von plus 20 Prozent, klar, eine Verzehnfachung, die man ja zugrunde legen soll bei der eigenen Aufbewahrung, scheint recht weit weg, auf der anderen Seite hat sich Bitcoin schon das ein oder andere Mal verzehnfacht und es kann dann vielleicht schneller gehen, als man es erwartet, wenn man sich mit Bitcoin eben neu auseinandersetzt und mit der Selbstverwahrung, optionale Passphrase, es finde ich eine gute Möglichkeit,
[01:10:08] man soll es jetzt aber nicht vorschnell machen, nur weil es jetzt diesen Vorfall gab, man muss schon wissen, was die Konsequenzen sind und insbesondere, weil man halt Gefahr läuft, sich zu vertippen, sollte man da vorsichtig sein, ich würde nicht grundsätzlich davon abraten, nur dass man sich eben möglichst darauf konzentriert, die richtigen Zeichen einzutippen, wenn man die Passphrase eben aktiviert, wäre schade, wenn das Geld dann weg wäre und Multisig, wir haben es ja gesagt, Chris meinte ab 0,5,
[01:10:37] aber das ist kein, kein universell gültiger Rat, manche fühlen sich sicherlich mit irgendwie 1, 2 Bitcoin auf einem Single-Sig Wallet wohl, andere vielleicht ab 0,1 Bitcoin schon unwohl, also auch da hat jeder so seinen eigenen Weg, den er eben gehen muss, ansonsten wie gesagt, danke, war wirklich top, sehr schön, sehr schön vorbereitet. Danke, ich hoffe, es kommt auch so gut an und was ich noch hinzufügen möchte, ist, wenn jetzt jemand zuhört und sagt, hey, ich habe das ja schon alles erledigt
[01:11:07] und bin ja, ich habe jetzt meine Hardware schon eingerichtet und so, das ist gut, aber was man auf jeden Fall so machen sollte, einmal im Jahr vielleicht so einen Check auch zu machen, erstmal zu gucken, wie ist mein, bin ich mit meiner Aufbewahrung noch zufrieden, bin ich dann noch, kann ich noch in Ruhe schlafen, das habe ich den Gedanken im Kopf, weil wir ja vor ein paar Monaten die Umfrage gemacht hatten, wo ich jemandem mehrere geschrieben hatte, sie können nachts nicht schlafen wegen der Aufbewahrung, das soll natürlich der Fall sein, das muss auf jeden Fall sein, dass ich weiß, es ist gut und es sollte auch, je nachdem wie der Bitcoin-Preis ja ist, kann die Aufbewahrung auch mitwachsen
[01:11:35] und genauso sollte man immer gucken, geht denn meine Hardware Wallet noch, geht das Display noch an beispielsweise, sind meine Wiederherstellungsblätter, wenn ich zum Beispiel einen Umschlag hatte, ich kann die auch versiegeln zum Beispiel, war da jemand dran, kann ich sie noch lesen, also einfach so ein Gesundheitscheck zu machen, einmal im Jahr ist alles noch da, weiß ich noch, wo alles da ist, ist noch meine Dokumentation für meine Erben noch vorhanden, einfach, dass man ruhig das Schritt für Schritt macht, man muss jetzt nicht jeden Tag sich damit beschäftigen, das ist ja auch nicht gut, aber einfach, dass man so einmal im Jahr einfach mal so ein kleines Update,
[01:12:04] wie so ein Frühjahrsputz macht und sagt, genau, Bestandsaufnahme macht und sagt, okay, alles ist gut und das finde ich, glaube ich, gar keine schlechte Idee. Genau, und ansonsten vor allem finde ich ganz wichtig, macht es euch einfach nicht zu komplex, weil viele übertreiben es, glaube ich, dann einfach und manchmal, das ist vielleicht mein letztes Abschlusswort, manchmal ist wirklich die einfache Variante, die bessere und nicht diese komplex, wo man sagt, ich mache jetzt wirklich hundertprozentig all in, nein, lieber die gute Variante, die ihr verstanden habt, ist häufig die sichere Variante und nicht die komplexe und deswegen würde ich sagen,
[01:12:34] noch der Hinweis, unten in der Videobeschreibung, Episode beschreiben, ich werde noch einiges reinpacken, gucke mal, ob die Zeichenzahl reicht, auf jeden Fall und da gerne unseren YouTube-Kanal abonnieren, da kommen jetzt, wie gesagt, ein paar Videos in den nächsten Wochen, ich weiß nicht ganz genau, wann sie alle online kommen, aber sie kommen jetzt ja Schritt für Schritt online und auf jeden Fall der Hinweis, wie gesagt, YouTube-Videos ist ja alles frei verfügbar, ihr könnt euch alles durchklicken, aber wir wissen, es gibt einige Personen, die sagen, wir brauchen da ein bisschen persönliche Hilfe und vielleicht ein bisschen an die Hand genommen werden, Schritt für Schritt, wie gesagt, wir möchten auch da euch etwas anbieten,
[01:13:04] da tragt euch gerne in die Warteliste ein, da kriegt ihr auf jeden Fall dann auch Hilfe beziehungsweise Informationen, wenn es da bei uns losgeht, wenn wir noch was haben für euch, deswegen auch das findet ihr unten in den Shownotes, würde uns sehr freuen, wenn ihr euch da eintragt, weil wir gerne einfach so vielen Menschen wie möglich helfen möchten, dass das vorwärts geht und dass da diese Aufbebauung eben bei Bitcoin selbst durchgeführt werden kann, weil es möglich ist, aber wir können natürlich komplett auch verstehen, wenn man da ein bisschen Respekt davor hat, aber ich hoffe, dass wir auf dieser Folge so ein bisschen mal so einen großen Überblick geschaffen haben und stellt euch jetzt gerne die Fragen per E-Mail, bei YouTube in den Kommentaren,
[01:13:34] wir versuchen da alles zu beantworten oder hoffentlich fast alles zu beantworten, genau, dann würde ich sagen, vielen Dank fürs Zuhören, fürs Zuschauen, vielen Dank für deine Fragen und dann sehen wir uns nächste Woche in einer anderen Folge wieder. So machen wir es, bis nächste Woche. Bis dann. Ciao, ciao.

