Episode 329 - Bitcoins unsichtbare Risiken und die Geduld, die du langfristig brauchst
Bitcoin verstehen30. August 202600:58:50

Episode 329 - Bitcoins unsichtbare Risiken und die Geduld, die du langfristig brauchst

In dieser Folge sprechen wir über Morgan Housels Buch "Same As Ever" und was sich davon auf Bitcoin übertragen lässt. Wir gehen der These nach, dass das größte Risiko nie das ist, worüber alle reden, sondern das, was niemand kommen sieht. Außerdem schauen wir uns an, warum langfristiges Denken bei Bitcoin sich anfühlt wie eine Bergbesteigung in vielen kleinen, anstrengenden Schritten, und warum die meisten Bitcoin-Nachrichten schon nach einer Woche keine Rolle mehr spielen. Eine Folge über Geduld, Risiko und die Frage, wie viel Aufmerksamkeit wir dem Tagesgeschehen wirklich schenken sollten.


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📋 TIMESTAMPS


(00:00:00) Einleitung

(00:03:25) Buchübersicht

(00:04:45) Risiko ist das, was man nicht kommen sieht

(00:18:07) Zeithorizonte

(00:27:12) Eine Welt voller Unwägbarkeiten

(00:39:14) Die beste Geschichte gewinnt

(00:47:27) Schwerer als es aussieht und nicht so lustig wie es scheint

(00:55:36) Fazit


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🎵 MUSIK

[00:00:06] Hallo Jonas! Hallo Manuel! Heute mal wieder eine Buchbesprechung. Wir haben bei unserer letzten Buchbesprechung über das Buch über die Kunst geldbewusst einzusetzen, also die Art of Spending Money von Morgan Housel gesprochen und die Folge kam sehr gut an bei euch, deshalb haben wir uns gedacht, nehmen wir doch einfach das nächste Buch, wenn euch der Stil des Autors gefällt. Uns gefällt er nämlich ganz gut, zumal die Kapitel für sich stehen, aber auch irgendwie so eine lose Verbindung zueinander haben und dann haben wir das Buch über die Kunst gelb.

[00:00:36] Und er auch relativ schnell auf den Punkt kommt und bei manchen anderen Autoren ist es so, da wird irgendwie sehr viel Zeit aufgewendet, um relativ wenig zu sagen und das finden wir bei ihm ganz angenehm. Also heute soll es um das Buch, bei Jonas steht es ja schon nebendran, Same as ever gehen. Und unsere letzte Folge war zum ersten Mal so, also die letzte Folge, die wir veröffentlicht haben, hatte zum ersten Mal das Problem, wenn man so möchte, dass wir die Folge zu einem preislich ganz anderen Zeitpunkt aufgenommen haben.

[00:01:05] Als sie dann veröffentlicht wurde, der Preis war nämlich im Zeitpunkt der Aufnahme bei um die 60.000 Dollar und als die Folge veröffentlicht wurde, waren wir dann bei 80.000 Dollar. Dementsprechend war unsere Stimmung vielleicht ein bisschen negativer, als sie der eine oder andere erwartet hat.

[00:01:19] Und vor dem Hintergrund wurde doch die Bitte an uns hereingetreten, dass wir den Preis und oder das Datum nennen sollen. Deshalb werden wir das jetzt immer zu Beginn der Folge machen, weil wir das eigentlich selbst ganz lustig finden, dann auch zu sehen, wenn man dann rückwirkend Folgen anhört, zu welchem Zeitpunkt, zu welchem Preispunkt haben wir denn eigentlich welche Aussagen getätigt?

[00:01:40] Und was war der Hintergrund? Also lange Rede, kurzer Sinn. Es ist der 28. August und der Preis steht bei 79.417 Dollar, hätte ich auch bei dir ablesen können. Und ja, so viel der Vorrede. Möchtest du noch was ergänzen? Nee, also ich finde das auch eine coole Idee mit dem Preis vor allem auch, dass wir es mit reinbringen. Einfach weil wir jetzt die letzten Wochen gemerkt haben, wie schnell Bitcoin hoch und runter gehen kann.

[00:02:05] Und dann dadurch, dass wir ja Podcast-Folgen häufiger auch vorher schon aufnehmen und wir nicht immer tagesaktuell aufnehmen können, kann es leider dann doch mal dazu kommen, dass der Preis sich zufälligerweise bei 25 Prozent nach oben bewegt zwischen Aufnahme und der Veröffentlichung, wie es beim letzten Mal mit Julian war. Ja, deswegen machen wir es ab sofort so. Kostet uns keine Zeit großartig und deswegen wisst ihr dann immer Bescheid, wann wir aufgenommen haben und könnt es dann zum Beispiel noch vergleichen. Wenn ihr zum Beispiel rückwirkend auch mal was angehört habt, wisst ihr ganz genau, in welcher Phase wir uns denn gerade über Bitcoin befunden haben.

[00:02:33] Auch wenn wir natürlich nicht immer über die aktuellen Themen sprechen, aber manchmal sprechen wir trotzdem über irgendwas Neues. Nur heute zum Beispiel geht es ja mit dem Buch eher um etwas breiter Gefasstes und nicht irgendwas Tagesaktuelles, was den Bitcoin-Preis betrifft. Kommen wir, glaube ich, nachher auch noch zu sprechen, weil darüber schreibt der auch im Buch. Und ich bin sehr gespannt, weil wir haben wieder gesagt, jeder sucht so drei bis vier Kapitel sich raus. Wir beide wissen nicht, welche Kapitel der andere ausgesucht hat.

[00:02:56] Und deswegen schauen wir mal, was Morgan Housel sagt, ob er überhaupt über Bitcoin was sagt und was wir nachher über Bitcoin denn vielleicht auch übertragen können von dem Ding, die er ausdrückt. Weil er schreibt ja sehr gerne über Psychologie, über Finanzen, wie man mit Risiken umgeht und so weiter. Und du hast ja angesprochen in seinem neuen Buch oder dem aktuellen Buch, glaube ich, auch letztes Jahr schon veröffentlicht worden. Spricht er vor allem über, schreibt er kleine Geschichten. Das heißt, abgetrennte Abschnitte, die er bestimmte Dinge beschreibt. Und er macht das sehr gerne mit Geschichten, das finde ich sehr angenehm, weil du dann eben so Beispiele bekommst.

[00:03:25] Und dann schau mal, wo wir heute reingehen. Deswegen, weiß nicht, willst du anfangen mit dem ersten Kapitel, was du dir ausgesucht hast? Ich schaue mal, vielleicht habe ich das Gleiche rausgesucht. Und dann gucken wir, wo es nach dem Ende hingeht und dann können wir ein Fazit ziehen, ob wir denn daraus etwas für Bitcoin lernen können. Ja, kann ich gerne machen. Noch so in einem Satz zusammengefasst, um was geht es in dem Buch? Same as ever, der Titel liegt ja irgendwo schon relativ nahe. Es wird darum gehen oder es geht in dem Buch darum, dass man nicht so sehr auf die Dinge achten soll, die sich ständig ändern,

[00:03:55] sondern es soll eher der Fokus darauf gelegt werden, was eigentlich immer gleich bleibt. Weil wir ja doch dazu neigen, immer irgendwie von Schlagzeilen bombardiert zu werden und dann vielleicht da auch das Handeln auszurichten an der einen oder anderen Stelle. Und er wollte eben im Endeffekt den Gegenpunkt einnehmen und sagen, jetzt schauen wir uns doch einfach mal an, was sich nicht ändert. Weil wenn man sich anschaut, was sich nicht ändert, ist es halt im Endeffekt deutlich entspannter, an das Leben heranzugehen.

[00:04:22] Und sein Steckenpferd ist ja im Endeffekt der Mix, wie du meintest, aus auf der einen Seite natürlich Geld, Kapitalanlage und Finanzen. Und auf der anderen Seite aber auch Psychologie bzw. warum handeln denn Menschen so, wie sie eigentlich handeln. Und das Kapitel, was ich mir als erstes rausgeschrieben habe, ich fand die späteren Kapitel, muss ich sagen, stärker in dem Buch als die ersten. Nichtsdestotrotz habe ich, als ich das Buch jetzt nochmal durchgeblättert habe, mich dazu entschieden, Kapitel 2 zu nehmen.

[00:04:52] Also doch eins der früheren Kapitel, weil ich das dann auch ganz gut fand. Und der Name des Kapitels ist Risiko ist das, was man nicht kommen sieht. Und so die Überthese ist im Endeffekt, man kann sich auf alles Mögliche vorbereiten, aber alles, was man sehen kann, alles, wenn ich mich in meinem stillen Kämmerlein einsperre und darüber nachdenke, was kann denn passieren,

[00:05:16] All das ist letztlich kein Risiko in diesem Sinne, weil Risiko materialisiert sich genau dann, wenn man eben nicht weiß, dass es passiert. Er hat dann verschiedene Beispiele aufgemacht, du hast ja auch gesagt, er arbeitet gern mit Geschichten. So gab es ein Zitat von einem Ökonom aus dem Jahr 1929, also kurz bevor wirtschaftlich alles einen Bach runterging. Und das Zitat war, die Börsenkurse scheinen so rum, scheinen ein dauerhaft hohes Plateau erreicht zu haben.

[00:05:45] Also es wurde halt suggeriert, jetzt ist eigentlich alles gut. Und naja, man weiß dann ja rückblickend, wie es gekommen ist. Also es gab einen heftigen Crash und auch einen relativ langen Zeitraum, in dem sich die Kurse nicht mehr erholt haben. Dann hat er auch gemeint, man ist dann immer geneigt, wenn man in die Vergangenheit schaut, zu sagen, naja, heute sind wir viel schlauer, wir wissen alles viel besser.

[00:06:06] Aber er meinte dann, jetzt gerade vor der Corona-Pandemie und den Lockdowns hat er zum Beispiel, ich meine, das war der Economist, die veröffentlichen Anfang des Jahres auch immer, was sie so erwarten für das Jahr, hat er da auch nichts kommen sehen. Das gleiche mit dem Ukraine-Krieg. Also auch wenn wir 100 Jahre weiter sind, ändert sich nichts daran. Man sieht einfach, manche Dinge nicht kommen. Und das ist genau sein Punkt, nämlich Risiko ist das, was übrig bleibt.

[00:06:35] Risiko ist das, was übrig bleibt, wenn man letztlich alles ausklammert, was man eben auf die eine oder andere Weise kommen sieht. Und dann macht er die Frage auf, warum das denn so ist. Also warum sind rückblickend Dinge unvermeidbar und warum sehen wir das in dem Moment nicht? Und so eine richtig klare Antwort hat er nicht gegeben. Er hat im Endeffekt gesagt, man ist halt letztlich blind in manchen Situationen, blind für Risiko.

[00:07:02] Und die größten Neuigkeiten und die folgenschwersten Ereignisse sieht man einfach nie. Also es gibt immer irgendwelche Faktoren, die sind nicht vorhersehbar und damit muss man leben. Und das ist gleichzeitig was, womit man halt umzugehen lernen muss. Und das fand ich einen ganz spannenden Ansatz, dass man halt sagt, alles, woran man denken kann, ist eigentlich kein richtiges Risiko.

[00:07:30] Jetzt ein bisschen auf die Spitze getrieben. Und da habe ich mich gefragt, was es für Bitcoin heißt, wenn man sagt, alles, was man kommen sieht, ist kein Risiko in seiner Definition. Und ich habe mir dann die Frage gestellt, was bleibt dann übrig? Weil häufig ist ja Volatilität ein Risiko, dass man Bitcoin eben nachsagt. Aber die Volatilität ist so offensichtlich, dass es kein Risiko sein kann in diesem Sinne.

[00:07:59] Auch Dinge, über die wir auch schon gesprochen haben, zum Beispiel können Staaten Bitcoin verbieten, können Quantencomputer Bitcoin angreifen, das Security Budget Issue. Die letzten beiden Punkte sind ja auch jeweils Themen, wo wir sagen, wir wissen es nicht. Wir müssen einfach abwarten und sehen, was die Zukunft bringt. Einfach, weil das niemand genau sagen kann und niemand eine Glaskugel hat, wären daran gemessen auch kein Risiko. Und da habe ich noch versucht, umgekehrt mir zu überlegen, was wäre denn dann ein Risiko?

[00:08:30] Und so aus Bitcoinersicht würde ich sagen, Fiat wird doch nicht nutzlos. Also, dass es da irgendwie wie ein Wunder gibt, dass die Fiskalpolitik, die Geldpolitik, dass die wieder eingefangen wird und die Fiat-Währungen besser werden. Oder Bitcoin setzt sich entgegen unserer Erwartungen doch nicht durch. Also die letzten beiden wären so ein Risiko, das man dann unter seiner Definition wahrscheinlich sehen müsste, bezogen auf Bitcoin.

[00:09:00] Genau, das sind die Aspekte, die ich mir da notiert habe, weil ich das ganz interessant fand, mal das Risiko anders zu betrachten, nämlich im Endeffekt als unsichtbare Gefahr, die man auch nicht mal in meinem färtensten greifen kann. Interessanterweise habe ich mir das Kapitel genauso rausgeschrieben. Das heißt, passt perfekt. Weil es auf den ersten Blick natürlich sehr gut zu Bitcoin passt, wenn man sagt, Risiko ist natürlich etwas, was viele von außen bei Bitcoin immer noch sehen. Also erstens, wie du gesagt hast, für viele, die jetzt Bitcoin noch nicht so nahe stehen,

[00:09:29] die sagen, es ist risikoreich, weil es volatil ist, weil es auf Null gehen kann. Und das kann man natürlich trotzdem umdrehen, auch die systembedingten Risiken, wie du angesprochen hattest, auch eine 51-Prozent-Attacke, Quantencomputer, all die Dinge, die das Netzwerk selbst betreffen. Aber aus seiner Sicht sind das ja alles Dinge, also die Risiken, die kommen werden, sind alle die, die wir noch gar nicht auf dem Schirm haben. Das heißt, also wir könnten jetzt darüber reden, aber wir wissen gar nicht, welche das sein könnten. Natürlich könnte man jetzt ein paar ansprechen, du hast ja gerade ein paar genannt,

[00:09:55] aber schlussendlich wird es vielleicht etwas sein, was wir noch gar nicht wissen. Deshalb können wir auch nicht darüber sprechen, weil sonst würden wir es ja vielleicht schon vorherahnen. Und deswegen finde ich es sehr, sehr spannend, mit den Risikenthemen mal anzugehen. Und vor allem, was er ja auch gesagt hatte, dass es rückwirkend immer so klar wirkt. 1929 rückwirkend ist es ja so, das muss doch jeder sehen. Ich habe gestern zufälligerweise einen Podcast noch darüber gehört, wo es darum ging, wie das Ganze entstanden ist. Und zu rückwirkend würde man sagen, hey, die haben sich alle überschuldet ohne Ende.

[00:10:25] Die haben Kredite aufgenommen. Jede Privatperson hat plötzlich Aktien gekauft ohne Plan. Es muss doch klar gewesen sein, warum haben die das nicht gesehen? Und das könnten wir genauso wetten, wenn wir in 50 Jahren zurückschauen auf das Jahr 2020 oder jetzt gerade, 2026. Vielleicht sagen wir dann auch, wie bescheuert waren wir eigentlich, dass wir nicht erkannt haben, dass wir, keine Ahnung, Schuldensumme in den USA unglaublich hoch auf Rekord standen. Wir in Deutschland haben auch Schulden ohne Ende. Wir haben Inflation und so weiter. Warum haben wir das damals nicht gesehen,

[00:10:54] dass wir vielleicht in zwei Jahren wieder eine Rezession haben oder einen nächsten Crash, was auch immer haben? Wir stecken halt mittendrin und erkennen halt gewisse Dinge nicht. Und ich glaube nicht, dass wir besser werden dadurch. Nur weil wir das mal vorher gelernt hatten, sagen wir ja auch im Podcast immer wieder, wir lernen ja nicht aus den Fehlern automatisch. Wir haben immer noch eine Fiat-Währung, der eigentlich nichts wert ist, weil es nicht gedeckt ist. Und trotzdem nutzt die ganze Menschheit das ganze Ding. Obwohl wir vor 100 Jahren schon gelernt haben, okay, eine Hyperinflation ist vielleicht nicht so cool für die Gesellschaft. Trotzdem machen wir weiter.

[00:11:24] Also ich glaube, wir lernen nicht so wirklich aus den Fehlern von früher. Und deswegen wird es wahrscheinlich auch so sein, dass wir derzeit schon in irgendeiner Krise stecken, die sich vielleicht so in zwei, drei, vier, fünf Jahren so richtig darstellt und wir erst rückwirkend in den nächsten 10, 20, 30 Jahren vielleicht merken, was falsch gelaufen ist. Und deswegen fand ich auch ganz interessant, weil er nochmal meinte, er zitiert auch relativ gerne andere Autoren. Er hat ja zum Beispiel auch Nikolaus Nassim Taleb zitiert, der auch Antifragilität das Buch geschrieben hat oder Skin in the Game. Das ist eine ganze Reihe, also sehr interessant zu lesen.

[00:11:53] Und er sagt zum Beispiel, man sollte nicht in Vorhersagen investieren, sondern ins Vorbereitetsein. Und bei Bitcoin ist ja genau das, das kann man bei ganz vielen Dingen übertragen. Man sollte jetzt nicht investieren, zu sagen, wo steht der Bitcoin-Preis in fünf Jahren, sondern ich sollte mich darauf vorbereiten, was passiert denn mit meinem Portfolio in fünf Jahren, wenn die Vorhersage eben nicht eintrifft. Genauso kann man das Ganze übertragen auf die Selbstverwahrung. Ist ja genau so ein Risiko, wo ich sage, ja, das wird schon nicht passen,

[00:12:21] sondern ich bereite mich auf den Extremfall vor. Was passiert, wenn beispielsweise so eine Plattform wie Coinbase eben pleite geht? Habe ich da meine Bitcoin liegen? Habe ich dann ein Problem oder eben nicht, weil ich mich vorbereitet habe? Und so kann man ganz viele Dinge so ein bisschen drauf ummünzen, auch auf Bitcoin. Das fand ich ganz interessant. Und insgesamt einfach würde ich das für mich zusammenfassen, dass Risiken überall da sind und dass die auch jetzt gerade da sind. Wir werden sie einfach nicht sehen, weil wir einfach mit Dingen beschäftigt sind,

[00:12:49] die einfach außerhalb unseres Horizontes wahrscheinlich sind. Ich glaube, er hat auch dann Daniel Kahnemann genommen als Beispiel, das Kleinkind, das einfach spielt, spielt im Sand, die Sonne scheint, hat was zu essen, was zu trinken, Mama und Papa ist da. Es hat gar keinen Horizont für irgendwas anderes. Und genauso wie bei uns, wenn wir uns zum Beispiel nur auf Bitcoin fokussieren und nur Bitcoin anschauen, dann verpassen wir einen ganz großen Teil, der außenrum passieren kann. Was passiert mit den Schulden? Was passiert mit dem Finanzsystem? Geopolitisch und so weiter. Deswegen sollte man darauf achten, dass man seinen Horizont einfach erweitert

[00:13:18] und sich nicht nur den Fokus auf Bitcoin legt. Und deswegen fand ich, dass dieses Kapitel eigentlich sehr, sehr gut gepasst hat auf Bitcoin insgesamt. Ja, fand ich auch. Das habe ich sehr oft gesagt. Er hat noch geschrieben, wir sollten uns klar machen, wie beschränkt unser Verständnis davon sein kann, was in der Welt vorgeht. Und ich finde auch, das ist hilfreich, weil man ja doch dazu geneigt ist, irgendwie alles ganz kleinteilig zu durchdenken und das Gefühl irgendwie erlangen will,

[00:13:47] dass man, wenn man nur genug Informationen gesammelt hat, dass man dann schon im Endeffekt weiß, wohin der Hase läuft. Und lustigerweise haben wir auch schon häufiger erwähnt, es ist doch so, das kommen wir später auch noch dazu, ich zumindest, dass ja doch auch Propheten häufig daneben liegen. Und es scheint doch nicht so zu sein, dass man mit genug Informationen halt im Endeffekt letztlich alles vorhersagen kann.

[00:14:17] Und daran muss man sich einfach gewöhnen und damit leben. Und jetzt ist die Frage, die ich mir gestellt habe, oder die ich gerne erst dir stellen würde. Was sind die Konsequenzen jetzt für dich, wenn du jetzt weißt, okay, Risiko ist das, was du nicht kommen siehst. Wir haben ja schon ein bisschen abgeklopft, Verbote, Quantencomputer, Security Budget Issue, 51% Attacke, Volatilität. Ändert das irgendwas für dich, bezogen auf Bitcoin, dass es was geben muss, nach der Definition,

[00:14:47] wenn es ein Risiko gibt, was wir halt nicht kommen sehen, weil man es nicht kommen sehen kann. Werbung. Wenn ihr noch auf der Suche nach dem passenden Anbieter seid, um eure Bitcoin zu kaufen, können wir euch uneingeschränkt die Relay-App empfehlen. Ihr wisst ja, häufig wirkt der Bitcoin-Kauf am Anfang sehr komplex, aber mit der Relay-App ist das sehr, sehr einfach durchzuführen. Ihr ladet einfach die App herunter, verifiziert euch sehr, sehr zügig und könnt dann umgehend mit zum Beispiel Sofortüberweisung direkt eure ersten Satoshis oder Bitcoin kaufen. Mit unserem Rabattcode

[00:15:16] btc-verstehen könnt ihr euch 10% der Kaufgebühren sparen. Alle weiteren Informationen findet ihr in den Shownotes. Und jetzt wünschen wir euch weiterhin viel Spaß bei unserer aktuellen Folge. Werbung Ende. Im Grunde nicht, weil ich glaube, das würde ja auch nicht nur bei Bitcoin zutreffen, sondern bei allen Dingen auch. Also wenn wir das mal auf die Finanzebene packen, dann gibt es das Risiko natürlich auch bei Aktien, es gibt das Risiko bei Immobilien, es gibt das Risiko bei Gold und es gibt natürlich das Risiko auch bei Bitcoin. Und deswegen ist es für mich, wir hatten das glaube ich mal

[00:15:46] mit irgendjemandem besprochen gehabt, gerade im Thema Quantencomputer, es gibt einfach Dinge, die wir bei Bitcoin nicht vorhersagen können. Wir wissen einfach nicht, ob es funktioniert und damit muss man leben. Und das ist für mich eher so ein, ich kann es nicht ändern, aber ich kann mir bewusst machen, okay, da ist was und entweder kann man sich jetzt entscheiden, ich kann mit diesem Risiko leben, weil ich weiß, da kann etwas kommen, aber ich weiß nicht was und ob es überhaupt kommt. Oder ich sage, nee, das ist mir zu viel, dann musst du aber aus Bitcoin raus. Dann musst du sagen, dann kann ich Bitcoin nicht halten,

[00:16:15] weil es nichts für mich ist. Aber dann musst du diese Übung, ich nenne es mal Übung, ja mit jedem Anteil deines Portfolios machen. Du musst es dann mit Bitcoin überlegen, was ist denn ein Risiko bei Bitcoin, beispielsweise Quantencomputer. Dann muss ich meinen Goldanteil nehmen, Gold, hm, könnte man vielleicht irgendwann das Ganze doch irgendwie künstlich herstellen oder finden wir Gold auf einem Asteroiden. Auch alles Dinge, die passieren könnten. Ist es ein Grund, jetzt kein Gold mehr zu halten? Frage, die man sich beantworten muss. Aktien genau das Gleiche. Unternehmen, passt das so? Werden die alle noch da sein in Zukunft?

[00:16:44] Das Gleiche auch mit meinem Geld. Ich kann natürlich jetzt auch 10.000 Euro nehmen und die unter meinen Kopfkissen legen. Alle denken, das ist sicher, aber man könnte genau so ein Risiko aufmachen. Naja, was passiert, wenn eine Wohnung brennt? Was passiert, wenn wirklich die Banken oder nicht die Banken, sogar die Zentralbanken oder die Staaten eben die Geldmenge noch weiter ausweiten und das Ganze eben noch weiter inflationiert und die Kaufkraft sinkt? Das sind alles Risiken, die bei überall dabei sind und deswegen würde ich für mich sagen, es ist eher sinnvoller, sich diesem Risiko überhaupt bewusst zu sein und wir können leider in unserem Leben nicht alle Risiken auseinandernehmen

[00:17:14] oder wegnehmen. Wir können sie zwar minimieren, aber wir können leider nicht ohne leben. Das wird nicht funktionieren und glaube ich, das muss man sich bewusst machen und dann muss man sich entscheiden, ist Bitcoin etwas Sinnvolles für dich oder sagst du, die Risiken sind mir zu viel? Also das wäre jetzt so meine Antwort darauf. Ja, geht mir auch so. Also ich habe da nochmal meine Portfolioallokation angeguckt und fühle mich nach wie vor sehr wohl damit. Aber das wäre auch was,

[00:17:39] was ich da dann für die meisten geltend ableiten würde. Das hat ja lustigerweise auch der Gerd Kommer in unserer gemeinsamen Folge gesagt, dass sein Portfolio halt so konzipiert ist, dass es halt einfach immer funktioniert, denn er will keine Wetten eingehen. So sinngemäß hat er es gesagt. Und wenn man sich wohl fühlt mit der eigenen Zusammensetzung, dann ist es gut. Und wie du gesagt hast, es gibt ja verschiedene Assets in den verschiedenen Körbchen. Jedes hat ein Risiko,

[00:18:09] das man sieht. Jedes wird ein Risiko haben, das man nicht kaum sieht. und ja, damit muss man ein Stück weit einfach leben und damit würde ich es auch gut sein lassen bei oder bezüglich Kapitel 2. Das ist gut. Dann würde ich sagen, mache ich mit dem Nächsten weiter. Ich habe mir jetzt die Kapitelnummer nicht genau aufgeschrieben, aber ich springe jetzt auch mal, weil es glaube ich ganz gut passt zu dem, was du gerade eben gesagt hattest. Es gibt nämlich ein Kapitel, das ist weiter hinten dann, der nennt sich Zeithorizonte. Und dabei geht es vor allem, ich glaube,

[00:18:38] du hast das Gleiche genommen, so wie du gerade lächelst. Ich habe es auch genommen. Okay, gut. Aber ist ja nicht schlimm, das passt ja ganz gut. Und er startet das Kapitel mit dem Satz, der Vorsatz, langfristig zu denken, ähnelt dem Vorsatz, den Mount Everest zu besteigen. Vorsätze sind leicht beschlossen, aber schwierig umzusetzen. Und das passt hundertprozentig auf das Thema Geldanlage und vor allem auch noch gerne perfekt auf Bitcoin. Denn wir, selbst wir oder alle sagen Bitcoin,

[00:19:07] denke auf jeden Fall langfristig. Und das nehmen sich ja auch sehr, sehr viele Menschen vor, wenn sie über Bitcoin einsteigen. Sie sagen, okay, ich kaufe jetzt Bitcoin, denke jetzt in fünf, zehn, 15 Jahren, vielleicht meine Kinder, habe einen Sparplan. Und das heißt also, man nimmt sich das ja vor und das ist natürlich auch eine gute Idee, weil es einfach Vorteile bringt, weil man einfach langfristig denkt, man kann langsam was aufbauen, aber es hat natürlich auch seinen Preis. Und das Problem ist nämlich auch, und das sagt er wunderbar in dem Abschnitt,

[00:19:36] dass langfristiges Denken eigentlich nichts anderes ist, als eine Zusammensetzung von vielen kleinen Zeitabschnitten. Das heißt also, wenn ich jetzt bei Bitcoin bleibe, nur weil wir jetzt langfristig denken, muss ich ja trotzdem diese kurzfristigen Dinge, wie so ein Bitcoin Crash, die riesigen, die wir angesprochen haben, den Bärenmarkt der letzten Monate, den muss ich ja trotzdem aushalten, weil der ist ja trotzdem vorhanden. Also der ist ja da und man muss sich also auch mit diesem kurzfristigen, Ding irgendwie auseinandersetzen.

[00:20:04] Und er hat dann auch schön geschrieben mit dem Zitat, wie kann ich eigentlich, wie kann ich eine unendliche Abfolge von Quatsch eigentlich ertragen? Also das heißt, gerade bei Bitcoin, wenn ich sage, ich schaue jetzt 10 Jahre in die Zukunft, muss ich ja trotzdem, wenn ich es nicht schaffe, komplett alles auszublenden, immer noch drauf schauen, okay, der Preis geht runter und das kennen wir ja alle, man schaut auf seine App, man schaut auf seine Wallet und es geht hoch und runter, man liest irgendwas und so weiter. Also das heißt, selbst ein langfristiges Denken hat automatisch auch so ein kurzfristiges Ding dabei, was man ertragen muss über 10 Jahre. Ich meine,

[00:20:34] wir kennen das gut, wir haben jetzt 6 Jahre, sind wir jetzt dabei, was wir alles schon besprochen hatten und was wir alles mitbekommen haben, ist ja eigentlich unglaublich und am Schluss endlich hat sich mit Bitcoin aber bis dahin auch nichts geändert. Es ist immer noch 21 Millionen und das Netzwerk funktioniert und deswegen fand ich das so interessant, dass er das so schreibt und was ich jetzt hier noch so schön fand, was dazu kommt, dass er, und da bin ich ein großer Freund davon, du kannst mal sagen, ich will dir noch einiges dazufügen gleich, dass er eben auch unterscheidet zwischen Information mit Verfallsdatum,

[00:21:04] also aktuelle Berichte und News und Neuigkeiten und das sind zum Beispiel sowas wie, keine Ahnung, Michael Saylor hat Bitcoin gekauft letzte Woche oder irgendwelche neue Quartalszahlen von irgendeiner Aktienunternehmen oder sowas und vor allem auch dauerhafte, relevante Informationen und da habe ich einen kurzen Abschnitt rausgeschrieben, wir schenken Informationen mit Verfallsdatum zu viel Aufmerksamkeit und zwar aus zwei Gründen. Erstens gibt es jede Menge davon und sie konkurrieren permanent um unsere Aufmerksamkeit und zweitens sammeln wir sie aktiv,

[00:21:34] unbegierig die richtigen Schlüsse rauszuziehen, bevor sie unerheblich werden. Dauerhaft relevante Informationen übersehen wir hingegen viel leichter, denn sie verstecken sich eher in Büchern, statt uns aus Schlagzeilen entgegenzuspringen und dabei können sie uns potenziell viel mehr nützen, denn dauerhafte relevante Informationen erzählen davon, warum etwas passiert und vermutlich wieder passieren wird. Und das ist das, warum wir den Podcast, glaube ich, auch so aufgebaut haben, dass man gerade bei Bitcoin, ich bin keinem großen Freund davon, diese ewig täglichen Videos

[00:22:03] und Artikel und was auch immer über Neuigkeiten mit Bitcoin zu gucken und anzugucken, weil es ist nur, es ist nur Rauschen, was passiert. In dieser Zeit passiert nicht viel. Ein Video darüber, warum 80.000 Euro Bitcoin passiert ist, das ist nach einer Woche verflogen. Es ist ja egal, was passiert ist und deswegen finde ich seine Aussage wunderbar und deshalb ist auch mein Ansatz, es ist wirklich sinnvoller, Bücher zu lesen, zu verstehen, wie funktioniert unsere Geschichte, wie funktioniert Bitcoin, wie funktioniert unser Geldsystem, wie hat das früher funktioniert und was kann ich dafür

[00:22:33] die Zukunft übertragen, weil die Informationen, die du jetzt in diese Woche schaust, sind spätestens in sechs Monaten völlig irrelevant, sondern du hast dich einfach nur beschäftigt und hast dich irgendwie damit, weil du irgendwas machen wolltest und deswegen ist es mein Tipp schon die ganze Zeit, sowas kann man eigentlich ignorieren und einfach sich selber darauf besinnen, mehr über die Tiefe zu gehen und weniger in der Oberfläche zu kratzen. Ja, das Kapitel fand ich auch sehr ansprechend, gerade auch der Teil mit dem Bücherlesen,

[00:23:01] er hat ja dann auch weiter fortgeschrieben, das Wissen, dass man sich daraus aneignet, ist halt ein ganz anderes, ist irgendwie ein tieferes, vor allem ist Wissen auch eine Art Zinseszins durch immer neue Querverbindungen, meint er, die dann entstehen und lustigerweise, als ich dieses Buch gelesen habe, ich habe es im Urlaub gelesen, hatte parallel noch ein anderes Buch, das ich gelesen habe und da standen widersprüchliche Aussagen zum gleichen Thema, also nicht zum Thema Lesen, seitdem ging es um die Frage,

[00:23:31] ob es tatsächlich so ist, dass jetzt einer, der beispielsweise schnell rennen kann, dann, oder, klasse Beispiel, dass ein Bodybuilder möglicherweise nicht so schlau ist wie einer, der kein Bodybuilder ist oder dass so diese Model gestalten, dass die auch nicht so klug sind, ob das tatsächlich der Fall ist und ich weiß nicht, ob mir das aufgefallen wäre, ich weiß nicht mal, ob ich einen Blogartikel dazu gelesen hätte, aber es war interessant,

[00:24:00] weil er halt so einen Schwerpunkt legt auf Lesen und ausgerechnet in dem Buch steht eine andere Information, die im anderen Buch auch steht, aber das gehört halt auch dazu, weil das ist in dem anderen Buch was ein bisschen detaillierter, es ist halt einfach noch nicht final geklärt und auch das ist okay und dieses, ich habe das Gefühl, dass es einem leichter fällt, wenn man ein Buch liest, zu akzeptieren, dass manche Sachen unklar sind, einfach weil man dem Ganzen viel mehr Raum geben kann, ohne dass man so anfängt rumzulabern,

[00:24:29] aber du kannst einfach viel besser herleiten und hinführen auch an das Problem und das Ganze dann viel kleinteiliger zitieren, als wenn du so einen Blogartikel schreibst. Ein Blogartikel ist für mich eher wie so ein YouTube Short, du scrollst halt durch und je nach Länge des Artikels können ja auch mal eine halbe Stunde sein, hast du es dann. Aber der Tiefgang an Wissen und dieses Vernetzen, den hat man halt eher in Büchern und auf die Zeithorizonte zurückkommend fand ich auch noch schön, dass er meinte, es ist halt ein Trugschluss zu sagen,

[00:24:58] naja, wenn ich nur lang genug denke, dann muss ich durch den Schmerz nicht durch und du hast ja auch schon gesagt, es stimmt einfach nicht, weil man natürlich im Gegenteil die ganzen kleinen Zeiteinheiten muss ja trotzdem durchleben und die tun trotzdem weh und es ist trotzdem unangenehm und man muss sich trotzdem immer wieder kritisch hinterfragen und das macht es nicht besser. Dafür ist ja die Belohnung am Ende dann auch größer und Bitcoin finde ich halt cool, dadurch, dass es so volatil ist und dadurch, dass es alles so schnell geht, ist das, finde ich,

[00:25:28] was das eigene Abhärten gegenüber Zeithorizonte und Zeitpräferenz anbelangt, halt ultra krass, weil es alles eben im Schnelldurchlauf abläuft. Wenn du jetzt in den Aktienmarkt investierst, klar, da kannst du auch Rücksetzer geben, auch erhebliche, aber im Regelfall ist die Bewegung entweder länger oder nicht so stark und bei Bitcoin kann man halt sehr gut testen, finde ich, ob man dafür gemacht ist, gerade jetzt diese Volatilität auszuhalten und zu sagen, ich denke langfristig

[00:25:57] oder eben nicht und naja, mein Ergebnis aus diesem Kapitel ist eigentlich, langfristiges Handeln ist schwieriger, als man denkt und man muss es lernen und es ist auch okay, wenn man da am Anfang ein bisschen Schwierigkeiten betreibt oder kalte Füße hat und dass man mehr lesen sollte, mehr Bücher lesen sollte. Ja, ich würde auch voll mitgehen, dass Bitcoin da wahrscheinlich auch die Königsdisziplin derzeit ist, um die Langfristigkeit wirklich zu testen, wie du gesagt hast. Also klar, bei Aktien und ETF

[00:26:26] sagt man ja genau das Gleiche, man soll langfristig denken, aber es gibt halt nicht so diesen extremen Input von außen, und wie du sagst, es gibt ja auch nicht diese krassen Bärenmärkte, wo es plötzlich mal um 50% runter geht für ein paar Monate. Es gibt es auch, aber jetzt nicht so in dieser extremen Abfolge, wie es es die letzten Jahre bei Bitcoin eben gab und deswegen ist es dann nicht ganz so einfach durchzukommen, glaube ich. Aber ich würde sagen, ich weiß nicht, ob es dir auch so geht, mit der Zeit wird man trotzdem auch ruhiger. Umso länger man dabei ist und umso häufiger man es gesehen hat, wirst du ja trotzdem ruhiger dann am Ende. Ja, ja definitiv. Wie gesagt, ich finde,

[00:26:57] dass Bitcoin eine phasenweise harte Schule, aber auch eine gute Schule. Einfach was so das, was irgendwie die psychische Belastbarkeit anbelangt, was so Rücksetzer eben angeht und hat mir auch gut gefallen. War übrigens Kapitel 21. Ja, passend. Genau, passend. War es ein Zufall oder nicht? Vielleicht sprechen wir ihn irgendwann mal. Können wir fragen. Ich habe mir als nächstes Kapitel rausgeschrieben, Kapitel 5.

[00:27:25] Also ein weiteres Kapitel noch vom Anfang, wenn du nichts mehr zu dem 21. hast. Du darfst. Das ist überschrieben mit einer Welt voller Unwägbarkeiten und der hat am Anfang immer Eingangszitate und das Eingangszitat da fand ich, da musste ich lachen. Das heißt nämlich, der fundamentale Grund für den Ärger besteht darin, dass in der modernen Welt die Dummen sich völlig sicher sind und die Klugen voller Zweifel. Und wenn man jetzt dumm und schlau

[00:27:55] vielleicht mal ein bisschen weiterfasst und sich letztlich nicht auf irgendwelche IQ-Zahlen oder so zurückzieht, sondern einfach auch auf die Fähigkeit, sich auf andere Positionen einzulassen, sieht man ja recht häufig in Talkshows und wir sagen ja auch, deshalb haben wir nicht sonderlich viel Interesse an so einem kurzen, auf eine halbe Stunde getrimmten Streitgespräch, weil die Leute ohnehin nicht miteinander reden, sondern einfach nur den anderen versuchen zu überzeugen, dass sie eben Recht haben. Und zu Klugheit gehört für mich auch,

[00:28:25] dass man die Fähigkeit hat, sich eben einem anderen so weit zu öffnen, dass man sagt, okay, der Punkt, den er hat, das ist ein Problem, das sehe ich auch und vielleicht ist sein Lösungsweg nicht der, den ich eben für mich präferiere, aber es ist einer in seiner Welt, in seiner Logik ergibt der Sinn und dann kann man ja sagen, schau mal und aus diesem und jedem Punkt isst du dich, aber das haben wir halt nicht. Und wenn man sagt, man öffnet sich da ein bisschen, glaube ich, dass die Welt unter dem Strich

[00:28:54] besser wäre, wenn man sich im Endeffekt nicht nur anschreien würde, aber das ist im Endeffekt, ich würde das Zitat eher für mich dahingehend auslegen, dass man sagt, auch ein schlauer Mensch kann dumm sein und beide, man sollte sich mehr zuhören und wenn das der Fall wäre, wäre die Welt wahrscheinlich besser. Ja, auf jeden Fall. Also ich habe das Kapitel nicht gelesen, endlich haben wir eins, was sich nicht überschneidet, aber das sehe ich halt komplett diese Parallelen zu Bitcoin und Finanzen an sich, weil wir ja genau, also wir hatten ja auch schon,

[00:29:24] also wir haben jetzt nicht so viele Gespräche gehabt mit Bitcoin-Kritikern, wir hatten jetzt vor ein paar Monaten den Dr. Aaron Sada, der, was ich fand, eine sehr angenehme Folge war, weil er Bitcoin sehr kritisch gegenübersteht, aber er trotzdem offen war, weil er sagt, er hört sich gerne die Sachen an und wir haben ja auch danach noch ein bisschen gesprochen, da meint er, ja, da waren ein paar Punkte bei, wo er nochmal drüber nachdenken muss und ich glaube das, dann kommst du zu einem Punkt irgendwann, wo man wirklich miteinander reden kann und sieht, okay, da ist jetzt die Person, die einfach auch eine persönlich andere Einstellung hat,

[00:29:54] gerade im ökonomischen Bereich, vielleicht präferiert der ein ökonomisch anderes System als zum Beispiel Personen aus dem Bitcoin-Bereich, aber was bringt es dir denn, wenn du den einen einfach nur beleidigst und sagst, du Trottel, du hast doch keine Ahnung davon und da meine ich jetzt nicht, wenn jemand faktenmäßig etwas Falsches sagt, das finde ich auch, dann solltest du niemanden beleidigen, aber das ist was anderes, als wenn man zwei Dinge, die man wirklich jetzt nicht belegen kann, nicht miteinander diskutieren kann, das finde ich halt schade und das ist aber gerade im Geldbereich und gerade im ökonomischen Bereich so schwierig, weil, also ich,

[00:30:23] mich kommt dann direkt das Thema Hochinflation gegen Deflation zum Beispiel. Das ist etwas, es ist unfassbar schwierig mit Daten zu belegen, weil wir natürlich gerade in inflationärem System leben, aber wir so richtig in einem deflationären System auch noch nicht waren. Das heißt, es gibt dann so Argumente dagegen, dafür eine Abwägung und natürlich kann am Ende jeder selber sagen, ich bin eher dafür auf der Seite und die andere Person sagt, ich bin eher auf der anderen Seite dafür. Okay, dann kann man diskutieren, aber dieses Thema, dass ich den anderen unbedingt davon überzeugen muss,

[00:30:53] macht ja auch keinen Sinn, sondern deshalb, ich glaube auch für mich ist es ganz wichtig, und das hast du angesprochen, dieses offen zu sein für andere Argumente und gerade bei Bitcoin tut es glaube ich gut, wenn man sich nicht so diese Scheuklappen aufsetzt und sagt, Bitcoin ist die Zukunft, Bitcoin ist alles und Bitcoin wird alles retten, sondern da draußen gibt es halt einfach, ich sage jetzt mal draußen, gibt es einfach auch noch ein System, was da ist, was besteht und was es auch noch in einigen Jahren geben wird und da muss es halt irgendwelche Wege geben, wie sich Bitcoin da einordnen wird und wie sich Gold einordnen wird und andere Sachen

[00:31:23] auch noch einordnen wird und ich glaube, da bin ich voll bei dir, dass man sagt, man sollte offener sein, nicht nur bei Bitcoin an sich, sondern einfach im gesamten Leben, man sollte miteinander diskutieren und nicht aneinander vorbeibrillen und das finde ich halt so schade. Ich erinnere mich, wir waren zusammen vor ein paar Jahren im Bundestag mal, zwei, drei Jahren und da war es, ich weiß gar nicht um welches Thema, es ging es auch egal und es waren halt die Redner von den Grünen, von der SPD und die AfD und die haben nicht miteinander gesprochen, die haben aneinander vorbeigesprochen und weil die eine Person was gesagt hat und das war, genau so soll es doch eigentlich nicht aussehen,

[00:31:53] weil so kommst du nicht weiter. Das ist dann am Ende Kindergarten und dann hast du gar keine Chance mehr. Ja, ja das ist so, das war jetzt ein kleiner Exkurs, den wir gemacht haben, weil das war nur das eigene Zitat, eigentlich ging es um die, dass die Welt halt unklar ist und das knüpft für mich ein bisschen an an das zweite Kapitel, an das Risikokapitel, weil Risiko war ja das, was man nicht kommen sieht und er meint in dem fünften Kapitel, manchmal passieren wahrscheinliche Dinge nicht und manchmal passieren

[00:32:21] extrem unwahrscheinliche Dinge und auch das ist was, was man halt akzeptieren muss und er meint, die meisten Menschen wissen eigentlich, dass es nur selten Gewissheit gibt und trotzdem können sie in ihrem Alltag nicht akzeptieren, wenn man eine Frage stellt, dass es da dann nicht einfach ja oder nein ist oder schwarz oder weiß. Also obwohl man eigentlich weiß, dass es Nuancen gibt, es könnte so sein, es könnte so sein, erwarten sie dann trotzdem von einem Experten, dass der jetzt klar sagt, wie ist es denn?

[00:32:52] Also geht es jetzt gerade bezüglich Bitcoin, geht der Preis jetzt rauf oder runter? Ist der Bärenmarkt vorbei, ja oder nein? So, das ist das, was man dann ständig eben ja als Frage adressiert und mit dem man dann eben umgehen muss, wenn man die Fragen gestellt bekommt und er meint, man muss sich davon eben lösen und als Erklärender, so habe ich es zumindest gelesen, sollte man sich klar machen, dass es, jetzt zitiere ich, dass es attraktiver ist,

[00:33:20] den Menschen ein wohliges Gefühl zu vermitteln, als ihnen nützliche Zahlen zu liefern. Und da habe ich mir gedacht, okay, was heißt das für uns? Eigentlich wäre dann unsere Aufgabe nur, eigentlich würde dann unsere Aufgabe nur darin bestehen, unseren Zuhörern die ganze Zeit im Endeffekt, wie sagt man, Butter aufs Brot zu schmieren und zu sagen, alles toll, alles super und das, was wir machen, dass wir versuchen, möglichst differenziert zu erklären, differenziert zu berichten, auch mal,

[00:33:49] wie du gerade gesagt hast, den Dr. Saar reinzunehmen und zu sagen, guck mal, man kann es auch ganz anders sehen, das ist eigentlich kontraproduktiv. Eigentlich sollten wir eher darauf aus sein, zu sagen, Bitcoin ist das mit Abstand beste und es kann nur, es kann nur voranschreiten. Da habe ich mir gedacht, wie doof sind wir eigentlich? Natürlich sollten wir eigentlich versuchen, eigentlich versuchen, wenn wir auf Reichweite, nur auf Reichweite uns optimieren wollten, die Zuhörer in Anführungszeichen einzulullen,

[00:34:19] aber das ist ja nicht unser Anspruch. Trotzdem schade, weil er hebt es halt explizit so heraus. Ja, also wir können auch loslegen und ab sofort jeder Folge einfach nur erwähnen, dass Bitcoin auf, wo auch immer mit Power Law in zehn Jahren steht und dann war das auch alles wiederum. Aber wie gesagt, das ist ja nicht, das ist nicht die Sinn der Sache und vor allem auch mit dem Zusammenhang mit dem Risiko, es macht ja keinen Sinn, weil was machst du denn dann in der Hinsicht, wenn es nicht so kommen sollte, gerade als Person, wenn du die Privatperson nicht darauf vorbereiten willst, dann hast du ja gar keine Chance überhaupt irgendwie was dich zu retten,

[00:34:49] weil du ja diesen Gedanken gar nicht mehr auf dem Schirm hast, weil du überhaupt nicht vorher damit dich beschäftigt hattest, dass ja theoretisch auch Dinge falsch laufen könnten und nicht so laufen könnten, wie man sich das Ganze vorstellt. Also da ist es nicht so einfach auf jeden Fall dann. Es ist nicht einfach und das ist halt auch der Grund, warum die allermeisten Experten scheitern. Und das ist auch was, wo wir uns ja schon häufig auch die Frage gestellt haben, warum kann man sich hinstellen als Person, ich nenne es mal im weitesten Sinne, des öffentlichen Lebens,

[00:35:17] egal ob das jetzt in der Börse vor acht oder was weiß ich was ist und sagen, ich bin Experte für XY, mach meine Prognose, die ist krachend gescheitert und ich bin immer noch Experte und ich werde immer noch gefragt. Und das ist wohl darauf zurückzuführen, dass Menschen wohl dazu neigen, Leuten zuzuhören, die sich einfach irgendwie eloquent ausdrücken können und dass das Ganze kompetent wirkt. Aber wenn du es anders machst, wenn du sagst, hm, ja,

[00:35:47] es kommt drauf an, es kann so sein, es kann so sein, das wirkt dann eher inkompetent und es wirkt auch inkompetent neben denen, die halt falsch liegen, aber bestimmt auftreten. Und das ist was, da würde ich sagen, müsste man sich selbst einfach mal kritisch hinterfragen, ob ich Leuten vielleicht zu viel Aufmerksamkeit schenke, die mir das Blaue vom Himmel versprechen, aber dafür fühle ich mich schön warm und kuschelig und vielleicht anderen Leuten, die eher irgendwie, ja,

[00:36:16] Zahlen präsentieren, gibt es ja noch viel zahlenorientiertere Content Creator als uns, das will ich jetzt gar nicht sagen, dass wir da besonders, besonderen Fokus drauf legen, im Gegenteil, wir haben ja auch viele so psychologische Themen, aber dass man sich da mal als Tipp, den nicht ich gebe, sondern eben morgen Hausel, da mal hinterfragen sollte, glaube ich der Person, weil sie mir eine tolle Geschichte erzählt, die sich irgendwie flauschig und angenehm anfühlt, oder glaube ich der Person, weil sie wirklich

[00:36:46] mit Fakten argumentiert und das mit Zahlen belegen kann und das eine schlüssige, schlüssige Herleitung ihrer Argumentation ist. Ich würde noch hinzufügen, sogar glaube ich der Person zum Beispiel nur, weil sie einen Titel hat, Professor, oder ist es ein journalistisches Medium, was irgendeinen großen Namen hat, wir hatten Anfang des Jahres mal den Beispiel, dass das Handelsblatt und die Zeit oder sowas über Bitcoin schreiben und dass die gesagt haben, es ist ein schlechtes Investment und deswegen höre ich da drauf,

[00:37:16] also das spielt ja genau damit rein und ich glaube auch das, was du jetzt als flauschig erzählt hast, ist ja auch häufig genau das, was ich hören möchte. Also wenn ich jemanden finde, der ungefähr in die Richtung, nehmen wir den Bitcoin-Preis, zeigt, den ich mir vorstelle und den ich gerne hören würde, dann höre ich, natürlich höre ich dem gerne zu, weil ich dann diese, diese Echo Chamber aufbaue, dieses, ich gehe in meine Blase rein und ich höre das, was mir jemand erzählen kann und ich werde bestärkt mit meiner eigenen Meinung und wenn das dann noch jemand ist, der eine große Reichweite hat und der gut reden kann,

[00:37:46] dann setze ich mich ja wirklich hin und sagt, hey, guck mal, sogar der hat es gesagt, ich so schlecht kann ich ja gar nicht liegen und dann höre ich natürlich dem zu und da ist bei Bitcoin, bist du relativ schnell angekommen, gerade auch, wenn du auf eine Konferenz gehst oder sowas, da kannst du dich auch drei Tage in Prag ins Publikum setzen und du wirst Folge schalten und denkst, gehst da raus nachher und denkst so, cool, in zwei Jahren bin ich Millionär. Ist das nachher gut, wenn es reicht, ist das nachher gut, das darf jeder selber entscheiden, aber ja, das ist aber auch eine ganz gute Überleitung zu dem Kapitel, was ich noch rausgesucht hatte,

[00:38:14] außer du hast noch was dazu zu fügen, erstmal, weil ich habe noch eins rausgesucht, ich bin fertig damit. Sehr gut. Noch eins rausgesucht, die beste Geschichte gewinnt. Ich weiß nicht, ob du die auch hast. Nee, habe ich nicht. Nee? Okay. Werbung. Egal welchen Bitcoin-Preis ihr euch für die Zukunft vorstellt, wenn ihr eure Bitcoin nicht sicher aufbewahrt und sie verliert, ist schlussendlich alles egal und eine der sichersten Möglichkeiten zur Aufbebauung ist eine Hardware Wallet und hier können wir euch ja seit Jahren schon

[00:38:44] die Bitbox 02 aus der Schweiz empfehlen. Sie überzeugt durch die einfache Handhabung, durch die hohen Sicherheitsstandards und den starken Support und neuerdings gibt es jetzt die Bitbox 02 Nova auch in Bitcoin Orange. Das heißt also, ihr habt es euch gewünscht und Bitbox hat nun geliefert und wenn ihr eure Wiederherstellungswörter beispielsweise von der Bitbox 02, also eure 12 oder 24 Wörter vor Feuer, Wasser oder anderen externen Einflüssen schützen möchtet, empfehlen wir euch den Edelstahltresort von SIDOR.

[00:39:14] Dort könnt ihr nämlich dann eure Wörter sicher einstanzen und langfristig schützen. Und bei beiden spart ihr mit unserem Code BTC Verstehen jeweils 5% bei eurer Bestellung und wenn ihr unseren Code verwendet, unterstützt ihr gleichzeitig auch noch unsere Arbeit. Alle Informationen zur Bitbox und zu Sidor findet ihr wie immer unten in den Shownotes und jetzt wünschen wir euch weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Weil wir hatten vor einigen Monaten mal eine Folge darüber gemacht über Narrative und das ist interessant,

[00:39:43] wir hatten über ein Buch gesprochen auch von Robert Schiller, der die Narrative gemacht hatte, die bei Ökonomie und Anlageklassen eine große Rolle spielen und Morgan Housel zitiert sogar aus dem Buch. Das fand ich ganz interessant. Und die Grundidee des Kapitels ist, dass bei, gerade bei Anlagesachen, aber auch bei Unternehmen und so weiter und bei Produkten nicht die Zahlen gewinnen, sondern die beste Idee und die Geschichte dahinter. Das heißt also, was die Menschen packen, fasziniert

[00:40:12] und das hatten wir ja gerade schon angerissen, ist nämlich eben etwas, was die Leute packt, was sie fasziniert, was sie irgendwie motiviert. Und das passt halt perfekt zu Bitcoin, weil wir bei Bitcoin eben diese Dinge haben, wie du kannst, hast den Betrag, die Rendite, keine Ahnung, 50% pro Jahr, du hast einen Betrag 10 Millionen Dollar pro Bitcoin in 15 Jahren. Das sind ja alles wunderbare, tolle Zahlen, da kannst du tolle Geschichten erzählen. Mit 0,1 Bitcoin, wenn du heute 0,1 Bitcoin hast,

[00:40:42] hast du erstens mehr als die ganze Menschheit gefühlt und in 10 Jahren kannst du aufhören zu arbeiten. Nicht belegt, warum das Ganze so ist vielleicht, aber das kann man sich gut merken und deshalb schreibt auch Morgan Housel, dass halt immer, dass man sowas braucht, weil diese einfachen Eigenschaften, ich sage jetzt mal die neutralen Eigenschaften, jetzt wie Selbstverwahrung, Unabhängigkeit, eigene Kontrolle, Neutralität, das ist gut, das sind tolle Eigenschaften Bitcoins, aber sie ziehen halt nicht,

[00:41:12] wenn du jemandem Neues anholen möchtest. Also wenn ich jemandem draußen erzähle, auf der Straße sage, hey Bitcoin kannst du selbst halten, dann guckt er mich an und sagt, ja okay gut, Glückwunsch, kann ich mit Gold auch machen und mein Geld liegt eher auf dem Bankkonto. Wenn ich mir aber sage, hey übrigens willst du in 10 Jahren aufhören zu arbeiten, dann hört der plötzlich zu und das ist das Ding hinter Bitcoin und das ist nicht nur bei Bitcoin so, das ist bei Unternehmen so, bei Produkten so, bei Startups so und das Wichtige dabei ist aber, dass Housel auch sagt, eine gute Story plus eine schlechte Lösung

[00:41:41] ist halt nur ein kurzzeitiger Erfolg. Die Leute hören dir kurzzeitig zu, aber langfristig gehen sie irgendwann weg, weil sie merken, hey da steckt nichts dahinter. Aber eine gute Lösung und eine schlechte Story ist genauso wenig wert. Also wenn wir beide zum Beispiel ein Produkt bauen und wir beide aber das nicht verkaufen können, weil wir keine richtige Story dahinter erzählen können, wird das auch niemand kaufen. Was wichtig ist, du brauchst eine gute Story und eine gute Lösung und genau das ist bei Bitcoin der Fall. Du hast eine wunderbare Story, die in jeder Zeitung steht, in jedem Social Media drin steht. Ihr seht ja auch immer,

[00:42:11] wenn man gerade auf Social Media unterwegs ist, man sieht diese ganz einfachen Aussagen. Kaufe jetzt Bitcoin und in zehn Jahren ist es vorbei. Blablabla. Irgendwie in diese Richtung. Es ist halt sehr einfach auszudrücken und am Ende liefert aber Bitcoin in gewisser Maßen auch wieder das Ergebnis. Und deswegen, gerade über Bitcoin und das passt halt auch perfekt zu den Kritikern rein, weil Morgan Housel auch sagt, das ist nicht auf Bitcoin direkt bezogen, aber die Bewertung eines Unternehmens ergibt sich schlicht aus einer Zahl von heute multipliziert mit einer Story über die Zukunft.

[00:42:40] Und das kann man auf Bitcoin ja auch übersetzen. Wir haben jetzt 80.000 US-Dollar, das ist jetzt gerade, aber mal die ganze Story dahinter steckt. Bitcoin wird Weltreserve-Währung. Bitcoin wird sowas wie PayPal werden. Alle Menschen werden Bitcoin nutzen. Staaten werden Bitcoin kaufen und so weiter. Und daraus baut man sich ja irgendwie diesen Wert im Kopf für die Zukunft schon auf. Und das ist die Story dahinter. Und das fand ich so spannend, dass er da, wie gesagt, erwähnt er Bitcoin nicht natürlich in dem Kapitel, aber man kann das eins zu eins übertragen, weil das genau das ist,

[00:43:09] was Robert Schiller in dem Buch und Robert Schiller nimmt Bitcoin sogar als perfektes Beispiel, als Narrativ auf. Kann man perfekt übertragen. Wir können auch die Folge nochmal verlinken, wo wir es genau besprochen hatten. Aber da eins zu eins Bitcoin und Bitcoin ist da wirklich so ein Paradebeispiel für diese Narrative und diese Stories, die man braucht, damit sich etwas entwickeln kann, so wie sich jetzt Bitcoin das Ganze bisher entwickelt hat in den letzten 16 Jahren. 17 Jahre so. Weißt du, ich glaube auch, dass man Menschen am besten anspricht,

[00:43:38] wenn sie emotional eben dann irgendwie getriggert werden. Also, dass es nicht nur auf einer nüchternen Ebene passiert, was ja lustigerweise auch dieses warme Geschichtenerzähler-Thema anspricht, das wir gerade hatten. Weil, ja, warum ist es so? Wahrscheinlich, weil sich Leute leichter begeistern lassen, wenn sie eben emotional involviert sind. Und die Narrative, da hatten wir, du hast ja gesagt, eine ganze Folge zugemacht. Und Yuval Harari

[00:44:07] hatten wir auch in der Folge. und er hat halt gemeint, die Narrative oder die Möglichkeiten, die Narrative geben, die gehen noch viel, viel weiter, weil es eben nicht nur objektive und subjektive Dinge gibt, sondern er meint dann noch intersubjektive Dinge, die daraus hervorgehen, dass halt viele an das gleiche Narrativ glauben. Und da ist es dann im Endeffekt auch so, dass Bitcoin natürlich einem gemeinsamen Narrativ folgt, aber nicht nur Bitcoin, sondern auch Währungen insgesamt. Er meint dann noch Staaten.

[00:44:36] Also wirklich große für uns selbstverständliche Dinge entstehen halt durch ein gutes Narrativ, das konsequent aufrechterhalten wird oder wie wir in der Narrativfolge gesehen haben, sich dann halt auch wandelt im Laufe der Zeit. Aber wir wollen die Folge ja nicht wiederholen, es war 322. Ist schon spannend, wenn man sich mal vergegenwärtigt, wie, obwohl wir ja so super klug und weit entwickelt sind, wie wir halt eigentlich immer noch

[00:45:06] auf die gleichen Prinzipien reagieren werden und auf die gleichen, wenn man die richtigen Knöpfe drückt, immer noch gleich manipuliert werden können, die wahrscheinlich vor 300 Jahren auch. Aber was cool ist halt, wenn du weißt, wie es funktioniert, kannst du es nutzen aktiv und dadurch eben die Menschen manipulieren, wenn du ein Produkt hast. Klar, bei Bitcoin gibt es ja keinen, der das irgendwie aktiv steuern kann, sondern bei Bitcoin ist es ja quasi mit eingebaut in das ganze Thema durch den Preisanstieg. das ist das Marketing und was ich da noch, um das Ganze abzuschließen, dann eine Aussage, die Morgan Hausl

[00:45:36] auch gemacht hat, war dann, es gibt zwei zentrale Fragen, die man sich selbst stellen muss. Welche richtige Lösung ignoriere ich, weil sie nicht gut präsentiert wird und welche vermeintliche Wahrheit ist in Wirklichkeit nur gutes Marketing? Und das kann man wunderbar auf so viele Dinge, gerade im Finanzbereich, übertragen. Ignoriert man Bitcoin heutzutage von vielen, weil es immer noch schlecht dargestellt wird? Also wir haben es auch schon gehabt, wenn du halt von außen kommst und jemand dir direkt an den Kopf wirft, wie du Idiot hast,

[00:46:05] Bitcoin nicht verstanden, dann bleib doch einfach arm und geh wieder weiter, dann bist du abgeschreckt und der Hinsicht kann man sagen, Bitcoin wird nicht gut präsentiert. Genauso kann man auch sagen, man könnte sich hinterfragen, ja wird Bitcoin denn eigentlich nur gut dargestellt, weil man sich diese ganzen schönen Geschichten erzählt, aber schlussendlich ist es langfristig gar nicht die Lösung. Also ich will jetzt nicht Bitcoin schlecht reden, aber man sollte vielleicht manchmal so ein bisschen einen Schritt rausnehmen und sagen, ja nur weil jetzt immer die gleichen Menschen

[00:46:34] und alle das Gleiche erzählen mit dem Bitcoin wird irgendwann ein Standard werden. Bitcoin ist deflationär und deflationär ist besser für unsere Gesellschaft. Man Dinge auch einfach hinterfragen muss und man wirklich drauf schauen muss, stimmt das eigentlich, was wir uns da die ganze Zeit erzählen und nicht nur, ja das ist klar, das ist ja richtig so. Deswegen finde ich so ein großer Freund davon, man muss selber nachdenken, sich das Wissen aufbauen, da kommen wir wieder zu dem Thema drüber, warum man Wissen aufbauen soll durch Bücher und nicht durch aktuelle Sachen nur, weil dann kannst du Dinge

[00:47:03] erst richtig einordnen und vor allem ganz wichtig, dass man Dinge nicht nur immer hinterher blappert, nur weil man es irgendwo gehört hat. Das finde ich glaube ich, gerade bei Bitcoin nicht so einfach immer und das fand ich dann so interessant, was man so Dinge übertragen kann auf Bitcoin, aber natürlich auch auf das Geldsystem selber. Man kann ja auch sagen, was ist eigentlich das Geldsystem? Bloß weil ich da drinstecke und davon profitiere, ist es eigentlich das Richtige oder wird es einfach nur gut präsentiert, weil es einfach der Standard ist. Ja, ich hatte mir noch notiert

[00:47:32] bei einem anderen Kapitel, aber das Learning oder die Konsequenzen raus passt sehr gut. Denkt selbst, sagen wir auch nicht nachplappern, sondern selber denken. Ja. Das ist im Endeffekt ein universeller Ratschlag, den ich dir mal geben kann, nicht nachplappern, sondern eben mitdenken und selbst denken. Mein letztes Kapitel wäre Kapitel 18. Schwerer, als es aussieht und nicht so lustig, wie es scheint. Das ist jetzt nichts, was man explizit

[00:48:01] auf Bitcoin übertragen muss oder kann, zumindest wenn man nicht in der Trading-Richtung unterwegs ist. Im Endeffekt geht es darum, dass jeder üblicherweise eine geschönte Version seines Lebens zur Schau stellt und sich auch selbst natürlich vielleicht ein bisschen besser präsentiert, als er eigentlich ist, weil man dann eben Menschen leichter davon überzeugen kann, dass man selbst eben ganz toll ist. Das zielt auch ein bisschen in die Richtung, dass man, wenn man sich toll ausdrücken kann und eine tolle Geschichte erzählt,

[00:48:31] dass eben die Leute dann halt letztlich aus der Hand fressen. Und er meint, das ist immer so. Er hat dann geschrieben, das Gras ist immer grüner auf der Seite, die mit Bullshit gedüngt ist. Also, ist ein ganz interessanter Mix, finde ich, sein Schreibstil aus, ja, auf der einen Seite recht plump und auf der anderen Seite irgendwie, so, dass man sich halt, könnte man sich gut mit jemandem unterhalten und da kommt manchmal so der Fußball-Hooligan irgendwie in ihm durch, habe ich das Gefühl. Und

[00:49:01] jeder Mensch versucht eben zu verheimlichen, was er an sich problematisch findet. Und das Ding ist, dass man selbst ja genau weiß, okay, ich habe mit Problem 1 und 2 zu kämpfen, aber nicht weiß, mit welchem Problem der andere zu kämpfen hat, weil der andere natürlich nur seine geschönte Fassade letztlich präsentiert. Und das hat dann zur Konsequenz, dass ich auf der einen Seite für mich weiß, oh, ich weiß nicht, bin nicht so gut in Mathe oder ich habe es nicht so mit Fremdsprachen oder was auch immer.

[00:49:31] Und da sehe ich jemand anderen, der das alles kann und ich schaue ihn an oder ich schaue sie an und denke mir, Wahnsinn, wie die das auf die Reihe kriegt, unfassbar, könnte ich nie, aber ich sehe ja gar nicht, was die andere Person für Probleme hat. Und da will er halt für sensibilisieren, dass man im Endeffekt dann die eigenen Inputs, also die eigene Mühe vergleicht mit dem Erfolg, der nach außen dargestellt wird. Also, der Output ist halt eine geschönte Version und das, was man reinsteckt, das ist halt echt. Und wenn man das Echte

[00:50:00] mit dem Unechten vergleicht, dann wird es halt ein bisschen schief und kann dann halt zur Unzufriedenheit führen. Und das fand ich losgelöst von Bitcoin eigentlich und uneigentlich auch. Eine tolle Aussage, dass man sich halt klar macht, dass man da irgendwie ein bisschen einen Bias hat, dass man da ein bisschen in Schieflage ist, weil man nur du selbst weiß ja, was in dir vorgeht. Das weiß niemand sonst. Und wenn du aber nur deine eigenen Probleme siehst und die anderen ihre geschickt verbergen, dann kommen wir sich natürlich irgendwie vielleicht weniger wert vor

[00:50:30] als jetzt dein Kollege oder dein Gesprächspartner. Das auf jeden Fall und das ist ja gerade jetzt in Social Media Zeit halt genau das Thema. Wenn du dann Social Media öffnest oder Instagram oder was auch immer machst und du siehst beispielsweise jemanden, der nur reist oder der einen tollen Job hat oder eine Familie hat und du hast es halt eben nicht, weil du es nicht geschafft hast oder sowas, dann fühlt es sich natürlich nochmal schlecht weil du dich plötzlich nicht nur mit dem Nächsten neben dir vergleichst, sondern eigentlich mit der ganzen Welt. Und das ist natürlich nicht gut. Und das ist auch gefährlich in der Hinsicht

[00:50:59] und für die Gesellschaft nicht gut. Und wir können das aber auch auf das Finanzthema glaube ich übertragen, weil mir da gleich der Gedanke kam, gerade bei Bitcoin ist es ja immer dieses Ding mit, ja du musst ja auf jeden Fall den Betrag in Bitcoin investieren und das und das musst du machen. Und da passt diese Aussage dazu, die ich eigentlich jetzt gar nicht mehr mag nach einigen Jahren, dieses Investieren nur das, was du verlieren kannst. Wenn man überlegt, was das für eine Aussage ist, dass du überhaupt in dieser Situation bist, dass du sagen kannst, ich gebe in etwas Geld rein, wo ich schon weiß oder schon damit rechnen kann, dass ich Geld verliere,

[00:51:30] dann bist du in einer Situation, das ist ja Wahnsinn, dass ich überhaupt sagen kann, ich kann Geld verlieren möglicherweise. Deswegen zu sagen, du kannst nicht von dir selbst, von deiner Situation auf andere schließen und genauso finde ich, das kann man auch größer spannen, gerade beim Geld- und Bitcoin-Thema, wenn jetzt wieder einer, ein Kritiker sagt, Bitcoin hat doch keinen Wert und das haben wir auch so häufig angesprochen. Ja, vielleicht für dich hat das keinen Wert, wenn aber jetzt jemand in Afrika oder wo auch immer und wir haben auch mit Anita schon darüber gesprochen, gab es im Thema Afrika und allem drum und dran und dann, du weißt nicht, was die Probleme dort vor Ort sind. Du sitzt zu Hause in einem warm,

[00:52:00] kuscheligen deutschen Wohnzimmer, aber du hast keinen Plan, was in Afrika abgeht, du hast keinen Plan, was Südamerika abgeht und was in Asien abgeht. Und deswegen nicht von dir selbst auf andere schließen und ein Punkt, den ich hinzufügen würde, weil wir jetzt die letzte Zeit ja häufiger mit Leuten gesprochen hatten bezüglich der Aufbewahrung, wenn man dann sagt, ah, ich traue mich das nicht und ich habe Angst davor und die anderen können das alle schon und die haben das ja alles im Griff, weil ich gucke mir YouTube-Videos an, dann erklärt einer was mit Multisick und irgendwie, wie ich eine optionale Passphrase einsetze. Hey, ihr seid damit nicht alleine.

[00:52:30] Es gibt tausend andere Menschen, die ganz am Anfang stehen, die auch noch keinen Plan davon haben, wie Bitcoin-Aufbewahrung funktioniert aber das ist nicht schlimm und deswegen dieses sich nicht mit anderen zu vergleichen ist nicht einfach, aber gerade bei Bitcoin kann man sich da auch ein bisschen rausnehmen und dann mal denken, du stehst immer noch am Anfang. Also Beispiel, du überlegst dir jetzt gerade das Thema Aufbewahrung mit Bitcoin anzuschauen, du bist in den oberen 1% in Deutschland, würde ich mal sagen, die sich überhaupt überlegen, Bitcoin selbst auf eine Hauptrolle zu halten. Das ist Wahnsinn und das muss man glaube ich mal so ein bisschen rauszoomen

[00:53:00] und überlegen, okay, wo bin ich eigentlich und mit wem vergleiche ich mich am Ende schlussendlich dann wirklich. Ja, Stichwort Aufbewahrung, Stichwort Probleme, Steuer und Vererben. Ihr könnt euch gerne in unsere Watteliste eintragen, wenn ihr da Hilfe braucht, weil es geht, wie Jonas gesagt hat, eben nicht nur euch so, es geht ganzer vielen so und was ich, also wenn man was rausziehen möchte, wobei ich die Gedanken gar nicht hatte, die du hattest, die sehr gut sind, ich war eher bei den,

[00:53:28] ich war eher noch bei den Tradern, gerade auf Social Media, weil die natürlich immer zeigen, guck mal, hier habe ich diesen Trade geschlossen mit, was weiß ich, Verzehnfachungen oder hier habe ich noch einen tollen Short gemacht und ich habe richtig gut hier das Top getroffen und dann nach unten den Short eröffnet, nochmal Gewinne gezogen. Man sieht ja immer nur, was halt gut läuft. Also wenn das einer erfolgreich oder überzeugend präsentiert, dass er da halt ein super Trader ist, man sieht halt nicht,

[00:53:57] wie viele Verlusttrades er eröffnet und auch da muss man dann halt aufpassen, dass man dann nicht sagt, okay und ich gebe dir jetzt im Worst Case noch Geld dafür, dass ich in irgendwie so eine, es gibt ja tausende Signalgruppen, wo irgendwelche Trading Signale verkauft werden. Der eine oder andere ist sicherlich erfolgreich, aber so Leute verdienen ja auch dann wieder durch die Einzahlung, die ihr tätigt. Also da muss man dann halt auch aufpassen, ist derjenige wirklich erfolgreich, weil er ein guter Trader ist oder weil er halt

[00:54:26] eine exorbitant hohe Provision bekommt und dafür muss man halt einfach letztlich ja sensibilisieren beziehungsweise sensibilisiert sein und selbst wenn man den letzten Teil ausklammert, du siehst halt immer nur eine geschönte Welt und jeder auf Social Media stellt sich natürlich als Gewinner dar und deshalb erzeugen die Leute ja auch so eine gewisse Bewunderung für sich ab einer gewissen Größenordnung und da muss man halt aufpassen, dass man da nicht irgendwie

[00:54:55] unwissentlich in eine Falle tappt. Genau, ich würde für mich da das Fazit ziehen für dieses Kapitel, weil ich, ich habe noch zwei nach eins, aber das können wir gleich überspringen, das ist nicht ganz so spannend, dieses Thema einfach sich rauszunehmen ein bisschen und von außen mal drauf zu schauen. Also was machen die Personen denn da wirklich beim Trading? Ist das alles sicher? Ist das alles richtig? Kann das überhaupt funktionieren? Wenn man sich dann anschaut, glaube ich, dann tut das ganz gut und weil du gerade angesprochen hattest mit dem Thema Aufbewahrung, Vererbung und Steuern, da findet ihr die Wasserliste auf jeden Fall unten in der Videobeschreibung oder in der Episodenbeschreibung. Da könnt ihr euch eintragen,

[00:55:24] weil wir da einige Sachen planen, euch da wirklich auch persönlich zu helfen, weil ihr findet ja auf unserem YouTube-Kanal schon einige Sachen zur Aufbewahrung auch, aber doch, einige von euch hatten uns ja gesagt, dass sie vielleicht eine persönliche Begleitung oder Hilfe haben möchten, Schritt für Schritt und das geht halt bei YouTube eben nicht und da planen wir einiges und wenn ihr euch da eintragen möchtet, dann erfahrt ihr da auf jeden Fall alles darüber, wenn es dann losgeht und so weiter. Also ich habe jetzt kein weiteres Kapitel mehr, ich weiß nicht, hast du noch was übrig? Weil sonst würde ich zu meinem Fazit vom Buch kommen, ziemlich Bitcoin. Du kannst gerne abschließen, ich hatte vier

[00:55:53] und habe alle vier Infos losgeworden. Das ist gut, ich hatte nur noch eins offen, wo es eher darum ging bezüglich in der Ruhe keimt der Wahnsinn. Da ging es eher darum, dass gerade wenn es ruhige Marktphasen sind bei Bitcoin auch und alle anderen Themen, dass man dann so ein bisschen nachlässig wird. Ist nicht ganz so wichtig jetzt, aber es ging darum, aber auch hier ging es um dieses Psychologiethema und was ich für mich jetzt als Fazit rausgenommen habe, dass die eigentliche These von Morgan Housel ist, dass ja die Welt verändert sich

[00:56:23] technologisch ständig. Also es wird immer anders, es kommt sowas wie Bitcoin dazu, Bitcoin ist was Neues, es gibt neue Geldart, es kommt sowas wie KI dazu, aber wie wir Menschen denn mit Geld, Risiko und Erwartungen vor allem umgehen und sowas wie Gier, bleibt aus seiner Sicht der Schluss eigentlich immer gleich. Also wie du ja schon angesprochen hattest, wir verändern uns ja innerlich jetzt erstmal nicht wirklich. Wir sind immer noch gierig, wir haben Angst, wir wollen irgendwie, wir vergleichen uns. Also diese psychologischen Ebenen bleiben gleich und man kann das Ganze jetzt eben dann auf Bitcoin übertragen

[00:56:53] und das ist halt das Schöne, Bitcoin ändert ja das Geldsystem oder bringt einen neuen Spieler auf dieses Geldsystem, fällt drauf und vielleicht ändert das auch das Bagginssystem oder wie wir zahlen werden. Aber was auf jeden Fall sich nicht ändert, wie ich angesprochen hatte, schon ja diese menschliche Psychologie, diese Gierangst, Selbstüberschätzung beispielsweise oder dass es auch die beste Geschichte gewinnt, wie wir es gesprochen haben. Das heißt also, wir können uns immer noch vergleichen eigentlich, wir sind jetzt zwar fast 100 Jahre weiter als der Aktieninvestor von 1929, aber schlussendlich

[00:57:23] glauben wir zwar, dass wir besser sind, aber in uns drin sind wir genauso, ich sage jetzt mal, blöd oder einfach denken, je nachdem, wann es nimmt. Und genau, deswegen habe ich für mich mitgenommen, dass man häufiger vielleicht Bitcoin selbst gar nicht so betrachten sollte, sondern eher, wie geht man damit um, was macht das Ganze mit einem, was kann es denn auch vor allem und vor allem auch, wie kann ich mit dem ganzen Risiko, mit den Preisschwankungen, mit den Quantencomputer-Thematik, mit den ganzen Risiken, die aufkommen können, wie kann ich damit eben

[00:57:53] besser umgehen und vor allem, dass ich nicht nur mich auf Bitcoin fokussiere, sondern einfach auch einen Blick mal nach außen werfe. Was passiert denn in der Außerhalb Bitcoins? Wie passt denn Bitcoin diese Thematik rein? Weil dann kann man alles wesentlich besser einordnen und das ist jetzt für mich das Fazit und deswegen würde ich sagen, also wenn man Lust hat, kann man das Buch sehr gerne lesen, vor allem im Hinblick auf Bitcoin. Ich glaube, er erwähnt es genau einmal, da geht es darum, er fragt dann nämlich, wo denn der Wert von Bitcoin kommt und am Ende sagt er, naja, auch das ist nur purer Glaube, wie bei Tesla und anderen Geldanlageformen schlussendlich auch

[00:58:23] und deswegen würde ich empfehlen, das Buch kann man sehr, so gut lesen und wer es möchte, wir werden es einfach mal unten verlinken in der Videobeschreibung beziehungsweise in der Episodenbeschreibung. Toller Abschlussvorte, habe ich nichts mehr zuzuprobiert, ich will nochmal sagen, denkt selbst und lest Bücher. Das ist, denke ich, universell gültig und wichtig. Dann würde ich sagen, wir hören uns nächste Woche, hat Spaß gemacht. Bis dann. Bis dann. Ciao. Ciao.

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