Episode 337 - Bitcoin an Kinder verschenken und vererben: Wie geht das steuerlich richtig? Mit Steuerberater Lars Meyer
Bitcoin verstehen25. Oktober 202601:02:18

Episode 337 - Bitcoin an Kinder verschenken und vererben: Wie geht das steuerlich richtig? Mit Steuerberater Lars Meyer

👨‍👩‍👧 Wir planen eine Live-Masterclass zur Vererbung und Weitergabe von Bitcoin, in der wir noch tiefer einsteigen und auf deine Fragen eingehen. Trag dich in die Warteliste ein und erfahre als Erstes, wann es losgeht 👉🏼 Zur Warteliste anmelden


In dieser Folge sprechen wir mit Lars Meyer von der Steuerberatungskanzlei Klein darüber, was Eltern beachten müssen, wenn sie Bitcoin an ihre Kinder verschenken oder vererben. Wir klären, wann eine Schenkung wirklich eine Schenkung ist, warum sie endgültig ist, welche Freibeträge gelten und warum die Meldung beim Finanzamt wichtig ist. Außerdem sprechen wir über die Fußstapfen-Theorie, bei der das Kind das Kaufdatum der Eltern übernimmt, und darüber, was im Erbfall mit Notfallmappe, Nachweisen und Erbschaftsteuer passiert.



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📋 TIMESTAMPS


(00:00:00) Einleitung

(00:02:58) Bitcoin für Kinder kaufen: Wie fängt man richtig an?

(00:19:30) Wie dokumentiere ich richtig?

(00:28:32) Darf ich überhaupt Bitcoin für mein Kind kaufen?

(00:36:21) Was ist die Fußstapfen-Theorie?

(00:39:09) Wie nutze ich den Freibetrag am besten aus?

(00:47:40) Was passiert im Erbfall?

(00:58:20) Die wichtigsten Tipps zum Schluss


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🎵 MUSIK

[00:00:00] Bevor wir mit unserer Folge starten, wir hatten euch gefragt, welche Themen euch bei Bitcoin am meisten beschäftigen. Eine der häufigsten Antworten war das Vererben von Bitcoin und der Kauf von Bitcoin für Kinder. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Folge. Und wir planen dazu ebenfalls noch eine Live Masterclass, in der wir noch tiefer in das Thema einsteigen und ihr eure Fragen stellen könnt. Wenn ihr Interesse daran habt, tragt euch gerne auf unsere Warteliste ein. Den Link dazu findet ihr wie immer unten in der Episodenbeschreibung. Wir melden uns dann, sobald es losgeht.

[00:00:29] Und jetzt viel Spaß mit unserer Folge. Hallo Lars, herzlich willkommen bei uns im Podcast. Es freut uns wirklich riesig, dass du heute dabei bist. Ja, vielen Dank für die Einladung, Jonas. Servus Lars, schön, dass du hier bist. Wir sprechen nämlich heute über das große Thema Bitcoin kaufen, aber in diesem Fall für Kinder vor allem auch und vor allem zum Thema Nachfolgeplanung, weil wir vor einigen Monaten eine Umfrage bei uns in der Community gestartet hatten.

[00:00:57] Und einer der großen Themen war Thema Vererbung und vor allem auch die Thematik, was muss ich denn beim Kauf von Bitcoin für die Kinder beachten, gerade wenn man Eltern ist. Man hat vielleicht ein neugeborenes Kind und möchte jetzt zum Beispiel direkt Bitcoin kaufen für den Staat, weil man sagt, Bitcoin ist das für die Zukunft. Das möchte ich nutzen und da möchten wir heute mal ein bisschen drauf reingehen. Für alle die, die vielleicht später reinhören, wir haben heute den 16. Oktober und haben einen Bitcoin-Preis von 73.400 Euro und 82.400 US-Dollar.

[00:01:24] Bevor wir reinsteigen, du bist Steuerberater im Kryptobereich und insbesondere auch im Thema Nachfolgeplanung. Was mich da kurz interessieren würde, wie kommt man dazu, Steuerberater plus Krypto? Weil es ist ja doch noch ein Thema, das ziemlich frisch ist, würde ich jetzt mal sagen. Ja, das hast du einen guten Punkt getroffen. Ja, einfach durch Eigeninteresse. Ich habe auch schon früh investiert. Ich sage ganz gerne, das erste Mal im Krypto in Berührung gekommen, habe ich von Bitcoin gehört.

[00:01:50] Das war, da war ich so 16, das müsste so um den Dreh 2012 gewesen sein. Dann auch die ersten Bitcoins gekauft, 5 Euro Gewinn gemacht, gefreut einen Döner von gekauft. Dann wieder verkauft. Heute bereue ich es. Aber ja, letzten Endes, man muss Eigeninteresse haben, weil auch das Thema Kryptowährungen hat im Steuerrecht bisher kaum stattgefunden. Oder hat bisher im Steuerrecht gar nicht stattgefunden. Und ja, man muss motiviert sein.

[00:02:19] Es gibt so viele Besonderheiten, so viele Edge-Cases. Das Steuerrecht, muss ich euch vorstellen, ist über 100 Jahre gewachsen. Kryptowerte gibt es seit 10 Jahren, durch sie wirklich größer in den Medien sind, in der Politik angekommen sind. Und dementsprechend, ja, durch Eigeninteresse bin ich so dazu gekommen. Und ich bin jetzt hier auch in der Kanzlei klein als Partner. Wir haben uns auch auf die Steuerbesteuerung von Krypto-Investoren bzw. sie haben Beratung spezialisiert. Ja, und so bin ich quasi Krypto-Steuerberater geworden.

[00:02:49] Sehr schön. Jetzt sind wir froh, dass du deinen gratis Döner gekauft hast, weil sonst hättest du vielleicht nicht festgestellt, dass das vielleicht ein interessantes Feld ist. Auch wenn es natürlich rückblickend wahrscheinlich ein bisschen ärgerlich ist. Aber vielleicht hast du ja nicht 100 Prozent für den Döner auscashen müssen, sodass immer noch ein bisschen was da ist. Jonas meinte ja, wir wollen über, ja, letztlich Bitcoin-Kauf für Kinder reden. Man kann sich dem Thema ja von verschiedenen Seiten letztlich nähern. Ich würde gerne einfach mal mit einer möglichst breiten Frage starten.

[00:03:19] Was sind denn die Punkte, die man aus deiner Sicht von Anfang an richtig machen muss? Also wenn wir uns jetzt vorstellen, man hat ja ein Elternpaar mit einem Kind und die Eltern sagen, ich möchte gerne jeden Monat beispielsweise 100 Euro für das Kind eben sparen. Auf was muss man achten? Genau, es fängt ja schon damit an, wer ist quasi Eigentümer der Kryptowährung, die gekauft werden wird. Ich meine gleich mal beim Beispiel, um es einfach zu machen, auf einem Bitcoin-Sparplan, ganz klassisch 100 Euro im Monat.

[00:03:48] Den richtet man ja über irgendeine Börse ein. Bei der Börse werden ja die Eltern TYC registriert sein, das kennt ihr ja auch. Wenn man sich auf der Börse anmelden muss, muss man quasi einmal alle Daten angeben. Dann kauft man erstmal für sich selber und man ist selber Eigentümer der Bitcoins. Das heißt auch die Idee, ja, ich spare das für mein Kind. Das ist zwar sehr schön, aber in dem Moment habe ich noch keine Schenkung ausgelöst. Eine Schenkung findet erst statt, wenn das Eigentum tatsächlich übertragen werden wird.

[00:04:16] Und da ist es halt das Einfachste, erstmal ein eigenes Wallet für das Kind einzurechnen. Das darf ich als Elternteil auch entsprechend für das Kind verwalten. Dann habe ich einfach quasi ein eigenes Wallet. Aber das Wallet ist dann auch nur von dem Kind. Das heißt, ich darf noch nicht mal rangehen. Ah, jetzt ist meine Spülmaschine kaputt gegangen. Ich brauche jetzt ein bisschen Geld, dann fuck ich es wieder ab. Das geht dann leider nicht, beziehungsweise das würde dann diesen Eigentumsübertrag der Bitcoins oder der Schenkung in allgemein kaputt machen.

[00:04:45] Ja, und auch warum das wichtig ist, ist halt auch, wir wollen ja gucken, dass das Kind von der Wertsteigerung profitiert. Wir haben ja immer nur gewisse Schenkungssteuerfreibeträge, die wir alle zehn Jahre zur Verfügung haben. Und umso früher wir übertragen, umso mehr bleibt davon übrig. Und die Wertsteigerung nimmt das Kind mit. Deswegen quasi der erste Schritt ist, ich kaufe was und übertrage es auch an mein Kind, damit ich das sauber getrennt habe. Das heißt, die Übertragung ist also, wenn ich das mal wirklich durchgehe, ich, wie du gesagt hast, melde mich bei einer Börse an,

[00:05:16] kaufe dort Bitcoin, sagen wir mal 100 Euro im Monat und ich übertrage die direkt auf eine Hardware Wallet beispielsweise. Du gerade angesprochen hattest, auf eine wirklich eigenständige Hardware Wallet, die ich sage, okay, da schreibe ich jetzt mal rein visuell den Namen des Kindes drauf und das ist wirklich in diese Richtung erst mal getrennt. Muss ich das irgendwie dokumentieren, dass das diese Wallet ist? Weil schlussendlich ja auf dem Bitcoin selbst, den Anteil, steht ja nichts drauf, dass jetzt dieser Anteil dem Kind gehört.

[00:05:43] Genau, ich muss es einmal dokumentiert haben, dass dieses Wallet dem Kind zuzurechnen ist, dass es ein eigenes Seedphrase am besten hat. Und auch, dass das Kind, wenn es dann irgendwann volljährig wird oder vielleicht schon volljährig ist, auch eigenständig auch mal verfügen kann. Das muss ich sauber dokumentieren. Und du sprichst es schon an, Dokumentation ist gerade was Kryptosteuern angeht der Key. Weil wenn man eine saubere Dokumentation hat, kann man später nachweisen, wo wurde was gekauft, wo ist es verkauft worden, beziehungsweise wann wurde es verschenkt.

[00:06:13] Weil auch die Besonderheit ist, bei Dokumentation, man schenkt die Dokumentation quasi dem Kind mit. Das heißt, du zeichnest auf, ich habe jetzt auf der Börse XY für 100 Euro entsprechend den Sparplan ausgelöst, die Kryptoste gekauft und übertrage das jetzt an mein Kind. Dann wird auch der Kauf von dir an dein Kind weiter verschenkt. Und nach einem Jahr, zumindest Stand heute, da ist es ja gerade auch einiges, was die Haltefrist angeht in Diskussion,

[00:06:41] wäre es aber steuerfrei zu verkaufen. Und da zählt halt das Kaufdatum. Das nennt sich die sogenannte Fußstapfen-Theorie. Das ist mal eine schöne Metapher, die man im Steuerrecht hat. Da tritt das Kind quasi in deinen Fußstapfen, läuft dir hinterher und nimmt deine Anschaffungskosten, deinen Anschaffungszeitpunkt mit. Wenn ich als Elternteil mich registriere auf einer Plattform und dann Bitcoin auszahlen möchte auf mein eigenes Wallet,

[00:07:09] werde ich ja dann letztlich dazu aufgefordert zu bestätigen, dass dieses Wallet auch mir gehört. Wenn ich gleichzeitig aber natürlich vorhabe, diese Bitcoin für ein Kind zu kaufen, für mein Kind zu kaufen, würde ich dagegen ja verstoßen. Muss ich dann den Umweg über mein eigenes Wallet gehen und dann eine On-Chain-Transaktion ausführen, nachdem die Bitcoin von der Börse auf meinem Wallet liegen, um sie dann von Wallet 1 auf das Kinderwallet zu transferieren? Das wäre der sauberste Weg, ehrlicherweise, den man gehen muss.

[00:07:39] Das ist in der Praxis natürlich sehr unpraktisch. Die Börsen machen ja diesen Prozess insbesondere dafür, um zu prüfen, ist da irgendwie ein AWM-Thema, also ein Geldwäschethema drin. Es hat eine Thematik, wenn man da jetzt angibt, dass es ein eigenes Wallet ist, das ist natürlich nicht richtig. Das hat aber einen etwas geringeren Dokumentationswert. Man muss aber trotzdem feststellen, klar einen Plan haben, das ist das Wallet von einem Kind.

[00:08:08] Idealerweise verschriftlicht man das auch. Bei einem kleinen Kind ist es jetzt natürlich sehr schwer, dass man das auch irgendwie annimmt, dass es unterschreibt. Aber zum Beispiel, wenn man mit den beiden Elternteilen das zusammen aufsetzen, unterschreiben mit dem Datum, dann hat man da schon eine Aktenlage, schafft eine Dokumentation, die man vorzeigen kann, wenn das Finanzamt mal nachfragen sollte, aber der saubere Weg ist, schon wie du es beschrieben hast. Ich würde es erstmal auf mein eigenes Wallet übertragen und dann nochmal weiter transferieren,

[00:08:36] damit man hier auch den Centralized Exchanges entsprechend gerecht tut und da die alle Geldwäsche, Compliance, Geldwäsche-Rechtlinien entsprechend vollständig einhält. Jetzt hattest du ja schon die Plattform angesprochen, weil das ist ja der erste Punkt, wo ich hingehen muss, um Bitcoin zu kaufen. Und ich habe aber zwei Möglichkeiten. Einerseits kann ich die Bitcoin natürlich transferieren auf eine eigene Wallet, was du jetzt angesprochen hattest. Ich kann aber theoretisch auch bei gewissen Anbietern ja die Bitcoin auf der Plattform selbst liegen lassen. Wie läuft das denn da denn ab?

[00:09:06] Weil da habe ich ja nicht eine Trennung zwischen dem, was ich gekauft habe und das, was ich zum Beispiel auf eine andere Wallet übertragen habe. Und ich kann ja trotzdem sagen, diese 100 Euro, die ich monatlich dort anspare, sind für meine Tochter und meinen Sohn bestimmt. Wie geht man da am besten vor? Das ist schon etwas komplizierter, weil wir müssen eigentlich eine tatsächliche Trennung der Sache haben. Das heißt zu sagen, ja, ich spare das an, das ist die Idee, dann bleibt sie erstmal in meinem Eigentum, die Bitcoins.

[00:09:34] Und ich würde ihnen später schenken, wenn jetzt zum Beispiel das ist, das spare ich an, damit mein Kind in 15 Jahren Führerschein machen kann, dann würde ich sie erst in 15 Jahren verschenken aus meinem Vermögen. Da hätten wir ja, wie gesagt, das Problem der Wertsteigerung. Man kann das auch in Verträge gießen. Das heißt, man würde entweder Treuhandverhältnis schließen, dass man quasi als Treuhänder für das Kind die Bitcoins verhaltet. Das ist aber auf keinen Fall die Ideallösung. Man sollte eine klare Trennung haben.

[00:10:02] Es gibt auch manche Anbieter, gerade wenn es jetzt im Bankenbereich geht, die sowas wie Kinderdepots anbieten, wo dann von vornherein die Trennung vorgenommen wird. Weil diese Vermischung von eigenen Vermögen und dem Vermögen von Kindern oder von fremden Vermögen, das ist immer sehr kritisch, weil das muss man sauber dokumentiert haben. Und das wird zurückfragen. Wenn man von Anfang an eine Struktur plant, wo man klar sagen kann, das sind meine Bitcoins, das sind die Bitcoins meiner Frau, das sind die Bitcoins meiner Kinder,

[00:10:31] dann hat man es nachher deutlich einfacher, auch in der Dokumentation, auch was Haltefristen angeht. Weil man muss sich ja so vorstellen, wir haben ja das FIFO-Prinzip, das heißt auch, wenn ich selber noch aktiv trade und ein Teil dieser Bitcoins noch auf der Börse liegen, die eigentlich meinem Kind gehören, das ist dann schwerer. Es ist einfach nachher technisch kaum noch möglich, das sauber zu dokumentieren. Das können wir auch darstellen.

[00:10:57] Das ist aber unnötig kompliziert, sage ich ganz gerne mal, dass man dann halt auch guckt oder man nimmt eine Börse, die man exibizit für dieses Kind als Sparplan nutzt. Und man nutzt sich für das eigene Handeln, eine andere Plattform, einfach um dann eine saubere Trennung zu haben. Weil am Ende des Tages das auseinander zu dividieren, das ist sehr aufwendig, sehr schwer, führt zu sehr vielen Rückfragen und lässt sich eigentlich durch eine einfache, frühe Trennung gut vermeiden.

[00:11:27] Wenn wir nochmal auf die Hardware Wallets zurückkommen, die die Eltern letztlich für ihr Kind einrichten oder verwenden wollen. Ich habe vielleicht, denke ich, ein bisschen zu paranoid, aber theoretisch könnte es ja sein, dass die Eltern sagen, ja, wir möchten das machen. Wir unterschreiben eine Erklärung, dass wir eben auf diese Wallet zugunsten unseres Kindes, und diese Wallet gehört nur dem Kind, da wird auch keine Waschmaschine von gekauft im Fall der Fälle, eben Bitcoin sparen.

[00:11:59] Wenn irgendwann der Tag der Tage kommt und das Ganze dann vom Finanzamt überprüft wird, ist es, also lange Rede, kurzer Sinn, reicht das dem Finanzamt aus, wenn da eine Unterschrift von beiden Eltern draufsteht, dass das jetzt dem Kind gehört? Weil theoretisch, so ein Dokument kann man ja auch umdatieren, macht natürlich niemand, aber genügt das wirklich als Beweis? Genau, also an sich sind die Angaben des Steuerpflichtigen erstmal zu glauben, es sprechen Gründe dagegen.

[00:12:29] Da wäre zum Beispiel dieser regelmäßige Entnahme durch die Eltern, was dagegen sprechen würde. Und was auch noch dazu kommt, Schenkungen in Deutschland müssen dem Finanzamt innerhalb von drei Monaten gemeldet werden. Das heißt, man macht eine formlose Meldung, da steht quasi der Schenker und der Beschenkte drauf, und der Wert der Schenkung, beziehungsweise die Art des Schenken. Da können wir jetzt hingehen und alle drei Monate den Finanzamt melden, liebes Finanzamt, ich habe jetzt 100 Euro,

[00:12:56] beziehungsweise 0,013 Bitcoins beispielsweise, einem Kind geschenkt, am so und so vielten. Und das würde ich ja dann auch anscheinend rekonstruieren können, dass das übereinstimmt. Dann habe ich mal eine Aktenlage beim Finanzamt geschaffen, und auch diese Schenkungsanzeigen, die besteht zwar gesetzlich eine Pflicht zu, die innerhalb von drei Monaten zu machen, es ist aber umstritten, ob die auch besteht, wenn man unter dem Schenkungssteuerfreibetrag ist. Wir sprechen ja mal hier von Eltern zu Kindern,

[00:13:25] da habe ich alle zehn Jahre rollend einen Schenkungssteuerfreibetrag von 400.000 Euro. Sprich, innerhalb von einem Zeitraum von zehn Jahren kann ich meinem Kind 400.000 Euro schenken. Das muss nicht in einer Summe sein, sondern könnte quasi jedes Jahr 40.000 Euro sein, ohne dass es Schenkungssteuer anfällt. Und wenn ich jetzt diese Meldung beim Finanzamt anmache, dann wird eine entsprechende Akte geführt. Das ist aktenkundig. Es ist keine neue Tatsache beim Finanzamt. Und dann ist es halt so,

[00:13:53] dass das Finanzamt einen auch in der Praxis glaubt und es da zu wenigen Rückfragen kommt. Wichtig ist es halt, man muss es auch dokumentieren. Man muss es entsprechend auch melden. Dann hat man keine großen Probleme am Ende des Tages. Ja, denn Teil der Schenkung, der Weitergabe, mit dem, da kommen wir glaube ich später auch nochmal komplett drauf zu sprechen, weil das ja ein großes Thema ist, bis ich dann ja irgendwann gekauft habe. Plus dann eben, mein Kind wird irgendwann 18 zum Beispiel und dann will ich es weitergeben. Ich möchte aber einmal noch den Punkt haben,

[00:14:21] weil wir in unserer Community glaube ich ziemlich viele haben, die eine Hardwallet nutzen. Also Bitbox beispielsweise nutzen einige. Und bei den Konten oder bei den Anbietern kann man häufig ja auch Unterkonten auf den Wallet selbst anlegen. Das ist so gesehen dann, man hat ja einen Seed Phrase und darunter legt man verschiedene Konten an. Man kann dann sagen, das ist dann meins, das ist für den Urlaub und das ist möglicherweise für das Kind. Aber alles unter einem Wallet. Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, es kann das funktionieren, ist aber nicht die beste Variante. Das heißt,

[00:14:50] ist es gut, das zu machen oder sollte man wirklich unterschiedliche Wallets nutzen, also wirklich mit unterschiedlichen Seed Phrases, also wirklich komplett getrennt das Ganze haben? Also die wirklich komplette Trennung ist auf jeden Fall der bessere Weg. Man muss auch mal gucken, was es kosten, was es nutzen. Wenn ich jetzt einen Sparplan habe von 50 Euro im Monat, sprechen wir über sehr kleine Beträge und auch das Finanzamt oder später die Behörden, die gucken ja an, wo kommt das Geld her? Das geht ja auch mal ein bisschen um die Verhältnismäßigkeit.

[00:15:19] Man kann sich da auch ganz gerne, weil ich jetzt ganz gerne tot verwalten, man kann alles zu 100% sauber machen. Da ist natürlich die Antwort, ja am besten auch ein komplett eigenes Hardware-Wallet kaufen, einen komplett eigenen Ledger-Stick zum Beispiel, dass man da halt eine ganz saubere Trennung hat. In der Praxis funktioniert das nicht immer. Das ist mir auch bewusst. Da würden diese Unterkonten auch schon ein sehr starkes Indiz sein, dass diese Trennung auch wirklich stattfindet und die auch gelebt wird. Dass man sagt, okay, das ist jetzt wirklich,

[00:15:49] ich verwahre das Geld für mein Kind. Das ist ja vergleichbar, um das mal in Fiat-Welt zu schauen. Das Sparschwein steht auch im Elternhaus, gehört aber dem Kind. So ist es ja dann auch vergleichbar mit den Unterwallets auf meinem eigenen Hardware-Wallet. Dementsprechend kann man das auch so machen. Es ist aber angreifbar und umso größer die Summen werden, umso strikter. Da muss man auch darauf achten, dass wir diese saubere Trennung haben, weil umso mehr Nachfragen kann es in Zukunft von Seiten des Finanzamtes

[00:16:18] oder auch später von Banken beispielsweise geben, wenn es um die Mittelherkunft geht. Werbung Wenn ihr in Bitcoin sparen möchtet, dann können wir euch die Relai-App aus der Schweiz empfehlen. Mit dieser könnt ihr schnell und unkompliziert Bitcoin kaufen, beispielsweise mit einem Sparplan. Neu ist jetzt, dass ihr eure Sparpläne direkt in der App anpassen könnt, also Betrag oder Kaufdatum ändern, ohne den Plan löschen oder neu erstellen zu müssen. Und mit unserem Code BTC verstehen, könnt ihr 10% auf eure Gebühren sparen

[00:16:47] und gleichzeitig unsere Arbeit unterstützen. Alle Informationen zu Relay findet ihr wie immer in den Shownotes und jetzt wünschen wir euch weiterhin viel Spaß bei unserer aktuellen Folge. Werbung Ende Siehst du die Gefahr? Ich weiß gar nicht, wo ich das aufgeschnappt habe, aber der Gedanke ist aus meiner Sicht nicht ganz abwegig. Das ist auch für die Aussicht eines besonders undankbaren Finanzbeamten, den man vielleicht erwischt, dass wenn man das alles auf einem Wallet liegen lässt, dass dann vielleicht gesagt wird,

[00:17:15] naja, verwahrt ihr ja gemeinsam? Ihr habt möglicherweise Gesellschaft mit dem Zweck der Verwahrung, sprich, dass man da in eine GbR reinrutscht, ohne das zu wollen? Also das ist alles im Rahmen der Möglichkeiten. Es ist alles möglich, wir müssen aber unterscheiden. Wir wären ja hier in einer Vermögensverwaltenden GbR, dass wir beim Finanzamt auch eher in einer Bruchteilsgemeinschaft drin sind. Das heißt, es würde auch im Rahmen dieser GbR, die man quasi auch immer schließt, das hat man ja sehr schnell

[00:17:45] in GbR gegründet, ohne dass man es auch vielleicht gemerkt hat, dass man aber eine Bruchteilsgemeinschaft hat und der entsprechende Trennung stattfindet. Letzten Endes eine GbR ist auch, wir kaufen uns zusammen eine Pizza und wir rufen zusammen an, dann haben wir in dem Fall auch schon eine GbR gegründet. Das klingt häufig schlimm, weil man da sagt, wo Gesellschaft, das ist sehr komplex. In der Praxis ist halt, wie gesagt, eher das Problem, dass man halt diese Trennung später auseinander dividieren muss. Der Gedanke der GbR, ja,

[00:18:14] ist unter Umständen erfüllt, ist aber zumindest heutzutage noch nicht ganz so praxisrelevant, dass da die Rückfragen kommen, sondern eher, dass man es halt sauber dokumentiert hat, dass man sagt, dieser Bruchteil, also jetzt hier auch ganz beispielsweise, wir haben zusammen einen Bitcoin auf dem Ledger liegen, 0,3, jeder von uns gehört 0,33, dann haben wir das auch dokumentiert und wenn wir da irgendwie Wertverschiebungen drin haben, haben wir zwar eine GbR, aber diese Bruchteile, die da beteiligt sind, in der Bruchteilsgemeinschaft, besser gesagt, steuerrechtlich,

[00:18:42] wäre das dann in Ordnung. Wenn ich noch kurz Jonas eine nachfragen stellen darf, wenn sich das Steuerrecht jetzt ändern sollte, könnte es ja aber schon erhebliche Relevanz haben, oder? Wenn du dann als Privatperson, wobei, nee, es ergibt keinen Sinn, als Privatperson wärst du dann ja in der Abgeltungssteuer und bei der GbR ist das ja ohnehin nicht steuerfrei, dann dürfte sich das nicht ändern. Also vielleicht auch nochmal hier bei der GbR, wir hätten dann eine steuerrechtlich für eine Vermögensverwaltende GbR, das heißt,

[00:19:12] die GbR wird wie eine Privatperson besteuert, das heißt, die Gewerblichkeit ist nicht dadurch gegeben, dass wir uns zusammenschließen, um zusammen zu investieren, zum Beispiel mit meinem Kind, das ist, wir sind weiterhin nicht gewerblich, das heißt, wir haben Stand heute auch, wenn wir als GbR nur mit Kryptowährungen handeln, kaufen, verkaufen, wir Vermögensverwalten und werden besteuert wie eine Privatperson, sprich nach einem Jahr könnten wir steuerfrei verkaufen. Du hast gerade den Punkt der Dokumentation zweimal angesprochen, weil ich glaube, dass es für ganz viele

[00:19:41] eine große Thematik ist. Jetzt machen wir das Thema vielleicht wieder auf, wir sind die Eltern, wir kriegen jetzt zusammen ein Kind, also nicht wir zusammen, aber man kriegt das hypothetische zusammen ein Kind und fängt jetzt an, jeden Monat 100 Euro in Bitcoin zu sparen. Wie gehe ich da vor bei der Dokumentation? Excel-Liste, Kontoauszüge, die CSV-Dateien auf der Plattform, was ist die richtige Vorgehensweise, weil ich muss das ja über eine ziemlich lange Zeit aufrechthalten, damit auch das Kind möglicherweise nachher genauso diese Dateninformationen haben kann.

[00:20:10] Genau, also ich würde da frühzeitig schon auf ein Steuertool wechseln, wie zum Beispiel Cointracking, dort kann ich die Transaktionen erfassen, da habe ich auch häufig die Möglichkeiten, einen Schenken darzustellen. Wir arbeiten sehr viel mit Cointracking, wenn ich das jetzt als Beispiel nehmen kann, da kann ich auch einen Abfluss-Typ nehmen, Schenkung, das heißt, bei mir würde dargestellt werden, ich kaufe für 100 Euro und spreche die Bitcoins, dann habe ich einen Abfluss

[00:20:39] auf das entsprechende Wallet, dann habe ich eine Auszahlung, da würde ich diese Auszahlung als Schenkung darstellen, das würde das Programm auch richtig verarbeiten, dass ich da keinen steuerpflichtigen Verkauf habe, sondern dass diese Schenkung für Zwecke der Einkommenssteuer neutral ist und dann würde ich entsprechend auch einen eigenen Account haben für mein Kind, einfach um da die Transaktion sauber zu tracken und da würde ich dann eine Schenkung erhalten, ankreuzen und dann anklicken und dann werdet ihr auch mal sehen, wenn ihr das mal zu Hause ausprobieren wollt, bei eurem eigenen Account,

[00:21:09] da kommt dann ein zweites Fenster noch darunter raus, mit so zwei Zeilen darunter nochmal auf, da wird mich gefragt nach den Anschaffungszeiten und den Anschaffungskosten, weil ich da direkt mit dokumentieren kann, wann habe ich die gekauft, weil wenn ich dann in 10 Jahren oder in 18 Jahren, das ging voll, ich würde sagen, hier ist da ein Ledger mit den Accounts auf, hier ist die Dokumentation drin und ja, keine Ahnung, wann ich die gekauft habe oder zu welchen Werten ich die gekauft habe, gerade zukünftig die Haltefrist wegfallen sollte, muss ich trotzdem noch die Anschaffungskosten nachweisen und ja,

[00:21:39] sagen wir so, ich kann mich in zwei Jahren nicht mehr daran erinnern, für wie viel ich jetzt beispielsweise was gekauft habe, das wird super schwer und deswegen ist noch mein Rat frühzeitig mit der Dokumentation anfangen, weil wenn es einmal drin ist, dann habe ich da die Reports, ich kann die auch jährlich ziehen, kann über Backups auch diese Daten ziehen, nochmal sicher speichern, falls irgendwann mal das Programm nicht mehr funktionieren sollte, dass ich da halt einfach frühzeitig alles dokumentiert habe. Über eine Excel-Liste würde ich das natürlich nicht raten, das genügt zum einen

[00:22:09] dem Finanzamt nicht, wir haben jetzt ja schon relativ starke Anforderungen, was dann im Steuerreport rein muss und da ist klar Aussage, Excel-Listen sind nicht ausreichend für eine spätere Dokumentation und auch aus der Praxis, das funktioniert vielleicht die ersten zwei, drei Jahre, aber irgendwann wird es zu viel, zu komplex, die Excel-Listen werden zu lang und spätestens dann die ersten Transaktionen hin und her geschoben werden, wenn wir da noch die Depot-Trennung berücksichtigen, da ist eine Excel-Liste sehr schnell abgehangen und da lohnt es sich einfach auf ein Programm

[00:22:39] zurückzugreifen. Wenn das Kind vielleicht irgendwann so 14, 15 ist und irgendwann Lust hat, so ein bisschen mal mit dem Bitcoin dann herum zu experimentieren, sprich ein anderes Wallet irgendwo eröffnet und dann die Bitcoin von A nach B transferiert, ist das dann auch ausschließlich ein Dokumentationsproblem oder gibt es da andere Fallstricke, an die man denken muss? Also wenn ich jetzt quasi nur ein Wallet-to-Wallet-Transfer habe, das ist ja in der

[00:23:09] Eigenvermögenssphäre, da habe ich als Kind, als Minderjähriger auch nicht die großen Probleme, weil es ja kein Rechtsgeschäft ist, was ich mit anderen abschließen würde. Etwas anderes wäre, wenn ich jetzt quasi als Kind an eine Börse übertrage, um dort zu graden. Das bedeutet, da bräuchte ich die Zustimmung der Eltern und die meisten Börsen würden es auch gar nicht zulassen, die sagen, Mindestalter zum Handeln ist 18 Jahre, aber auch wenn man sagt, ja, ich erlaube es meinem Kind, ich gucke, dass wir zusammen einen Account erstellen,

[00:23:39] dann muss das Kind halt auch entsprechend die Dokumentation fortführen, weil auch als Minderjähriger ist man verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben, beziehungsweise eine Steuer zu machen. Das beginnt leider nicht erst mit dem 18. Geburtstag, sondern schon früher und das kommt auch vor, dass das Finanzamt, gerade wenn es ein bisschen größer Summen sind, bei Minderjährigen dann auch nachfragt, ja, was war denn damals mit der Steuer gewesen? Es ging sogar schon so weit, dass ich Fälle hatten, wo dann in der Steuer gefragt wurde, ja, gab es mit zwölf Jahren auch schon

[00:24:08] Koptoreinkünfte? Also das ist schon, dass man da entsprechend die Dokumentation auch fortführen muss und natürlich auch die rechten Komponente beinhalten muss. Also sprich, wenn es zum Trading geht, mit der Zustimmung der Eltern und für Leute auch zumindest bei den Centralized Exchanges relativ schwer zu sein, eine Börse zu finden, die das überhaupt erlaubt. Wir haben jetzt eine zweiteilige Frage noch dazu. Erstens, Thema Cointracking und Co., die Steuertools, da klingeln natürlich bei einigen jetzt wieder die Alarmglocken und sagen,

[00:24:38] ja, Privatsphäre, ich will ja nicht in deinem Steuertool nicht eingeben, was ich habe, ich weiß nicht, was mit Cointracking passiert, das Thema hatten wir bei uns im Podcast auch schon mehrmals besprochen, ist das wirklich die einzige Möglichkeit, das zu tun und zweitens, muss ich denn noch was anderes aufbewahren? Die Überweisung muss ich nachweisen, wo das Geld denn herkam, womit ich die Bitcoin gekauft habe, also was kommt denn noch dazu zu dieser Dokumentation? Genau, also die Dokumentation Cointracking, das Thema kennen wir auch aus der Mandantschaft, zu Genüge,

[00:25:09] man muss sich dem Finanzamt leider irgendwo gläsern gegenüber machen, das heißt, man muss schon gucken, dass man eine vernünftige Dokumentation hat und es ist aber auch nicht so zum Beispiel, dass man zwingend, das will das BMF unter Umständen zwar auch, dass man die Vorbestände notiert, das ist aber nur die Meinung des BMF ist, das heißt, es ist kein Gesetz, was einen dazu verpflichtet, die Kontostände preiszugeben. Dass man aber irgendwo gläsern wird, wird spätestens mit DAC8 und Mika-Verordnungen

[00:25:37] der Fall sein, da wird das Wettbewerb bedeuten, eh das Handelsvolumen den Finanzämtern gespiegelt, das heißt, man wird leider immer gläserner, was das angeht und ja, dass man da irgendwo eine Aufzeichnung hat, wo das Vermögen ist, das ist leider notwendig, dass man da entsprechend später Dokumentationen vorweisen kann, dass man, wo was gekauft worden ist und wie es vorangegangen ist und da anschließend auch deine Frage,

[00:26:07] auch zum Thema Mittelherkunft, da kommt es auch immer darauf an, wie wurde es gekauft, habe ich jetzt über ein Bankkonto, Fiat-Geld, auch eine Börse eingezahlt und von Fiat-Geld Bitcoins gekauft, gerade wenn es in den Vermögensverhältnissen passt, dann wäre da keine, dann ist das, dann reicht das schon aus, dann muss man jetzt nichts Großartiges zusätzlich dokumentieren, aber wenn beispielsweise noch eine Schenkung kommt, jetzt bleiben wir beim gemeinschaftlichen Kind, dann schenkt die Oma

[00:26:36] nochmal 20.000 Euro, beide Elternteile sind jetzt auch nicht gerade wohlhabend und dann gehen 20.000 Euro ans Kind weiter, dann sollte man schon dokumentieren, dass dieses Geld entsprechend auch von der Oma stammt, aus einer Schenkung, dass man da halt nachweisen kann, wo es rankommt. Es hat immer sehr viel mit Verhältnismäßigkeit zu tun. Sprechen wir über kleine Beträge im zwei- bis dreistelligen Bereich, da ist die Dokumentationspflicht geringer oder sind es höhere Beträge, dann sind es entsprechend höher und vor allem,

[00:27:06] wenn es hohe Beträge sind, die nicht zu den normalen Lebensverhältnissen passen, dann muss man es immer erklären, wenn es jetzt normal ist, dass das normale Geld aus der Anstellung beispielsweise ist, was aufs Bankkonto rankommt, da haben wir quasi schon die Bank als Instanz vorgestellt, die die erste Mittelherpunkt quasi bestätigt, weil was auf dem Bankkonto landet, ist in der Regel weißes Geld. Das war für mich eine neue Information,

[00:27:36] dass man dann Gefahr oder eher Gefahr läuft, eine Nachfrage zu provozieren, wenn das Finanzamt der Auffassung ist, dass die Investition nicht zu beispielsweise dem eigenen Einkommen passt. Also wenn ich ein hohes Einkommen habe und große Vermögen auf einmal investiere, dann ist es aus Sicht des Finanzamts eher okay, als wenn ich jetzt das Gegenbeispiel mache, ich weiß nicht, 1500 Euro im Monat verdiene und dann mehr oder weniger aus dem Nichts

[00:28:05] 15.000 Euro auf einmal investieren würde. Ich glaube, wenn die Investition nicht zum Einkommen passt, das ist immer erklärungsbedürftig. Und wenn die Investition zum Einkommen passt, dann ist das weniger erklärungsbedürftig. Also wenn wir jetzt hier einen Arzt haben, der 300.000 Euro im Jahr verdient, der kann im Monat auch mal 10.000 Euro investieren, ohne dass es zurückfragen kommt. Wenn es jetzt der Arbeitslose ist, der monatlich 500 Euro zur Verfügung hat und auf einmal

[00:28:35] 10.000 Euro investiert, das führt dann zu Rückfragen eher als der andere Fall. Okay. Da passt vielleicht ganz gut die Frage dazu, die wir vielleicht am Anfang auch stellen könnten. Darf ich eigentlich als Eltern überhaupt für mein Kind Bitcoin kaufen? Wenn man in Medien rumliest, denkt man bei Bitcoin immer noch, man riecht von Risikoreich, Volatilität, Ausfallrisiko und so weiter. Da würden jetzt einige sagen, Lars, das kannst du doch nicht tun, du kannst nicht für deinen Sohn Bitcoin kaufen, du bist doch wahnsinnig, du gehst ins Casino mit dem

[00:29:05] Geld und du spielst mit der Zukunft deines Kindes. Wie ist denn da die Lage dann im Ende? Genau, also es ist ja, ich kaufe ja, ich kaufe die Bitcoins und schenke sie meinem Kind und die Schenkung ist ja ein rein vorteilhaftes Rechtsgeschäft für das Kind. Im schlimmsten Fall kann das Kind nichts haben, mich zwingt aber auch niemand, meinem Kind was zu schenken. Deswegen ist es in Ordnung, dass ich meinem Kind Bitcoin schenke, was anderes, das ist jetzt nicht Thema, wäre zum Beispiel, wenn ich jetzt einen Gesellschaftsanteil an mein Kind schenken würde, einer Person in Gesellschaft,

[00:29:35] da könnte es auch Nachteil geben, wenn sie quasi irgendwelche Geldforderungen rauskommen können. Aber im schlimmsten Fall hat das Kind einen Totalverlust, dann wäre es so, als hätte ich nichts geschenkt, das ist dann in Ordnung und das ist letzten Endes auch meine freie Entscheidung, niemand hat mir reinzugeben, wie ich das Geld für mein Kind, was ich ihm schenken will, zu investieren habe. Weil es ja eine Schenkung ist, eine Schenkung zeichnet es dazu aus, es ist eine freiwillige Zuwendung an eine andere Person, niemand zwingt sich was zu schenken, deswegen geht es auch niemandem was an, weil es hat im Zweifel nur einen Vorteil, es kann im Wert steigen

[00:30:05] und kann maximal auf null fallen. wie wäre das, wenn jetzt die Oma dem Kind Euro schenkt und die Eltern sagen, hier, wir haben die Vermögenssorge für dich, wir investieren jetzt für dich deine Euro von der Oma in Bitcoin, würde sich da was ändern? Das ist schon etwas schwieriger, weil da ist ja das Risiko, in dem Moment, wo die Oma das Geld dem Enkelkind schenkt, es ist ja auch nicht mal das Geld der Eltern, sondern das Enkelkind selber und da besteht

[00:30:34] zumindest das latente Risiko, dass wenn dann der Wert auf null fallen könnte, dass man da entsprechend fehlinvestiert hat, dass das Kind unter Umständen später einen Ausreisanspruch gegenüber den Eltern hätte, da sollte man vorsichtiger sein, wenn es fremdes Geld ist, was man geschenkt bekommt, da ist mein Rat, das dann eher defensiv zu investieren, auch wenn es im Zweifel weniger Erträge erbringt, aber man kann ja vielleicht auch mit der Großmutter, also mit seinen Eltern

[00:31:04] reden, ja, anstatt die 10.000 Euro im Bar zu schenken oder aufs Sparbuch zu schenken, kauft doch lieber Bitcoins davon und übertragt ja auf ein Wallet und dann ist es ja auch wieder in Ordnung, da habe ich quasi der Großmutter gesagt, hier, mach mal wieder das, das ist, glaube ich, eine bessere Entscheidung und dann ist auch wieder diese freiwillige Zuwendung der Großmutter an das Kind, das dann wieder in Ordnung ist. Das ist dann spannend, das ist dann natürlich so eine Einstellungssache, finde ich Bitcoin besser, finde ich Aktien besser, finde ich Bargeld besser, das ist natürlich immer so die große Frage

[00:31:34] am Ende, aber die muss sich jeder für selbst beantworten. Eine Frage, die da für mich immer aufkommt, ist dann noch, du hast, glaube ich, gerade eben so ein bisschen am Nebensatz schon angesprochen gehabt, wir übertragen jetzt als Elternteil einen gewissen Betrag jeden Monat von Bitcoin auf die Hardwallet und das Kind ist aber erst fünf, sechs, sieben, acht Jahre alt und da hat sich aber in der letzten Zeit einiges angespart und plötzlich denken wir, ah, das Bitcoin ist ziemlich gut gelaufen jetzt und jetzt haben wir plötzlich eine halbe Million angespart, wir könnten doch ein Haus davon kaufen. Ist das dann möglich zu sagen, nimmt einfach das Geld

[00:32:03] die Schenkung an das Kind wieder zurück und nutzt es dann selbst? Das wäre dann nicht mehr möglich. Eine Schenkung ist quasi immer endgültig, das ist für diese Vermögenstrennung, die wir haben. Das Geld gehört dem Kind und auch daran zu kommen ist an sich nicht möglich. Also auch, man dann sagt ja, man könnte das Geld jetzt an die Eltern verleihen, da hätten wir wieder das Risiko, man es dann quasi die Schenkung nicht bedienen kann, dass es ausfällt, dass es kein vorteilhaftes Geschäft mehr ist, Rechtsgeschäft mehr, wie das Kind ist.

[00:32:33] Das heißt, wenn es einmal in der Sphäre des Kindes ist, dann muss es da auch bleiben. Die Schenkung ist endgültig und kann nicht zurückgeholt werden. Ich kenne das als Kind, ein Spruch hat mir immer, geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen. Ungefähr so kann man sich das auch vorstellen. Das Geld dann auch, wenn man es an die Kinder schenkt. Ja, sehr passend. Das Hausbeispiel ist natürlich schon extrem, dass die Eltern auf die Idee kommen, das Geld zu verwenden, um letztlich

[00:33:03] ein Haus für sich zu kaufen. Wir hatten es ja auch eingangs von der Waschmaschine. Auch da ist es recht klar, offensichtlich verwenden die Eltern das Geld für sich. Wie sieht es dann aus, wenn die Eltern sagen, das Vermögen auf dieser Wallet gehört dem Kind, aber wir wollen es jetzt nutzen für beispielsweise einen Führerschein oder Schulbücher oder Schuhe, einfach alltägliche Ausgaben, die aber dem Kind zugutekommen. Wäre das dann möglich? Das wäre schon eher möglich, weil es ja dann auch in der Vermögenssphäre

[00:33:33] des Kindes bleibt. Die Schuhe gehören ja dann dem Kind, die Schulbücher gehören dem Kind, dem Führerschein gehört. Dem Kind, das bleibt dann quasi im gleichen Topf des Kindes. Das wäre dann schon eher in Ordnung. Aber wir sind da, gerade wenn man da in dieses Vermögen aktiv eingreift bei dem Kind, immer ein bisschen so ein Graubereich, wo man aufpassen muss, worum es geht. Jetzt bei den Kleinbeträgen, wo es auch im Interesse des Kindes ist, da ist es in der Regel unproblematisch. Und auch, wer ist denn am Ende der Anspruch gegen die Eltern,

[00:34:02] das wäre das Kind selber. Und da muss man auch mal sagen, will ich jetzt mit meinen Eltern anfangen, weil die mir ein Schulbuch gekauft haben? Wohl eher nicht, würde ich mit meinen Eltern anfangen, weil das gesparte Geld, was ich vielleicht auch von meiner Oma geschenkt bekommen habe, dann für einen eigenen Hauskauf, der Eltern verwendet worden ist. Da schon eher, dass man da ein bisschen guckt, ey, du merkst schon, ich gehe mal sehr gerne auf die Verhältnismäßigkeit ein, weil diese Kleinigkeiten, die man auch für das Interesse des Kindes kauft, das ist in der Regel unproblematisch. Und vielleicht auch noch kurz die Besonderheit, wir müssen ja dann auch entsprechend die Kryptowerte

[00:34:32] von dem Kind verkaufen, weil ich kann zumindest die meisten Buchhandlungen noch nicht mit Krypto bezahlen und da hätte ich auch wieder eine Veräußerung bei dem Kind, was ein steuerpflichtiges Ereignis bei dem Kind entsprechend auch wieder wäre. Genau, da meine Anschlussfrage, man könnte ja auch sagen, jetzt wir sparen 18 Jahre lang an und Bitcoin steigt aber im Preis sehr, sehr krass an und irgendwann werden die Eltern ein bisschen unruhig, weil plötzlich Bitcoin hypothetisch bei einer Million Euro steht und sagt, wir möchten das jetzt sichern.

[00:35:01] Ist das dann möglich zu sagen, ich verkaufe den einen Bitcoin, den ich dann angespart habe und wandle ihn wieder um, sage ich mal, in Fiat-Geld? Genau, das wäre dann wieder ein Vermögensumstrukturierung, dass ich halt quasi von Bitcoin was abziehe und dann entsprechend auch im Fiat umwandle. Das Fiat-Konto aber weiterhin auf den Namen des Kindes läuft, im Eigentum des Kindes steht. Das ist in der Regel möglich. Du hast ja eigentlich diese Fußstapfen-Theorie angesprochen. Könntest du dazu nochmal zu ausführen, wenn jetzt die Eltern

[00:35:30] kaufen an Tag 1 und sie dokumentieren das, übertragen das Vermögen letztlich auf die Wallet des Kindes und das Kind veräußert dann. Dann erbt das Kind in Anführungszeichen den Fußstapfen der Eltern hinsichtlich des Zeitpunkts des Kaufs, richtig? Genau. Also ich mache es vielleicht ein bisschen praktisch als Beispiel. Die Eltern haben 2017 für 20.000 Dollar gekauft und schenken ist dann 2025

[00:36:01] dann zum Wert von 100.000 Dollar und das Kind verkauft hypothetisch im Jahr 2030 für 200.000 Dollar. Einfach, dass wir so eine Zeitstrahl haben. Dann würde jetzt hingegangen werden und würde geguckt werden, wann haben die Eltern gekauft. Da würde ich feststellen, 2017 auch jetzt zumindest mit den geplanten Gesetzesänderungen würde auch die Haltefrist vererbt werden, also die Anschaffungskosten wird verschenkt werden. Sprich, das Kind könnte dann auch im Jahr 2030

[00:36:30] steuerfrei verkaufen. Aber da gibt es auch ganz coole Gestaltungsmöglichkeiten. So beispielsweise, ich treffe jetzt mal den einen Small Cap Coin, der durch die Decke geht. Ich mache da eine Verzehnfachung des Kurses mit. Ich habe für 1.000 Euro gekauft. Ich habe jetzt einen Wert von 10.000 Euro innerhalb von drei Tagen und mein Kind ist gerade neu geboren und ich will ein Startkapital mitgeben. Dann hätte ich jetzt die Möglichkeit, beispielsweise diese 10.000 Euro in den Small Cap Coin an mein Kind zu schenken.

[00:37:00] Das veräußert dann entsprechend die, oder ich verkäuße das halt für mein Kind, die entsprechenden Bitcoins oder die entsprechende Währung, realisiere den Gewinn von 9.000 Euro. Das wäre jetzt ja grundsätzlich steuerpflichtig, aber wenn mein Kind keine anderen Einkünfte hat, könnte, dann wären diese 10.000 Euro dennoch steuerfrei, weil es unter einem Grund Freibetrag setzt. Den Freibetrag, den hat man von Anfang an und so kann man halt auch ein bisschen die Steuer optimieren, die Einkommenssteuer noch mit optimieren und das Maximum

[00:37:30] aus der Schenkung rausholen, weil bevor ich jetzt 4.000 Euro Steuern auf meinen Gewinn zahle oder 6.000 Euro übrig habe, schenke ich doch lieber die 10.000 Euro meinem Kind und hat dann einen guten Start für den Führerschein, für das Studium, wofür auch immer und das sind also Möglichkeiten, wo man auch mit der Fußstapfentheorie entsprechend noch was optimieren kann, um ja, was rauszuholen noch. Dann lass uns doch bei den Schenkungen jetzt mal bleiben, weil ich glaube, das ist ein großes Thema.

[00:38:00] Fangen wir vielleicht von vorne so ein bisschen an. Ich kaufe Bitcoin für das Kind wieder als Beispiel und übertrage das auf meine Hardwallet. Dann ist das schon von Anfang an jeden Monat eine Schenkung. Also ich spare nicht für mich an und schenke dann in 18 Jahren, sondern ich spare, sagen wir mal, bei 100 Euro pro Monat und übertrage die auf die Wallet. Dann ist das monatlich eine Schenkung, also 12 Schenkungen pro Jahr. Habe ich das richtig verstanden? Genau, das sind 12 Schenkungen pro Jahr und dann auch, das ist quasi durchgehend,

[00:38:29] das Eigentum des Kindes und auch beim 18. Geburtstag beispielsweise würde sich nichts dadurch ändern. Das war vorher Eigentum des Kindes, das ist nachher Eigentum des Kindes. Was sich ändert ist, dass mit 18 Jahren dir das Kind voll geschäftsfähig Kind ist und du quasi nichts dagegen machen kannst. Ich habe jetzt mein Vermögen, ich habe mein Bitcoin-Vermögen jetzt quasi über die, was du über die Jahre für das Kind angespart hast und jeden Moment geschenkt hast, könntest du gerade am nächsten Tag ausgeben und auf den Kopf hauen. Da könntest du dann quasi auch

[00:38:59] erstmal nichts gegen machen. Das ist quasi das, was sich mit dem 18. Geburtstag dann ändert. Werbung Egal welchen Bitcoin-Preis ihr euch für die Zukunft vorstellt, wenn ihr eure Bitcoin nicht sicher aufbewahrt und sie verliert, ist schlussendlich alles egal. Und eine der sichersten Möglichkeiten zur Aufbewahrung ist eine Hardware Wallet und hier können wir euch ja seit Jahren schon die Bitbox 02 aus der Schweiz empfehlen. Sie überzeugt durch die einfache Handhabung, durch die hohen Sicherheitsstandards

[00:39:28] und den starken Support und neuerdings gibt es jetzt die Bitbox 02 Nova auch in Bitcoin Orange. Das heißt also, ihr habt es euch gewünscht und Bitbox hat nun geliefert und wenn ihr eure Wiederherstellungswörter beispielsweise von der Bitbox 02 also eure 12 oder 24 Wörter vor Feuer, Wasser oder anderen externen Einflüssen schützen möchtet, empfehlen wir euch den Edelstahltresort von Sidor. Dort könnt ihr nämlich dann eure Wörter sicher einstanzen und langfristig schützen. Und bei beiden

[00:39:57] spart ihr mit unserem Code BTCverstehen jeweils 5% bei eurer Bestellung und wenn ihr unseren Code verwendet, unterstützt ihr gleichzeitig auch noch unsere Arbeit. Alle Informationen zur Bitbox und zu Sidor findet ihr wie immer unten in den Shownotes und jetzt wünschen wir euch weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Werbung Ende Du meintest ja, man hat, wenn ich dich richtig im Kopf habe oder dich richtig verstanden habe, rollierend 400.000 Euro in 10 Jahren als steuerlichen Freibetrag von Eltern an die Kinder.

[00:40:27] Wie spielt man den am besten aus? Was würdest du da als Tipp mitgeben? Genau, also das wäre halt eigentlich den 10-Jahres-Zeitraum möglich zu nutzen, also sprich auch immer die 400.000 Euro, wenn das Vermögen entsprechend da ist, auszunutzen. Es gibt noch andere Möglichkeiten, beispielsweise durch Auflagen auf die Schenkungen, dass Teilnehmenserträge, der Erträge mir als Schenker noch zustehen, dass ich so den Wert beispielsweise noch runterrechnen kann, weil das Geld, wenn ich irgendwas schenke, generiert das ja in der Regel auch Einnahmen,

[00:40:56] ich sage, diese Einnahmen bleiben bei mir zurück, wird das quasi als Belastung beim Kinder aufgezogen. Das ist relativ kompliziert, das ist auch bei Großvermögen, macht es aber trotzdem Sinn, das halt einfach mal im Rahmen einer Beratung zu machen, dass man ein Gesamtkonstrukt ausarbeitet. Sonst ist es halt eigentlich immer gucken, dass man diese 400.000 Euro alle 10 Jahre ausnutzt und auch, dass man zum Beispiel, wenn man jetzt Kryptowerte hat, auch ein Fählchenskriptodepot hat, dass man vielleicht auch mal guckt, wie stehen gerade die Kursen,

[00:41:26] macht es gerade Sinn zu schenken, haben wir jetzt gerade ein All-Time-High und gehe ich davon aus, dass das vielleicht eher noch ein bisschen sinken wird in den nächsten Zeiten, dann warte ich lieber noch auf der Schenkung oder sind wir gerade am Button angekommen, dann kann ich jetzt schon mal schenken, weil der Wertzuwachs, der später kommt oder auch der Wertverfall, der fällt halt nicht in diesen Freibetrag von 400.000 Euro, der wird quasi einmal fix im Zeitpunkt der Schenkung festgeschrieben und dann im Gesprächlichen Festgeschäft vom Finanzamt und was danach passiert, das ist dann quasi

[00:41:56] bei den Geschenken, bleibt es liegen und das heißt Wertsteigerung unterliegen dann nicht mal eine Schenkungssteuer, sondern Einkommenssteuer beim Geschenken, genauso wie Wertverluste, das heißt halt Freibetrag möglichst auszunutzen und mal auf den Kurschart gucken, wie ist meine Erwartung, sind wir gerade sehr hoch, etwas überbewertet, warte ich vielleicht noch ein bisschen, bis ich was schenke oder sage ich, es gehört einem guter Zeitpunkt, Kurs ist gerade niedrig, jetzt kann ich gut was rüber schenken, ohne dass ich da entsprechend die freien Beträge vollends ausnutze.

[00:42:25] Passt vielleicht ganz gut dazu, weil wir, ich kann mich erinnern, dass wir zwei, drei Einzelgespräche auch hatten mit Personen aus unserer Community und das waren Familienväter, aber auch schon etwas, sagen wir so, dass die Kinder waren nicht mehr 18, die waren vielleicht schon 25 oder sogar älter, da ist dieses Thema ja schon mit diesem, was wir jetzt besprochen haben, mit diesem Sparplan schon weggefallen, sondern weil die, sie selbst irgendwann vielleicht vor zwei, drei Jahren angefangen haben, Bitcoin zu kaufen und dann größere Beträge angespart haben und dann überlegen sie, wo tragen das vielleicht an die Kinder. Da ändert sich dann ja wahrscheinlich auch nichts großartig, weil man hat den Schenkungsfreibetrag

[00:42:54] und ich darf dann entscheiden, an welchem Zeitpunkt möchte ich das verschenken und gucke eben mindestens 400.000, wann es am besten reinpasst, oder? Genau, also wenn ich jetzt einfach ganz normal eine einzelne Schenkung machen will, dann wird ja einfach zu dem Stichtag der Schenkungswert festgestellt. Das ist auch noch ein bisschen die Besonderheit. Bei Kryptowerten gibt es noch keine strenge gesetzliche Regelung, wie diese Bewertung stattzufinden hat. In der Regel wird da auf die Bewertung wie bei Wertpapieren frei herangezogen,

[00:43:24] sprich, dass man den Börsenkurs nimmt beziehungsweise auch, wenn man jetzt bei einer Kryptoschenkung kann man natürlich auf die Sekunde genau stattfinden, aber kann man vielleicht den niedrigsten Tag des, den niedrigsten Tagesgroß nehmen, kann ich vielleicht noch ein paar Gebühren in den Abzug nehmen. Das sind bei größeren Schenkungen auch, wenn es mal gegebenenfalls über einen Freibetrag hinausgehen sollte, kann das natürlich auch mal ganz interessant sein, wenn man dann noch ein paar Prozent sparen kann, links und rechts. Das ist halt das Schöne auch am Krypto-Steuerrecht, es ist alles noch so jung und so neu, man hat als Berater

[00:43:54] auch noch die Möglichkeit viel zu gestalten, viel eine Meinung durchzusetzen, weil es dann am Ende des Tages noch an der finalen Rechtsprechung fehlt. Natürlich gleichzeitig der Nachteil, man hat halt auch nicht diese finale Rechtssicherheit, man sagt so, ja, diese Thematik ist schon seit zig Jahren bekannt, das ist so und so zu handhaben, sondern man hat da noch ein bisschen Gestaltungsspielraum, auch was zu ein paar Bewertungsansätze geht, das kann man dann mal ganz schön mit dem Mandanten nochmal besprechen, was man da nochmal rausholen kann, quasi, wenn man schon mal

[00:44:23] eine Schenkung plant, wie man da vielleicht den Wert sich kleinrechnen kann. Also man sieht richtig, dass es hier Spaß macht, weil du die ganze Zeit so ein Strahlen im Gesicht hast. Das ist cool zu sehen. Wenn man es aber auf ein ganz einfaches Niveau runterbrechen möchte, dann kann man ja aus Elternsicht bei der Schenkung, wahrscheinlich siehst du es anders, ich würde sagen, gar nicht so viel falsch machen, weil man halt den, wenn man den Wert zum Zeitpunkt der Schenkung ansetzt und diesen Zeitpunkt

[00:44:53] sauber dokumentiert, dann sollte es ja passen eigentlich, oder? Genau, also das passt soweit und man muss es halt auch dem Finanzamt melden. Wie gesagt, da gibt es eine Meldepflicht, eine Meldefrist von drei Monaten, wenn man es innerhalb der drei Monate dem Finanzamt meldet, dann ist man für das erste fein und dann kann man es auch einfach gestalten. Und bei den Eltern sind ja meistens Vater und Mutter, das heißt, man könnte theoretisch das doch auch so gestalten, dass beide jeweils ihren eigenen Fallbetrag nutzt.

[00:45:23] Wird das auch funktionieren bei der Schenkung von Bitcoin? Das funktioniert in der Theorie schon, in der Praxis scheitert es häufig daran, dass ein Elternteil investiert hat. Wir haben es ganz häufig auch bei Eheleuten, einer ist der Kryptoinvestor, der hat da Spaß dran, der hat dann entsprechend das Vermögen gemacht und in der Ehe ist es so, wenn man keinen Ehevertrag hat, hat man den Zugewinnensgemeinschaft, das heißt aber auch quasi jeder Ehegatte hat immer noch sein eigenes Vermögen. Das heißt,

[00:45:53] wir haben ganz häufig den Fall, ein Ehegatte hat dann entsprechend das Kryptovermögen von mehreren Millionen Euro und der andere Ehegatte dann entsprechend nicht, weil er nicht in den Krypto investiert hat. Und wenn jetzt die Eltern quasi gemeinschaftlich was schenken würden, hätten wir einen Moment vorher eine Schenkung von einem Ehepartner zum anderen Ehepartner und würden dann eine Schenkung auslösen und das Spieltas ganz mal durch, wenn die Eltern nicht verheiratet sind, das soll es ja auch geben, dann haben wir auch unter den Partnern einen Schenkenscheuer frei betrachten

[00:46:23] 20.000 Euro, sprich, der eine Partner hat jetzt, wir wollen 800.000 Euro einmal ein Kind schenken, also das ist mein Kind schenken, wir sagen nicht verheiratet, beide schenken aber jeweils 400.000 Euro Bitcoins, wird es dazu führen, dass angenommen wird, dass ich eine Sekunde vorher meinem Partner das Geld geschenkt habe, da Schenkensteuer darauf anfällt und dann ans Kind übertragen wird und dann nochmal schenken, beziehungsweise keine Schenkensteuer mehr anfällt, weil er unter einem Freibetrag ist, aber dieser Transfer

[00:46:53] von einem Partner auf einen anderen Ehepartner würde, wenn beide nicht verheiratet sind, dazu führen, dass 380.000 Euro schenken steuerpflichtig ist, da wären fremde Dritte und da würde 30% Schenkensteuer drauf anfallen. Das heißt, vielleicht um meine Aussage ein bisschen zu revidieren von gerade ist es unkompliziert, sein Kind einfach nur was zu schenken, wenn man unter den Freigrenzen ist, dann ja, in der Regel schon, aber gerade wenn man solche Konstellationen hat, zwei Eltern, beide Elternteile wollen was schenken, ab nur ein Elternteil hat die Krypto, hat die

[00:47:23] Werte, dann macht es auf jeden Fall Sinn, da sich vorher ein Konzept zu überlegen, weil da kommt man wo kommt es denn her, ah okay, da gab es vorher noch einen Schenkpunkt, wo wurden die angezeigt und auf einmal hat man dann Schenkensteuer in Höhe von 100.000 Euro unterzogen, wenn jetzt die 380.000 Euro schenkensteuerpflichtig sind und das sind dann auch so Summen, das findet das Finanzamt dann nicht mehr so lustig, da hat man dann schon ein ernstes Problem, ehrlicherweise.

[00:47:53] Kann ich mir vorstellen, ja. Jetzt ist es ja leider so, dass nicht alle immer leben, irgendwann stirbt jemand und dann kann ja auch Vermögen übergehen. Wie ist es denn so, wenn man jetzt zu Lebzeiten die Kinder noch nicht beschenkt hat, der Papa und die Mama haben aber beide investiert in beispielsweise Bitcoin und sterben dann, was muss dann das Kind nachweisen im Todesfall? Also es muss quasi den Wert zum Zeitpunkt des Todesfalls

[00:48:22] nachweisen, also ich habe auf dem Hardware Wallet beispielsweise noch 10 Bitcoins drauf, da würde einfach am Tag des Versterbens des Erbanfalls entsprechend diese 10 Bitcoins bewertet werden und darauf Erschersteuer festgesetzt werden. Ab dem Zeitpunkt, von dem man auf dem Erbe erfährt, muss man das auch innerhalb von drei Monaten an das Finanzamt melden, also quasi das gleiche Spiel wie auch bei einer Schenkung. Das viel größere Problem in der Praxis ist, habe ich

[00:49:02] Zeit noch im Kopf oder irgendwo notiert irgendwo versteckt, aber finden das die Leute, finden das meine Erben später und was passiert auch, wenn zum Beispiel eingebrochen wird, weil die jetzt quasi im Safe liegen zu lassen, am besten noch mit der Adresse daneben ist auch nicht die sicherste Variante, da ist häufig das Problem, wie mache ich es geschickt, wie teile ich die Seedtrace auf, verschiedene Personen auf, die auch alle Bescheid wissen, was zu tun ist, wenn ich nicht mehr da wäre, das ist häufig das

[00:49:32] Problem, dass man Zugriff drauf hat, weil das Finanzamt hat auch die Kenntnis, dass Kupfer Vermögen drin ist, weil der Erblasser, also derjenige, der das vererbt, entsprechend mit meinen Steuererklänen angegeben haben, dann bin ich als Erbe da, dann fragt das Finanzamt nach, was ist mit Kryptowerten passiert, die hast du doch geerbt, dann muss ich versuchen zu beweisen, dass ich keinen Zugriff mehr drauf habe, wie Amazon sagt, mein Paket ist nicht angekommen,

[00:50:02] die wollen ein Beweisbild haben vom leeren Flur, ob das so glaubhaft ist oder nicht, das ist dann in der Praxis das Problem, was man nicht unterschätzen sollte, dass man eine saubere Notfall mappe hat, wo die Leute wissen, da kriege ich die Informationen her, dass man auch Zugriff für die Erben hat. Und dann auch noch eine zweite Besonderheit, ich habe gerade schon die Fußstapfen Theorie angesprochen, man

[00:50:33] jetzt hier, ich vererbe was, ich habe meine Steuern nicht richtig gemacht und dann kriegt mein Erbe halt zwar die Kryptowerte, aber auch gleichzeitig diese Steuerlast, die ich nicht gezahlt habe und er macht sich auch im Zweifel strafbar der Steuerhinterziehung und er ist nicht in meinem Namen Nachmelder, also im Namen des Erblassers nachmelder. Das heißt, wenn ich erbe, muss sicherstellen, sein, dass meine Erben Zugriff auf die Werte haben, dann halt die Erben müssen es halt

[00:51:03] fristgerecht melden innerhalb von drei Monaten und auch ich sollte meine Steuer richtig gemacht haben oder mich als Erbe feststelle, der Erblasser hat es mit der Steuer nicht so genau genommen, dass ich da entsprechend auch die Nachmeldung mache, weil dann muss ich die Steuern nachzahlen und wenn ich nicht machen würde, würde ich mich auch entsprechend der Steuer und Erziehung strafbar machen. Aber wenn wir das Szenario aufmachen, das Kind kriegt eigentlich die Bitcoin geschenkt, das Kind weiß auch, dass

[00:51:33] der Vater hat die Hardworld eingeregt und so weiter, aber der Vater hat komplett verpennt die Wiederherstellungswörter oder die Sicherung niederzuschreiben oder hat sie verloren und nicht weiß, da liegen die 10 Bitcoins und das Finanzamt weiß das auch. Was passiert dann im schlimmsten Fall? Muss ich dann trotzdem die Erbschaftssteuer zahlen? Im schlimmsten Fall musst du dann wirklich die Erbschaftssteuer zahlen. Das heißt, man kann natürlich noch mit dem Finanzamt in die Rechtsbehelf gehen, also

[00:52:02] in Diskussionen gehen, muss man aber auch klagen, weil es halt super schwer ist, was zu beweisen, dass man was nicht mehr hat. Ich kann ja einfach immer die behaupten auch schon, du hast ein Problem, wenn keiner mal hinguckt, das ist halt immer das große Problem, was man in solchen Fällen hat. Das ist dann immer ein Kampf mit den Finanzämtern, dass man tatsächlich Recht bekommt, weil dieses Vermögen ist

[00:52:41] das man was beweisen muss, dass man was nicht hat. Das ist sehr schwierig in der Praxis. Wenn wir jetzt unterstellen, was wir natürlich nicht hoffen, dass sich die steuerliche Behandlung Bitcoins tatsächlich ändern wird, dann sieht das Stand jetzt so aus, dass die bis einschließlich 2026 gekauften Bitcoin steuerfrei bleiben. Wenn ich diese Fußstapfentheorie richtig verstanden habe, dann ist das ja was, was dann der

[00:53:12] potenzielle Nachfolger auch für sich nutzen kann, aber wie ist da die Kombination von dieser Fußstapfentheorie und der Erbfolge? Weil Erbschaftsteuer wird ja wahrscheinlich trotzdem anfallen, aber hat dann der Begünstigte, sprich der Erbe die Möglichkeit, abgesehen von der Erbschaftsteuer, die Bitcoin dann später steuerfrei zu veräußern, wenn der Erb Lasser sie zu einem Zeitpunkt gekauft hat, wo die Steuer noch nicht geändert wurde. Also sehr gut erklärt, alles richtig

[00:53:42] von den Namen, genau. Genauso wie du gesagt hast, die Fußstapfentheorie gilt auch im Fall der Erbschaft, sprich ich habe dann den Nachweis idealerweise schon in den Aufzeichnungen, vielleicht sogar schon in der Notfallmaple drin, die ich gerade angesprochen habe, da wurden die und die Kupferwerte dann und dann gekauft, steuerfrei verkaufen kann, weil das große Problem wird ja auch sein, wenn man jetzt mal weiter spinnt, 2028 soll ja auch in der

[00:54:11] Referentenentwurf so durchgeht, wie er jetzt gerade steht, von den Börsen entsprechend Kapitalertragsteuer einbehalten werden und dann die Anschauungskosten nicht nachweisen kann, auch die Ersatzbemessungsgrundlage, also sprich, statt 0% Steuern zahle ich auf einmal auf 50%, 25% Steuern, also ohne, dass ich irgendwas habe, die Dokumentation, die Fußschapfernteorie gilt da bei den Erben auch und ich bin ein Fan davon, irgendwie eine Notfallmappe zu haben,

[00:54:40] wo halt alles dokumentiert ist, was wichtig ist, jetzt die Wiederherstellungspfrasen vielleicht nicht unbedingt an einem Ort, weil das ist doch sehr unsicher, aber dass man da halt auch die Dokumentation mit vererben kann oder mit schenken kann. Ja, weil du diese Notfallmappe angesprochen hast, das man vielleicht nur einmal zusammenfassen, was rätst denn du deinen Mandanten, gerade bei dem Thema, wenn sie sagen, hey Lars, ich möchte jetzt meinem Kind etwas hinterlassen, wo ich nachher sicher bin, egal wo ich bin, egal was ich mache, die Person, mein Kind, meine Tochter

[00:55:11] kann auf meine Bitcoin zugreifen, aber gleichzeitig auch bis zu dem Zeitpunkt ist das Ganze sicher, weil ich will es auch nicht jedem abgeben, so eine Dokumentation, weil am Ende geht es immer um die Sicherheit und den Zugriff darauf. Genau, also es geht immer darum, wie du schon gesagt hast, da ist einfach einmal der Vorteil, das auf mehrere Personen zu verteilen, dass halt niemand allein einen Schlüssel hat und sonst gibt es auch Personen, die halt einen gewissen Berufsstandard haben, zum Beispiel Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater, die bieten immer eine sogenannte

[00:55:40] Testamentsvollstreckung mit, kann man die als Testamentsvollstrecker auftragen. das heißt, der Testamentsvollstreckung kümmert sich darum, dass die Erben quasi am Ende des Tages an das Geld kommen. Das ist eine Person, der man halt dann vertrauen muss, da muss man auch immer so ehrlich mit sich selber sein, will ich einer Person wirklich meine Seed Phrase anvertrauen, die ich nicht kenne oder die vom Berufsbild sehr vertrauenswürdig ist oder verteile ich es lieber.

[00:56:09] In der Regel, was ich meinen Mandanten rate, ist es eher sogar, dass im eigenen Umfeld mal auch von Personen, die nicht voneinander wissen, dass die quasi alle ein Teil dieses Puzzles sind, weil die können sich im Zweifel ja auch zusammenschließen und dann nicht mir schaden und dass man das halt entsprechend in Notfallmappe zusammenträgt. Umso weiter man das verschlüsselt, umso schwieriger macht man es, dass man da halt Opfer eines Betruges wird, beispielsweise,

[00:56:40] aber umso schwerer macht man es halt auch, den Erben Zugriff zu gewähren. Es ist halt letzten Endes immer eine Risikonutzen, Abwägung. Umso mehr Köpfe ich das verteile, umso wahrscheinlich kann es sein, dass irgendwas schief geht in dieser Kette, aber umso schmaler ich das halte, umso wahrscheinlicher ist es, dass es am Ende nicht funktioniert, dass es am Ende Opfer von einem Betrug werde, weil das passiert leider auch und wenn die Summen größer sind, dann hören auch irgendwann Freundschaften auf und das

[00:57:10] ist wirklich in der Praxis das große Problem und da gibt es ja auch die wildesten Geschichten, ich habe es irgendwo vergrabt, wie Seedfraze irgendwo in eine Eisenplatte reingraviert und irgendwo im Garten verbrüttelt oder sowas, da gibt es ja die wildesten Geschichten zu und da auch diesen goldenen Weg zu raten, ist es halt einfach ein bisschen verteilen, aber auch so, dass man es am Ende des Tages selber wieder entwirren kann. Ich habe es auch schon in einer Landschaft erlebt, die haben ein sehr komplexes

[00:57:39] System aufgebaut, um halt entsprechende maximale Sicherheit zu haben, haben es am Ende des Tages selber nicht mehr verstanden, wo irgendwie jetzt alles liegt, weil es zu komplex geworden ist und da muss man immer abwägen, wie sich da kann ich es gestalten, hundertprozentige Sicherheit, muss man da auch so ehrlich sein, wird es nicht geben, da wo Menschen sind, wird es Betrüger geben, wird es Eingriffsfälle geben und auch, das muss ja nicht mal sein, dass sich die Leute gegen dich verschwören, sondern dass halt auch einfach irgendjemand von

[00:58:08] außen in ein System eindringt, da eine Datei findet, das rekonstruiert, das ist ja auch alles schon passiert und das sieht man ja auch, große Börsen gescamt werden beziehungsweise getraint werden, die sind ja auch schon sehr sicher an sich, ja, hundertprozentige Sicherheit, muss man auch so ehrlich sein, wird es glaube ich nie geben, weil es immer irgendwo eine Schwachstelle sein kann, die man nicht sieht oder man ist so sicher, dass man sich selber ausschließt. Im Hinblick auf die Zeit hätte ich noch eine Abschlussfrage,

[00:58:39] wenn jetzt ein Elternteil zuhört und sich denkt, ja, was der Lars gesagt hat, super spannend, aber ich hätte jetzt drei Key Takeaways, die ich für mich mitnehmen will, was würdest du sagen, was muss man auf jeden Fall beachten? Ja, vielleicht so eine Absichtserklärung ist noch keine Schenkung, sprich, ich muss wirklich gucken, dass, ich sage, das ist für mein Kind, sondern ich muss es wirklich übertragen, diese Schenkung ausführen, ja, frühzeitig die Freibeträge ausnutzen und auch die

[00:59:08] Haltefrist fanden das mit, die Anschaffungskosten fanden dann mit, das wären quasi meine drei Keyfacts. Vielleicht passt meine Frage nicht Hundebots als Abschluss, aber ich will sie unbedingt fragen, weil ich mich erinnern kann an eine E-Mail, die wir vor zwei oder drei Jahren bekommen haben und von einer Dame, das weiß ich glaube ich noch, die gemeint hatte, Jungs, ich habe jetzt Bitcoin gekauft, habe es auf einem Hardware Wallet, wenn ich die jetzt an meine Tochter weitergebe, das kriegt doch niemand mit, wo ist das Problem? Vielleicht das noch als Abschlussfrage, dahin,

[00:59:38] weil ich ja die Bitbox oder den Hardware, oder was auch immer ich nutze, einfach meine Mission weitergeben kann, wer kriegt da schon was mit davon? Das stimmt ehrlicherweise schon, das kriegt in dem Moment keiner mit, aber sobald das Kind dann auszahlen will, da kommt die Frage, woher kommt es und da ist der Zeitpunkt, wo es jemand mitbekommt und dann auch abschließend, ich weiß, als Steuerberater neigt man immer das Schwarze zu sehen, auch wenn es so Schenkensteuer angeht, das ist eine der Steuerstraftaten, die auch nicht verjährt, weil erst die Verjährungsfrist beginnt erst ab

[01:00:08] dem Moment, das zu bekommt und wenn ich jetzt quasi auch heute mein Hardware-Wallet verschenke und ich in 20 Jahren auscash und in 20 Jahren erst jemand mit, dann wird erst die Verjährungsfrist beginnen, das heißt irgendwann, spätestens, wenn es irgendwann in Fiat-Geld umgewandelt wird oder halt auch für große Ausgaben, wenn es irgendwann möglich ist, in ein Haus ein Krypto zu kaufen, da wird dann nachgefragt und dann wird es herausgefunden und deswegen sollte man es melden und gerade wenn man unter den Freibeträgen ist,

[01:00:37] hat man nicht viel zu verlieren, dann macht man eine Meldung und Finanzamt und kann nachts ruhig wieder schlafen. Sehr schön, dann bleib zu hoffen, dass die Dame, die uns die Frage damals gestellt hat, noch zugehört hat und ja, dass sie das eben entsprechend berücksichtigt und beherzigt. Lars, vielen Dank für deine Zeit, war wirklich kurzweilig, das Stunde ging brutal schnell um, du hast es super rübergebracht und man sieht, dass es dir große Freude macht, sowas freut mich immer zu sehen, wenn Leute einfach Spaß in ihrem Beruf haben. Von meiner Seite

[01:01:07] gerne bis zum nächsten Mal. Ja, vielen Dank. Genau, auch von meiner Seite vielen Dank und ich glaube, wir haben das Thema jetzt ziemlich oberflächlich betrachtet, du hast ja mehrmals angesprochen, es gibt immer persönliche Bereiche und ich weiß nicht, wie das aussieht bei euch, wenn ihr Mandanten sucht, anderem, und dran, jemand wirklich anfragen hat, kann man euch kontaktieren und sagen, hey Lars, schreibt mir, gib mir mal eine Idee, ich brauche da mal eine Beratung. Genau, also wir haben bei unserer Website, habt ihr sicherlich auch einen Show Notes verlinkt, da habt ihr die Möglichkeit, auch ein 15 Minuten Erstgespräch zu prüfen,

[01:01:37] ich habe ja gerade sehr viel gesprochen, es gibt sehr viele individuelle Faktoren, die man vorab einmal abklären muss und da ist unser Konzept nicht, wir wollen nicht allen was verkaufen, sondern diejenigen, die wirklich was brauchen und da kann man halt einmal schnell abschecken, gibt es da Bedarf und wie können wir euch weiterhelfen, da haben wir ein offenes Ohr und dann freue ich mich auf eure Rückmeldung. Genau, das werden wir alles verlinken, wer da Interesse daran hat, ich glaube, das Thema Steuern und gerade die Familienplanung und Nachfolgeplanung ist ein wichtiges Thema, das Gefühl ich habe, noch ganz viele gar nicht richtig

[01:02:07] auf dem Schirm haben, ich hoffe, das wird jetzt mehr werden, deswegen Lars, vielen, vielen Dank dir, weiterhin viel Erfolg und vielen Dank dir. Bis dann. Perfekt. Ja, auf Wiedersehen. Ciao.

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