In dieser Folge sprechen wir mit Felix Früchtl, Geschäftsführer von ProLife, über die Frage, ob man sich in Deutschland noch auf die gesetzliche Rente verlassen kann. Felix ordnet die Vorschläge der Rentenkommission ein, erklärt das neue Altersvorsorgedepot und warum die Förderung aus seiner Sicht die falsche Zielgruppe erreicht. Wir sprechen darüber, warum der Kapitalmarkt ein fester Bestandteil der Altersvorsorge sein müsste, wie er selbst privat vorsorgt und welche Rolle Bitcoin und Gold in seinem Portfolio spielen.
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🔗 LINKS ZUR FOLGE
- Episode 234 - Ist die Rente noch sicher? Warum du mit Bitcoin privat vorsorgen solltest
- Episode 230 - Sparverhalten der Deutschen: Warum wir auf Versicherungen, Tagesgeld und nicht auf Bitcoin setzen - mit Felix Früchtl
📋 TIMESTAMPS
(00:00:00) Einleitung
(00:02:02) Sollte man sich auf die staatliche Rente verlassen?
(00:09:44) Ist das Finanzsystem zum Scheitern verurteilt?
(00:13:49) Altersvorsorgedepot
(00:26:11) Generationenkonflikt durch Rentensystem
(00:33:12) Reformen
(00:40:36) Private Altersvorsorge
(00:55:15) Bitcoin für die Altersvorsorge?
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🎵 MUSIK
- "No? Yeah!" by LiQWYD
- Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0
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[00:00:00] Bevor wir mit der heutigen Folge beginnen, noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache. Wir hatten euch ja vor einigen Wochen gefragt, was denn die größten Probleme von euch bei Bitcoin sind und die Antwort war wirklich eindeutig. Fast die Hälfte von euch hat geantwortet, dass die Aufbewahrung die größten Probleme bereitet. Alleine 14 von euch meinten, dass sie schlaflose Nächte wegen der Aufbewahrung haben und das wollen wir jetzt ändern.
[00:00:20] Wir veranstalten eine Masterclass zum Thema Aufbewahrung mit einer kleinen Gruppe von maximal 10 Personen. In vier Wochen und vier persönlichen Terminen gehen wir mit euch Schritt für Schritt durch alles durch, was dazugehört. Also Hardware Wallet einrichten, Transaktionen durchführen, Backups anlegen, Hardware Wallet wieder stellen. So lange, bis ihr die Aufbewahrung wirklich vollständig im Griff habt.
[00:00:44] Wenn ihr als erstes erfahren wollt, wann es losgeht und euch einen der begrenzten Plätze sichern möchtet, tragt euch jetzt in die Warteliste ein. Den Link dazu findet ihr in den Shownotes. Hallo Felix, herzlich willkommen zurück bei uns im Podcast. Es freut uns riesig, dass wir dich heute wieder erneut begrüßen dürfen. Ja, hallo ihr beiden. Danke, dass ich wieder zu Gast sein darf. Ich freue mich auf ein sehr spannendes Gespräch. Servus Felix, schön, dass du da bist.
[00:01:41] Ja, danke. Es gab in den letzten Wochen, Monaten ja ein paar Dinge auch in Deutschland, die in der politischen Ebene da angedacht wurden, sind, dass sich etwas ändern können in Zukunft. Wir möchten aber mit einer etwas anderen Frage vielleicht rein starten. Ich habe jetzt auch sehr viele Freunde, viele Leute in der Familie meiner Generation, wo ich das Gefühl habe, die sich nicht so ganz mit dem Thema Altersvorsorge auseinandersetzen.
[00:02:02] Würdest du sagen, reicht es aus, dass ich sage, ich entspanne mich und ich ganz normal verlasse mich auf die staatliche Rente und kümmere mich 0,0 um meine private Altersvorsorge? Wäre das eine gute Idee? Definitiv nicht. Das sollte man tunlichst lassen.
[00:02:20] Also auf den Staat würde ich mich in dem Zusammenhang überhaupt nicht verlassen, weil wir in einem völlig desolaten Umlagesystem uns befinden, das irgendwann mal in den 50er Jahren durchaus eine Daseinsberechtigung hatte, aber ja spätestens seit Ende der 60er Jahre schon klar war, dass das so nicht mehr weiter finanzierbar ist in der Zukunft.
[00:02:43] Und wir jetzt dieses tote Pferd weiter beatmen, solange bis es halt noch irgendwie, ja solange es noch geritten werden kann, sage ich jetzt mal. Aber sich darauf zu verlassen, dass der Staat sich um einen kümmern wird im Alter, ich sage mal, der wird schon dafür sorgen, dass sie irgendwie über die Runden kommen, aber das sollte ja nicht das Ziel sein.
[00:03:05] Also deswegen, wenn man wirklich im Alter seinen Lebensstandard halten möchte und dann auch was von der Zeit haben möchte, in der man nicht mehr Tag ein, Tag ausarbeiten muss, dann sollte man frühzeitig beginnen, seine private Altersvorsorge auf eigene fundamentale Beine zu stellen, meiner Meinung nach. Ja, es ist schon der Wahnsinn, du hast ja angesprochen, es ist schon länger absehbar, dass das System kippt oder zu kippen droht.
[00:03:31] Ich meine, der demografische Wandel, der kommt ja nicht von ungefähr, der zeichnet sich ja schon länger ab und jetzt gerade hat man ein bisschen das Gefühl, dass man es wirklich nicht mehr weiter verleugnen kann von politischer Seite. Das ist ja gerade auch recht viel in der Mache. Was hat sich denn so getan oder was wird denn gerade diskutiert? Kannst du da zwei, drei Sätze dazu sagen?
[00:03:51] Ja, gerne. Es wurde ja im Februar diesen Jahres die Rentenkommission gebildet und da habe ich mich so ein bisschen drüber lustig gemacht, weil die ominöse Rentenkommission dann, man kann ja mal reinschauen, wer da so drin sitzt, die haben alle kein Problem im Alter irgendwie über die Runden zu kommen. Aber gut, die Rentenkommission wurde gegründet, die hat da ihren Auftrag bekommen, die gesetzliche Rente zu reformieren und ist dann auch mit 33 Punkten aus diversen Klausurtagungen herausgekommen und hat die der Bundesregierung empfohlen.
[00:04:21] Und da gab es jetzt eben dann vor, das ist jetzt auch schon ein paar Wochen her, die Veröffentlichung, welche Punkte da entsprechend der angedacht worden sind. Man muss dazu sagen, das ist ja alles aktuell noch nicht in Stein gemeißelt, sind ja alles nur Empfehlungen. Die Bundesregierung muss denen nicht folgen, aber wenn man unserem Kanzler da so ein bisschen zwischen den Zeilen zugehört hat, ist der da schon nicht abgeneigt, diese Punkte umsetzen zu wollen.
[00:04:46] Und ja, da waren halt verschiedenste Themen drauf. Eins, das war ja klar von Anfang an, was soll denn die Rentenkommission machen? Die kann ja auch nicht zaubern, die kann ja auch nicht irgendwo Geld herholen. Die muss natürlich sagen, wir müssen länger arbeiten. Also das ist eine Sache, die war ja im Vornherein schon klar, dass die kommen wird. Also wir werden länger arbeiten müssen. Das Ganze soll an die gestiegene Lebenszeit angepasst werden.
[00:05:12] Und man soll auch nicht mehr so früh abschlagsfrei in die Rente kommen dürfen, auch für langfristig Versicherte. Wir wollen zusätzliche Gruppen mit aufnehmen in dieses desolate System. Also alle, die bis jetzt noch verschont sind, wie zum Beispiel ich als Unternehmer oder die Freiberufler, die Politiker, die Beamten, die sollen da jetzt tunlichst auch einzahlen, damit wir halt noch ein paar Jahre das Ganze über die Runden bringen können.
[00:05:39] Oder auch so absurde Ideen, wie jetzt einfach den Minijob in seiner jetzigen Form nicht abzuschaffen, aber eigentlich im Keim zu ersticken, weil das wird dann so in der Form keiner mehr machen. Also ja, es gab ein paar Reformvorschläge. Die sind bestimmt auch nicht alle schlecht, um Gottes Willen. Die Frage ist nur, was soll das Ziel sein? Wenn das Ziel war, möglichst lange in diesem System weiterarbeiten zu können, dann sind die Vorschläge der Rentenkommission gut.
[00:06:07] Wenn das Ziel ist, die Absicherung der Bevölkerung im Alter sicherzustellen über die nächsten Jahrzehnte, dann sind das alles Luftschlösser, die da gebaut worden sind. Was würdest du sagen, weil du ja gerade angesprochen hattest, man kann einerseits jetzt hingehen, und das kennen wir ja auch aus anderen Themenbereichen ebenfalls, entweder lasse ich das System, was ich jetzt gerade habe, laufen und versuche es am Leben zu halten. Wie Manuel angesprochen hat, Demografie ist sehr, sehr schwierig. Wir hatten auch mal eine ganze Folge darüber gemacht.
[00:06:33] Und man kommt relativ schnell darauf, es kann nicht funktionieren, so wie es gerade läuft. Es läuft einfach aus den mathematischen Dingen, die man hochrechnen kann. Es kann nicht funktionieren. Und auf der anderen Seite können wir natürlich sagen, irgendwie funktioniert das Ganze nicht. Und wahrscheinlich wird es in Zukunft nicht funktionieren, auch gerade für unsere Generation nicht. Man braucht etwas Neues. Von welcher Seite bist du der Fan? Würdest du sagen, man sollte den aktuellen Status Quo halten, verbessern? Oder sagen, hey Freunde, wir müssen hier komplett neu anfangen?
[00:07:02] Schwierig, weil das Thema ist, ich maße mir da gar nicht so sehr eine Meinung an, weil ich glaube, das sieht ja jeder sehr individuell. Wenn ich jetzt meinen Opa fragen würde, dann würde er sagen, ja, bloß in diesem System bleiben. Und er freut sich jetzt auch wieder über viereinhalb Prozent Rentenerhöhung. Also deswegen glaube ich, diese Frage darf nicht ich beantworten. Die darf auch nicht derjenige beantworten, der jetzt gerade schön seine Rente bezieht,
[00:07:26] sondern das muss objektiv von einem Dritten entschieden werden. Ich persönlich würde sagen, wir müssen irgendwann mal einen Schlussstrich ziehen. Und ich wäre auch bereit dazu, und ich glaube, dass es vielen anderen auch so geht, den Beitrag dazu zu leisten. Und wie gesagt, aktuell als Unternehmer zahle ich nicht in die Gesetzliche ein. Mich tangiert das sowieso nicht. Mir könnte es wurscht sein. Aber ich sehe das Elend bei meiner Frau zum Beispiel. Oder auch bei meiner Mutter. Das ist alles, ja, die kriegt fast nichts.
[00:07:53] Also von dem her würde ich sagen, wir müssen irgendwann mal einen Schlussstrich ziehen und sagen, hey, wir müssen alle federn lassen in dem Zusammenhang dann. Irgendwann hilft es ja nichts. Aber das Thema ist halt, wir tun ja nicht nur dem System, dem Rentensystem nichts Gutes. Wir tun ja der gesamten Volkswirtschaft nichts Gutes. Weil wenn man mal schaut, wie viel Geld da umverteilt werden müssen, nur um dieses blöde System am Leben zu halten. Das fehlt uns ja überall anders.
[00:08:23] Also ich glaube, 120 Milliarden, die jedes Jahr quer subventioniert werden müssen. Das haben wir ja an anderer Stelle dann wieder nicht. Und ich glaube, der ausschlaggebende Punkt wird nicht von den Rentnern kommen oder von unserer Generation, die irgendwann mal Rente beziehen wird, sondern die wird einfach daher dann irgendwann kommen, dass wir einfach schlichtweg keine Kohle mehr für andere Sachen haben. Und wir uns dann schlichtweg entscheiden müssen, zu sagen, okay, also entweder in Infrastruktur oder in gesetzliche Rente.
[00:08:47] Ich glaube, wenn man offen spielen würde, wenn man ehrlich wäre als Politiker in dieser Hinsicht, könnte man, würde ich sagen, schon die Gesellschaft mitnehmen und sagen, liebe Leute, passt auf. Das Problem ist wie folgt. Die Kohle geht aus. Wir subventionieren schon ohne Ende. Wir können uns aber nicht alles leisten. Jeder muss einen Teil dazu beitragen und dann kriegt man es schon irgendwie gewuppt, salopp gesagt. Deine Antwort war sehr objektiv.
[00:09:17] Also hast du auch gesagt, du bist als Unternehmer bisher nicht betroffen. Du würdest wahrscheinlich ein bisschen anders darüber denken, wenn irgendeiner auf die Idee kommen würde, ja, die Unternehmer, die kommen jetzt rein. Und zwar nicht nur die, die neu gründen, sondern auch die Bestandsunternehmer. Wie würdest du dann dazu stehen? Boah, dann würde ich schauen, da irgendwie rauszukommen aus der Nummer. Weil das würde ich wirklich, also da würde ich mich mit Händen und Füßen dagegen wehren,
[00:09:45] mein gutes Geld in dieses desolate System einzahlen zu müssen. Da hast du vollkommen recht. Natürlich bin ich an der Stelle voreingenommen. Das ist gar keine Frage. Und wenn die mich da reinzwingen würden, würde ich wahrscheinlich wirklich viel dafür tun und wahrscheinlich auch teures Geld am Berater zahlen, dass sie mich da irgendwie rausholen. Und das ist ja aber das Problem, weil die Unternehmer werden, das werden alle machen, die, die es sich leisten können.
[00:10:12] Die werden sagen, pass auf, wenn es da ein Schlupfloch gibt, dann lieber Berater, hier ist das Geld und schau, dass ich da irgendwie rauskomme. Weil gerade der Unternehmer weiß doch, dass das ein schwarzes Loch ist, in das er nicht einzahlen möchte. Und wie stehst du? Wir hatten ja gerade ein bisschen darüber gesprochen bezüglich den Änderungen, die möglicherweise vorgeschlagen sind. Und häufiger wird ja auch darüber gesprochen, Thema Kapitalrente. Wir müssten ja auch möglicherweise eigentlich mal einen gefüllten Pool aufbauen, wenn man einzahlt, der angelegt wird und so weiter,
[00:10:42] wie es andere Länder ja teilweise auch schon machen. Und wir haben damals in der Folge, ich glaube, Manuel, ich glaube, schon zwei, drei Jahre her, als wir die Folge gemacht hatten, mal aufgezeigt, wie das ganze System eigentlich wirklich funktioniert, dass man von unten, die jüngere Generation, quasi die Rentner, die jetzt schon dort sind, ja quasi mitfinanziert und es dann direkt durchgeleitet wird. Wie stehst du zu sowas, dass man sagt, ist es nun nicht sogar zeitgemäß, dass man sagen müsste, wir müssten irgendwie auch das Geld mal nehmen und dann Richtung Aktienmarkt schauen, um da etwas zu machen?
[00:11:11] Ja, das ist ein ganz wichtiger Baustein und der ist essentiell. Also die Frage stellt sich gar nicht, ob das gemacht werden muss, sondern das muss so schnell wie möglich umgesetzt werden. Der Kapitalmarkt muss genutzt werden. Der muss in diesem System fester Bestandteil sein. Einmal deswegen, weil der Kapitalmarkt auf Dauer nie enttäuscht. Ich sage auf Dauer, klar, kurzfristig kann das immer sein. Und das sind immer diese blöden Phrasen.
[00:11:40] Ja, aber was ist, wenn in dem Moment genau eine Krise ist und das alles abstellt? Ja, dann ist das so. Dann ist das ein Einzelschicksal. Dann ist das schade. Aber die Zeiten, in denen keine Krise war, in denen durch den Kapitalmarkt ganz, ganz viel Geld verdient worden ist, wenn man die gegenüberstellt zu den Zeiten, in denen Geld verloren würde, was unstrittig auch der Fall war, dann überwiegen die Zeiten, in denen viel Geld verdient worden ist, deutlich. So, und wenn ich in eine Situation falle oder in einen Zeitraum falle,
[00:12:08] wo halt dann die Aktienmärkte, die Kapitalmärkte nicht ganz so rosig ausschauen, ja, dann ist das tragisch für den Einzelnen. Aber um das System zu tragen, muss jeder halt auch ein bisschen Risiko mit eingehen. Es hilft ja alles nichts. Aber wir brauchen nicht anfangen, meiner Meinung nach, jetzt an unserem, wie gesagt, desolaten System rumzudoktern und da irgendwie einen Teil Kapitalmarkt einführen zu wollen. Weil das ist lächerlich. Also diese Gelder, die Sie da jetzt in den Kapitalmarkt stecken wollen,
[00:12:35] das können Sie sich gleich sparen, weil A, das garantiere ich, wenn das so kommt, wird da ein so hoher Verwaltungsaufwand dahinter sein, für das bisschen Geld, was da reingesteckt wird, dass es vollkommen unrentabel sein wird. Und zweitens ist das nicht Fisch, nicht Fleisch. Das ist dann, ja, Hauptsache, wir haben diejenigen, die nach dem Kapitalmarkt rufen, auch irgendwie befriedigt. Und ja, seht mal, schau, wir haben doch ein bisschen was in den Kapitalmarkt angelegt.
[00:13:05] Aber das ist ja eigentlich, unter dem Strich ist es lächerlich. Also wenn, dann muss es radikal sein. Da müssen wir uns natürlich auch in irgendeiner Form an anderen Systemen orientieren. Ich meine, die skandinavischen Systeme sind sicherlich auch nicht das Gelbe vom Ei. Die haben ja auch eine ganz andere Voraussetzung. Aber da wird der Kapitalmarkt seit Jahren und Jahrzehnten mit berücksichtigt. Und überlegt allein mal, ich glaube, ich habe das vorhin richtig rausgehört, ihr habt ja mal eine Folge dazu gemacht, wenn da Gelder in den Kapitalmarkt gehen,
[00:13:33] was das für den Kapitalmarkt bedeutet. Wenn du da in den deutschen Aktienindex gehst oder in den europäischen, was da Geld reinfließt, was das auch den Anlegern, die davor schon im Kapitalmarkt waren, waren, was denen das ein Push gibt, was du da an Vermögen in Deutschland aufbauen könntest, das wäre ja unglaublich. Ja, ich finde interessant, man hat halt verschiedene Positionen, die man irgendwie zusammenbringen muss. Du hast jetzt gesagt, und die Einschätzung teile ich,
[00:14:02] das, was da gerade geplant ist, ist nicht radikal genug. Kann man eigentlich auch lassen. Also es ist ein netter Versuch, aber es ist irgendwo auch ein bisschen Augenwischerei dabei, finde ich. Auf der anderen Seite, also vollkommen recht, es gibt halt die, die sagen, was, jetzt wird hier gezockt mit dem Geld für die Rente. Und die unter einen Hut zu bringen, da kann ja eigentlich nur was Schiefes bei rauskommen. Nichtsdestotrotz finde ich interessant, dass du als Unternehmer, wir sehen das auch so, da ein ganz anderes Verständnis von haben,
[00:14:31] was halt Risiko ist und wie das zu laufen hat. Und dass es temporär halt mal nicht gut laufen kann und dann auch wieder besser, dass das halt zum großen Ganzen dazugehört. Aber nichtsdestotrotz muss es ja irgendwie für alle eine gangbare Lösung sein. Und wenn wir jetzt ein bisschen ins Detail gehen, gibt es ja einmal den kapitalgedeckten Teil, der jetzt neu kommen soll. Und dann ist ja noch das Altersvorsorgedepot. Wie, also der kapitalgedeckte Teil, da meintest du ja, ja,
[00:15:02] das ist nicht so ein Knaller. Wie stehst du denn im Altersvorsorgedepot? Geht das in die richtige Richtung, in deiner Meinung nach? Grundsätzlich würde ich sagen, ja. Also da muss man sagen, da hat die Politik, hat sich da wirklich zusammengerissen und da haben sie sich zusammengerauft und haben mal grundsätzlich, sind sie zusammen in die richtige Richtung gegangen. Interessant ist ja an der Stelle, dass über diesen Punkt, der die Ampel noch zerbrochen ist, also das, was jetzt quasi umgesetzt worden ist mit dem Altersvorsorgerreformgesetz, ist fast eins zu eins das,
[00:15:31] was Herr Lindner damals eingebracht hat. Der wurde damals da völlig aus der Koalition rausgemobbt. Will ich fast schon sagen. Und jetzt, ja, beansprucht die Große Koalition das für sich. Aber das ist ein anderes Thema. Grundsätzlich befürworte ich das aber erstens schon allein deswegen, weil auf einmal das Thema der privaten Altersvorsorge mal wieder diskutiert wird in der Politik und auch mal in der breiten Bevölkerung diskutiert wird
[00:16:00] und auf einmal die Leute sich darüber Gedanken machen. Allein deswegen ist das schon ein ganz, ganz wichtiger Punkt gewesen, dass man das umgesetzt hat. Zweitens finde ich das wirklich, das ist ja leider nicht mehr Usus, finde ich das klasse, dass sich die Große Koalition da so schnell auf diese Punkte geeinigt hat. Ob sie das jetzt auch umsetzen bis zum 01.01.2027, können wir später nochmal drauf kommen. Das ist ganz interessant. Ich glaube, da wird noch ein bisschen was passieren.
[00:16:31] Und drittens ist die Förderlogik meiner Meinung nach deutlich interessanter. Ich bin halt nicht mehr wie bei den Riester-Verträgen, die meiner Meinung nach immer nur eine versteckte Subvention der Politik an die Versicherungswirtschaft war, bin ich nicht mehr an Versicherungsverträge und Garantien gebunden, die teuer waren, unflexibel und unterm Strich dazu nichts geführt haben, außer dazu, dass die Versicherer gut verdient haben, sondern ich kann jetzt in den Kapitalmarkt. Ich brauche keine Garantieprodukte mehr.
[00:17:00] Ich kann in ETFs investieren. Ich kann in Fonds investieren. Ich kann, auf einmal sind Neo-Broker am Markt, die dieses Thema bespielen. Banken, Fonds und nicht nur die Versicherungsgesellschaften. Und diese Konkurrenz zwischen all diesen Institutionen wird dazu führen, dass sich da sehr gute Produkte daraus entwickeln werden und dass die meiner Meinung nach auch recht kostengünstig werden. Die Versicherer aber natürlich ein Problem haben werden, weil die werden da nicht nachziehen können.
[00:17:30] Die sind da einfach zu, in ihren Strukturen zu altbacken. Aber man kann das machen. Ist eine gute Sache. Wenn gleich, können wir gleich nochmal drüber reden, weil das ist meiner Meinung nach recht spannend, die falsche Zielgruppe adressiert worden ist mit diesem Altersvorsorge-Reformgesetz. Möchte noch kurz einen Schritt zurückgehen. Willst du für alle, die nicht wissen, worum es bei diesem Altersvorsorge-Depot geht, ganz kurz nochmal erklären in zwei, drei Sätzen, was da die Idee dahinter ist? Klar. Also, wir hatten ja in der Vergangenheit eine geförderte private Altersvorsorge
[00:17:59] durch sogenannte Riester-Verträge. Riester-Verträge, das waren Versicherungsmäntel, in die man jedes, jeden Monat, das waren wie Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen, quasi Geld eingezahlt hat und man dann eine gewisse Förderung vom Staat bekommen hat, wenn man einen gewissen Teil seines Bruttoeinkommens mindestens mal eingezahlt hat. Man hat dann auch noch zusätzliche Förderungen bekommen für Kinder, die man hatte. Man hat dann auch eine Grundförderung bekommen. Es war quasi eine private
[00:18:29] Altersvorsorge, die ich privat für mich abgeschlossen habe, wo der Staat gesagt hat, wenn du aber eine solche Form der privaten Altersvorsorge abschließt und da einsparst und das bis zum Schluss auch durchhältst, dann kriegst du jeden Monat von uns eine gewisse Förderung dazu und eine geförderte private Altersvorsorge im Endeffekt. Und das Ganze wurde jetzt quasi reformiert, weil diese Riester-Verträge eben, ja man kann das wirklich so sagen, man sieht das ja in den Verläufen, die Förderung, die da der Staat
[00:18:58] zur Verfügung gestellt hat, die haben halt die Versicherung hinten drauf einfach als Gebühren draufgeschlagen. Das heißt, für Kunden war nichts gewonnen und das hat auch die Politik erkannt und hat halt jetzt vor drei Jahren, wie gesagt, schon dieses Thema mal angegangen. Jetzt ist es umgesetzt worden und man hat gesagt, okay, wir müssen die geförderte private Altersvorsorge reformieren und hat eben jetzt die Möglichkeit gegeben, dass man das nicht in solchen klassischen Lebensversicherungsverträgen machen muss, sondern dass man eben auch über
[00:19:27] in Zukunft Trade Republic zum Beispiel einen ETF zeichnen kann, der dafür zugelassen, also der dafür zertifiziert ist und dann spare ich meinen ETF ein und dann kriege ich dafür dann eine Förderung und da kommt dann zusätzliches Geld immer mit dazu. Werbung Wenn ihr auf der Suche nach dem richtigen Bitcoin-Anbieter für euch seid, können wir euch uneingeschränkt die Relay-App empfehlen. Neben vielen weiteren Funktionen gefällt uns insbesondere die Möglichkeit, dass der Preis beim Kauf fixiert wird. Das heißt,
[00:19:57] wenn ihr beim Kauf einen Bitcoin-Preis von 70.000 Euro seht, kauft ihr auch Bitcoin zu dem Preis von 70.000 Euro. Und mit unserem Rabattcode BTC-Verstehen könnt ihr 10% auf eure Gebühren sparen. Alle Informationen zu Relay findet ihr unten in den Shownotes und nun wünschen wir euch weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Hört sich ja an sich gut an, aber der Teufel steckt ja sehr wahrscheinlich im Detail. Bevor wir zum Detail kommen, du hast gerade die Frage aufgemacht,
[00:20:26] die Zielgruppe wurde möglicherweise falsch adressiert. An wen ist das gerichtet und wer wäre der bessere Adressat gewesen? Naja, sag mal so, das Thema ist, der Staat fördert jetzt diejenigen, die sowieso schon private Altersvorsorge betreiben. Also deswegen, wenn man jetzt objektiv drauf schaut, wir drei schauen da drauf und sagen, du hast so grundsätzlich eine gute Sache und ich werde das als zusätzlichen Baustein definitiv machen. So, dann packe ich halt meine 100, 150 Euro monatlich da zusätzlich rein in den ETF,
[00:20:56] breit gestreut, ganz easy und nehme mir die Förderung vom Staat mit. Ich brauche sie aber eigentlich nicht. Also ich kann auch so private Altersvorsorge betreiben und ich brauche diese Förderung vom Staat nicht. Jetzt nehme ich das aber in Anspruch, meine Frau nimmt das auch noch in Anspruch und wir bauen dann nochmal zusätzlich was Tolles auf. Das ist gut, das ist super, ich nehme das alles, gar keine Frage. Aber wollen wir nicht eigentlich die Leute erreichen, die bis dato vielleicht einfach nur, vielleicht gar
[00:21:25] keine Altersvorsorge betrieben haben oder nur in sehr geringem Maße und ich nehme da immer als Beispiel die alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern. Das ist sehr plasmatisch, aber nehmen wir mal die als Beispiel. Die hat mit ihren Riester-Verträgen eine sehr gute Förderung bekommen. Die hat 50 Euro eingezahlt und hat dann 100 Euro Förderung teilweise bekommen. Also das war wirklich ein Multiplikator. Diese Förderlogik wurde jetzt gänzlich verändert. Die alleinerziehende Mutter müsste jetzt so viel
[00:21:55] mehr pro Monat in die Verträge einzahlen, damit sie an die gleiche Förderhöhe kommt, dass sie das sowieso nicht leisten kann. Das heißt, diejenigen, die wir vielleicht zur Altersvorsorge animieren wollten, diejenigen, die es auf jeden Fall nötig, nötigere hätten, ihr eigenes Standbein aufzubauen, die haben wir mit dem System meiner Meinung nach nicht wirklich adressiert. Du hast diejenigen adressiert, die sowieso schon was machen, die jetzt das Geld haben und sagen,
[00:22:24] das butter ich da auch noch rein, nehme ich mir schön die Förderung vom Staat mit. Das ist schön, das ist gut, das ist löblich, aber ich finde halt, dass wir die Leute vergessen haben, um die es eigentlich geht, die sich zusätzlich was aufbauen sollten. Wie siehst du das in der Hinsicht, dass ich kenne diese Riester-Renten-Verträge auch noch und dass du jetzt zum Versicherungsberater gegangen bist, der ist da schön durchgegangen, der hat gesagt, hey Felix, wir gucken mal an, wo du gerade stehst und ich habe doch was hier bei der Riester-Rente, das können wir gut aufbauen. Da hast du jemanden gehabt,
[00:22:53] der dich ein bisschen an die Hand nimmt. Natürlich auf der anderen Seite, wie du gerade gesagt hast, Gebühren, unfassbar viel. Wie siehst du das denn jetzt? Weil jetzt wäre das ja etwas, was man wirklich selbst machen kann, wie du sagst hast, mit einem Neobroker oder einer Bank oder wo auch immer, dass ich selbst aktiv werden kann. Jetzt haben wir aber das Problem, dass ja derzeit schon viele überhaupt schon ein Problem haben, ETF zu besparen, überhaupt da ins Handeln zu kommen. Ist das auch noch eine Problematik, die da reinspielen könnte? Ich meine, grundsätzlich bin ich schon dafür, dass Leute Selbstverantwortung übernehmen müssen. Also ich finde das grundsätzlich gut, dass die Leute da eigentlich selbst
[00:23:23] jetzt in die Aktion gehen müssen. Und ich glaube, klar ist das ein Thema, fairer Punkt, aber überleg mal, wie durchdringend jetzt zum Beispiel auch Trade Republic in Deutschland war, die haben richtig Werbung gemacht, wie viele Leute jetzt allein aufgrund dessen oder Scalable oder sonst irgendwas in den vergangenen Jahren sich in den ETF-Markt investiert haben. und so wird es da im Zweifel auch sein. Die Player werden sich durchsetzen, werden adressieren und die, die es jetzt schon nicht machen, das ist das, was ich vorhin ja auch
[00:23:53] kurz noch angesprochen habe, die machen es auch in Zukunft nicht, weil die kommen da nicht drauf, die sehen den Vorteil im Zweifel nicht und da müssten sie, wie gesagt, auch so viel einzahlen, dass es denen dann wehtut. Also von dem her, klar hast du jetzt, den Berater kannst du dir im Zweifel ja immer noch holen. Die Versicherer dürfen das ja auch immer noch unter der neuen Förderlogik, dürfen die auch noch Versicherungsprodukte anbieten. Also von dem her, auch das wird noch gehen. Aber ich finde schon, dass die Eigenverantwortung
[00:24:22] da irgendwo da sein muss und bin mir sicher, dass der Markt das regeln wird, weil wir eben jetzt so viele Player haben, die auf die Kunden zugreifen können. Und ich bin mit vielen Neo-Brokern schon in Kontakt und die schaden nur so mit den Hufen, weil sie wissen, dass da so einen Markt hatten die noch nie. Es geht um 15 Millionen Riester-Verträge, die mal grundsätzlich jetzt latent hinterfragt werden. Da sind 150 Milliarden Euro drin und natürlich sagen die, hey, wir müssen alles dafür tun, unsere Kunden zu erreichen
[00:24:52] und du darfst Gifft drauf nehmen, dass in den nächsten Wochen eine Pop-Up-Nachricht bei jedem hochkommt, der Trade Republic hat, dann kommt, bing, also hier schon mal vormerken und wenn es losgeht, geht es los und Attacke. Also ich glaube, die Durchdringungen werden die schon hinbekommen. Ja, du hast natürlich recht. Die Förderungen werden erstmal die abgreifen, die sowieso schon dem Ganzen aufgeschlossen gegenüberstehen und ist ja letztlich geschenktes Geld. Das nimmt man natürlich mit, auch wenn es, man weiß ja noch nicht, wie es ausgeht, aber wenn es so sein sollte,
[00:25:21] wie du es ja zum Rissen hast, dass man wirklich praktisch aus jedem Fonds wählen kann, jeden ETF wählen kann. Ich glaube, Einzelwerte und Krypto ist nicht drin, aber ansonsten kann man ja wirklich recht frei wählen und das ist ja, wie wir schon gesagt haben, ist ja an sich gut. Im Vorgespräch meintest du, das hat jetzt zumindest bei euch dafür gesorgt, dass ihr recht viel Geschäft gerade habt, sprich sehr viele Leute werden ja aufgerüttelt dadurch und wollen jetzt wissen, wie sieht es denn aus,
[00:25:50] was heißt das für mich, wie gut sind meine alten Verträge, was kann ich jetzt Neues tun. Glaubst du nicht, dass dann, wenn die Leute dann ohnehin schon wachgerüttelt sind, dass sie dann noch vielleicht jetzt das zum Anstoß nehmen, um zu sagen, ich bin jetzt, ich weiß es nicht, 38, Anfang 40, ich weiß, ich hätte schon ewig anfangen sollen, jetzt habe ich den, zumindest von staatlicher Seite noch den letzten Anstoß, dass ich es endgültig in die Hand nehme. Doch, ich glaube schon, dass das auf jeden Fall
[00:26:20] ein Impuls ist, also das denke ich schon und ich glaube, dass das auch viele nutzen werden und wie gesagt, das ist dahingehend dann schon auch ein Punkt, mit dem bestimmt die Politik auch kalkuliert hat. Also da bin ich mir recht sicher, dass sie damit kalkuliert haben, die Leute einfach mal ein bisschen, wie du gesagt hast, wach zu rütteln und für das Thema in irgendeiner Form zu begeistern, ist vielleicht jetzt ein zu großes Wort, weil das glaube ich nicht, dass du einen Großteil begeistern kannst dafür, aber zumindest mal
[00:26:49] das auch an den Stammtisch zu bringen, jetzt mal ganz platt gesagt und mal wieder darüber zu reden, weil was fehlt uns denn in Deutschland, in Deutschland fehlt uns einfach die Kultur über Investments, über Geld, über Anlagemöglichkeiten zu reden und das ist ein erster Schritt und ich hoffe, dass dieses Thema einfach omnipräsent bleibt, dass ich würde mich freuen, wenn, weißt du, wenn du da Anfang des Jahres überall Plakate hast, wo sie darum werben, hey,
[00:27:19] jetzt die Förderung abgreifen und jetzt investieren und jetzt schauen, dass du deine eigene private Altersvorsorge aufbaust und wenn man einmal in dieser Bubble drin ist, dann kann das ja durchaus auch mal Spaß machen. Viele, die sich noch nicht damit in der Vergangenheit beschäftigt haben, mit Vermögensaufbau, damit sich mit den Kapitalmärkten, mit Kryptowerten auseinanderzusetzen, die wussten ja vielleicht gar nicht, dass das Spaß macht und jetzt kommt da wer rein und sagt, das ist ja eigentlich eine geile Nummer, da möchte ich mich mal genauer damit beschäftigen
[00:27:48] und ich glaube schon, dass da eine Chance besteht, ja. Ja, das wäre für mich mal zu wünschen. Ich meine, wir haben es ja auch gesehen, dass wenn wir uns mit Bitcoin angefangen haben oder wir haben ja vorher angefangen mit Altersvorsorge, wo du plötzlich landen kannst und dann plötzlich hast du Lust da drauf und du liest dich mal mehr ein und wir kennen das von unseren Hörerinnen ja auch sehr häufig, dass wir Nachrichten bekommen, die sagen, jetzt habe ich angefangen und jetzt kann ich gar nicht mal aufhören, weil ich mich einfach damit beschäftigen möchte und das wäre natürlich toll, wenn das so einen Pieks ergibt. Was ich mich aber immer frage, gerade nochmal mit dem Blick auf die jetzt aktuelle Rentensystem
[00:28:18] noch draufschauen, werden gerade eben schon angesprochen gehabt, es kommt immer dran, wie du draufschaust. Meine Eltern schauen drauf, cool, die kriegen jetzt im Sommer die 4% plus, die denken sich, cool, jetzt bin ich aber 20 Jahre alt und denke mir, halt, stopp, irgendwie, meine Chance, dass ich in 40, 45 Jahren noch eine Rente vom Staat bekomme, von dem, was ich gerade einzahle, ist tendenziell gering und ich weiß auch nicht, was in 45 Jahren los ist auf diesem Planeten. Ich habe keine Ahnung. Glaubst du, dass wir irgendwann so ein bisschen
[00:28:47] in einen Konflikt kommen könnten zwischen jung gegen alt, weil die einen sagen, hey, ich habe doch jetzt die ganze Zeit eingezahlt und die anderen sagen, ja, ich zahle jetzt ein und werde wahrscheinlich am Ende nie was davon sehen? Ich glaube, wir sind da schon mittendrin. Wenn man sich so die junge Union anschaut, die er ja jetzt Anfang des Jahres rebelliert hat gegen die gegen die CDU, CSU und gesagt hat, hey, ihr könnt uns da nicht abhängen, ihr könnt keine Rentenreform machen, die uns unterm Strich dann wieder schadet, dann denke ich schon, dass die jungen Leute das auf dem Schirm haben
[00:29:16] und ich denke auch, dass sich da einige Gedanken drüber machen. Genauso viele werden aber auch einfach, ja, werden das gedanklich ausschalten und sagen, gut, ich resigniere jetzt einfach, weil ich weiß, ich brauche mich darauf nicht verlassen und wenn ich mit jungen Leuten spreche, ich bin ja hier in der IHK für die Ausbildung der Bürokauffrauen, Bürokaufmänner engagiert und viele haben das nicht auf dem Schirm, aber ich bin auch ehrlich, als ich 20 war,
[00:29:46] war mir das auch wurscht. Da habe ich gesagt, ja, Rente ist noch so weit weg. Ich glaube, dass es wirklich dann die betrifft, die halt irgendwie politisch aktiv sind, die in den Jungparteien sind und die dann gegen ihre Altparteien da rebellieren einfach deswegen, weil die verstehen, um was es geht und sagen, hey Jungs, ihr müsst was tun, weil ihr badet das auf unserem Nacken auf, aber gleichzeitig wird die Politik einen Teufel tun, weil überleg mal, du hast glaube ich 40 Prozent, 45 Prozent der Wähler sind mittlerweile schon Rentner.
[00:30:16] Also du spielst ja nicht gegen deine eigene Wählerschaft und was auch interessant ist, ist ja, dass die Wahlbeteiligung bei den Rentnern viel, viel höher ist noch wie bei den Nicht-Rentnern. Das bedeutet, die sind ja noch mal überrepräsentiert und da werden die einen Teufel tun, da in irgendeiner Form die Rentner vor den Kopf zu stoßen. Aber ich glaube nicht, dass das so einen gesellschaftlichen Kit hat, dass das
[00:30:45] in irgendeiner Form zu einer Rebellion der Jugend gegen die Alten führt. Einfach auch deswegen, weil für die Jungen das Thema Rente halt noch so weit weg ist und ich habe mal eine Studie gelesen, da hieß es, wir Menschen haben bei einem Zeithorizont, der über zehn Jahre hinweg in die Zukunft geht, schon gar kein Gefühl mehr dafür, was das für uns bedeutet und das ist uns dann eigentlich auch egal. Also von dem her, ja, glaube ich nicht, dass es dazu aufruhend kommen wird oder so.
[00:31:14] Es ist ja auch schwer, so einen langen Zeitraum abzusehen. Im Endeffekt zehn Jahre ist auf der einen Seite recht nah, aber wenn ich fünf Jahre zurückdenke zum Beispiel, gefühlt war ich ein anderer Mensch, ich habe ganz anders gedacht, ich habe über andere Dinge nachgedacht, als ich es jetzt mache. Also wenn man zehn, zwanzig, dreißig Jahre in die Zukunft schaut, wer weiß, wie man dann denkt. Aber das Thema mit dem Generationenkonflikt, ich habe da auch relativ lange drüber nachgedacht. Wir hatten auch mal temporär eine Community
[00:31:44] und da war das auch mal Thema und da meinte einer, er denkt, wenn man jetzt, wie gesagt, wie ich vorhin gesagt habe, ehrlich wäre aus politischer Sicht und den Älteren sagen würde, ihr habt, Punkt eins, ihr habt die Rente, ihr habt lang gearbeitet, ihr denkt, ihr habt den Anspruch jetzt auf Zahlung dieser Rente. Punkt zwei wäre aber gewesen, ihr hättet mehr Kinder in die Welt setzen müssen, weil man hat halt immer diesen Doppeldeal. Auf der einen Seite,
[00:32:13] du arbeitest für die über dir, Punkt zwei, du musst mehr Nachkommen produzieren, die dann für dich halt, die für dich die Rente zahlen. Habt ihr nicht getan? Unsere Generation kriegt ja noch weniger Kinder, also wir können uns an sich auch nicht beschweren, wenn man das System mal versteht, dieses Umlagesystem, wir müssen halt auch gegensteuern, machen wir auch nicht, sodass man dann sagen könnte, wir haben es alle verbockt, durch die Bank weg, wir haben es alle verbockt, sodass man das doch eigentlich dann anstoßen müsste. Und da meinte er, das war ein älterer Herr,
[00:32:43] er selbst hat halt Kinder und wenn er an sich denkt, dann klar, dann sagt er irgendwie doof, ich habe jetzt mein Leben lang gearbeitet und jetzt will irgendeine Pappnase mir meine Rente kürzen, natürlich wähle ich die nicht mehr. Aber wenn man das entsprechend kommunizieren würde und sagen würde, pass mal auf, es geht halt nicht um euch, es geht auch um eure Kinder und das dann greifbar macht, da meinte er, er würde schon davon ausgehen, dass genug Leute, auch jetzige Rentner, dann sagen würden, ist okay, wir müssen was machen
[00:33:12] und da verzichten wir genauso wie alle anderen auch. Also ich glaube, wenn man es gut moderieren würde, ich glaube, dann könnte man es schon gebacken kriegen. Es ist halt schade, dass es nicht getan wird irgendwo. Ja, vielleicht müssen wir einfach alle nur mehr Kinder bekommen. Das ist die Quintessenz unseres Gesprächs. Nein, aber ja, das kann durchaus sein, weil du hast einen guten Punkt angesprochen gerade, Manuel, und zwar das Thema der Kinder und der Familie.
[00:33:42] Ich glaube, dass das Thema halt auch immer wichtiger wird dann in Zukunft, weil ich meine, wenn es der Staat nicht mehr regelt, auf wen kannst du dich denn dann verlassen? Ich meine, es ist ja heute schon so, schau mal, die Eltern werden von den Kindern gepflegt irgendwann, weil Pflegekosten, das kannst du ja gar nicht mehr leisten. Also wir hatten jetzt einen Fall da, das ist unfassbar, das geht nicht. Du kannst dir das als Normalverdiener nicht leisten, jemanden ins Pflegeheim zu stecken. Das heißt, du brauchst jemanden, du brauchst deine Familie, du brauchst dein Umfeld
[00:34:11] und vielleicht wird das einfach in der Zukunft immer wichtiger im Alter, sich auf die Familie und ja, auf den innersten Kern quasi zu konzentrieren, der dich dann durchs Alter bringt, der dich dann auch vielleicht teilweise durchfinanziert, weil schau mal, in vielen anderen Ländern ist das ja noch Usus. In den östlichen und in den südlichen Ländern, da sind die Kinder quasi die Altersvorsorge der Eltern. Und das ist offenbar auch so kommuniziert. Wir brauchen euch, wenn wir alt sind, dafür haben wir euch großgezogen und gekümmert,
[00:34:41] dass ihr eine ordentliche Ausbildung habt. Auch ja irgendwo ein Deal, wie du gesagt hast. Aber kommen wir dann nicht irgendwann in ein Problem rein und noch ein weiteres Problem, weil ja tendenziell weltweit ja die Geburtenrate wieder zurückläufig ist, weil ja viele Menschen oder viele Länder sich weiterentwickeln, gerade Frauen arbeiten länger, gucken mehr auf die Karriere, kriegen weniger Kinder und so weiter, dass wir quasi eine gegensätzliche Bewegung haben, dass tendenziell weniger Kinder auf die Welt kommen, wir tendenziell aber wieder mehr bräuchten, wie ihr beide gerade angesprochen habt. Also irgendwie so richtig
[00:35:11] eine gute Lösung haben wir dann ja trotzdem nicht gefunden, weil das ist ja was ganz, ganz Großes. Also nicht so, dass ich von heute auf morgen was ändern kann, sondern es ist etwas, was sehr, sehr lange dauert und ich erst ganz spät möglicherweise sehe. Ist das nicht auch ein großes Problem, dass ich halt viele Dinge nicht jetzt sofort erkennen kann in der Reform, sondern möglicherweise in 10, 20, 30 Jahren quasi erst dann das Ergebnis bekomme? Vollkommen richtig. Überleg doch mal Agenda 2010. Das war ja genau im Endeffekt dasselbe. Das war, in dem Moment machst du dich
[00:35:41] ja brutal unbeliebt und darüber ist ja Herr Schröder auch gefallen damals. Hätte der noch irgendwie zwei Jahre durchgehalten, dann hätte man die ersten Ergebnisse seiner Reform gesehen und dann wäre wahrscheinlich, hätte er wahrscheinlich länger im Amt das Ganze halten können. Aber klar, das ist natürlich ein Riesenthema, dass du diesen zeitlichen Versatz hast zwischen dem, wann du sowas umsetzt und wann du wirklich die Ergebnisse erzielst. Und ich habe mir auch im Vorfeld ja
[00:36:10] Gedanken gemacht, was könnte eine Lösung sein, aber gibt es die überhaupt, ist die Frage, gibt es diese Lösung überhaupt oder ist die radikalste Lösung ist ja, der Staat sagt, hinter mir die Sinnflut, kümmert euch alle darum, es gibt keine Abgaben mehr für die gesetzliche Rente und ihr müsst alle selber schauen, wie ihr zurechtkommt. Und ist das die richtige Lösung? Ich weiß es nicht. Also man muss ja auch so ehrlich zu sich sein, dass man sagt, man kritisiert dieses System immer. Ja, das hat auch,
[00:36:39] also überhaupt keine Daseinsberechtigung mehr. Aber ich möchte auch nicht in der Situation stehen, derjenige zu sein, der Ökonom oder Politiker oder sonst irgendwas, der sagt, das ist jetzt aber das Nonplusultra, weil ich glaube, den Maßstab, den dürfen wir uns gar nicht setzen, den finden wir gar nicht. Ja. Ja, du wirst auch, egal wie du es machst, du wirst immer Leuten vor den Kopf stoßen. So ein erster Schritt, ich finde, als ersten Schritt ist es mal ganz gut, so wie es jetzt ist. Es wäre schön gewesen,
[00:37:08] wenn man die, wobei die Förderung ist an sich ganz gut, finde ich, das sind ja 1,8, die du reinzahlen kannst, bis zu der, also das ist ja die Grenze, an der die Förderung dann gestoppt wird. Ich weiß gar nicht, ob es schon durch ist, ob man auch darüber hinausgehen kann. In jedem Fall gibt es dann keine Förderung mehr. Sehr gut, der ist der Schritt. Auf der anderen Seite haben wir ja auch noch die, ich meine, Frühstadtrente ist da der Begriff, dass der Staat ja auch für die Kinder dann beginnt, Geld letztlich zur Verfügung zu stellen. Ist ja auch an sich gut,
[00:37:38] weil der Zinse-Zinseffekt dann halt sich extrem entfalten kann. Und so sehen die Leute vielleicht, da fließen jeden Monat nur 10 Euro rein. Und trotzdem habe ich jetzt nach einem gewissen Zeitraum doch einiges beieinander, sodass die Leute dann dadurch vielleicht auch wieder motiviert werden. Aber stimmt, was du sagst. Wie soll man es machen? Im Endeffekt, man bräuchte irgendeine große Reform. Ich glaube, bis dahin sind sich alle einig, weil das System halt schief ist, mittlerweile zumindest,
[00:38:06] einfach extrem in Schieflage gekommen ist. Aber ja, wie willst du es angehen? Weil privat kann man natürlich sagen, man fährt eine recht hohe Aktienquote beispielsweise. Oder man legt sich noch Bitcoin auf eine Wallet, einfach um nur hinsichtlich des Renditeaspekts da noch mehr davon zu partizipieren. Aus unserer Sicht wäre das natürlich wünschenswert, wenn Staat genauso denken würde. Aber wir sehen ja auch, dass wenn du nur Aktien und Rente in einem Satz in den Mund nimmst, dann der Aufschrei schon riesig ist. Also dass man den Sprung
[00:38:36] nicht auf einmal machen kann, das ist, denke ich, nachvollziehbar. Ja, nichtsdestotrotz, ich weiß nicht, kriegt man es gelöst, wenn man das auf, wenn man es auf so einer kleinen Flamme kocht, diese zwei Prozent, jetzt nicht im Altersvorsorgedepot, sondern der kapitalgedeckte Teil, ist das jetzt der große Wurf? Oder sollte man nicht sagen, ja, zwei Prozent mehr können wir machen? Es wird für alle dann teurer, aber die sind ja erst mal dann gut investiert. Aber von dem anderen Teil müssen wir auch noch mehr umschichten.
[00:39:06] Und dann müsste man wahrscheinlich für ein paar Jahrzehnte schon noch weiter quer subventionieren. Aber irgendwann beginnt sich das ja dann zu tragen. Und so ein Plan fehlt mir zumindest ehrlich gesagt. Gerade fühlt es sich so an, wir müssen uns ein bisschen umsteuern, schauen wir mal, was die USA machen, das übernehmen wir halbherzig. Und das war es dann. Da fehlt mir ein bisschen die Vision. Ja, ich meine, das Thema ist leider ja auch so, dass es halt einfach ein politisches Instrument auch mittlerweile ist.
[00:39:35] Und der Herr Merz in allen Ehren, aber der will jetzt irgendwie ein Exempel statuieren, dass er halt derjenige ist, der jetzt die Rente reformiert hat. Also A, es ist keine Revolution oder sonst irgendwas. Oder Reformation, es ist einfach nur, ja, wir haben ein bisschen was gemacht und das ist auch irgendwo notwendig. Aber es ist ja im Endeffekt genau das Gleiche, was wir jetzt halt weiter versuchen durchzuziehen. Und das Thema ist jetzt, wer weiß, wer als nächstes dann an die Macht kommt. Die meinen dann wieder irgendwas Neues machen zu müssen. Und da verpufft es von davor.
[00:40:06] Ich weiß nicht, ob sowas politisch möglich ist in Deutschland, aber man muss da so einen Grundsatz machen, den jetzt vielleicht jemand umsetzen kann. So ein Herr Merz setzt jetzt etwas um, sagt, das ist grundsätzlich so. Und die nächsten 18 Jahre dürft ihr, egal wer da kommt, ihr dürft es nicht anpacken. Wir müssen es jetzt die nächsten 20 Jahre durchziehen, weil nur dann rechnet sich. Und es gibt ja genügend schlaue Ökonomen, die das durchrechnen können. Wir haben unfassbar viel Zahlen. Wir haben Predictions, wo wir wissen, wie das Ganze sich verhält, die Bevölkerungssaal,
[00:40:35] was wir verdienen und so weiter und so fort. Das heißt, man könnte das hochrechnen. Dann müsste man sagen, und jetzt 20 Jahre lang Finger davon. Nur dann lohnt es sich. Und nur dann funktioniert es. Aber es ist halt ein blödes Politikum. Jeder meint sich da selbst etablieren zu müssen und die nächsten werden da wiederum fummeln dran. Und dann geht die Nummer halt auch nicht auf. Wenn man uns jetzt die letzten 40 Minuten uns zugehört hat, denkt man sich, naja, staatliche Rente? Eher nicht vielleicht. Wenn wir mal so ein bisschen den Blick rüberwerfen,
[00:41:05] dann in die Richtung private Altersvorsorge. Also schlussendlich kann man wahrscheinlich als Ergebnis rauskommen, es bleibt einem nichts anderes übrig, als sich mit der privaten Altersvorsorge zu beschäftigen. So wie du es ganz am Anfang ja auch schon gesagt hast, weil man einfach sieht, die staatliche, da kann was passieren, da kann was kommen. Aber die Frage ist, will ich mich darauf verlassen? Ja, wahrscheinlich nicht. Ich glaube, nach den 40 Minuten, wenn es da jeder zugehört hat, also super wäre, wenn alle 83 Millionen Bundesbürger, die gehört hätten,
[00:41:35] da wären wir uns relativ einig. Wir würden sagen, nee, nicht. aber klar, die private und das ist so spannend. Ich habe mir das mal gedacht, ich bin da auf eure Meinung gespannt. Ich persönlich glaube nämlich, es wird nämlich ganz viel über den Staat geschimpft und bla bla und so weiter und so fort. Der Staat, der sagt uns, wie wir unser Geld zu investieren haben. Der privilegiert uns in den Sachen, wo er sagt, die sich auch lohnen. Also überlegt mal, das ist zwar aktuell in der Schwebe, ob das noch so weiterhin ist oder nicht, aber Haltefrist Bitcoin,
[00:42:04] ein Jahr fucking steuerfrei. Edelmetalle, ein Jahr steuerfrei. Immobilien als Kapitalanjage, du kannst die Zinsen, du kannst alles absetzen nach zehn Jahren steuerfreier Verkauf. Aktien, nicht 50 Prozent Steuern und Abgaben, sondern 25 Prozent Kapitalertragsteuer. Also ich sage mal so, es ist jetzt nicht, es liegt schon auch an einem selbst, diesen Nutzen zu ziehen und diese Möglichkeit, zu nutzen,
[00:42:34] weil ich sage mal, der Staat privilegiert das ja schon und wenn man in viele andere Länder schaut, hast du diese Möglichkeiten nicht und diese Privilegien. Also wir haben einen Kumpel in England, der kann nichts absetzen von seiner Wohnung, die er da vermietet oder sonst irgendwas. Keine Zinsen, gar nichts. Und der kann auch nicht nach zehn Jahren steuerfrei verkaufen. Also von dem her, ich weiß nicht, was sagt ihr dazu? Das ist mir in den letzten Monaten irgendwann mal gekommen und dachte mir, ja, ja, eigentlich sagt der Staat uns, wo wir hin investieren müssen. Auf der einen Seite auf jeden Fall.
[00:43:03] Auf der anderen Seite sehen wir es gerade gerade im Bitcoin-Kontext halt sehr, ja, sehr deutlich, wie lange man sich darauf verlassen kann. Also sich jetzt nur daran auszurichten, ich glaube, aber hast du ja nicht gesagt, ich will dir auch keine Worte im Mund legen, sich jetzt nur daran auszurichten, ist wahrscheinlich riskant, aber sich daran zu orientieren, ist auf jeden Fall sinnvoll. Es setzt aber halt wieder voraus, dass du Spaß an dem Ganzen hast, dass man sagen kann, okay,
[00:43:32] wo kann ich denn steueroptimiert mein Geld anlegen, um möglichst viel rauszuziehen? Und das setzt ja wieder voraus, dass du überhaupt erst mal in der Situation bist, zu sagen, ich habe jetzt mehr als 150 Euro im Monat über, was mache ich damit? Und das ist halt das, was wir, Jonas und ich, aber die Bitcoin-Szene insgesamt halt kritisieren. So das Fiat-System, wie es gebaut ist, das kann man schon so spielen, dass man da auch seinen Nutzen rausziehen kann. Aber das setzt voraus, dass man in der
[00:44:01] entsprechenden Situation ist. Und das finden wir halt so schade, dass diese ganzen Regelungen, die es gibt, dass die halt letztlich immer die benachteiligen, denen es eh schon schlecht geht. Während man, wenn man ein anderes System bauen könnte, aber das können wir drei leider nicht, könnte man halt ein System schaffen, wo halt alle profitieren könnten. Aber um auf deine Frage Kapitalanlage zurückzukommen, wenn man sich mit Kapitalanlage auseinander ist, ist es schon sinnvoll, natürlich zu gucken, wo fällt denn wie viel Steuer an
[00:44:31] und wie lang muss ich warten, um gegebenenfalls sogar steuerfrei rauszukommen. Werbung Wir sprechen bei uns im Podcast hier immer wieder darüber, warum denn die Aufbewahrung bei Bitcoin so wichtig ist. Und für die sichere und langfristige Aufbewahrung eurer Bitcoin können wir euch die Hardwallet Bitbox02 aus der Schweiz empfehlen. Denn durch die einfache Handhabung, die nutzerfreundliche Bedienoberfläche, den hohen Wert auf Sicherheit und vor allem auch den sehr, sehr guten Support ist sie aus unserer Sicht für alle Einsteiger und Einsteigerinnen, aber auch Fortgeschrittene
[00:45:00] wirklich sehr zu empfehlen. Und mit unserem Code BTC Verstehen spart ihr 5% auf eure Bitbox02 oder Bitbox02 Nova. Und wenn ihr dann eure Sicherung, also die Wiederherstellungswörter eurer Bitbox vor Feuer, Wasser und anderen externen Faktoren schützen möchtet, können wir euch den Edelstahltresort von Cidor empfehlen. Auf diesen könnt ihr eure Wiederherstellungswörter einstanzen und sie dadurch langfristig schützen. Und auch bei Cidor könnt ihr mit unserem Code BTC Verstehen 5% sparen. Alle Informationen zur Bitbox
[00:45:29] und zu Cidor findet ihr auch in den Shownotes. Und nun wünschen wir euch weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Werbung Ende Du hast einen ganz wichtigen Satz gesagt und den möchte ich nochmal aufgreifen. Also ich kann ja nicht mehr eins zu eins zitieren, aber und da bin ich 100% deiner Meinung. Das Thema ist, wir geben in diesem Fiat-Geldsystem hast du nur die Möglichkeit mitzuspielen, wenn du schon Kohle hast. Sonst bist du fucking verloren.
[00:45:58] Du hast keine Chance. Und alles, aber vieles, was in der Politik passiert, das betrifft mich gar nicht. Ich ärgere mich nur darüber, dass die sowas machen, aber ich habe die Möglichkeiten, das zu umgehen. Dann habe ich auch noch Steuern und Wirtschaftsprüfung studiert, dann weiß ich sowieso, wie ich das machen muss. Aber derjenige, der den ganzen Tag arbeitet, der auf Schicht ist, der vielleicht zwei Jobs hat, der wird einfach nur ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und der hat auch gar keine Möglichkeiten,
[00:46:29] irgendwie dagegen zu wettern. Der hat auch keine Möglichkeiten, irgendwas auf die Seite zu legen, weil der einfach nur schauen muss, dass er mit seiner Family über die Runden kommt. Und das sage ich, das ist einfach ein Riesenfehler und da stellen sich alle hin und machen einen auf, wir sind so sozial und hier und da. Aber das ist einfach nicht sozial. Das ist einfach die völlige Verarsche. Und das geht mir so richtig gegen Striche und ich habe das heute mit meinem Dad heute Mittag, waren wir gerade Mittagessen, haben wir genau das Gleiche besprochen. Ich sage jetzt nicht das Wort, das ich da gesagt habe, aber die machen diejenigen,
[00:46:59] die es sowieso schon nicht verdient haben, die werden immer nochmal richtig herangenommen. Das ist unglaublich. Wie Manuel gerade schon angesprochen hat, wir sehen das ja bei Bitcoin so besonders, weil wir halt dieses Thema mit der Haltefrist sehr gut beleuchten gerade und da ist ja genau das, die Aussagen der Politik ist vor allem, wir wollen die Kriminellen verfolgen, die Reichen, da machen Leute, es gab Aussagen, dass Bitcoin dürfen ja nur Leute kaufen, die Geld haben, wo ich mir denke, wir wissen ja selber, es gibt Menschen, die haben einen Sparplan, die fangen bei 50 Euro pro Monat an, die wirklich
[00:47:29] Dinge zusammenkratzen, ich möchte jetzt diesen Monat noch einen gewissen Teil zurücklegen und habe mich dafür für Bitcoin entschieden, was ja erstmal schon eine krasse Entscheidung ist überhaupt. Und dann kommst du aber dahin, dass auch diese Aussagen kommen, ja, nee, das geht ja jetzt nicht, weil wir müssen die großen stoppen, das sind die bösen. Und wer am Ende aber in die Röhre guckt, sind wiederum dann die Kleinsparer, die vielleicht so 100, 150 Euro vielleicht angespart haben pro Monat, die müssen wir dokumentieren, wo es herkommt. Wenn das nicht dokumentiert, deswegen der Steuer, bist du wiederum auch blöd dran. Den Steuerberater,
[00:47:59] die Steuerberaterin, kannst du dir aber mit 150 Euro im Monat nicht leisten, die dir nachher wiederum die Dokumentation darstellt. Und das ist halt das Schade, weil du willst dir etwas tun, du willst dir selber aktiv werden und gleichzeitig wird dir aber wiederum direkt der Knüppel zwischen die Beine geworfen und sagt, halt, stopp, du bist ja irgendwie falsch dran. Und deswegen haben wir so zwei gegenteilige Züge, wenn wir bei Bitcoin mal bleiben, hast du auf der einen Seite, die gesetzliche Rente wird immer schlechter, die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in der Gingelungen Generation am Ende davon profitiert, ist sehr gering. Auf der anderen Seite werden die Dinge, die du selber machen kannst,
[00:48:28] immer negativer dargestellt. Also du bist bei Bitcoin geblieben mit der Haltefrist. Obwohl ja auch schon, kann man ja auch sagen, das Ding, die 150 Euro, die ich in Bitcoin investiere, sind ja auch schon versteuert worden durch mein Einkommen. Das ist ja auch schon eine Thematik, wo man sagen kann, warum muss ich es nochmal machen? Und das ist halt das, was so schade ist. Und die meisten wollen ja Bitcoin nicht nur ein Jahr kaufen, sondern sie wollen vielleicht auch zehn Jahre halten. Dann mach doch das Ding so, dass du halt nach zehn Jahren von mir aus das verkaufen kannst. Wir haben Immobilien auch, aber derzeit sieht es genau in die andere Richtung aus. Und das macht es halt, wie du gesagt hast, ein bisschen so wütend,
[00:48:58] wo du sagst, was ist die Idee dahinter? Und das ist halt einfach schade. Das ist Klassenkampf, meiner Meinung nach. Das ist Klassenkampf, der da geführt wird. Man hat dann immer irgendeine Symbolik. Das ist der reiche Bitcoin-Besitzer, der Milliardär, der da mal irgendwann 5.000 Euro reingepackt hat und jetzt hat er Milliarden. Also erstens, bestimmt gibt es da welche, aber die sind nicht mehr in Deutschland, schon lange nicht mehr. Und zweitens, es könnte doch dem Staat
[00:49:27] nichts Besseres passieren, als wenn Bitcoin durch die Decke geht. So richtig durch die Decke. Weil, ich weiß nicht, wie viele Leute in Deutschland haben denn Bitcoin? Wisst ihr das? Ich habe keine Ahnung. Es gibt Chats Schatzung. Ich glaube, es gibt maximal 5 bis 6 Millionen, aber ich finde das wesentlich weniger auf jeden Fall. Aber wir wissen es. Ich glaube, Bison, hat auch der Jens in einer der letzten Folgen gesagt, Bison hat, glaube ich, eine Umfrage gemacht und die kam so auf 7 bis 8 in Deutschland.
[00:49:56] Aber ich finde es ziemlich viel. Sagen wir rund 10 Prozent ist nicht so schlecht. Finde ich auch gut. Und jetzt überleg mal, das geht richtig durch die Decke. Dem Staat könnte nichts Besseres passieren, weil er eine Gruppe von Menschen kann er schon mal gedanklich abhaken und die muss er sich nicht mehr kümmern. Dem muss er keine Sozialleistungen geben, keine Sozialtransfers oder sonst irgendwas. Die sind durch. Was Besseres könnte es doch gar nicht geben. Aber der Gedanke wird einfach falsch angesetzt.
[00:50:26] Man möchte schon im Keim ersticken irgendwie. Manchmal kommt es mir so vor, das ist immer eine wilde Verschwörungstheorie, aber die haben aktuell so eine geringe Halbwertszeit irgendwie, die Verschwörungstheorien. Aber mir kommt es so vor, als würde man die Leute immer mehr in die Abhängigkeit bringen. Immer weniger selbst in die finanzielle Freiheit bringen, weil je abhängiger die von mir sind, umso höriger sind sie, dann können die auch nicht aufbegehren, weil die brauchen ja
[00:50:56] die Transferleistungen, die brauchen den Wohnungszuschuss, die brauchen die gesetzliche Rente und die brauchen die Förderung im Altersvorsorgedepot. Also sind die dann ganz entspannt alle miteinander. Wie gesagt, wilde Verschwörungstheorie, aber wenn man objektiv draufschaut, kann es einem schon so vorkommen, als dass das irgendwie ein Teil des Themas ist. Ja, den Eindruck kann man schon gewinnen, vor allem wenn es wirklich darum ginge, die Leute letztlich im Alter abzusichern, dann ist es so, wie du sagst, sollte der Staat damit an sich
[00:51:25] kein Problem haben, wenn es die Leute gibt, die halt über Bitcoin recht wohlhabend geworden sind. Auch die ganzen kleineren, die jetzt nicht irgendwie Millionen oder noch mehr damit verdient haben, auch denen hilft es ja. Davon abgesehen, war der Staat auch nicht da, als die Verluste dann zu tragen waren und jetzt, wo es sich halbwegs etabliert im Mainstream, jetzt fühlt es sich so an, als wollte man die Hand aufmachen und das ist schon irgendwie, also ich finde es verständlicherweise
[00:51:55] nicht so gut. Richtig guter Punkt, weil eigentlich müsstest du ja sagen, ja gut, wenn ihr mich jetzt hier besteuern wollt, auf mein bestehendes Depot, dann würde ich aber gerne aus der Vergangenheit auch vielleicht Verluste, die ich realisieren musste irgendwann mal, die möchte ich dann aber auch erstmal gegenrechnen können. Wäre ja nur konsequent, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das in die Umsetzung kommt. Aber richtig, habe ich noch gar nicht dran gedacht, aber stimmt, ja, richtig gut. Vor allem ist es ja auch, weil du gerade eben angesprochen hattest, wo die Punkte hingehen,
[00:52:24] wenn man das Thema noch ganz kurz anbricht, das ist ja auch das Thema, warum zum Beispiel Gold mir da reingenommen wird, das ist ja auch so eine Thematik, weil du gerade eben angesprochen hast, Gold ist immer noch nach einem Jahr Haltesfrist, darüber spricht niemand, das interessiert aber auch niemand. Komischerweise Bitcoin wird angegriffen, weil es das kleinste ist wahrscheinlich auch, aber es ist halt, wenn man das mal so zusammenfasst, ist wirklich schwierig irgendwie darzustellen, warum man Menschen privat quasi nicht, ich sage jetzt mal, gönnt, dass sie das selbst aufbauen. Weil du kannst ja auch noch weiter treiben, wenn du mit Bitcoin Geld gemacht hast oder mit anderen Anlagemöglichkeiten,
[00:52:54] hast du mehr Möglichkeiten, noch Geld wieder auszugeben. Das heißt, auch wieder Steuereinnahmen für den Staat. Es gibt weniger Menschen, die vielleicht gehen würden, weil sie sagen, ich bleibe lieber hier, ist doch alles gut in Deutschland. Und da gehe ich voll mit dir, dass das eben da eine Thematik ist, dass da teilweise ein bisschen was ausgebremst wird. Also für mich passt, teilweise Dinge nicht zusammen. Auf der einen Seite wollen sie Leute haben, die normal überleben können, ohne den Staat vielleicht. Auf der anderen Seite willst du es aber ausbremsen. Und da bin ich gespannt, wie es in Zukunft weitergeht. Da bin ich auch dann gespannt, wie wir dann in vier, fünf Jahren
[00:53:23] in einer Podcast-Folge drüber reden werden. Ja, ja, ja. Man ist immer, weißt du, das ist immer, wenn man so drüber redet, denkt man sich immer, verdammt, da läuft schon einiges schief. Und gleichzeitig glaube ich, dass wir aber in Deutschland wirklich, wir geben schon Gas.
[00:54:08] also wir wollen auch. irgendwas anderes, irgendein Scam schon Teufelszeug ist. Aber ich glaube, und das habe ich jetzt schon ein paar Mal gesagt, bitte liebe Politiker, traut uns doch noch mal ein bisschen was zu. Aktuell ist es so, man wird so windelweich verpackt und gesagt, ah, der depperte Bürger, dem machen wir kaum mal alles vor, betreutes Denken. Aber ich glaube, dass, wie gesagt, ein Großteil der Bevölkerung würde auch, was wir vorhin schon gesprochen haben, die würden auch das Risiko
[00:54:36] in Anführungszeichen eingehen. Also das ist, glaube ich, gar nicht so das Thema. Ich glaube, das ist auch immer eine Sache, die so uns, die so vorhergeschoben wird, dieses Risikothema und diese Risikoaversion. Aber ich glaube schon, dass gerade die jüngere Generation, die hat da gar keinen Stress damit. Die haben da keinen Stress damit. Hey, rein damit und auf Dauer wird das sinnvoll sein und wird das eine ordentliche Marge machen. Und wenn, und das ist ja das Nächste, wenn uns das Fiat-Geldsystem kollabiert,
[00:55:06] bin ich fein raus. Dann bin ich fein raus. Da habe ich mein Gold, da habe ich meine Bitcoin, da habe ich meine Aktien, die haben immer einen gewissen Gegenwert in der dann bestehenden Währung. Wenn ich aber in dem Euro bin und der mir irgendwann um die Ohren fliegt oder wegschmilzt wie das Eis in der Sommersonne, weil die Inflation so hoch ist, dann habe ich halt ein Thema. Und dann kann ich das Fiat-Geldsystem halt einfach nicht mehr spielen. Da kommt es an die Grenzen. Du bist ja Bitcoin recht aufgeschlossen gegenüber, bist dabei gleichzeitig nicht in der Bitcoin-Blase drin.
[00:55:36] Wie bewertest du denn Bitcoin? Du hast es ganz selbstverständlich in einem Satz gesagt, Bitcoin, Aktien, Gold. Hast du so gesagt, als wenn du sagen würdest, natürlich brauche ich Luft zum Atmen. Wie bewertest du Bitcoin jetzt aus deiner auch professionellen Sicht hinsichtlich Altersvorsorge? Also mir ist da gerade eine Person in den Kopf gekommen, das ist mein Vater. Und mein Vater hat Bitcoin mittlerweile. Oh wow. Ja. Und der hat immer zu mir gesagt, so bin ich aufgewachsen, hat immer gesagt,
[00:56:05] mach nie, was du nicht verstehst. Mach das einfach nie. So. Und wenn ich meinen Vater sehe, der in seinem Portfolio Bitcoin hat, meine Mutter glaube ich nicht, das weiß ich nicht, keine Ahnung, aber er hat die und er hat gutes Geld damit gemacht. Er hat einfach keine Ahnung gehabt und hat irgendwann gesagt, ja, ich habe Bitcoin gekauft und so weiter und so fort. Er hat wirklich gutes Geld damit gemacht. Dann gehört sich das, also es gehört für mich wie wirklich in eine Reihe der Investments rein. Also das ist gar keine Frage.
[00:56:35] Und das ist auch mittlerweile gar keine Frage mehr. Wenn ich auf dem Stand gewesen wäre, wo ich jetzt heute bin, was das Thema Bitcoin angeht, vor fünf, sechs Jahren, dann hätte ich das gleich auch schon vor fünf, sechs Jahren gesagt. Und ich habe damals Leuten zugehört, die gesagt haben, kauf bei 13.000 oder sonst irgendwas. Ich habe auch schon 2018 jemanden bei mir am Tisch gehabt, der gesagt hat, Früchte, kauf. Und da waren es, keine Ahnung, acht, neun oder sowas.
[00:57:06] Und wie gesagt, das hat durchaus, also es muss ein Teil des Portfolios sein, meiner Meinung nach. Und genau wie alle andere Asset-Klassen auch, muss ich dann für mich selber entscheiden, wie ich es gewichte. Aber ein Teilbereich davon ist es allein schon deswegen, weil ich mich eben von dem Fiat-Geldsystem absichern muss. Unabhängig vom Renditeaspekt. Also Bitcoin und Gold sind für mich zwei Asset-Klassen, wo ich nicht drauf schaue, wie die Rendite ist.
[00:57:35] Das ist für mich einfach nur Sicherheit. Mehr nicht. Und ja, also von dem her definitiv Teil davon. Das ist echt wirklich stark. Und da würde mich interessieren, deine Meinung. Ich meine, du hast ja auch Einblicke in eure Kundenstamm. Und wir hatten vor ein paar Wochen eine Umfrage gemacht bei unseren Zuhörern und Zuschauern. Und da waren über 40, ne, doch über 40 Prozent war über 54 Jahre alt. Also eher eine etwas ältere Generation, sage ich mal. Hast du das Gefühl, dass es da Unterschiede gibt zwischen gerade diesen Generationen
[00:58:04] wie deinem Vater jetzt zum Beispiel und den jüngeren Generationen, wie die auf Geld schauen, Investments? Boah, ja, glaube ich schon. Ich glaube schon noch, dass die Generation von meinem Vater, der ist jetzt, darf ich das sagen? Ja, ich habe es einfach gesagt. Vater, der ist jetzt 63 und die sind natürlich anders aufgewachsen. Das ist gar keine Frage. Also das ist ja auch so ein bisschen die Wohlstandsverwahrlosung
[00:58:33] in unserer Gesellschaft. Und wenn ich höre, wie mein Papa oder meine Mama aufgewachsen sind damals, da war das ja, da war das normal, dass da gespart wird. Da gab es, die Kneipe gibt es noch bei meiner Mama in Österreich. Da konnte man am Eingang Geld in die jeweiligen Fächer der Familie reinwerfen und da ist der Opa immer reingegangen und hat halt Geld reingeworfen. So, und dann war da irgendwie, war da Geld dann zusammen. Und die jüngere Generation, ich sehe das schon, auch jetzt bei meinen Azubis oder sowas, da ist dieses Sparthema,
[00:59:04] das ist eigentlich gar nicht mehr so da. Aber klar, weil, überleg mal, wir hatten eine Nullzinsphase, da wurde uns das Sparen abtrainiert, weil es ja eigentlich quasi sich nicht mehr gelohnt hat, das klassische Sparen. Und jetzt sind wir direkt nahtlos übergegangen in eine Zeit, wo du die Kohle nicht mehr hast, zu sparen. Also viele Leute zumindest, weil einfach alles so teuer geworden ist. Und man verlernt sowas auch. Also ich kann mir schon vorstellen, dass eine Generation das Sparen verlernt, einfach deswegen, weil sie sagt, hey, hinter mir die Sinnflut, ich kriege keine gesetzliche Rente
[00:59:34] mehr irgendwann und so weiter. Deswegen schaue ich jetzt, dass ich das beste Leben habe und später, und das ist ja ein Thema, was mir schon Gedanken macht, später wird schon Papa Staat sich irgendwann um mich kümmern, wenn ich dann wirklich nichts mehr haben sollte. Also ich glaube schon, da gibt es schon einen Unterschied, ja. Ja, wenn ich, ich sage mal, mit Leuten zwischen 25 und 35 spreche, da habe ich auch den Eindruck, dass so ein bisschen auch Resignation mittlerweile sich breit gemacht hat, weil man natürlich weiß, ich müsste eigentlich,
[01:00:03] das mit der Rente, die ist auf der einen Seite weit weg, auf der anderen Seite weiß ich, so furchtbar viel wird nicht mehr rumkommen, aber gleichzeitig sieht man auch, irgendwie alles wird teurer. Ich kann vielleicht noch in Urlaub gehen, vielleicht zweimal im Jahr sogar, wenn es relativ gut laufen sollte und dann darüber hinaus noch was zur Seite zu legen, ist halt schon schwierig, weil die Leute ja dann natürlich auf den Konsum im Jetzt verzichten müssen und da habe ich den Eindruck, dass die Leute halt nicht sehen, was möglich ist mit beispielsweise 100, 150 Euro.
[01:00:32] Da muss man jetzt auch nicht irgendwie Luftschlösser bauen, man wird da nicht steinreich mit, aber es ist doch so, dass es halt spürbar reicht. Und wenn wir das nehmen auf der einen Seite und das, was du vorhin gesagt hast, dass du bei der IHK auch Vorträge hältst und dann selbst gesagt hast, dein 20-jähriges Ich, das hat das alles nicht so furchtbar interessiert. Wenn du jetzt zurückspringen könntest zu deinem 20-jährigen Ich, was glaubst du, wie müsstest du
[01:01:01] dein 20-jähriges Ich ansprechen, dass der junge Felix rauskommt und sagt, ey, der Opa, der da gerade kam, der hat recht. Der Opa müsste mir wahrscheinlich, der müsste mir, das müsste ein Hellseher gewesen sein, der hat gesagt, Früchtl, wenn du das Geld heute da rein investierst, hast du mit 32 die Kohle. Ich wäre einfach mit 20, hätte ich wahrscheinlich, hätte mir wahrscheinlich einfach nur das viele Geld, das ich gemacht hätte, das ich hätte machen können. Das hätte mich wahrscheinlich bewegt,
[01:01:30] wenn ich ehrlich bin. Also das wäre wahrscheinlich der einzige Punkt gewesen. Also jemand hätte gesagt, Früchtl, wenn ich jetzt, mein 20-jähriges Ich überlege, wenn mir wer gesagt hätte, pack mal dein Geld, das du da hattest, das bisschen, pack das mal in Bitcoin, weil im Jahr 2026 wirst du so und so viel Kohle damit machen, dann hätte ich das gemacht. Wobei ich auch da nicht sicher bin, weil wahrscheinlich der Studentenabend, in dem man mal 50 Euro in der Bar gelassen hätte, der wäre wahrscheinlich interessanter gewesen, einfach in dem Moment. Und da sind wir wieder bei dem, was du,
[01:02:00] Manuel, vorhin gesagt hast, dieser lange Zeitraum. Und unsere Gesellschaft, das darf man ja auch nicht vergessen, in einer Zeit, wo du jederzeit jede Information bekommst und voll geflutet wirst und auch, wir sind einfach so ungeduldig geworden. Also das merke ich ja an mir selbst. Du hast zu nichts mehr Geduld. Du musst irgendwo drei Minuten auf den Zug warten. Was machst du? Packst das Handy aus und kriegst so viele Informationen, wie vor 20 Jahren die Leute in der Woche nicht bekommen haben. Und dann sagst du dem, ja,
[01:02:30] jetzt leg mal 20-jähriger Felix, leg mal Geld auf die Seite und irgendwann, wenn du alt bist, dann kriegst du Kohle raus. Dann sagt er, ja, genau. Also ich glaube, klar, in der Theorie wäre das schlau gewesen, aber ich glaube, in der Praxis muss man da ehrlich zu sich sein, wäre das wahrscheinlich nicht geschehen. Ich glaube, das ist ein gutes Abschlusswort für unser Gespräch, dass man einfach, man muss auf der einen Seite, muss man geduldig bleiben, aber wir wissen, es ist unfassbar schwierig, da jetzt im Moment auch drauf hinzugehen und das auch zu machen,
[01:03:00] insbesondere mit dem Thema Rente, weil das Ganze 30, 40 Jahre in der Zukunft liegt. Aber wir haben jetzt gelernt, Felix, ich glaube, gesetzliche Rente, um das zusammenzufassen, sehr schwieriges Thema, drauf verlassen, noch risikoreicher. Man sollte auf jeden Fall, das hattest du, ich glaube, in den letzten zwei Folgen mit uns auch schon gesagt, auf jeden Fall privat vorstreichen. Wie das nachher aussieht, das ist jetzt Gold, das ist Bitcoin, Aktien und Co., das ist ein anderes Thema, aber ich glaube, der wichtigste Schritt ist überhaupt zu verstehen, hey, wenn du, in Deutschland lebst und dich nicht auf die gesetzliche Rente verlassen willst, was du auch nicht machen solltest,
[01:03:30] solltest du dich damit beschäftigen und selbst aktiv werden. Wie es am Ende aussieht, anderes Thema, aber es ist auf jeden Fall sehr, sehr gut, das zu tun. Deswegen, Felix, vielen, vielen Dank, dass du wieder da warst. Wir freuen uns auch darauf, dass du hoffentlich bald, spätestens nächstes Jahr wieder dabei bist. Dann schauen wir uns zurück, was denn so passiert ist und deswegen vielen, vielen Dank. Danke euch beiden, es hat mir wirklich Spaß gemacht. Danke für das nette und tolle Gespräch. Auch von meiner Seite vielen Dank, ist immer cool mit dir. Es ist einfach eine coole Art, Informationen rüberzubringen. Macht immer großen Spaß.
[01:04:00] Bis zum nächsten Mal. Mach's gut. Danke, ciao. Bis dahin. Ciao. Ciao. Ciao. Ciao.

