Episode 316 - Mit Null sterben: Bitcoin ausgeben für ein erfülltes Leben. Buchbesprechung „Die with Zero"
Bitcoin verstehen31. Mai 20261:06:15

Episode 316 - Mit Null sterben: Bitcoin ausgeben für ein erfülltes Leben. Buchbesprechung „Die with Zero"

In dieser Folge sprechen wir über das Buch „Die with Zero" von Bill Perkins und was es für Bitcoin-Sparer bedeutet.

Bill Perkins argumentiert, dass das Ziel eines erfüllten Lebens nicht die Akkumulation von Vermögen ist, sondern das Sammeln von Erlebnissen und Erinnerungen. Geld – und damit auch Bitcoin – ist ein Werkzeug, kein Ziel. Wer mit einem vollen Wallet stirbt, hat nach Perkins Lebenszeit gegen Geld getauscht, das er nie genutzt hat.

Wir diskutieren die Kernthesen des Buches, ziehen den Bogen zu Bitcoin und fragen uns: Wann ist der richtige Zeitpunkt, seine Bitcoin auszugeben? Wie plant man ein Leben zwischen Sparen und Genießen? Und was bedeutet es, mit Null zu sterben – auch wenn man in Bitcoin denkt?

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📋 TIMESTAMPS

(00:00:00) Einleitung

(00:02:45) Wofür sparen wir überhaupt Geld?

(00:06:27) Erlebnisse pro Altersabschnitte

(00:11:33) Geld sparen vs. Lebenszeit

(00:22:37) Erinnerungsdividenden

(00:26:36) Wieso man im Alter weniger Geld benötigt

(00:30:39) Vererben & Spenden

(00:32:46) Lebenszeit richtig nutzen

(00:44:42) Ab wann sollte man sich etwas gönnen?

(00:51:35) Bitcoin für ein erfülltes Leben?

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🎵 MUSIK

[00:00:06] Hallo zusammen, diese Podcast-Folge haben wir letzte Woche im Rahmen eines YouTube-Livestreams auf unserem Kanal aufgenommen und wir haben über das Buch Die with Zero von Bill Perkins gesprochen und wie wir das Ganze auf Bitcoin übertragen können. Wenn ihr das nächste Mal dabei sein möchtet, wenn wir wieder so einen YouTube-Livestream veranstalten, denn am Ende konntet ihr nämlich uns dann auch noch verschiedene Fragen zum Buch beispielsweise stellen, dann abonniert gerne unseren YouTube-Kanal, dann werdet ihr automatisch benachrichtigt, wenn wir mal wieder einen YouTube-Livestream veranstalten oder

[00:00:36] folgt uns auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen wie beispielsweise Twitter, Instagram oder LinkedIn oder tragt euch in unsere Newsletter ein, dann werden wir euch immer wieder aktuell benachrichtigen, wenn wir wieder mal einen Livestream veranstalten auf YouTube. Und ansonsten wünschen wir euch natürlich jetzt viel Spaß mit unserer aktuellen Podcast-Folge. Genau, Jonas hat es ja gesagt, Die with Zero, wir haben es ja schon gezeigt, darum soll es gehen. Der Titel, ja, legt ja schon die Vermutung da, es geht darum, dass man mit Null sterben soll.

[00:01:04] Ich würde mal kurz die Idee umreißen. Im Endeffekt geht es nach dem Autor darum, ein maximal erfülltes Leben zu leben. Und das wiederum heißt, man sollte bestrebt sein, die Verschwendung von Lebenszeit zu reduzieren. Und er sagt, jeder Euro auf dem Konto oder in unserem Fall jeder Bitcoin in der Wallet, den man hat, wenn man stirbt, ist letztlich ein Konto, den man verdient hat mit Zeit.

[00:01:32] Und diese Zeit ist vergebens aufgebraucht, wenn man den Euro nicht auskostet. Das heißt, das Ziel muss sein, mit einer Null auf dem Konto zu sterben oder mit einer Null im Wallet zu sterben. Und er sagt, das Ganze gilt auch, wenn man Kinder hat. Also es gilt auch dann, wenn man daran denkt, es gibt Nachfahren und man muss das Geld ja weitergeben oder man kann ja auch Vermögen schaffen für zukünftige Generationen.

[00:01:58] Insofern ist das ein ganz interessanter Gedanke. Und sein Ziel ist halt, nicht das Leben für Geld zu opfern, sondern das Geld wieder zu verwenden, um Erinnerungen zu schaffen, um Erlebnisse zu kreieren. Weil das ist letztlich das, um was es geht. Wir leben häufig danach, möglichst viel zu akkumulieren, aber es geht halt darum, möglichst viele Ereignisse, möglichst viele Erinnerungen zu sammeln.

[00:02:23] Das ist so die Grundidee. Ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Also bei den ersten Seiten habe ich mir gedacht, okay, abgefahrener Gedanke, aber dann letztlich auch nachvollziehbar. Genau. Also ganz wichtig dabei ist, man muss wissen, wer es ist. Also Bill Perkins ist schlussendlich ein Milliardär. Das muss man sich vorher schon mal festlegen. Also wir sprechen hier von jemandem, der das Buch geschrieben hat, der jetzt nicht der klassische 40-Stunden-arbeitende Mensch ist, sondern wirklich, er hat schon sein Geld gemacht.

[00:02:51] Der hat einen Hedgefonds. Er ist sogar ein Pokerspieler, ein ziemlich berühmter. Das muss man sich manchmal so ein bisschen im rühnen Hinterkopf behalten. Das muss man, glaube ich, wissen. Und was ich so schön finde, dass er mit seinen Thesen und seinen Dingen teilweise echt aneckt. Also es sind ein paar Grundgedanken dabei, die, glaube ich, viele Menschen ein bisschen vor den Kopf stoßen, weil sie gegen den ganzen Strom schwimmen, was wir sonst so haben. Also mit diesem klassischen Altersvorsorge. Man geht mit 65, 70 in Rente. Dann macht man die Dinge, man machen möchte. Und da geht das Ganze ein bisschen anders an.

[00:03:20] Und ich glaube, es ist ganz interessant, sich das einfach mal anzuschauen. Also ganz wichtig ist es keine Anleitung, irgendwie sein Leben zu leben, sondern es geht darum, eher ein paar Gedankengänge zu haben, ein paar Grundgedanken zu haben in die Richtung, wie gehe ich mit meinem Geld um? Wie spare ich das Ganze an? Und vor allem auch mit Bitcoin im Hinblick. Naja, ganz viele sagen, Bitcoin nehme ich so viel mit wie möglich. Ich trage keine Unterhose mehr quasi, ich kaufe keinen Stuhl mehr und so weiter und verkaufe niemals meine Bitcoin.

[00:03:44] Deswegen ist es gar nicht so schlecht, mal darüber nachzudenken. Und wir haben uns, glaube ich, jetzt wieder vier, fünf eigene Aussagen bzw. Punkte rausgenommen, die wir ganz spannend fanden, als wir das Buch gelesen haben. Dann kannst du gerne anfangen mit deinem ersten Punkt. Es ist wieder so wie das letzte Mal, wie bei den letzten Buchbesprechungen. Wir wissen jeweils nicht, was der andere sich rausgesucht hat. Schauen wir mal. Genau. Ich habe mir als ersten Punkt rausgeschrieben, als Überschrift, Geld ist kein Werkzeug oder andersrum, besser, sorry, ich falle nochmal an.

[00:04:11] Geld ist ein Werkzeug und kein Ziel. Denn ganz viele Menschen sparen sich gewisse Beträge an und sagen, ich möchte unbedingt Millionär werden, dann habe ich es geschafft. Aber seine These, die von Bill Perkins, also dem Autor des Buches ist, dass das Leben nämlich eine Summe von Erfahrung ist und kein Kontostand.

[00:04:30] Weil er sagt, ganz viele Menschen gehen arbeiten, um Geld zu verdienen, sie sparen Geld an, investieren natürlich auch, um irgendwie für die Zukunft dann teilweise plus eine staatliche Rente, wenn man sie noch bekommt, dass man dann eben etwas damit anfangen kann.

[00:04:43] Und seine These ist und ja eine quasi fast schon makabere Frage dahinter ist dann immer, was passiert denn, wenn dieser Zeitpunkt, den man woraufhin hinspart quasi, den du niemals erlebst, weil du entweder früher stirbst oder weil deine Gesundheit oder die Möglichkeit, die Dinge zu erfüllen, die du machen möchtest, gar nicht erreichen kannst. Und leider ist es statistisch so gesehen, dass wir morgen vom Auto überfahren werden könnten oder dass man mit 70 eben nicht mehr die Gesundheit hat, zu reisen, so wie man zum Beispiel möchte.

[00:05:12] Und deswegen sagt er, es geht gar nicht darum, dieses Geld immer anzusparen, sondern es geht eher darum, sich ein erfülltes Leben jetzt im Hier und Jetzt schon so darzustellen, wie du gerade eben angesprochen hattest, dass man eben den Balance findet zwischen, ich spare für die Zukunft, aber versuche auch jetzt hier schon mein Geld so auszunutzen und zu verwenden, um ein erfülltes Leben wiederum zu führen, wie auch immer ein erfülltes Leben aussieht.

[00:05:37] Da kommen wir glaube ich nachher auch noch ein bisschen dazu. Und deswegen ist es einfach ein wichtiger Punkt, den ich mir rausgezogen habe, ist, viele Menschen gehen arbeiten hier im Jetzt für ein Leben in der Zukunft, aber die meisten wissen gar nicht, mit welchem Plan und welchen Hintergrund die das eigentlich machen würden. Und das finde ich einen Punkt, den ich erstmal so aufmachen würde. Und da können wir darüber sprechen, ob das gut oder schlecht ist und wie man da weitergeht, aber das war für mich so die Grundthese, die Grundaussage des ganzen Buches erstmal.

[00:06:02] Ja, das passt zu einem Gedanken, den ich mir rausgezogen habe. Ich habe mir, das ist nicht seine Überschrift, das ist meine Überschrift, lass es früher krachen, weil wir halt häufig im Endeffekt denken, man hat ewig Zeit für alles. Und mir ist es in einem unserer letzten Podcasts aufgefallen, dass du auch gemeint, wir sind Ende 20, Anfang Mitte 30, je nachdem wie man es sieht.

[00:06:24] Und da sieht man ja auch an uns, die Zeit geht vorbei. Also wir sind auch mittlerweile Mitte 30, nicht mehr Ende 20 oder Anfang 30 und die Zeit geht halt einfach vorbei. Und ehe man sich versieht, ist man vielleicht Mitte 40, 50 und stellt dann fest, ich konnte dieses oder jenes gar nicht mehr machen. Also alles hat eben seine Zeit.

[00:06:47] Möglicherweise ist man irgendwann das letzte Mal Skifahren gewesen. Ich kann nicht mehr fliegen, um mir exotische Orte anzuschauen. Ich kann vielleicht nicht mehr mehr längere Strecken im Auto fahren. Und die Freude, dass er doch einfach nach an gewissen Aktivitäten. Bungee Jumping, Fallschirmspringen geht vielleicht irgendwann nicht mehr. Deshalb einfach früher damit anfangen. Das ist ja so seine Intention. Ihm ist aber wichtig, dass man dann nicht in so einen ungesunden Konsum rüber wechselt.

[00:07:12] Und es gibt es ja auch sehr viel, da kommen wir auch später noch drauf zu sprechen, dass es genug Leute gibt, die gar nicht fürs Alter vorsorgen. Darum soll es auch nicht gehen. Ihm geht es eher darum aufzuzeigen, dass man hier dazu neigt, viel zu viel zurückzusparen für später. Und dann möglicherweise Erfahrungen gar nicht mehr machen kann, die man eben in jüngeren Jahren hätte machen können. Genau. Da kann ich nämlich dann den nächsten Schritt, oder den nächsten Abschnitt schon hinzufügen.

[00:07:40] Wir können nachher auf jeden Fall noch in so einen Bogen zu Bitcoin spannen, weil dann wird es glaube ich ganz interessant. Weil er im Buch nie über Bitcoin schreibt, aber man in so Zwischenzeilen immer so kleine Verbindungen bringen kann zwischen Ah, da musst du übrigens mal Bitcoin nachdenken oder auch das Thema Geld an sich, Inflation. Da können wir glaube ich am Ende nochmal ein bisschen genauer drüber sprechen dann. Ein Abschnitt oder ein Kapitel, was ich sehr interessant fand, war dabei nämlich dann, weil du gerade angesprochen hattest, Bungee Jumping können wir vielleicht jetzt noch machen, aber ich glaube mit 80 wird keiner mehr von uns.

[00:08:05] Bungee Jumping machen, also ich hoffe, dass wir es machen könnten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir das tun, ist halt einfach wesentlich geringer. Und was er sagt, er beschreibt das so ein bisschen als Erlebnisse pro Altersabschnitt. Er sagt zum Beispiel, dass Banken, Versicherungen, Medien, die Gesellschaft gaugen uns ja immer irgendwie vor, dass wenn wir in Rente gehen, dann kann ich all das machen, was ich möchte. Wir kennen ja diese ganzen klassischen Werbeclips, wo dann das ältere Ehepaar gemeinsam auf Strand handhaltend entlangläuft,

[00:08:33] entlangläuft, ein Sonnergang und dagegen und die Richtung, jetzt können wir uns zur Ruhe setzen, jetzt ist der Ruhestand da, jetzt können wir machen, was wir wollen. Das Problem ist aber, erstens wie gesagt, was passiert, wenn dieses irgendwann nie kommt, weil ich es erst gar nicht erreiche. Das heißt, ich habe mein Leben lang gearbeitet, quasi für nichts, weil ich es nicht mehr tun kann. Oder es ist einfach zu spät, weil dieses Ehepaar, was am Strand entlangläuft, eben die Dinge nicht mehr machen kann, die sie gerne machen würde. Und er hatte dann, ich habe da ein Zitat rausgeschrieben, gesagt,

[00:09:01] wenn das Ende naht, fangen wir plötzlich an zu denken, was zum Teufel mache ich eigentlich? Warum habe ich so lange gewartet? Bis dahin gehen die meisten von uns durchs Leben, als hätten wir alle Zeit der Welt. Genau das, was du gerade angesprochen hattest, dass man sich denkt, das mache ich alles später und das wird schon. Und wir denken nie darüber nach, also wir Menschen denken relativ selten darüber nach, was unser eigener Tod eigentlich bedeutet, wann der kommt. Und genau darauf möchte Bill Perkins in dem Buch auch hinweisen, auch wenn er sagt, das ist eine sehr, sehr schwierige Frage,

[00:09:30] aber man sollte sich darüber nachdenken, um einfach so ein bisschen mehr reinzukommen, was passiert eigentlich mit meinem Leben gerade? Und dann gibt er nämlich einen wunderbaren Punkt, nämlich es gibt einfach Erfahrung im Leben und Dinge, Aktivitäten, die man nur an gewissen Zeiträumen machen kann. Beispielsweise, weil sich die Umstände verändern, beispielsweise Dinge, die man unwiederbringlich nicht wieder zurückholen kann. Das klassische Beispiel ist, ich kann nie wieder meinem Kind Fahrradfahren beibringen. Das kann ich genau einmal im Leben machen. Da kann ich Millionen zahlen, das kriege ich nicht wieder zurück zum Beispiel.

[00:10:00] Oder kann ich, ich kann durch Thailand reisen mit dem Rucksack, das werde ich vielleicht mit 25 machen, aber mit 75 kann ich es nicht mehr machen. Und deswegen sagt er auch für sich, es gibt gewisse Aktivitäten in gewissen Zeitabschnitten, gewissen Zeiträumen und so sollte man denken. Also wir beide mit 35, wir können noch relativ viel tun. Oder ich 35, du, noch nicht ganz. Aber wir können relativ viel tun, aber wir beide werden nie wieder mit 15 auf dem Fußballplatz stehen und sechs Stunden lange der größten Hitze Fußball spielen,

[00:10:29] weil ich oder du spätestens nach einer halben Stunde wahrscheinlich ein Muskelfaser aus dem Oberschenkel hätten. Es geht einfach nicht. Selbst wenn wir es im Kopf stellen, es wird nicht funktionieren. Und deswegen sagt er für sich, und das finde ich sehr interessant, dass für ihn die wichtigste Komponente bei den drei Sachen sind. Es gibt für ihn Gesundheit, es gibt für ihn Geld und es gibt für ihn Zeit. Und die drei Dinge sind nie zum gleichen Zeitpunkt vorhanden, so wie ich es eigentlich brauchen würde. Also zum Beispiel mit 25 habe ich eine gute Gesundheit, habe aber kein Geld und habe verdammt viel Zeit.

[00:10:57] Meistens vielleicht im Studium oder nach dem Studium oder vor dem Studium. Mit 45 habe ich eben eine gute Gesundheit, hoffentlich noch. Geld ja, aber keine Zeit mehr. Und mit 75 haben wir eben meistens eine eher etwas schlechtere Gesundheit. Geld ja, Zeit auch. Aber das Gesundheit ist für ihn die wichtigste Komponente, weil das ist alles, was es trägt. Weil ich kann mit Geld machen, was ich will. Wenn ich nicht gesund bin, bringt mir als Milliardär auch nichts, weil ich mich einfach nicht mehr so bewegen kann wie früher. Und ich kann es auch wieder zurückholen.

[00:11:24] Und deswegen als erster vielleicht praktischer Hinweis, und das hat er als Übung auch reingeschrieben, sich einfach mal hinzusetzen und zu sagen, okay, ich bin jetzt hier. Ich habe jetzt den Gewissen, ich bin jetzt 25, bin 35, bin 45, bin 60, 70. Was möchte ich denn in meinem Leben noch erleben quasi? Das kann sicher jeder machen. Er kann ein Blatt Papier nehmen, hinzuhaben, okay, das möchte ich machen. Und dann ordnet man sich das Ganze mal verschiedenen Lebensphasen zu. Also Beispiel, Skifahren eine Woche lang werde ich jetzt mit 25 eher machen können als vielleicht mit 75.

[00:11:54] Wenn ich aber nur ein Wellnesswochenende im Schwarzwald machen möchte, das kann ich mit 75, was sage ich auch noch ziemlich gut machen. Aber mit 25 brauche ich es vielleicht gerade nicht machen. Und deswegen sagt er, und das ist die Kernaussage, dass Geldbeträge an gewissen Stellen im Leben einfach wertvoller sind als an anderen beispielsweise. Also mit 35 die Weltreise zu machen ist sehr teuer, ist aber wahrscheinlich sinnvoller, als das Geld dann, 50.000 Euro oder was auch immer, mit 75 auszugeben, weil es an der Stelle für ihn wichtiger ist als mit 75.

[00:12:24] Und fand ich eine interessante Handgehensweise, interessante Gedankengang mal zu gucken, wann gebe ich mein Geld wofür aus? Und vor allem, wie plane ich denn mein Leben in der Hinsicht, wann ich arbeite und wann ich dann am Ende auch das Geld wirklich nutzen sollte, um meine Wünsche zu erfüllen am Ende. Es ist lustig, dass du das jetzt sagst, weil ich habe das Buch auch gelesen und ich habe dir in Vorbereitung auf die Folge geschrieben. Ich bin gespannt, was du rausziehst, weil ich habe gedacht,

[00:12:50] dass du darauf mehr Wert legst, auf das, was du jetzt gerade gesagt hast. Weil ich habe mir die Bereiche durchgelesen und mir gedacht, ist ja alles schön und gut, aber es ist irgendwie so ein bisschen, ich weiß nicht, so ein bisschen theoretisch gehalten. Natürlich ist es schön, irgendwie mit 25 eine Reise zu machen, die ich mir aber vielleicht erst mit 45 leisten kann. oder mit 30 irgendwie eine Aktivität zu machen, wo ich aber auch erst mal relativ viel Geld aufwenden muss, um da überhaupt hinzukommen.

[00:13:16] Also ich war da relativ lang zwiegespalten beim Lesen des Buchs, weil ich mir gedacht habe, in der Theorie und Abstrakt ist das irgendwie alles schön und gut. Aber dann in der praktischen Umsetzung, da habe ich mich recht lang gefragt, muss ich sagen, wann er denn dazu kommt. Also ich fand, Kritik wollte ich eigentlich erst am Ende äußern, aber es passt jetzt gerade ganz gut. Und ich fand, das war recht lang so, so ging es mir zumindest beim Lesen, aber ich bin auf deine Meinung gespannt, dass ich mir gedacht habe,

[00:13:45] ja, aber jetzt sag mal, wie soll man es denn machen? Also wie setze ich es praktisch um? Theoretisch klar, aber wie soll ich es praktisch angehen? Ging es dir auch so oder fandest du das insgesamt einfach eine interessante Idee, mal so über sein Leben nachzudenken? Ich glaube, dass er gar nicht den Anspruch an das Buch hatte, wirklich eine Praxisanleitung geben, weil natürlich, ich denke, viele Menschen haben diese Fragen. Also ich habe jetzt mit zwei, drei Freunden auch in den letzten ein, zwei Wochen darüber gesprochen

[00:14:14] und die haben immer die gleiche Frage gestellt, ja, wie mache ich das dann? Wir kommen, glaube ich, auch nachher dazu noch, wie stippt man wirklich mit Null? Aber ich glaube, es ist für ihn eher so ein Gedankenmodell, überhaupt darüber nachzudenken, was passiert. Und auch darüber nachzudenken, was mache ich denn beruflich? Also ich kenne viele Freunde von mir, die Mitte 30 sind, die richtig viel Geld verdienen, so das klassische Thema nach dem Studium, ich bin gut eingestiegen, bin aber unzufrieden mit dem Job, bleiben aber in dem Job nur wegen dem Geld. Und dann ist meistens die Aussage, ja, ich nehme dieses Geld jetzt mit,

[00:14:43] weil ich ja später damit etwas tun kann. Und nach der Aussage von Bill Perkins hier in dem Buch wäre es eben der Fall, auch auf Bitcoin gerechnet, da kommen wir auch noch dazu dann, zu sagen, ja, du bist jetzt 35, du kannst Geld ansparen, aber was sind denn die Kosten für diesen Job, den du gerade hast? Weil die Kosten sind auf der einen Seite natürlich die Einnahmen, die du generierst, sagen wir jetzt mal 8000 Euro im Monat, also gutes Geld, sehr, sehr gutes Geld. Das wäre sehr gut. Sehr, sehr gutes Geld. Aber du bist unzufrieden, das heißt, du kannst hier schon mal einen Betrag runterrechnen.

[00:15:11] Du musst vielleicht viel pendeln, das heißt, du siehst deine Partnerin, deine Partner nicht, du lebst in einer Stadt, die du gar nicht magst, du kommst mit Freunden nicht in Verbindung, das sind alles Dinge, die du quasi relativ schwer quantifizieren kannst, weil du kannst ja relativ schlecht so einen Stempel drauflegen oder sagen, das ist ein 1.000 Euro, den ich abziehen muss. Aber ich kann überlegen, hey, welche Opportunitätskosten habe ich denn gerade, dadurch, dass ich meine Lebenszeit nutze, um zu arbeiten und sie nicht woanders zu nutzen, beispielsweise für Dinge, die ich gerne machen würde, die ich aber genau jetzt noch machen kann.

[00:15:41] Weil ich weiß, in vielleicht fünf Jahren kann ich sie nicht mehr tun. Und deswegen ist mein Gedanke dabei, und darfst du ja dann auch gerne sagen, ob du das erwartest, was mit dieser Praxisanleitung, dass er die Anleitung gar nicht geben wollte, sondern eher die Menschen zum Nachdenken bringen will. Und ich glaube, das ist gar nicht so schlecht, weil wir von unserer Gesellschaft so krass in den Kopf geballert bekommen haben, wenn du arbeitest, dann gehst du in Rente und dann kannst du tun, was du willst. Weil dann kannst du dich zurücklehnen, du kannst dich ausruhen,

[00:16:10] kannst Dinge machen, die du möchtest. Aber so sieht es, also das ist ja schade, weil so verbrauchst du, und das sagt Bill Perkins selber, verbrauchst du quasi die besten Jahre deines Lebens, die du nicht nutzen kannst für die Dinge, die du eigentlich machen möchtest. Und am Ende, wir haben halt einfach nur ein Leben. Du kannst daran nichts mehr tun, wenn du 70 bist. Du kannst nicht zurückreisen, es geht nicht. Und ich glaube, den Ansatz hat er eher dann in dem Buch gewählt. Werbung. Wenn ihr noch auf der Suche nach dem passenden Anbieter seid,

[00:16:37] um eure Bitcoin zu kaufen, können wir euch uneingeschränkt die Relay-App empfehlen. Ihr wisst ja, häufig wirkt der Bitcoin-Kauf am Anfang sehr komplex, aber mit der Relay-App ist das sehr, sehr einfach durchzuführen. Ihr ladet einfach die App herunter, verifiziert euch sehr, sehr zügig und könnt dann umgehend mit zum Beispiel Sofortüberweisung direkt eure ersten Satoshis oder Bitcoin kaufen. Mit unserem Rabattcode BTC verstehen könnt ihr euch 10% der Kaufgebühren sparen. Alle weiteren Informationen findet ihr in den Shownotes.

[00:17:04] Und jetzt wünschen wir euch weiterhin viel Spaß bei unserer aktuellen Folge. Werbung Ende. Ja, das mit den Opportunitätskosten, das fand ich auch einen sehr guten Gedanke, den er irgendwie so im Laufe der Zeit, er hat es nicht so genannt, aber letztendlich zieht es ja schon darauf ab, dass Opportunitätskosten halt in verschiedene Richtungen wirken. Und wir oder klassisch sind ja Opportunitätskosten eigentlich sowas wie, wenn ich heute jetzt 100 Euro ausgebe für ich weiß nicht was

[00:17:31] oder ich investiere 100 Euro in Bitcoin oder in ETF-Sparplan oder in Gold oder egal in welches Gut, das halt im Preis steigt. Dann habe ich halt heute 100 Euro Kosten, aber wenn ich ein bisschen abwarte, dann könnten halt aus diesen 100 Euro möglicherweise 200 oder 300 Euro werden. Und so sind uns oder mir zumindest Opportunitätskosten begegnet. Und die Idee einfach den Spieß umzudrehen, dass man sagt, ja, das mag sein, in finanzieller Hinsicht habe ich die Opportunitätskosten,

[00:18:01] aber was die Erfüllung meines Lebens anbelangt, was Reisemöglichkeit anbelangt, was coole Erinnerungen, coole Erlebnisse anbelangt, habe ich genauso Opportunitätskosten. Weil ich sitze mir halt 40 Stunden in der Woche einen Arsch platt, der ein oder andere, wie du gesagt hast, ist unzufrieden und denkt sich, irgendwann mal bin ich frei. Und ich finde so durchs Leben zu gehen, ich finde das einfach irgendwie unfassbar deprimierend und er sieht das ja letztlich auch so.

[00:18:31] Und sagt halt, Leute, macht euch mal klar, wohin die Reise für euch geht. Ihr müsst schon auch ans Leben denken, nicht nur an irgendwie ein Alter, das, wie du vorhin auch meintest, vielleicht nie kommt. Und man muss halt gucken, dass man die Erlebnisse so lange wahrnimmt, so lange Erinnerungen schafft. Er spricht ja auch von Erinnerungsdividende, solange das eben möglich ist. Und das Ganze mal zu drehen, also einfach nur den Blickwinkel letztlich zu wechseln,

[00:18:57] bei den Opportunitätskosten, fand ich auch eine echt coole Idee. Was mir aber auch noch gefallen hat, und das ist jetzt weniger abstrakt, sondern war für mich irgendwie greifbarer, ist so das Bewusstsein zu schärfen, wie viel was eigentlich kostet. Weil man sich halt letztlich wenig Gedanken darüber macht oder die wenigsten machen sich ausreichend Gedanken darüber,

[00:19:24] wie viel Zeit sie eigentlich aufwenden müssen für den einzelnen Euro und dann, wenn man von Euro dann weiterdenkt, für das einzelne Produkt, das sie sich eben kaufen wollen. Und das fand ich auch eine coole Idee, sich mal zu überlegen, was kriege ich denn im Monat netto? Wie viel Zeit wende ich auf dafür netto? Und wie viel habe ich netto in der Stunde? Bis dahin geht man natürlich noch mit oder werden sich die meisten schon mal darüber Gedanken gemacht haben.

[00:19:51] Aber wenn man dann vor einer Kaufentscheidung steht, sich dann zu fragen, diese Pizza, die gerade vor mir ist, also ich habe es mal gerechnet mit dem Mediangehalt 2024 in Deutschland, waren 52.195 Euro brutto, sind ja etwa 2.700 netto. So viel zu den 8.000 Euro, die du gerade angesprochen hast. Also 2.7, 2.8, so um den Dreh. Kommt natürlich darauf an, bist du in der Kirche, gibt es Abzüge für Kinder, verheiratet. Und sagen wir einfach 2.7 im Monat netto.

[00:20:21] Bei 40 Stunden sind es 174 Stunden im Monat. Und das entspricht 15,50 Euro die Stunde, auch ein bisschen gerundet. Das heißt, wenn ich jetzt vor einer 15-Euro-Pizza stehe, ist es mir wert, für diese Pizza eine Stunde zu arbeiten. Und das kann man sagen, ja, ich habe einen geselligen Abend, sind Freunde dabei oder ich habe einfach Bock auf die Pizza. Ist jedem gegönnt, jeder wie er mag. Aber es ist einfach mal nicht nur in Euro zu rechnen, sondern wirklich in Zeit, die man dafür aufwenden muss.

[00:20:50] Also bei einer Pizza eine Stunde. Oder wenn man so weiter treibt, das iPhone zum Beispiel, gibt es ja genug, die immer das nächste iPhone haben wollen. Das iPhone 17 Pro habe ich geschaut, ab 1.300 Euro. Also 86,6 Stunden. Das sind über zwei Wochen Arbeitszeit, die man da mit einem Mediangehalt investieren muss. Oder, und das fand ich auch einen verrückten Gedanke, wenn man die Wahl hat, das gleiche Gut an zwei verschiedenen Orten zu kaufen.

[00:21:17] Zum Beispiel fällt es nur das Red Bull ein, was sich viele Leute an der Tankstelle kaufen. Oder der klassische Kaffee im Café. Jeder soll das Geld ausgeben, wie er möchte. Aber sich einfach mal bewusst dafür zu sein, wenn man 2 Euro Differenz hat oder 3 Euro Differenz hat, bei einem Durchschnittslohn, beziehungsweise bei dem Medianlohn, sind es halt schnell mal 10, 15 Minuten, die man dafür aufwendet. Fürs gleiche Produkt, nur an zwei verschiedenen Orten.

[00:21:47] Also einmal an der Tankstelle oder im Kiosk und einmal halt im Supermarkt. Und so mal darüber nachzudenken, wie wertvoll eigentlich der Euro ist, weil der Euro der Lebenszeit entspricht, die ich ja aufwenden musste, um diesen Euro zu verdienen. Ich glaube, das würde schon bei dem einen oder anderen dazu führen, dass er sein Ausgabeverhalten mal ein bisschen überdenkt. Weil wir hatten es ja auch schon häufiger, dass wir das furchtbar finden, dass gerade junge Leute sich so extrem verschulden

[00:22:13] und überhaupt nicht sehen, wie viel Zeit sie letztlich auch brauchen. Wenn man es auf die Spitze treibt und halt Konsumschulden anhäuft ohne Ende, wie viel Zeit du arbeiten musst, um die Schulden wieder abzubauen, das ist einfach verrückt. Und das fand ich auch eine wirklich tolle Idee, auch das da mal zu drehen. Nicht nur zu sagen, wie viel habe ich denn netto in Euro im Monat, sondern wie viel Zeit muss ich denn aufwenden für diese Euro.

[00:22:43] Und jeder Euro, der übrig bleibt, ist dann in der Konsequenz einfach vergeudete Zeit. Weil die Zeit musste ich aufwenden. Ich habe sie ja aufgewendet, so hätte ich den Euro nicht. Und das mal so zu betrachten, das fand ich auch. Also, ja, aus irgendeinem Grund fand ich das beeindruckend, so mal drüber nachzudenken. Ja, vor allem kann man dann ganz viel, wenn man diesen Blickwinkel aufnimmt, ganz viel auch darüber nachdenken bezüglich, was sind denn Schulden, die ich aufnehme,

[00:23:13] was sind Kredite, die ich aufnehme, was sind diese klassischen, was man heutzutage macht mit Klarna und Co., dass man Kreditkartenschulden aufnimmt, in allem drum und dran, was das wieder bedeutet. Aber man kann auch den Punkt aufmachen, ja, okay, wenn du gerade gesagt hast, dieses Geld, wofür ich arbeite, und dann bekomme ich den Euro dafür und der Euro wird dann entwertet, 2% Inflation, einfach nur als Beispiel jetzt. Dann sieht man mal diesen Zusammenhang, was die Inflation eigentlich bedeutet. Wenn ich darüber nachdenke, ich habe jetzt dafür eine Stunde gearbeitet, Betrag X pro Stunde, wie du gerade gesagt hast,

[00:23:42] und der entwertet aber mit der Zeit wiederum. Deshalb muss ich es ausgeben oder muss investieren. Und das finde ich auch so spannend, in welche Richtung man da dann treten kann und man merkt dann relativ schnell dieses Thema Inflation, Geld, Euro, Kaufkraftverlust, das ist viel, viel tiefer gehend als nur, naja, ich habe jetzt 2% Inflation auf meinem Bankkundes 2 nicht sehe, aber ich kann mir weniger kaufen. Aber schlussendlich hat es ganz viele Auswirkungen auf unser Leben, unsere Entscheidung. Wir hatten auch eine ganze Folge schon mal darüber gemacht, welche Inflation oder welche Auswirkungen Inflation auf unser Leben, auf die Gesellschaft hat.

[00:24:12] Und das hat man in dem Buch, er hat nicht darüber gesprochen direkt, aber so ein bisschen auch dann relativ gut erkannt. Und deswegen, weil du angesprochen hattest, mit dem Thema, was ich mit dem Geld denn mache. Du hast ja gerade zum Beispiel angesprochen, eine Pizza oder ich kaufe mir ein Handy oder ein T-Shirt oder sowas. Und er hatte diese Erinnerungsdividenden mit reingebracht, die ich da zum Beispiel im Zusammenhang sehr, sehr interessant fand. Weil er sagt zum Beispiel, Geld auf dem Konto gibt Zinsen oder Aktien und die werfen wiederum Zinsen ab oder Aktien werfen Dividenden ab.

[00:24:42] Das heißt also, man hat eine regelmäßige Ausschüttung von etwas. Und dann überträgt Bill Perkins nämlich diese Idee und den Gedanken auf Erlebnisse. Und das finde ich interessant. Er sagt dann nämlich sogenannte Erinnerungsdividenden. Und das bedeutet für ihn, dass Erfahrung, also alles, was wir machen, was mit Freunden machen, mit Kindern machen, aber auch selber irgendwas machen, keine Ahnung, du fliegst irgendwo hin, sind zwei Dinge gleichzeitig. Einerseits, man hat in dem Moment natürlich irgendwie ein Gefühl, man hat zum Beispiel Spaß, man hat Freude, man hat diese Gemeinsamkeit mit Freunden, wenn man abends essen geht.

[00:25:11] Aber man hat gleichzeitig auch noch die Erinnerung daran. Weil wir kennen das ja alle, man trifft sich mit alten Freunden. Ich meine, wir kennen uns schon sehr, sehr, sehr lange und reden ja trotzdem noch über Dinge, die wir vielleicht in der Schulzeit zusammen gemacht hatten und lachen darüber. Das heißt, diese Erinnerung, diese Erfahrung, die wir damals getan hatten, zum Beispiel im Urlaub, vor dem wir Geld gezahlt hatten, darüber reden wir heute noch und zehren davon immer noch. Und man kennt das ja auch von älteren Menschen. Ich wusste es auch von meinen Großeltern noch, die dann irgendwann gesagt hatten, ach, damals so mit 80, 90,

[00:25:41] weißt du noch, als wir damals dort waren? Oder man hat Bilder angeguckt. Also man zehrt davon immer wieder und das nennt er Erinnerungsdividenden. Und deswegen kann man sich auch überlegen, kaufe ich jetzt dieses iPhone, dann habe ich etwas Materielles in der Hand. Klar, ich kann mich theoretisch auch an das iPhone erinnern, weil ich da irgendwie coole Bilder machen konnte. Oder ich nehme die 1.500 Euro, wie viele es auch immer sind, und gehe mit dem Urlaub mit der Familie, an den ich mich wahrscheinlich mein Leben lang zurückinnern werde. und da sagt er, das muss man sich auch immer so ein bisschen vor Augen führen und sagen,

[00:26:11] ist es mir das wert, das iPhone zu kaufen? Oder ist es mir eher wert, zu sagen, ich mache mir so eine Erinnerungsdividende auf, um eben davon später noch was zu bekommen? Und das finde ich sehr interessant. Und das finde ich, wo ganz viele Menschen, glaube ich, auch ein bisschen mehr darüber nachdenken sollten, weil es weniger darum geht, dann Geld irgendwie auszugeben, weil er sagt, man sollte mit Null sterben, da kommen wir, glaube ich, auch noch kurz dazu dann, sondern er sagt, man sollte es sinnvoll ausgeben. Und dann muss man sich immer die Frage stellen, okay, was macht mich denn glücklich? Was möchte ich denn machen?

[00:26:41] Und dann kommen wir tierisch in eine philosophische, psychologische Ecke rein. Das ist alles sehr, sehr subjektiv, das können wir nicht beantworten. Aber auch das finde ich sehr interessant, darüber mal nachzudenken, was mache ich mit meinem Geld eigentlich? Und was kann ich denn langfristig in 10, 15, 20 Jahren noch davon, eben vor allem mit Freunden, Familie, Kindern und was auch immer. Und da geht er sehr, sehr tief rein. Und das fand ich sehr, sehr spannend, mal darüber nachzudenken. Ja, es gibt ja auch ein, zwei bisschen düstere Abschnitte. Er hat ja dann auch gemeint, dabei hat er auch geschrieben,

[00:27:10] bewusst jetzt theatralisch, dass es halt Leuten, wenn sie sterben, die haben überhaupt nichts von ihrem Vermögen. Es ist egal, ob sie 1.000 Euro haben oder eine Million oder eine Milliarde. Sie haben letztlich nur die Erinnerung. Und diese Erinnerungsdividende zählt ja letztlich in die gleiche Richtung wie die Opportunitätskosten, was die Erlebnisse anbelangt. Man muss es halt, man muss es einfach machen. Also man muss die Erlebnisse einfach dir nicht nur vornehmen,

[00:27:39] sondern dann noch in die Tat umsetzen. Und nur so kann man diese Erinnerungsdividende schaffen. Aber das ist halt sehr schwer vereinbar, finde ich, mit dem, was wir oder was das Ziel letztlich von sehr vielen in unserer Gesellschaft ist. Nämlich einfach sehr viel anhäufen für diesen Ruhestand, der dann irgendwann kommt. Und diese eigentlich goldenen Jahre nennt es ja, die dazwischen sind, also wo man eigentlich

[00:28:08] relativ liquide ist, wo es einem noch gesundheitlich relativ gut geht, wo man zwar nicht die Zeit hat, aber sich die Zeit nehmen könnte. Das macht man halt nicht. und das hat er dann nochmal untermauert, weil ich habe mir, wie gesagt, relativ häufig gedacht, die Idee ist super, aber wie wie setzt man es um? Und da hat er das noch untermauert mit Vermögenswerten der Leute geklastert nach Alter. Und die Zahlen in dem Buch sind letztlich für die USA relevant,

[00:28:38] aber ich habe dann nachgeschaut, wie ist es denn für Deutschland? Weil wir verhalten uns in der Tat ein bisschen anders als die Amis. Sind es Zahlen aus 2023? Und auch da das Haushaltsnettovermögen im Median war bis 35 Jahre 17.300, also noch relativ überschaubar, 35 bis 44, 75,500. Dann steigt es auf 146.200

[00:29:08] für die nächsten zehn Jahre und dann auf 241.100 für ein Alter von 55 bis 64. Und jetzt wird es interessant, weil jetzt beginnt ja dann, also wenn wir es dann irgendwann erleben, bei uns wird es noch nicht so weit sein, aber mit 64 gehen ja doch relativ viele Leute in Rente. 241.100 Euro. Die zehn Jahre danach, da wird das Vermögen reduziert um ungefähr 50.000. Das heißt, mit 65

[00:29:38] bis 74 Jahre ist das Medianvermögen bei 193.300. Das heißt, man sieht schon, okay, ich brauche ein Alter Vermögen, aber jetzt finde ich richtig interessant, weil darüber hinaus passiert dann fast nichts mehr. Also 75 plus, da tut sich kaum was. Da gehen dann für die nächsten zehn Jahre gehen gerade mal 20.000 noch ab. Und wenn man jetzt schaut, okay, ich habe 172.000, das ist

[00:30:07] der Vermögensbereich von 75 plus und verliere dann nur noch in etwa 20.000 alle zehn Jahre, dann sieht man mal, wie viel oder wie groß der Faktor ist, der da falsch kalkuliert ist. Weil man denkt, natürlich im Alter brauche ich es, vielleicht werde ich krank, vielleicht keine Ahnung, was anfällt, aber mit dieser Differenz kann ich halt noch weitere 86,2 Jahre leben und das wird wahrscheinlich nichts. Auch wenn du dich super gut ernährst,

[00:30:36] wenn man mal 75 ist, nochmal 86 Jahre drauf zu packen, das wird wahrscheinlich nichts werden. Das heißt, wir neigen dazu, von unserem Geld überlebt zu werden und viele haben das Ziel, wir haben ja auch schon eine Folge über die Rente gemacht, für den Ruhestand zu sparen, aber man gibt es dann halt nicht aus. Das heißt, natürlich gibt es Leute, die sehr viel wohlhabend sind, natürlich gibt es Leute, die sehr viel ärmer sind, aber man sieht halt, dass man im Alter dann nicht mehr so viel Geld braucht, wie man

[00:31:05] mit Mitte 40 vielleicht gedacht hat, im Alter zu brauchen. Und das wiederum heißt, ich muss früher anfangen, das Geld auszugeben, weil ich sonst, weil ich ja in meinem Lebensalter offensichtlich nicht das Geld brauche, im Schnitt, von dem ich ausgegangen bin, dass ich eben früher anfangen muss. Und das war für mich dann auch nochmal so ein Moment, wo es ein Stück weit Klick gemacht hat, weil dieses ganze Abstrakte am Anfang, so eine irgendwie eine Traumwelt, so hat es auf mich gewirrt, die er da gebaut hat. Er hat natürlich gesagt, man kann auch

[00:31:34] in jüngeren Jahren reisen, für viel weniger Geld machen, weil für die gleiche Einheit Freude muss ich in jüngeren Jahren weniger Geld ausgeben, als wenn ich dann einen höheren Lebensstandard habe oder mich einfach an was bisschen Besseres gewöhnt habe, heute bräuchten wir mehr für den Urlaub als mit Mitte 20 oder mit Anfang 20, so zu Studienzeiten. Wären wir mit weniger zufrieden gewesen, hätten die gleiche Freude als jetzt. Jetzt müssen wir viel mehr Geld ausgeben. Das heißt,

[00:32:03] damit hat es für mich dann ein bisschen untermauert, aus dieser theoretischen Abstraktion rauszukommen und zu sagen, da schaut mal, ihr Leute, ihr spart viel zu viel und ich kann es mit Zahlen belegen und ihr werdet es am Ende nicht ausgeben. Und das wiederum heißt, dass man eben früher anfangen muss und da würde ich noch einen Schwenk machen zu einem Punkt, den ich vorher angesprochen habe, weil man ja auch dann häufig sagen kann, aber ich habe ja Kinder, also spare ich es ja für die. Und das

[00:32:33] stimmt natürlich, es ist nicht vergebens, wenn du es den Kindern vererbst oder vielleicht verschenkst, aber er sagt halt, wenn du es doch eh machst, dann mach es doch zu Lebzeiten. Und wenn man jetzt das nochmal gegenüberlegt mit dem Vermögensverbrauch, wenn ich weiß, ab 75 brauche ich praktisch nichts mehr von meinem Vermögen, weil ich zehre einfach von meiner Rente, natürlich nimmt es noch ein bisschen ab, aber ich zehre einfach von meiner Rente, dann kann ich doch spätestens dann sagen, jetzt verschenke ich was an meine Kinder, an wen auch immer,

[00:33:03] zu Lebzeiten jedenfalls, weil dann habe ich für mich erstens die Erinnerungsdividende, dass ich demjenigen Freude schaffe und für das Kind oder für den Begünstigten hat man dann auch noch den Mehrwert, dass der einzelne Euro ja früher relevanter ist, als im späteren Verlauf. Das heißt, wenn man sagt, ich bin 75, habe vielleicht ein Kind, das ist 45, kaufe vielleicht ein Haus oder ist gerade dabei, ich weiß nicht, eine Wohnung oder was weiß ich was zu kaufen, wenn man sagt, ich habe so viel

[00:33:33] Geld, das reicht mir für noch weitere 86 Jahre, da gebe ich dir mal 50.000. 50.000 ist halt ein super Teil einer Anzahlung für eine Wohnung beispielsweise und selbst wenn man sagt, das Eigenkapital hat der Begünstigte, dann kann er halt die Zinslast reduzieren oder die Raten reduzieren. Jedenfalls wird sein Leben auch finanziell deutlich angenehmer und das alles noch miterleben zu können, sagt er, ist an sich eine gute Sache. Also warum warten, bis ich sterbe, dann kriege ich es gar nicht mehr mit

[00:34:03] und ich brauche das Geld ja gar nicht mehr. Und das war eigentlich auch noch einen interessanten Gedanke, wobei ich gleichermaßen sagen muss, wenn man das jetzt als Kind natürlich seinen Eltern sagt, dann hat das so ein bisschen Beigeschmack, finde ich. Also muss man sich schon überlegen, ob man das pass auf macht oder nicht. Ja. Du hast jetzt, glaube ich, die zwei größten Punkte relativ schnell zusammengefasst, weil ich hatte noch zwei Podcasts mit ihm gehört und er hatte gemeint, das sind genau die zwei Themenpunkte, wo er die meisten Rückfragen bekommt.

[00:34:33] Einerseits dieses, ich habe Angst, zu lange zu leben, habe kein Geld mehr am Ende, weil ja die Aussage ist, du gehst mit null ins Grab, aber woher weiß ich denn, wann ich dann erstmal ins Grab gehe quasi oder wann ich sterbe und woher weiß ich denn, dass wenn ich vorher das Geld nicht abgebe, dass noch etwas da ist und das Vererben an Kindern beziehungsweise abgeben. Und zu dem Angst, zu lange leben, finde ich es sehr interessant, er sagt selbst, es ist auch so, es ist sehr schwer zu timen, was wann kommt. Du hast auch keine Ahnung,

[00:35:02] wenn du lebst, du kannst natürlich statistisch sagen, ein Mann mit Mitte 30 hat in Deutschland eine Lebenserwartung von X, Frau Y. Dann kann ich ungefähr ja planen, aber du weißt ja nie, was kommt, weil unser Leben einfach in Szenarien abläuft und wir können nicht vorhersagen, wann es soweit ist, weil sonst wäre diese ganze These relativ einfach zu erleben, weil dann könnte ich durchrechnen, viel Geld ich brauche und dann kann ich sagen, okay, ich fliege in zwei Jahren tot um, dann kann ich jetzt auch alles verhückern und kann jetzt meinen richtigen Spaß haben quasi mit dem Geld, was ich jetzt übrig habe. Geht aber nicht.

[00:35:32] Was er aber da noch sagt und das finde ich so schön, weil du jetzt angesprochen hattest, dass viele sich quasi übersichern, weil sie sagen, ich brauche unbedingt mehr Geld am Ende und das aber eigentlich meistens zu viel ist, er sagt auch für sich dann, dass man dadurch auch wieder Lebenszeit verschwendet, in der ich zu viel arbeite quasi, weil wenn ich sage, ich brauche jetzt Betrag X, sagen wir jetzt mal, ich würde jetzt 250.000 Euro zur Seite gelegt haben, aber schlussendlich brauche ich nur 100.000, dann habe ich für 150.000 Euro

[00:36:01] quasi zu viel Zeit in Arbeitszeit verschwendet, die ich für andere Dinge hätte nutzen können, früher aufhören zu arbeiten, andere Lebenszeit zu nutzen und das finde ich in interessanten Gedanken, natürlich ist es unfassbar schwer, also da finde ich es wirklich schwer, das aus der Theorie in die Praxis zu übertragen, aber ich glaube, es ist interessant, mal so einen Gedankengang durchzugehen, weil er zum Beispiel auch sagt und das hatten wir mal in einer Folge, da hatten wir über die endlichen, unendlichen Spiele gesprochen, da ging es darum, dass viele Menschen sagen,

[00:36:30] wenn ich Millionär bin, dann habe ich es geschafft, ist schwierig, er sagt zum Beispiel auch, naja, wann hast du denn die Million erreicht? Für ihn ist es viel wichtiger, nicht, dass du die Million erreicht hast, sondern wann, weil für ihn ist der Zenit nicht der Betrag an Euro, sondern der Zenit in deinem Leben, also Zenit ist bei ihm ab 30 plus ungefähr, weil da ist Gesundheit noch richtig gut, Geld hast du auch noch halbwegs, aber später hat der, sagt er, rein statistisch gesehen, geht die Gesundheit immer weiter runter, das heißt, der Zenit ist bei ihm

[00:36:59] nicht ein Wert in Euro gerechnet oder in Dollar gerechnet, sondern eher dein Lebenszenit im Lebenszeitraum und das finde ich auch einen sehr interessanten Ansatz, mal so zu denken, sagen, okay, hey, jetzt bin ich Mitte 30 oder Mitte 40, jetzt sollte ich vielleicht mal ans am Anfang meine Lebenszeit so zu nutzen, dass ich die Dinge auch tun kann, die ich gerne machen würde, unabhängig mal vom Geld gesehen und das finde ich so interessant, daran mal so ranzugehen und da habe ich nämlich auch noch ein Zitat aufgeschrieben, es macht also keinen Sinn,

[00:37:28] Chancen ungenutzt verstreiten zu lassen, aus Angst unser Geld zu verschwenden, die Verschwendung unserer Lebenszeit sollte eine viel größere Sorge sein, genau das, was wir gerade eben vor ein paar Minuten angesprochen haben, dass man es umdrehen sollte, man sollte sich nicht die Angst herum machen, reicht mein Geld am Ende, sondern ich sollte mir eher die Sorgen machen, habe ich meine Lebenszeit, die ich nutzen kann, wo ich gesund bin, auch richtig ausgenutzt und das finde ich unfassbar interessant, so mal aufs Leben zu gucken und mal andere Dinge anzuschauen, weil so gehst du vielleicht auch in gewisse Entscheidungen

[00:37:58] anders hin und das fand ich einen Themenbereich, den ich sehr interessant fand, dass er das ein bisschen rausgearbeitet hat, bevor ich jetzt dann gleich noch zum Vererben komme, weil der hat ja auch noch zwei, drei Sachen gesagt. Ja, mit diesem Zenit-Gedanke tue ich mir ein bisschen schwer, weil das ist im Endeffekt wieder das gleiche Argument oder den gleichen Knoten, den ich im Kopf habe. Ich kann mir ja vornehmen, ab 35, 40 mehr Zeit aufzuwenden,

[00:38:29] aber gleichermaßen ist es halt so, du hast ja eingangs gesagt, der Typ hatte kein normales Einkommen, aber wenn du jetzt wieder das Median gehalten hast mit 2700, angenommen, du hast Kinder, ich persönlich habe keine Kinder, aber bei Finanzfluss habe ich ein Video gesehen, ein Kind im Schnitt um die 700 Euro im Monat. So, dann hast du noch Miete, vielleicht ein Auto,

[00:38:58] da bleibt einfach nicht viel übrig, so schon nicht. Und wenn man jetzt noch, wenn man jetzt noch sagt, reduziert mal ein bisschen die Arbeitszeit, genießt ein bisschen mehr das Leben, dann ist es halt so, dass man meiner Meinung nach irgendwann an den Punkt kommt, wo man sagen muss, in der Theorie hört sich das alles toll an, aber in der praktischen Umsetzbarkeit für ganz arg viele habe ich mir da beim Lesen stellenweise gedacht,

[00:39:29] schwierig, wirklich schwierig, weil es für jemanden, der halt, was das Einkommen anbelangt, deutlich überdurchschnittlich unterwegs ist, der kann natürlich sagen, ob ich jetzt 8000 verdiene oder 6000, da mache ich lieber ein paar Tage weniger oder gehe lieber ein bisschen mehr in Urlaub. Aber wenn man halt in der realistischen Größenordnung unterwegs ist, ob ich jetzt 27 habe oder vielleicht 1,8, 1,9, das ist schon gewaltig. Und da habe ich mich, wie gesagt,

[00:39:58] häufiger dabei ertappt, dass ich mir gedacht habe, auch die Sache mit dem Zenit, dass man sich den Zenit setzt, ja, wenn man es sich leisten kann, dann ist das eine wirklich tolle Idee. Aber für die allermeisten ist es halt nicht so, dass sie es sich leisten können. Und da habe ich, wie gesagt, vielleicht ein Problem mit der Kernaussage oder einen Knoten im Kopf, den ich noch nicht gelöst habe. Egal, welchen Bitcoin-Preis ihr euch für die Zukunft vorstellt, wenn ihr eure Bitcoin

[00:40:28] nicht sicher aufbewahrt und sie verliert, ist schlussendlich alles egal. Und eine der sichersten Möglichkeiten zur Aufbewahrung ist eine Hardware Wallet. Und hier können wir euch ja seit Jahren schon die Bitbox 02 aus der Schweiz empfehlen. Sie überzeugt durch die einfache Handhabung, durch die hohen Sicherheitsstandards und den starken Support. Und neuerdings gibt es jetzt die Bitbox 02 Nova auch in Bitcoin Orange. Das heißt also, ihr habt es euch gewünscht und Bitbox hat nun geliefert. Und wenn ihr eure Wiederherstellungswörter beispielsweise

[00:40:56] von der Bitbox 02, also eure 12 oder 24 Wörter, vor Feuer, Wasser oder anderen externen Einfluss und schützen möchtet, empfehlen wir euch den Edelstahl-Tresor von Cedar. Dort könnt ihr nämlich dann eure Wörter sicher einstanzen und langfristig schützen. Und bei beiden spart ihr mit unserem Code BTC verstehen jeweils 5% bei eurer Bestellung. Und wenn ihr unseren Code verwendet, unterstützt ihr gleichzeitig auch nur unsere Arbeit. Alle Informationen zur Bitbox und zu Cedar findet ihr wie immer unten in den Shownotes.

[00:41:27] Und jetzt wünschen wir euch weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Ich würde sagen, dass man glaube ich nicht in die Richtung gehen muss, dass es heißt, du solltest sein Geld verballern und morgen auf die Bahamas fliegen und Party machen. Also würde ich auch gerne machen, aber es geht nicht. Sondern es geht eher darum zu überlegen, was kann ich denn jetzt gerade aktiver tun in meiner Freizeit beispielsweise. Also sollte ich jetzt meine Zeit nutzen, um vielleicht Dinge zu tun, die ich vielleicht irgendwann eben nicht mehr tun kann. Und er sagt ja auch selber, er kam ja zum Beispiel

[00:41:57] auch in seinen 20er Jahren, kam er aus einem Bereich, der war komplett arm, er hat auch nichts gehabt quasi. Und er sagt selber, es geht ihm nicht darum, zu sagen, mach jetzt große Party und mach große Reisen, sondern es geht eher darum, diese Erlebnisse, und die Erlebnis kann alles sein. Erlebnis kann von der Weltreise bis zum Wandertag im Wochenende sein, solche Dinge. Ich glaube, ihm geht es eher in diese Richtung, zu sagen, denk mal drüber nach, was du jetzt machen kannst. Natürlich, wenn du kein Geld hast, ist es was anderes. Das muss man auch zusagen, jeder hat einen anderen Background,

[00:42:26] jeder hat andere Einnahmequellen und so weiter. Aber ich glaube, es geht eher darum, sich überhaupt mal sich bewusst zu machen, was es bedeutet, diese Lebenszeit zu haben, diese Lebenszeiträume zu haben, wann ich was tun kann, wann ich mit etwas tun kann. Und er gibt auch das schöne Beispiel, er hat zum Beispiel mit seiner Tochter, glaube ich, immer eine Kinderserie geschaut, einen Kinderfilm, den er so geliebt hat. Und eines Abends sagt seine Tochter zu ihm, Papa, ich habe keine Lust mehr darauf, ich habe keinen Bock mehr, mit dir da zu gucken. Und dann wurde ihm bewusst, er wird nie wieder mit seiner Tochter

[00:42:55] diesen Film schauen. Egal was passiert, weil sie keine Lust mehr drauf hat. Und ich glaube, diese Verbindung muss man so ein bisschen machen. Und klar, die Thematik, dass er Milliardär ist und Co., finde ich auch sehr schwierig. Das ist dann nicht so ganz so passend. Aber ich glaube, es geht eher um einen Denkanstoß und der fehlt sehr vielen Menschen, glaube ich. Weil natürlich, die einen, die kein Geld haben, okay, aber es gibt da draußen Tausende, die so viel Geld verdienen und den gleichen Fehler trotzdem machen. Und das finde ich das Traurige dann.

[00:43:24] Weil dann würde ich sagen, hey, du hast die Möglichkeiten und machst es trotzdem nicht. Und das finde ich dann fast schon viel, viel schlimmer, wenn du es das nicht ausnutzt. Ja, so kann ich dem Gedanken deutlich mehr abgewinnen, dass man sagt, es geht letztlich gar nicht darum, jetzt eine Weltreise zu machen, die zigtausend Euro kostet, weil das können sich halt die wenigsten leisten, sondern eher darum, dass man sagt, es sind wirklich die kleinen Dinge, die das Leben halt irgendwo lebenswert machen und der Moment ist halt auch dann vergangen. Wie du sagst,

[00:43:53] wenn man vor die Wahl gestellt wird, schaue ich jetzt heute mit meinem Kind einen Film an oder gehe spazieren oder Fahrrad fahren oder was weiß ich. Oder auf der anderen Seite gehe ich vielleicht doch nochmal ins Büro, weil ich irgendwie beweisen muss, dass ich der fleißigste überhaupt bin. Das glaube ich, ist eine Entscheidung, die kann jeder treffen, unabhängig vom Einkommen und da das Bewusstsein für zu schärfen ist, sicherlich sinnvoll. Also den Teil, da gehe ich definitiv mit. Das finde ich, ist ein sinnvoller Gedanke.

[00:44:24] Und bevor wir jetzt dann zum Bitcoin-Thema kommen, weil wir dann auch schon bei der Zeit dann sind, fand ich bei dem Vererben-Thema auch so schön, weil er selbst gesagt hat, mit dem Erben bis zum Tod zu warten, ist für ihn die dümmste Idee überhaupt. Das fand ich ganz interessant, weil er gemeint hat, hey, wenn euch eure Nachfahren so am Herzen liegen, dann wartet nicht, bis das weg ist, weil er sagt, wenn du es mich machst und du wartest, bis du wirklich dann tot bist, dann hast du einerseits, vergibst du einen zufälligen Betrag,

[00:44:54] weil du nicht mehr weißt, wie viel am Ende da ist und du gibst einen zufälligen Zeitpunkt, weil du nicht weißt, wann es soweit ist und du gibst es vor allem an zufällige Menschen, weil du weißt gar nicht mehr, wer von denen am Ende noch da sein könnte. Das ist auch das Problem. Und er sagt zum Beispiel, und das fände ich sehr interessant, auch als Kind wieder ein anderes Thema, wenn man andersrum ist, wenn man Eltern wäre, ganz interessant, dass zum Beispiel die meisten Menschen in den USA, er hat zum Beispiel die USA genommen, mit 60 Jahren erben. Also nicht mit 30, nicht mit 40, nicht mit 50. Und so, wie wir gerade eben gesehen haben,

[00:45:23] ist 60 schon eigentlich ein Alter, wo die meisten die größten finanziellen Hürden, wenn sie es geschafft haben, schon übersprungen haben, sodass sie eben nicht mehr diesen Startschuss quasi haben für ein Haus, für eine Reise, für vielleicht ein Einzelunternehmen zu gründen, dass man Dinge gemeinsam machen kann. Und das fand ich auch interessant, darüber nachzudenken, zu dieses zu sagen. Und da ist er ziemlich strikt und sagt, Freunde, ihr habt doch alle den Schuss nicht gehört, wenn ihr wartet, bis ihr unter der Erde liegt, um dann das Geld weiterzugeben. Fand ich interessant. Ich glaube,

[00:45:52] damit will er auch einfach anecken, weil ich glaube, das ist nicht etwas, was man jetzt wirklich jedem naheliegen kann. Aber ich glaube, die Grundthese des ganzen Buches ist einfach, Leute zum Nachdenken bringen und da bin ich ein großer Fan davon. Man muss das nicht immer gut heißen, man muss auch nicht schlecht heißen, das muss auch in der Praxis umsetzbar sein, aber es geht darum, ein paar so Ketten im Kopf aufzubrechen, zu sagen, nur weil das eure Eltern, die Großeltern, die Gesellschaft, die Schule, das Studium, das vorgelebt hat, heißt das nicht automatisch, dass es der richtige Weg ist, sondern ihr könnt mal überlegen,

[00:46:22] was gibt es vielleicht Besseres und was könnt ihr denn für euch besser machen, sodass ihr wiederum glücklicher seid? Das ist, glaube ich, am Ende für ihn das Fazit, was er aus dem Buch zieht. Ja, ich finde die Gedankenanstöße insgesamt sehr wertvoll, nur bei dem einen oder anderen, habe ich ja schon jetzt ein, zweimal erwähnt, mir gedacht, der hat theoretisch super für ganz arg wenige, die finanziell ausgesorgt haben, auch toll, aber für die Masse halt nur bedingt tauglich, aber bei dem Erbthema schwingt ja auch mit,

[00:46:53] dass die Erblasser sich Sorgen machen, dass es im Alter halt nicht reicht. Also die Eltern behalten das Geld ja nicht zurück und vererben es dann, weil sie geizig sind, sondern weil sie natürlich denken, vielleicht brauche ich es ja noch und das ist ein legitimer Gedanke und da einfach mal darauf hinzuweisen, dass die Zahlen halt was anderes sagen, nämlich dass es die Leute nicht schaffen, bis zum Lebensabend halt alles auszugeben, fand ich ganz interessant.

[00:47:21] Was mir noch geholfen hat und dann können wir gern zu den Bitcoin-Teilen noch übergehen, ist, dass er halt relativ einfach auch definiert hat, ab wann man sich letztlich mehr gönnen sollte, weil ich habe es ja eingangs gesagt, das Ganze, was wir jetzt gesagt haben und was er beschreibt, sollte nicht in ungesunden, kopflosen Konsum ausufern, sondern einfach nur letztlich

[00:47:50] den Finger dahingehend in die Wunde legen, dass man sagt, Leute, ihr spart zu viel und lebt zu wenig oder ihr priorisiert nicht richtig, zumindest priorisiert ihr nicht richtig, wenn euer Ziel ist, ein erfülltes Leben zu leben und das sollte ja das Ziel eines jeden sein, dass man ein erfülltes Leben hat und nicht einfach nur aus einem Selbstzweck heraus eine möglichst große Zahl anhäuft. Was mir da wieder geholfen hat, das fand ich auch interessant, weil ich mir die Bereiche rausgeschrieben habe, wo er irgendwelche Zahlen nennt

[00:48:16] und du diese anderen Denkansätze für dich eben erwähnenswert fandest. Er meinte, im Endeffekt muss man halt einfach nur schauen, was brauche ich im Leben, gerade für das absolute Minimum. Also was brauche ich für Miete, Lebensmittel, solche Dinge? Einfach die Basislinie, um eine Basislinie zu haben. Und er hat ja gesagt, das Ganze mal zwölf, weil er hat halt zwölf Monate

[00:48:45] und das Ganze dann multipliziert mit der Anzahl an Jahren, die man noch hat. Und auch das fand ich einen interessanten Gedanke, weil er hat dann auch gemeint, ja, es ist, er weiß, es ist irgendwie ungewöhnlich, sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen, weil den schiebt ja jeder gern so ein bisschen weg von einem. Ist ja auch ein unschönes Thema. Aber es gibt halt Lebenserwartungsrechner. Und du hast ja auch gerade gesagt, wie alt wir ungefähr werden. Ich habe mir so einen Lebenserwartungsrechner befüllt. Und ich werde wohl 90. So, das heißt,

[00:49:16] das heißt, Stand jetzt habe ich noch 55 Jahre vor mir. Das heißt, für mich eben Lebenshaltungskosten mal zwölf, mal diese Zahl. Und dann kommt eine Summe raus. Und diese Summe brauche ich aber nicht, sondern ich brauche nur diese Summe multipliziert mit 0,71. Weil er hat gemeint, wenn man diese um den Faktor 0,71 ausgerechnet, ausgerechnete Summe dann eben anlegt, in einem Asset,

[00:49:44] das 3% über Inflation erwirtschaftet. Also er hat da die Inflation mit reingenommen. Das Inflation versus Geldmengenfass wollen wir nicht aufmachen an der Stelle. Aber wenn man mit 3% rechnet, dann genügt es. Und das wiederum ist eine Zahl, die ist greifbar. Oder die ist immer noch absurd hoch, vor allem, wenn man Mitte 30 ist. Aber es ist zumindest nicht so, dass man sich denkt, oh Gott, ich muss 8 Millionen anhäufen,

[00:50:14] sonst wird es nichts. Oder auch nur eine oder zwei. Also es kommt wirklich halt auf den eigenen Lebensstil an. Und das fand ich auch schön, dass er das immer wieder gesagt hat. Das kann jeder für sich selbst machen. Egal, ob man jetzt die 2,7 hat oder der 3,5 oder der 5,5 oder wie viel auch immer. Weil die eigenen Lebenshaltungskosten, die hat ja jeder. Und dann hat man letztlich ein Ziel, für mich ein greifbares Ziel. Und spätestens ab diesem Ziel muss man dann, seiner Meinung nach,

[00:50:44] müssen, nicht können, sondern muss man dann an sich sagen, und jetzt lebe ich. Das ist egal, ob man dann sagt, ich wechsle jetzt den Job. Du hast ja gesagt, du kennst vieles in meinem Umfeld auch so. Die sagen, ich verdiene halt ganz gutes Geld. Deshalb bin ich da. Aber so wirklich erfüllend ist es nicht. Und spätestens ab dem Moment, wo man diesen Schwellenwert erreicht hat, sagt er, muss man dann letztlich sagen, und jetzt mache ich was, was mir Spaß macht. Vielleicht verkaufe ich Obst. Vielleicht bin ich Barista.

[00:51:13] Oder ich weiß es nicht. Bitcoin-Podcast. Bitcoin-Podcast, genau. Dass man dann einfach praktisch die Lebenserfüllung in den Vordergrund stellt. Und die Kombination, die finde ich für mich, oder das ist so meine Lehre aus dem Buch, wenn man mal den Schwellenwert erreicht hat, dann kann man sagen, jetzt ist im Endeffekt jede Sekunde, in der ich mich ärgere, muss ich mich an die eigene Nase fassen, weil ich selbst schuld daran bin. Und den Schwellenwert kann ich ja definieren, egal ob ich sage,

[00:51:42] das ist Lebensmittel plus Miete, oder ich sage Lebensmittel plus Miete plus einen Urlaub im Jahr. Das kann man ja dehnen und stauchen, wie man möchte. Aber das hat das Ganze für mich dann greifbar gemacht. Und sobald man da ist, ab dem Moment ist man dann eigentlich frei. Man kann immer noch viele schöne Dinge unternehmen. Man kann immer noch, oder muss immer noch Geld verdienen, weil das ja gerade mal die Basislinie ist. Aber ich glaube sowieso nicht, dass die Leute, wenn sie die Wahl hätten, dann nur noch die Füße hochlegen wollen.

[00:52:11] Du brauchst einen irgendwie Sinn im Leben. Und wenn man da einen erfüllenden Job dann hat, wieso nicht? Wobei bei den Berechnungen bin ich zum Beispiel jetzt kein Fan davon. Weil wir dann plötzlich wieder an dem Punkt sind, dass wir doch wieder einen Betrag haben, den ich erreichen muss für mich, den ich erreichen will. Und dann fange ich erst an, was mache ich denn bis dahin dann quasi? Wir können ja zu sagen, das ist ein Million beispielsweise. Und bis dahin opfere ich mich jetzt ab. Dann sind wir plötzlich bei dieser Feierbewegung wieder. Bei diesem,

[00:52:40] diese Leute sehr, sehr stark sparen, viel investieren und danach davon, leben wollen. Dann hast du so eine krasse Balance und für mich sind halt einfach zu viele Variablen dabei. Der Betrag ist halt, und jetzt kommen wir zu Bitcoin, glaube ich, und diese unterliegende Sache. Die Frage ist halt immer, das Geld, das ich anhäufe, wie viel ist das in 50 Jahren überhaupt noch wert? Und er sagt ja, diese 3% über Inflation, ja okay, was ist denn ein Investment heutzutage, was mir 3% über Inflation bringt? Jetzt werden natürlich die meisten schreien,

[00:53:10] ja ein ETF, der macht 7%. Naja, jetzt kommt wieder die Frage, was ist denn dann die richtige Inflation? Und du hast ja gerade gesagt, irgendwas Persönliches. Das heißt, man müsste eine persönliche, eigene Inflation nehmen, die man so im Leben hat. Und dann könnte man erst mal rechnen, naja, was brauche ich denn dafür, um da dran zu bleiben? Ich weiß nicht, wie sich unsere Preise in den nächsten 50 Jahren bewegen. Ich habe keinerlei Ahnung, wie sich unser Aktienmarkt, ich weiß keine Ahnung wie Gold, oder ich habe auch in der Hinsicht

[00:53:39] auch keine Ahnung wie sich Bitcoin entwickelt. Also es ist ja nichts hundertprozentig festgelegtes. Ich kann nur Szenarien aufbauen. Mehr kann ich nicht machen. Und deswegen finde ich es so schwierig, da eine Zahl zu nennen, weil das für mich trotzdem am Ende, erstens wie gesagt, was mache ich, bis ich die Zahl erreicht habe? Und zweitens ist diese Zahl nach auch wirklich das, was ich benötige. Aber wie du gleich gesagt hast, du hörst bei der Zahl ja nicht auf. Die meisten arbeiten dann trotzdem und holen sich was Neues dazu. Deswegen, ja, so Praxissachen finde ich cool, weil sie so ein bisschen was Greifbares geben.

[00:54:09] Aber schlussendlich sind die ja auch nicht hundertprozentig in Stein gemeißelt, weil du ja auch überhaupt nicht sagen kannst, wo geht es hin? Wo lebe ich? Was mache ich denn? Es ist aber ein schönes Rechenbeispiel, glaube ich, da hinzugehen. Und da kommt halt ein Bitcoin ein bisschen mit ins Spiel, weil man sich dann überlegen kann, wenn ich sowas machen möchte und der Grundthema des ganzen Buches ist ja immer, ich nehme meine Lebenszeit, gehe also arbeiten, bekomme dafür Geld und was mache ich mit diesem Geld jetzt? Auf einer Seite natürlich

[00:54:37] jetzt irgendwie schon auszugeben, um mein erfülltes Leben im Hier und Jetzt zu haben, aber auf der anderen Seite aber auch Geld anzusparen für die Zukunft, also beispielsweise das Alter. Und da kommen wir dann plötzlich und wie gesagt, er spricht in dem Buch nicht einmal von Bitcoin, aber ich glaube, er hat es verstanden, weil es einfach dieses Thema ist zwischen ich wechsle meine Lebenszeit, meine Arbeitszeit gegen etwas und speichere es irgendwo drin und da spricht man bei Bitcoin ja häufiger drüber, worin speichere ich etwas, das hoffentlich über die Zeit relativ wenig Kaufkraftverlust hat oder besser gesagt

[00:55:06] sogar noch Rendite erwirtschaftet und da haben wir sowas mit Bitcoin natürlich dabei und was ich da gerne aufmachen würde ist, dass er in seinem Buch ja ganz viele Menschen anspricht, die Angst davor haben, dass sie am Ende kein Geld mehr haben, weil es nicht mehr reicht. Einerseits natürlich, weil sie sagen, ich habe vielleicht Arztkosten, Pflegekosten und so weiter und natürlich Thema, ich habe Inflation im Hintergrund, ich muss also mehr Geld anhäufen, damit es mir am Ende auch immer noch reichen sollte. Also ist eine Angst da. Jetzt könnte man aber auch

[00:55:36] auf der anderen Seite nehmen, jetzt nimmst du jemanden, der Bitcoin hat, der ziemlich viel Bitcoin hat, der hat nämlich nachher nicht die Angst davor, zu wenig zu haben, sondern vielleicht, wenn Bitcoin gut laufen sollte in Zukunft, der hat eher dann, er spart aus Hoffnung auf Gewinn und gibt dann sein Bitcoin nicht aus, weil er Angst davor hat, wenn ich es jetzt ausgebe, habe ich Opportunitätskosten, dass ich jetzt quasi meinen Urlaub finanziere, aber vielleicht in zehn Jahren drei Urlaube machen könnte. Aber schlussendlich haben beide Personen

[00:56:05] genau das gleiche Problem, sie leben in der Zukunft mit Kopf und sind nicht im Hier und Jetzt und machen sich ein erfülltes Leben draus. Und das finde ich so interessant, weil man dann nicht sagen kann, ja, wenn ich jetzt in Bitcoin spare, bin ich fein raus, ist alles safe, weil wenn man mal so ein bisschen die Hardcore-Bitcoin-Maximalisten nimmt, die immer wieder sagen, verkauf nicht mal seine Bitcoin, spar so viel Bitcoin an wie möglich, halte auf jeden Fall durch bis an dein Lebensende, dann kommst du an den Punkt ran, der komplett diesem Buch widerspricht und dann bringt das auch nichts. Und deswegen würde ich für mich zusammenfassen,

[00:56:35] das Buch selber sagt dir, wie man mit dem Geld umgehen kann. Bitcoin wiederum bringt ja den Punkt rein, dass ich das Geld überhaupt in Zukunft übertragen kann, im Gegensatz zum Euro. Und deswegen glaube ich, dieses Buch in Verbindung mit Bitcoin ist sehr, sehr gut, wenn man es nachher umsetzt. Weil wenn du es nicht umsetzt, dann hast du nachher entweder 80 Millionen gefüllt auf dem Bankkonto als Euro und gehst damit ins Grab und hast damit was verloren oder gehst halt nachher mit acht Bitcoin ins Grab, hast auch nichts gewonnen. Weil beide Male hast du über die Arbeit

[00:57:05] und hast einfach dann nicht dein Leben so gelebt, wie du es jetzt tun können. Und das finde ich so faszinierend daran. Ja, es ist halt, ich finde es schon schwierig. Wir waren ja bei den kleinen Momenten, so der Papa oder die Mama die Zeit verbringt mit der Tochter oder dem Sohn, statt nochmal irgendwie eine Überstunde zu machen, vollkommen nachvollziehbar, dass man da bewusst damit seiner Zeit umgehen sollte. Ich finde auch, sich ins Bewusstsein zu rufen, wie viel Lebenszeit kostet mich denn die Reise oder die Pizza

[00:57:35] oder das Red Bull an der Tankstelle, finde ich auch gut. Aber jetzt, also die Konsequenz ist ja, oder der Wunsch des Autos ist ja, dass die Leute mehr im Hier und Jetzt leben und weniger in der Zukunft. Aber es ist ja irgendwo mit das Natürlichste, wobei das sicherlich auch anerzogen ist, dass man die Zukunft abgesichert haben möchte.

[00:58:03] Und da einfach pauschal zu sagen, egal welche Zahl auf meinem Konto ist oder egal wie viele Satoshis ich in meiner Wallet habe, ich lebe jetzt einfach, wird schon irgendwie schief gehen. Das ist halt auch ein bisschen eine Arc, ich weiß auch nicht, eine Lebensauffassung, die könnte ich mir jetzt nur sehr schwer aneignen, sage ich mal. Wobei, die gibt er ja aber gar nicht so vor. Also er sagt ja nicht so vor,

[00:58:33] aber das ist ja die Konsequenz dann. Genau. Oder? Jein, jein. Ich glaube, die Mittelweg, die Balance zwischen beiden Sachen, das ist das Richtige dann. Ja, klar. Also was auf jeden Fall, deshalb fand ich die Formel so cool, weil sie eine viel niedrigere Zahl letztlich rausspuckt, als die meisten denken. Und dann ist es so, wie du sagst, man ist dann zwar vielleicht, wenn es gut läuft, Mitte 40 statt 25,

[00:59:03] aber du bist halt Mitte 40 und nicht Mitte 60, bevor man dann sagt, ich lege jetzt los. Und deshalb fand ich das ganz interessant, dass man da die Grundbedürfnisse letztlich gedeckt hat und dann sagen kann, okay und jetzt ist es gar nicht mehr, dass ich mir sag, nach mir die Sinnflut, sondern jetzt priorisiere ich einfach um. Und was noch für mich, ich habe ja vorhin schon einen kleinen Kritikpunkt aufgemacht,

[00:59:31] was für mich noch auch ein Stück weit gegen die Idee spricht, vor allem, wenn man so ein Gut wie Bitcoin mit reinnimmt, wir haben es ja schon über die Opportunitätskosten gehabt, aber wenn du das Geld halt unmittelbar ausgibst zu einem relativ hohen Teil, dann ist man ja letztlich dazu verdammt, irgendwie das Glück zu haben, mit der Inflation Schritt zu halten.

[01:00:00] Und wenn du die 3% Inflation nimmst, weil du immer von der Hand in den Mund lebst, ich überspitze jetzt, so sagt er es ja nicht, weil du immer von der Hand in den Mund lebst und alles, alles verwendest, weil man sagt, das Leben ist schön und ich will es maximal genießen, ich spare überhaupt nichts für die Zukunft oder fürs Alter, ich will möglichst viel Erinnerungsdividende, dann ist die Wahrscheinlichkeit halt recht hoch, dass man immer ärmer wird, weil allein an der offiziellen Inflationsrate gemessen, ist es ja so,

[01:00:30] dass die allerwenigsten regelmäßig ihren Lohnausgleich in eben dieser Höhe bekommen. Klar, es gibt Arbeitnehmer, die schaffen das, wenn man einen Jobwechsel regelmäßig vollzieht, geht es besser, als wenn man 30 Jahre in seiner Firma bleibt. aber es ist ja schon so, dass dir dann immer weniger letztlich bleibt, was du verkonsumieren und damit verleben kannst, um Erinnerungen zu schaffen. Während wenn man sagt, ich zwack ein Teil ab und lege ihn an,

[01:00:59] in gerade beispielsweise Bitcoin, dann erhalte ich halt die Kaufkraft. Das ist ja letztlich das, was man sich erhofft, wenn man spart. Die Kaufkraft bleibt erhalten. Und bei Bitcoin hast du on top noch den Schnaps mehr, der ist mal größer, mal kleiner, dass es sich halt noch vermehrt. Das heißt, lange Rede, kurzer Sinn, wenn ich zu viel das jetzt priorisiere, im Vergleich zu einer sinnvollen Kapitalanlage,

[01:01:29] dann verarme ich im Laufe der Zeit, außer ich bin einer der glücklichen, der es schafft, regelmäßig Gehaltsverhandlungen zu führen, die halt die Inflation ausgleichen. Und naja, also du musst ja nur die Inflationsdaten der letzten fünf Jahre angucken, wie viel haben eine Gehaltserhöhung in gleichem Ausmaß bekommen. Nicht so viel. Ja. Ich würde für mich abschließend sagen, es ist ein cooles Buch zu lesen. Ich finde die Gedanken sehr interessant. Es ist keine Praxisanleitung. Ich glaube,

[01:01:59] aus meiner Sicht muss es auch nicht sein. Und es ist auf jeden Fall ganz wichtig, es zeigt auf, dass beide Extreme falsch sind. extrem Geld auswerfen aus dem Fenster ist Blödsinn. Genauso alles zu sparen für die Zukunft und sagen, okay, ich mache sie Augen zu und ich spare mir mein Leben voll, bis ich dann 50, 60 bin und dann kann ich loslegen. Das ist genauso falsch, sondern es ist eine Mitte und es gibt dafür keine Formel, wie es genau ausrechnen kann. Klar, es gibt den einen Teil,

[01:02:29] wie du gerade angesprochen hast mit den 70 Prozent, aber auch das ist wiederum sehr persönlich. Um mal zu gucken, ob das reicht, aber ich finde es ein sehr schönes Buch, um mal drüber nachzudenken, insbesondere im Hinblick auf Bitcoin, was man dann sieht, welche Opportunitätskosten denn da wirklich dabei sind und ich glaube, für mich, es schadet niemanden zu sagen, ich bin jetzt länger bei Bitcoin dabei, ich habe da jetzt einige Rendite mitgenommen, was natürlich im Gegensatz zum ETF in kurzer Zeit ziemlich viel sein kann, theoretisch,

[01:02:58] und sich davon einfach was zu gönnen, weil am Ende ist es wirklich so, wir können halt nur jetzt einmal etwas ausgeben oder halt ansparen und dann sollte etwas dabei sein, dass schlussendlich das Leben erfüllt ist. Ich meine, für jeden, die Frage muss jeder selber beantworten, was es für ihn bedeutet und das finde ich halt so spannend bei dem Thema und deswegen kann ich nur empfehlen, das Buch mal zu lesen, einfach mal anzugucken, gerade in dem Hinterkopf, als kleines Ding, was so drüber schwebt, zu Bitcoin und da kann man, glaube ich, für sich einiges daraus lernen, weil ich glaube,

[01:03:28] so Thema Bitcoin, was Michael Saylor macht, was die Staaten machen, so what, okay, aber viel Wichtiges am Ende, wie gehe ich mit meinem Geld eigentlich um, weil dann ansonsten kann ich ETFs besparen, ich kann Bitcoin besparen, ich kann Gold kaufen, wenn ich aber keine Ahnung habe, was ich mit dem Geld nachher tun möchte, bringt mir das am Schluss endlich gar nichts und deswegen finde ich es so wichtig, so eine finanzielle Bildung mit reinzubringen und ein Teil ein bisschen anecken, ein bisschen provokant ist dieses Buch auf jeden Fall. Auf jeden Fall, also ich fand es ein mega Buch, ich habe jetzt ein bisschen einen kritischeren Part eingenommen,

[01:03:57] aber ich fand es wirklich gut, also hat großen Spaß gemacht zu lesen, vor allem, weil man sich halt mal mit einer komplett anderen Auffassung oder Herangehensweise auseinandersetzen muss und wenn man halt sonst irgendwie viel liest in dem Bereich, wo wir halt unterwegs sind, ist das schon mal was anderes, gerade auch mit den hohen Schnittmengen zu Bitcoin, mit Geld ist letztlich gespeicherte Lebenszeit und Ähnlichem, das fand ich schon interessant

[01:04:27] und ich könnte mir vorstellen, dass er auch möglicherweise den einen oder anderen Bitcoin in seiner Wallet hat. Genau, sehr schön. Dann würde ich sagen, wir machen hier Schluss, die Podcast-Folge. Wenn ihr Hinweise haben möchtet auf solche Bücher, wir haben unsere Newsletter ja, montags gibt es immer fünf interessante Medien, wie beispielsweise das Buch, wir haben es glaube ich vor ein paar Wochen da schon veröffentlicht gehabt, dass wir das lesen, das ist montags dabei, donnerstags ab sofort immer eine Zusammenfassung der drei wichtigsten Punkte unserer aktuellen Podcast-Folge für jemanden,

[01:04:56] der vielleicht nicht immer dabei sein kann. Deswegen unter www.bitcoinverstehen.info slash Newsletter, wir werden es immer verlinken nochmal, da könnt ihr euch eintragen, ist alles kostenlos, also zweimal die Woche und ansonsten, ja, vielen Dank fürs Zuhören und auch wieder ein interessantes Buch, glaube ich, interessantes Thema und dann hören wir uns nächsten Sonntag wieder zu einer neuen Folge dann. Genau, auch von meiner Seite, vielen Dank fürs Zuhören, hat Spaß gemacht, war interessant, und wenn ihr mal einen anderen Gedankenanspruch braucht, lest euch das Buch durch,

[01:05:27] große oder volle Leseempfehlung unsererseits. Noch ein kurzer Hinweis, die BTC Prag steht wieder vor der Tür. Vom 11. bis zum 13. Juni findet dort nämlich die größte Bitcoin-Konferenz Europas statt und in Prag erwarten euch wirklich spannende Vorträge, unter anderem von Michael Saylor, aber auch von vielen bekannten Stimmen aus dem deutschsprachigen Bereich und außerdem könnt ihr dort ganz viele Bitcoin-Unternehmen kennenlernen und euch natürlich auch mit anderen Personen aus dem Bitcoin-Bereich austauschen. Wenn ihr Zeit habt, können wir euch einen Besuch

[01:05:56] nur wärmstens empfehlen, die Stadt Prag ist natürlich auch wunderschön anzuschauen und vielleicht sehen wir uns dann ja vor Ort und mit unserem Code BTC Verstehen bekommt ihr außerdem einen Rabatt auf euren Ticketkauf. Alle Informationen und die Links dazu findet ihr natürlich wie immer in der Episoden- beziehungsweise Videobeschreibung.