Episode 312 - Krieg, Inflation, Energiekrise: Welche Rolle spielt Bitcoin? Mit Philipp Mattheis
Bitcoin verstehen03. Mai 20261:05:57

Episode 312 - Krieg, Inflation, Energiekrise: Welche Rolle spielt Bitcoin? Mit Philipp Mattheis

In dieser Folge sprechen wir mit dem Journalisten Philipp Mattheis über die aktuelle Lage – geopolitisch wie wirtschaftlich. Wie sehr betreffen uns globale Konflikte, welche Auswirkungen haben sie auf die Märkte – und warum steigen die Assetpreise trotzdem? Wir diskutieren, ob Diversifikation noch sinnvoll ist und ob Bitcoin langsam die großen Narrative ausgehen.
Zum Abschluss wagen wir einen Blick nach vorn: Wo stehen wir im Jahr 2036?

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📋 TIMESTAMPS

(00:00:00) Standortbestimmung

(00:10:28) Inwiefern betrifft uns der Krieg?

(00:28:43) Über steigende Assetpreise

(00:36:30) Ist Diversifikation sinnvoll?

(00:48:59) Gehen Bitcoin die Narrative aus?

(00:58:14) Wo stehen wir 2036?

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🎵MUSIK

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[00:00:52] Hallo Philipp, herzlich willkommen zurück bei uns im Podcast. Es freut uns wirklich außerordentlich, dass du heute Zeit nimmst. Ja, vielen Dank. Ich war sehr gerne bei euch. Ich freue mich, dass ich wieder dabei sein darf. Ja, freut uns auch. Schön, dass du hier bist. Servus. Ja, du kriegst auf jeden Fall jetzt den Rekord. Das ist der frühsten Podcast-Aufnahme morgens um sieben, weil wir dich in Thailand antreffen. Deswegen haben wir ein bisschen Zeitverschiebung und deswegen machen wir das sehr, sehr, sehr früh morgens.

[00:01:17] Aber deswegen, du warst ja schon, glaube ich, zweimal bei uns zu Gast. Du bist freier Journalist, hast schon mal für den Stern gearbeitet, die Wirtschaftswoche. Bist Autor, hast zum Beispiel das Buch Die träge Seidenstraße. Ich glaube, da hatten wir auch schon mal mit Manuel drüber gesprochen gehabt, auch teilweise in einer Folge. Du hast den Newsletter Bling Bling, den ich sehr, sehr empfehlenswert finde. Da sprichst du auch über die aktuelle geopolitische Lage und hast natürlich jetzt neuerdings auch einen Börsenweck,

[00:01:42] einen Podcast, bei dem du dich wöchentlich oder täglich ja sogar ein bisschen damit beschäftigst, wie es denn gerade aussieht geopolitisch. Da passiert dir gerade auch einiges und deswegen finde ich es so schön und bei dir das Besondere, du nimmst vor allem Bitcoin mit in das ganze Bild. Das finde ich so faszinierend, weil das ganz, ganz wenige machen bis jetzt und deswegen haben wir gedacht, wir sprechen heute mal mit dir über die aktuelle Lage. Wir machen das Ganze ein bisschen tagesaktueller. Deswegen vielleicht als erste Frage, die mich interessieren würde.

[00:02:08] Du beschäftigst dich mit dem Thema jetzt wirklich ja tagtäglich. Du musst es ja machen, Newsletter-mäßig oder im Podcast. Wie würdest du denn derzeit so die Lage zusammenfassen oder besser gesagt, wie wachst du denn morgens gerade auf? Mit einem lachenden Auge oder weinenden Auge? Ist alles ein chaotischer? Schaust du etwas negativ auf die Welt? Also wie ist deine aktuelle Stimmungslage? Meine Stimmungslage ist schon, würde ich mal sagen, angespannt.

[00:02:32] Das ist eine gute Frage, weil ich mir das tatsächlich heute Morgen auch, also nicht nur heute Morgen, aber immer wieder mal so denke und mir so sage, boah, kann es eigentlich mal so richtig mal wieder alles nach Plan laufen, so nach normal irgendwie. Aber man wacht zurzeit ja echt jeden Tag auf und entweder das ist, was Schlimmes passiert oder man erwartet, dass was Schlimmes passiert. Und natürlich wirkt das auch immer so auf einen, je nachdem, welche Nachrichten man konsumiert, in welche Richtung man guckt und so.

[00:03:00] Und manchmal finde ich es auch wichtig, so einen kleinen Gegencheck zu machen. Bin ich jetzt da vielleicht in den Rabbit Hole ein bisschen abgedriftet? Dass mich jetzt in so eine Stimmung versetzt. Aber ich tendiere schon sehr stark zu sagen, hey, also was wir gerade erleben, das sind schon sehr so historische Zeiten und auch sehr gefährliche Zeiten. Das würde ich schon sagen. Zumindest solche mit großen Umbrüchen.

[00:03:25] Ich bin trotz allem Optimist und ich glaube auch, dass wir in zehn Jahren auf die Zeit zurücksehen werden und denken, hey, so schlimm, das ist doch alles nicht gekommen. War doch nicht so schlimm alles. Aber ja, ich glaube schon, dass das sehr besondere Zeiten sind. Also ich glaube, wir haben vor allem zwei Kriege. Also es gibt wahrscheinlich noch wesentlich mehr Kriege auf der Welt, die wir jetzt gerade nicht auf dem Schirm haben. Aber ich sage mal, zwei Kriege, die uns sehr beschäftigen.

[00:03:51] Das eine ist der Krieg im Persischen Golf, der tatsächlich Einfluss auf die gesamte Welt hat über die Energieversorgung. Darüber können wir ja noch ein bisschen näher sprechen. Und der andere ist der Ukraine-Krieg, der persönlich mir immer so ein bisschen mehr Sorgen macht. Aber es ist halt für uns als Deutsche, es ist halt einfach geografisch näher. Und die Gefahr, dass dieser Krieg auch wirklich auf Europa übergreift, vielleicht hat er das auch schon und wir haben es nicht so richtig gemerkt.

[00:04:21] Aber jedenfalls ist diese Gefahr einfach sehr, sehr groß, dass wir tatsächlich auch noch wirklich einen heißen Krieg in Europa erleben. Und das sind, finde ich, schon Sonnenentwicklungen, die einem sehr große Sorgen bereiten. Und natürlich hat man auch einen US-Präsidenten, der nicht mehr so wirklich zurechnungsfähig wirkt. Also wir können auch darüber noch sprechen. Ich finde es ganz interessant, weil es gibt eben auch Deutungen der aktuellen Weltlage, wo man sagt,

[00:04:48] das ist jetzt nicht, was wir gerade sehen, ist nicht das Werk von einem oder mehreren Verrückten, sondern es folgt einem gewissen Plan und der hat eine wirtschaftliche und geopolitische Logik. Also diese Perspektive, die gibt es und ich beschäftige mich auch damit. Aber trotzdem ist es natürlich erst einmal furchteinflößend oder erschreckend, wie die aktuelle Trump-Administration agiert.

[00:05:14] Und ich muss auch echt selbstkritisch sagen, ich hatte relativ hohe und optimistische Erwartungen, als Trump vor über einem Jahr gewählt wurde. Ich habe mir vor allem, mir war vor allem wichtig, also war seine Friedensagenda, dass er gesagt hat, es wird kein Krieg mehr mit amerikanischen Steuergeldern angefangen. Und das war schon natürlich schon eine massive Enttäuschung. Ich meine, jetzt sind wir als Deutsche oder überhaupt das Europäer, wir können den US-Präsidenten nicht wählen

[00:05:44] und es sind noch nicht unsere Steuergelder, die da verbraten werden. Und trotzdem sind wir natürlich von der amerikanischen Politik auch unmittelbar betroffen. Und ich habe mich immer so ein bisschen verwehrt gegen diese Pauschaldämonisierung, die man zuvor vor allem in der deutschen Presse gesehen hat. Ich habe da schon noch versucht, das Gute zu sehen. Aber man muss selbstkritisch echt sagen, also da sind wir diejenigen, die Trump gut fanden am Anfang

[00:06:11] oder die Hoffnungen hatten, zu denen ich mich zähle, sind eigentlich schon schwer enttäuscht worden. Das hat vor allem damit zu tun, denke ich, dass er jetzt eigentlich schon den zweiten Krieg vom Zaun gebrochen hat. Also erstmal freut es mich, dass du trotz allem optimistisch bist und drücken uns die Daumen, dass wir in ein paar Jahren zurückblicken und sagen, wir sind ja noch halbwegs glimpflich aus der ganzen Sache rausgekommen. Bevor wir ins Detail gehen, in die einzelnen Krisenherde und auch, was wir nicht vergessen dürfen,

[00:06:39] Jonas, den Plan, den Philipp gerade angesprochen hat, müssen wir auch nachher nochmal nachfassen. Wir lesen hier ja auch häufiger, dass es maßgeblich dazu beiträgt, zu dem gesamten Stimmungsbild, dass sich die Medien halt ausschließlich auf negative Nachrichten konzentrieren. Und wenn man das Gute sucht, dann gibt es ja trotz allem immer noch auch gute Nachrichten, trotz der ganzen Krisenherde. Das ist dann aber was, so habe ich dich jetzt verstanden,

[00:07:08] das ist nicht exklusiv auf Europa gemünzt, sondern auch wenn man, wie du, objektiv an die ganze Sache rangeht, auf der einen Seite natürlich naheliegend durch die Krisenherde, ist es trotzdem so, dass aktuell auch bei objektiver Herangehensweise die negativen Aspekte deiner Meinung nach überwiegen. Also ich würde es mal ganz konkret sagen, ich glaube, was wir auf der einen Seite haben, auf der positiven Seite,

[00:07:33] ist, dass wir wahrscheinlich die Welt vor einem unglaublichen Produktivitätsschub steht, ausgelöst durch künstliche Intelligenz. Ich würde auch das, ich meine, für jede neue Entwicklung hat man Angst und man hat auch berechtigte Sorgen darüber, dass das missbraucht wird. Aber ich glaube, erstmal würde ich mal sagen, das birgt so viele Chancen, dass wir mit viel weniger Arbeit viel mehr Produktivität erzeugen können. Das ist erstmal was Positives.

[00:08:04] Das wird ja auch die Nahrungsmittelproduktion oder die Produktion von allen möglichen Gütern umfassen. Die Ansätze sehen wir auch jetzt schon. Das würde ich mal sagen, das ist erstmal was Positives. Da entstehen dann neue Probleme daraus. Man kann sagen, okay, wir kriegen wahrscheinlich ein Verteilungsproblem, weil diese Produktivitätsgewinne, die werden wahrscheinlich vom Markt jetzt nicht erstmal, also vielleicht gerecht, aber nicht gleich verteilt werden. Also manche werden davon sehr stark profitieren,

[00:08:33] andere kaum und wenig. Also das schafft natürlich eine Verteilungsproblematik, die natürlich für Unruhe sorgen wird. Aber das würde ich mal sagen, ist erstmal was Positives. Also das ist genauso, es kann schon, es gibt viele Leute, die sagen, das hat Ausmaße wie die industrielle Revolution. Die hat auch erstmal zu einem Proletariat geführt mit sehr vielen schlimmen Situationen für die Arbeiter, die in Fabriken gehen, mit Elend, mit Kinderarbeit und solchen Sachen. Aber trotzdem würde jetzt, glaube ich, niemand rückblickend sagen,

[00:09:03] die industrielle Revolution, die hat der Menschheit geschadet, sondern man muss sagen, es war eigentlich erstmal, wenn man diese sekundären Probleme gelöst hat, nachdem man das getan hat, war es eigentlich ein Segen für die Menschheit, weil unser Wohlstand einfach extrem gestiegen ist. Und ich glaube, so würde ich schon die Revolution durch künstliche Intelligenz auch erstmal in diese Richtung sehen. Also wir stehen schon vor einem sehr großen Produktivitätsschub,

[00:09:30] der einen optimistisch sein lassen darf, sagen wir mal so gesehen. Und auf der anderen Seite sehen wir halt massive Umwälzungen in der globalen Ordnung. Die NATO löst sich wahrscheinlich auf, Amerika wird unberechenbarer oder zumindest agiert viel mehr auf sich selbst bezogen, machtzentrierter.

[00:10:00] Und das schafft natürlich Unsicherheiten. Und ich glaube, ich glaube, was wir jetzt ganz akut haben, wenn wir jetzt auf die kommenden zwei bis sechs Monate, vielleicht auf zwölf Monate gucken, dann, glaube ich, stehen wir ganz sicherlich vor einer Energiekrise. Und daraus wird sich wahrscheinlich eine Nahrungsmittelkrise ergeben, weil die Düngemittel knapp werden, weil andere Stoffe knapp werden. Und also, sagen wir mal, erstmal, bis wir dorthin kommen,

[00:10:27] die Produktivitätsfortschritte der künstlichen Intelligenzrevolution nutzen zu können, also bis wir dorthin kommen, wird es erstmal ein sehr holpriger Weg werden. Dann lass uns doch mal da anknüpfen, weil für die meisten ist es ja, wie du gerade eben angesprochen hattest, haben wir verschiedene Konflikte, wir haben Kriege. Aber für die meisten Menschen, gerade wenn wir es auf Deutschland oder auf Europa beziehen, ist ja die große Frage, wie betrifft mich denn das Ganze? Und du hast ja gerade schon angesprochen gehabt, möglicherweise Thema, dass es die Inflation kommt,

[00:10:56] dass wir die Thema haben mit der Nahrung und so weiter. Willst du mal so ein kleines Bild aufbauen, was es denn bedeuten könnte, je nachdem, wie es jetzt weitergeht die nächsten Monate, gerade auch für Deutsche natürlich? Also ich glaube, ein Problem ist jetzt bei der Energiekrise, ich glaube, dass die uns jetzt, da gibt es gar keine Weggabelung mehr. Die wird jetzt einfach in den nächsten zwei, drei Wochen, vor allem Westeuropa richtig hart treffen. Der Grund ist, dass diese Tanker vom persischen Golf

[00:11:26] halt sechs bis acht Wochen unterwegs sind. Das heißt, wir hatten jetzt eh eine Zeitverzögerung, Krieg ist Anfang März ausgebrochen. Ja, und jetzt, die letzten Tanker sind halt jetzt angekommen. Jetzt hat man wahrscheinlich noch, man hat noch Reserven, man hat noch hier und da Lagerstätten. Aber dieses Öl, was halt eben jetzt sechs bis acht Wochen auf den Ozeanen war, das fehlt halt jetzt. Und das heißt, das wird man unmittelbar jetzt merken. Jetzt gibt es normalerweise,

[00:11:53] es gibt eigentlich zwei Arten, mit solchen Knappheiten umzugehen. Das eine ist ganz simpel, man überlässt das den Markt. Das heißt, dann werden die Preise steigen. Deshalb Benzin wird noch teurer werden, Flugreisen werden teurer werden. Alles, was irgendwie mit Transport und so weiter zu tun hat, wird erstmal teurer werden. Also das sind die Sachen, glaube ich, die man oberflächlich sofort merken wird. Und da wir, glaube ich, besonders in Europa auch eine sehr starke soziale Komponente haben,

[00:12:21] wir haben aber auch Politiker, die sehr gerne sehr viel machen, wird es sicherlich viele, viele Maßnahmen geben, um jetzt diese hohen Preise in irgendeiner Weise abzufedern. Das heißt, man wird sie für die einen billiger machen, man wird hier ein Sonderpaket starten, man wird hier nochmal eine Unterstützungsmaßnahme hier und da und Geldgeschenke verteilen und so, um irgendwie diesen Preisschock, der uns alle trifft. Dagegen kann man auch gar nichts machen,

[00:12:49] weil es gilt einfach der simpe Spruch, man kann Euros drucken, aber man kann kein Öl drucken. Also da fehlt einfach die Menge und das drückt sich eben im Preis aus. Daran kann man nichts ändern. Aber jetzt wird halt versucht werden, das irgendwie so ein bisschen umzuverteilen und hier noch was drauf und da was rüber geschoben werden. Und ich bin da auch immer so ein bisschen skeptisch, ich hatte es in meinem letzten Newsletter auch geschrieben, also ich glaube so, was dann immer entsteht, ist die Gefahr, dass Politiker halt in so einen Aktionismus verfallen.

[00:13:19] Die Journalisten machen dann auch immer gerne mit, da wird dann immer noch verrücktere Sachen gefordert. Und also zum Beispiel, nur so ein Beispiel in der Süddeutschen war, letzte Woche einen Artikel zu lesen, da hat einer gefordert, war ein Kommentar, also keine Nachricht, schon Meinung, klar ist Meinung, aber der hat halt gefordert, man könnte doch, also alle sollen sich jetzt mal ihre Urlaubsflüge kaufen, aber wer den Urlaubsflug dann antreten darf, das soll dann ausgelost werden, ja. Sozusagen, um mit dieser Knappheit dann umzugehen.

[00:13:48] Und die Leute, die den nicht antreten dürfen, die kriegen dann auch ihr Geld zurück, aber so würde man dann halt automatisch schon mal die Anzahl der Flüge einfach automatisch reduzieren. Und das trifft natürlich in Deutschland auch nochmal, gerade auf dem Mindset, wo eh viele Leute der Meinung sind, man müsse jetzt unbedingt Energie sparen und weg von fossilen Energieträgern. Und irgendwie so trifft so diesen Vibe so, ja, das ist doch eh eigentlich alles gar nicht so schlecht, wenn das jetzt mal passiert.

[00:14:15] Also das glaube ich, das steht jetzt Deutschland und Westeuropa unmittelbar bevor. Und ich glaube auch, dass das unangenehm werden wird. Was sich doch nicht so, also ich glaube, was sich schwerer prognostizieren lässt, ist dann, was diese Düngemittelkrise anrichten wird und was mit den Nahrungsmitteln, mit der Inflation insgesamt passiert. Also man kann ja, was hat man so als Blaupause, ist so ein bisschen das, was wir 2022 beim Ausbruch des Ukraine-Kriegs gesehen haben.

[00:14:44] Da gab es dann auch vereinzelt Lebensmittel, die sehr, sehr teuer geworden sind. Also ich weiß noch, so Gurke war damals irgendwie ein Thema. So eine Salatgurke hat dann auf einmal, eine kleine Salatgurke irgendwie auf Platz 2 Euro gekostet oder sowas. Und das sind dann halt einfach dann direkte Sachen, wo man es dann merken wird. Also da treibt das natürlich die Inflation in die Höhe. Das wiederum, das ist dann dieses sogenannte Stagflationsszenario.

[00:15:13] Normalerweise würde man ja sagen, wenn man jetzt eine normale Wirtschaftskrise hat, dann kann die Zentralbank dagegen steuern, indem sie die Zinsen senkt oder die Liquidität oder Geld einfach leichter zugänglich macht für Unternehmen, dann steigt die wirtschaftliche Aktivität wieder. Und was dagegen spricht, ist halt eine hohe Inflation. Also die Zentralbank muss immer abwägen zwischen hoher Inflation und wirtschaftlicher Aktivität. Jetzt haben wir aber das Problem, dass die Inflation sehr stark steigen wird durch die Ölpreise.

[00:15:43] Und dadurch hat die Zentralbank wesentlich weniger Handlungsspielraum, um mehr Liquidität in den Markt zu geben. Und das nennt man normales Stagflationsszenario, also wo Inflation hoch ist und gleichzeitig die wirtschaftliche Aktivität fällt. Und ich glaube, gerade in Europa ist das jetzt ein sehr realistisches Szenario, was so in den nächsten ein, zwei Jahren droht. Und dann wird man ziemlich sicher versuchen, von staatlicher Seite noch mehr in Rüstung reinzudrücken, weil das der einzige Sektor ist,

[00:16:14] den man direkt stimulieren kann. Weil es ist immer die Regierung, die Rüstung kauft. Da kann man direkt eingreifen und direkt wirtschaftliche Aktivität herausholen. Was ich persönlich, nicht nur persönlich, also das halte ich volkswirtschaftlich auch für sehr, sehr schwierig, weil Investitionen in Rüstungsgüter eigentlich auch immer Inflationstreiber sind, auch auf lange Sicht zumindest.

[00:16:38] Also das wird erstmal wirtschaftliche Aktivität fördern oder anheizen. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Also meine Frau und ich kenne jetzt schon so zwei, drei Leute, die halt jetzt seit über einem Jahr arbeitslos sind. Also das eigentlich aus recht guten Berufen. Und das wird natürlich auch mehr drücken. Und wenn jetzt die Rüstungsindustrie irgendwann die einzige Industrie ist, wo wirklich noch viele Leute eingestellt werden,

[00:17:07] was momentan auch schon der Fall ist, naja, dann ist das natürlich für die Regierung sehr attraktiv zu sagen, okay, dieser Sektor, der wächst und wir brauchen das ja eh, also pumpen wir da noch mehr Geld rein. Also in meinem Umfeld geht es glücklicherweise. Aber wenn man zum Beispiel liest, dass VW-Werke jetzt möglicherweise auf die Rüstungsindustrie umgestellt werden sollen und dementsprechend auch da viele Jobs entstehen sollen,

[00:17:33] sind keine allzu positiven Nachrichten, finde ich. Du meintest sechs Wochen Versatz ungefähr. Das ist noch nicht hundertprozentig angekommen. Klar, wir sehen es, Benzinpreise sind schon hochgegangen, Diesel auch. Aber gerade im Düngemittelbereich ist es noch nicht angekommen. Ist das was? Das Szenario, was du gerade aufgezeichnet hast, wo man dann, wenn sich doch eine Einigung irgendwie finden lassen sollte,

[00:18:02] davon ausgehen kann, dass das dann sechs Wochen nach dieser Einigung sich wieder von selbst auflösen wird oder ist dann so viel Sand im Getriebe, dass das dann ein halbes Jahr oder Jahr oder noch länger braucht, bis sich das alles wieder normalisiert hat. Werbung Wenn ihr mehr als 50.000 Euro pro Monat in Bitcoin sparen möchtet, können wir euch den Service Relay Private empfehlen. Dort bekommt ihr persönliche Unterstützung vom Relay-Team und jederzeit Hilfe bei euren Fragen.

[00:18:31] Und mit unserem Rabattcode BTCverstehen spart ihr außerdem 10% auf die Gebühren und unterstützt gleichzeitig unsere Arbeit. Alle weiteren Informationen findet ihr wie immer in der Episodenbeschreibung und jetzt wünschen wir euch weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Werbung Ende Ich glaube, das Sand ist auf jeden Fall jetzt im Getriebe. Also das kriegst du jetzt nicht mehr raus. Der Schaden ist schon angerichtet und dagegen kann man jetzt nicht mehr so viel machen. Es gibt auch da so Blaupausen.

[00:19:01] 1973 ist vielleicht das, was man im Ersten mit der jetzigen Krise vergleichen kann mit ein paar Abstrichen, wenn man sich das genauer anguckt. Aber sagen wir mal so 1973 noch mal ganz kurz. Damals gab es diesen Jom Kippur-Krieg Israel gegen die Zahl von arabischen Staaten und die haben dann daraufhin ein Öl-Embargo gegen die USA und westliche Verbündete, unter anderem auch Europa, verhängt. Man hat das noch so ein bisschen im kollektiven Bewusstsein, so autofreie Sonntage und so weiter,

[00:19:31] solche Sachen, das kennt man noch so ein bisschen. Für Westdeutschland war es auch interessant, weil es ein Wendepunkt war, weil das wirklich der Cut war, wo man heute rückblickend sagt, okay, das war der Endpunkt des Wirtschaftswunders. Danach ging es in eine neue Periode ein. Damals gab es dann global auch Hungersnöte, weil auf die Ölknappheit eine Dunkelmittelknappheit gefolgt ist. Zum Glück nicht in Europa, nicht im Westen,

[00:20:00] aber es trifft halt dann immer so die wirklich besonders armen Länder wie Bangladesch oder Sri Lanka oder afrikanische Staaten, die eben dann nicht das Geld haben. Ich meine, was dann auf den globalen Märkten folgt, ist halt ein Bieterwettbewerb. Das heißt, wer mehr Geld hat, kauft halt dementsprechend die Stoffe und Staaten, die weniger Geld haben, können dann halt nicht mitbieten und dort trifft das dann immer. Ob es jetzt wirklich eine Hungersnot wird

[00:20:30] oder eine Knappheit, auf jeden Fall wird es die finanzielle Situation von vielen Schwellenländern nochmal stark erschweren. Und in Europa wird es auch nicht einfacher machen. Also das auf jeden Fall. Ob das jetzt gleich eine riesengroße globale Katastrophe wird, das kann ich auch nicht beurteilen. Auch da hoffe ich mal, dass es nicht so schlimm kommen wird. Ich glaube auch, was man auch immer nicht vergessen darf, ist, wenn sowas passiert, dann kommen Leute, die erstellen Szenarien

[00:20:58] auf den vorhandenen Daten. Was anderes können sie auch nicht machen. Es kommt da meistens nicht so schlimm, weil Menschen eben auch sehr kreativ sind und sich sofort andere Lösungen überlegen und ein Ausweichangebot vielleicht auf den Markt kommen, mit dem man so nicht gerechnet hatte und so weiter und so weiter. Also deswegen bin ich immer so ein bisschen oder bin ich ein bisschen vorsichtig mit diesen Totalkatastrophen. Aber gleichzeitig muss man eben auch sagen, also der Schaden ist angerichtet

[00:21:28] und wir spüren ihn jetzt noch nicht und wir werden ihn noch stärker spüren. Also das, glaube ich, ist auch gesetzt. Bei dem Thema Inflation, das hattest du ja gerade auch angesprochen, 2022 nach dem Start oder Beginn des Ukraine-Kriegs und ich habe auch den Gedanken nach natürlich dem Corona-Zeitraum, den Lockdowns und so weiter, hatten wir immer, auch wenn diese Inflation, die auch teilweise stärker angestiegen ist, aber langfristig ist ja trotzdem auch sowieso schon vorhanden gewesen. Und was rückblickend immer wieder da war, war diese Erklärung,

[00:21:57] naja, die Preise steigen jetzt an aus den Gründen von Energie, Lockdown und so weiter, dass man immer wieder so kleine partielle Ereignisse genommen hat. Genau deswegen steigt Inflation an. Ansonsten haben wir das nicht. Glaubst du, dass es genauso auch wieder kommen wird, dass man sagt, ja, ja, das ist jetzt eine kurze Phase, aber schlussendlich haben wir nicht ein grundlegendes Problem mit Inflation und Co., sondern es sind einfach nur wieder die Nachrichten, die anderen sind quasi wieder schuld. Ja, natürlich, das wird auf jeden Fall so kommen. Und noch dazu, es hat ja dann, in dem Fall wird es ja auch

[00:22:27] einen realen Kern haben. Natürlich wird man sagen, wenn die Gurke drei Euro kostet im Sommer, dann wird man halt sagen, naja, guck, das ist wegen dem Iran-Krieg, da können wir nichts dafür so. Und das ist ja auch nicht falsch erst mal. Aber wofür man schon was kann, das ist zum Beispiel jetzt die Investitionen, diese sogenannten Sondervermögen. Ja, das ist ja auch schon ein krasser Framing am Begriff, weil im Prinzip sind es halt einfach gesonderte Schulden, die auch nicht,

[00:22:58] also die so nicht vereinbart worden sind. Und man nennt es Sondervermögen, klingt so, wir haben ja noch ein bisschen extra Geld hier gemacht. Nee, ihr habt extra Schulden aufgenommen und zwar richtig, richtig viel. Und das hat jetzt mal unmittelbar nichts mit dem Spike zu tun, den wir in den kommenden Wochen, Monaten im Supermarkt sehen werden. Aber das ist halt eine strukturelle Veränderung. Und ich glaube, was man sich immer wieder auch so klar machen muss,

[00:23:27] ich meine, wir leben jetzt nur mal im Fiat-System, in dem wir uns darauf geeinigt haben, dass eine gewisse Inflation ganz gut ist, zwei Prozent sagen wir also. Und ich will jetzt gar nicht mal das ganz große Bild aufmachen, ist vielleicht ein Bitcoin-Standard oder ein Gold-Standard besser, wo es gar keine Inflation gab. Aber sagen wir mal, bleiben wir mal im Fiat-System von zwei Prozent. Ich meine, im Prinzip geht es ja darum, Menschen erfinden Sachen, Menschen sind schlau, Menschen lösen Probleme

[00:23:57] und das bedeutet, die Produktivität steigt. Es werden mehr Güter geschaffen, vielleicht mit derselben Anzahl von Arbeitsstunden, oder mit demselben Input von Energie. Also das ist das Genial-Menschliche, dass wir Probleme lösen. Und dann kann man halt sagen, naja, okay, dann, wenn, sagen wir mal, unsere Produktivität jedes Jahr um zwei Prozent steigt, dann können wir ja die Geldmenge auch um zwei Prozent erhöhen, sozusagen. Und dann entsteht tatsächlich keine Inflation, weil Geld und Warenmenge

[00:24:27] bleiben quasi gleich im gleichen Verhältnis zueinander. Naja, jetzt gibt es aber halt eben Investitionen und man kann auch sagen, ja gut, dann, also wenn wir jetzt zum Beispiel eine Investition machen, wenn wir die Geldmenge jetzt erhöhen und damit schaffen wir Güter, mit denen wir dann aber wieder mehr Güter produzieren können. Das Ding ist super komplex, aber stell dir einfach eine Straße vor. Wenn man eine Straße baut, dann erhöht man, dann erhöht man die,

[00:24:56] dann kann dort mehr transportiert werden, die Mobilität wird erhöht und dadurch steigt die wirtschaftliche Aktivität und dadurch werden wieder mehr Waren produziert. Also kann man sagen, der Bau von der Straße ist eine produktive Investition, ja. Also kann sich das Geld jetzt leihen, die Straße bauen und man kann mit Sicherheit das zurückzahlen, weil ja die wirtschaftliche Aktivität gestiegen ist. Bei einer Immobilie ist es schon ein bisschen was anderes. Wenn man jetzt einfach nur ein Haus baut, ja, dann kann man sagen, okay, dann, also irgendwo haben die Leute jetzt auch schon gewohnt,

[00:25:25] aber es erhöht jetzt nicht unbedingt, also ein Immobilienkredit erhöht nicht wirklich die Produktivität, kann man ja für sich selbst auch feststellen. Also vielleicht ein bisschen, vielleicht kann man entspannt arbeiten oder sowas, aber erstmal erhöht es eigentlich nicht wirklich die Produktivität. Und ich glaube, bei Rüstung ist es nochmal extremer, es ist halt wirklich, also im Wortsinne totes Kapital. Also wenn man jetzt den Kredit aufnimmt, um Waffen zu bauen, diese Waffen schaffen ja,

[00:25:52] die führen ja nicht zu einer gesteigerten Produktivität, im Gegenteil, wenn sie eingesetzt werden, dann zerstören sie sogar Produktivität. Halt dann vom Gegner, aber dann hat man Krieg und wahrscheinlich wird die eigene Produktivität auch gesenkt. Und oder zum Beispiel, wenn man einen Panzer baut, dann, ja, da stehen die halt erstmal rum. Also wenn man sie nicht exportiert, stehen sie halt rum, machen gar nichts, verrotten, verrosten. Und das ist, glaube ich, das Grundproblem bei Investitionen in Rüstungen,

[00:26:21] dass sie eigentlich hochinflationär sind, weil sie eben nicht die Produktivität steigern. Und ich glaube schon, dass das gerade Deutschland so, nicht sofort, aber so in fünf bis zehn Jahren richtig auf die Füße fallen wird. Anderes Problem ist auch noch, dass sich mit einer größeren Rüstungsbranche auch das Land verändert. Also nur mal angenommen, wir hätten jetzt, es würde tatsächlich solche Ausmaße annehmen, dass die Rüstungsindustrie

[00:26:50] der größte Arbeitgeber des Landes wäre. Dann haben die natürlich eine Lobby, und zwar eine sehr starke Lobby, weil dann sagt jemand, hey, jetzt ist Abrüstung, jetzt ist alles wieder gut, wir brauchen die Rüstung gar nicht mehr, produziert bitte mal keine Drohnen mehr. Ja, sorry, wir haben hier 20.000 Angestellte, sollen wir die jetzt alle auf die Straße schicken? Wie soll das gehen? Dann sagst du, hm, okay, ja, 20.000 Arbeitslose ist nicht gut, ja, dann lass sie doch mal weiter. Also das kriegt ja dann einen

[00:27:19] sich selbst verstärkenden Prozess, ja, also das ist, man kennt das ja auch zum Beispiel von der Autoindustrie, sehen ja aktuell, was los ist, wenn da viele Leute entlassen werden müssen. Und wenn die Rüstungsindustrie hat dann eben auch eine Lobby, beschäftigt viele Arbeitsplätze, und dann wird man versuchen, diese Arbeitsplätze zu erhalten. Und gleichzeitig hast du dann eben auch immer mehr Leute in der Regierung oder in den Schaltstellen, die halt wichtig sind, Medien,

[00:27:49] Thinktanks und so weiter, die natürlich dann auch immer wieder neue Bedrohungen aufzeigen werden, weil, ja, weil sie eben sie nicht die Hand beißen, die sie füttert. Also das macht mir manchmal so ein bisschen Sorgen, dass sich da jetzt eine Eigendynamik rausentwickelt, die man nicht mehr wirklich einfangen kann. klar, das, was geschaffen ist, das muss ja dann irgendwie gerechtfertigt werden, dass es die Daseinsberechtigung hat. Und das geht halt am besten über Lobbygruppen. Und wenn die Jobs dann da sind, sind das natürlich auch Wähler, die man nicht verkrauen will.

[00:28:19] Also wenn man mal die Richtung eingeschlagen hat, glaube ich, dass es schwer ist, wieder umzukehren. Und das ist das Szenario, was du geschildert hast, dass man Investitionen tätigt, beispielsweise in der Straße, um dann die Produktivität zu steigern, ist ja die Idee dieses Sondervermögens in Anführungszeichen. Aber hat sich jetzt auch herausgestellt, naja, ganz so zielgerichtet wird es wohl nicht eingesetzt, im Gegenteil. Und es irgendwie, also mich wundert, dass man das irgendwie so hinnimmt. Aber gut, das können wir nicht ändern.

[00:28:49] Wir können uns einen Teil dazu beitragen, dass man dann eben darauf hinweist. Manchmal ist das genau das, was mich auch am meisten wundert. Da grübele ich meistens drüber, warum eigentlich, warum eigentlich sich nicht da mehr Widerstand erregt bei vielen Leuten. Ja. Aber glaubst du, dass das alles, also diese Geschichte, die man sich erzählt, dass man jetzt Schulden aufnimmt und dann wird alles besser, die Zukunft wird toll, dass das dann ein Grund dafür ist, dass wenn wir den Blick auf Aktienmärkte lenken,

[00:29:19] beispielsweise, oder auch auf Bitcoin, Gold mit Abstrichen, da ging es ja auch kurz ziemlich voran, dann aber auch wieder ziemlich abwärts, dass das ein Grund dafür ist, ist, dass die Kapitalanleger von dieser Krise, die ja in der echten Welt da ist, noch nicht wirklich betroffen sind, weil da scheint es ja alles munter weiterzugeben. Muss man jetzt natürlich ein bisschen unterscheiden zwischen den Sektoren. Also ich glaube, zum einen ist die,

[00:29:48] der ganze Sektor AI oder KI auf Deutsch eben so optimistisch und zieht so viel Kapital an, dass er quasi die negative Stimmung vom Golf überwiegt. Das ist natürlich ein sehr wackeliger Boom, weil ich meine, allein die großen Hyperscaler, also Investitionen für dieses Jahr sind auf 650 Milliarden angelegt. Das sind unfassbare Summen, die dort ständig reininvestiert werden.

[00:30:17] Und die Erwartungen sind extrem hoch. Gleichzeitig macht noch keiner von denen wirklich Gewinne. Es wird alles quasi immer in die Zukunft verlegen, sagt er, die Gewinne kommen schon, die kommen schon, aber sind alle nur am Investieren wie verrückt. Ich meine, es gibt so Leute wie Michael Burry, der Typ von The Big Short, der sagt, okay, das muss jetzt irgendwann mal zusammenbrechen. Ich bin auch da nicht so ganz negativ. Also ich glaube schon,

[00:30:46] dass Perioden kommen werden, vielleicht auch in den kommenden Wochen oder Monaten, wo man sagt, okay, wir müssen das mal ein bisschen rekalibrieren. Was springt da eigentlich raus und haben wir da nicht irgendwie ein bisschen zu viel Geld investiert? Das wird es sicherlich geben. Insgesamt aber glaube ich, wird der Boom weiter anhalten. Einfach schon mal deswegen, weil du die zwei größten Volkswirtschaften, China und die USA, in so einer Art Wettrennen hast. Also egal, ob es jetzt sowas gibt wie AGI, also diese Superintelligenz,

[00:31:16] es geht auf jeden Fall um eine Hegemonie im Bereich Künstliche Intelligenz. Und da geht es ja nicht um, wer hat jetzt das geilere JetGBT gebaut, sondern es geht halt wirklich um die militärische Vorherrschaft, es geht um die Vorherrschaft in Produktivität im Allgemeinen. Da sind beide Volkswirtschaften in so einem engen Wettrennen, dass keiner sich aktuell, glaube ich, die Blöße geben kann und sagen kann, ah, jetzt haben wir zu viel investiert, jetzt müssen wir mal

[00:31:46] runterfahren und so weiter. Weil in dem Moment droht ja die Gefahr, dass der andere dann an einem selber vorbeizieht. Und ich glaube, solange es da nicht wirklich eine Entspannung gibt zwischen beiden oder eine Art Deal oder einen klaren Gewinner gibt, glaube ich, wird dieser Boom erstmal weitergehen. Und darüber hinaus muss man auch sagen, ich meine, das ist eben einfach auch bei Megatrends so, wie Internet 2000 oder geht zurück zum Eisenbahnboom

[00:32:15] Ende des 19. Jahrhunderts. So laufen die eben ab. Also es wird halt in die Zukunft gehandelt und da wird einfach wahnsinnig viel investiert und ja, irgendwann zahlt es sich schon aus, aber man kann, es geht in dem Moment auch nicht zu sagen, ja, ich investiere lieber mal ein bisschen weniger, weil es wird mir jetzt gerade zu viel, sondern du musst eben dabei sein. Also ich glaube, das ist jetzt mal so ein Grund, warum wir jetzt gerade so die Nasdaq und viele Tech-Aktien immer weiter am Steigen gesehen haben.

[00:32:45] Dann glaube ich, darf man auch nicht vergessen, beim Ölpreis, dass halt beim Ölpreis allgemein immer die Zukunft gehandelt wird und der Markt hat jetzt sicherlich eingepreist, dass wir so Anfang Mai oder so die Straße von Hormuz wieder offen ist. Das heißt, dass wir wirklich nur diese Disruption von sechs bis acht Wochen hatten und dann ist es halt auch so, glaube ich, dass viele Leute halt psychologisch reagieren und erst mal bestand ja die Knappheit nur auf dem Papier. Also es gab ja kaum

[00:33:14] reale Knappheit. Hier in Thailand war so ein bisschen was am Anfang, aber das ist mittlerweile jetzt auch nicht mehr der Fall, dass es so Rationierungen an den Tankstellen gab. Aber im Prinzip war es erst mal was, was wir schon auf dem Papier gelesen haben und ich glaube, solange das so ist, reagierst du nicht wirklich emotional. Das machst du aber erst dann, wenn du merkst, es gibt jetzt irgendwie echt kein Benzin mehr an der Tankstelle und das heißt, ich kann mir gut vorstellen, dass der Ölpreis nochmal richtig anzieht jetzt in den kommenden Wochen, 150, 200, keine Ahnung,

[00:33:44] so in diese Richtung, also dass da noch was kommt und dann ist es natürlich auch so, dass es in der Realwirtschaft dann halt immer später ankommt. Das heißt, du hast dann halt irgendwann, was das jetzt für produzierende Unternehmen bedeutet, das siehst du ja erst dann in drei bis sechs Monaten. Also die sagen ja dann irgendwann, da kommen dann irgendwann die Geschäftszahlen raus und sagen, ey, die waren jetzt unter den Erwartungen wegen der Energiekreiskrise. Also das zeigt sich ja dann auch erst so ein bisschen

[00:34:14] später am Markt. Bitcoin, glaube ich, hat einfach schon vorab so viel Federn gelassen in den Wochen zuvor, dass man da schon irgendwie so viel verloren hat, das war quasi schon eingepreist. Und ich glaube, bei Gold ist nochmal ein Spezialfall. Gold hätte man ja eigentlich dann erwartet, dass das wirklich nochmal nach oben stellt, aber wir hatten eine ähnliche Situation wie bei Bitcoin, dass wir da eigentlich,

[00:34:45] Entschuldigung, nee, das stimmt jetzt noch nicht, andersrum war es, Gold ist ja sehr, sehr stark gestiegen bis Ende vergangenen Jahres, bis auf 5500 und da musste dann, glaube ich, war dann auch mal ein bisschen eine Gegenreaktion fällig und dann darf man auch nicht vergessen, dass der Goldpreis steigt ja, weil es vor allem Zentralbanken sind, die das kaufen und was passiert, wenn Energiepreise steigen, ist, dass für viele Länder, gerade kleinere Länder, nehmen wir mal die Türkei als Beispiel,

[00:35:14] die importieren sehr viel Energie und wenn jetzt der Ölpreis nach oben geht, dann steigen für die, die Importkosten und dann müssen sie mehr, sie brauchen mehr Dollar, um das Öl zu bezahlen und müssen deswegen ihre eigene Währung, müssten eigentlich ihre eigene Währung gegen Dollar tauschen, dadurch sackt die Währung ab und was sie dann machen ist, das hat die Türkei zum Beispiel gemacht, hier hat ein Gold verkauft quasi, um, man kann sich es so vorstellen, im Prinzip hat man mit dem Gold das Öl gekauft sozusagen und die eigene

[00:35:44] Währung ist stabil geblieben und ich glaube, das hat man hat man auch bei ein paar Ländern gesehen, gerade Schwellenländern, die sich im letzten Jahr ein bisschen mit Gold eingedeckt haben, die haben in den vergangenen Wochen verkauft, um den gestiegenen Ölpreis gegenzufinanzieren. Was ich bei deinem Newsletter blink blink so schön finde, du postest oder teilst relativ regelmäßig auch deine, dein Portfolio, also wie es aufgeteilt ist, also Gold, Bitcoin, Aktien und so weiter und deswegen würde mich interessieren,

[00:36:14] weil ja einige jetzt die Gedanken haben, okay, Inflation, das ist da und das ist natürlich auch das Problem, mein Geld entwertet immer mehr auf meinem Bankkonto und wir in Deutschland haben ja relativ viel Bargeld, sage ich mal, auf Tagesgeldkonten oder anderen Konten auf der Bank liegen. Was ist denn für dich dann so eine krisensichere Anlage? Weil ja immer viele sagen, naja, Gold ist ja so eigentlich der glasklare Favorit, weil Gold ist so, das gab es schon immer, das ist unabhängig von Zentralbanken, da ist was drunter, das ist ein Sachwert, dann gibt es natürlich die aus

[00:36:43] der Bitcoin-Bereich, wie wir das jetzt darum sagen, ja Bitcoin ist das nächste große Ding, dann gibt es andere, die sagen, ja Aktien sind das große Ding und schlussendlich gibt es jetzt nichts richtiges, was ich glaube ich in den letzten Monaten so richtig dargestellt hat, als genau das ist die krisensichere Anlageklasse. Also wie siehst du das denn? Was ist denn für dich so der Punkt, wo du sagst, in solchen Situationen ist genau vielleicht möglicherweise dieser Wert der Richtige? Das kann ich tatsächlich schwer sagen, aber ich glaube das Richtige für mich ist immer zu diversifizieren und das

[00:37:13] mache ich jetzt in meinem Depot ja auch, also wie gesagt zahlende Abonnenten kriegen da immer einen sehr detaillierten Einblick darin, mindestens einmal im Monat, aber ich kann auch so mal sagen, das Konzept ist eigentlich relativ simpel, also ich versuche, im Prinzip es ist eine Vierteilung zwischen Gold, Bitcoin, Aktien und Cash, Cash Position ist die kleinste, es schwankt natürlich immer so ein bisschen je nachdem wie das Asset gerade performt, aber so im Prinzip versuche ich eigentlich

[00:37:43] so eine so 30-30-30 zu fahren, also 30% Bitcoin, 30% Gold, 30% Aktien und das klappt bisher eigentlich recht gut, also da über die Jahre steigt alles, aber natürlich nicht, es steigt nie oder selten alles gleichzeitig, sagen wir mal so, Gold ist tatsächlich was, womit ich am besten schlafe, das habe ich auch

[00:38:12] überhaupt nie vor zu verkaufen, also ich verkaufe manchmal vielleicht, ich habe letztens jetzt mal eine ganze Menge Goldmiedenaktien verkauft, weil das dann was sozusagen Paper Gold ist und das per Knopfdruck geht, aber physisches Gold habe ich eigentlich nicht vor zu verkaufen, das ist wirklich so total sichere Bank, vielleicht tausche ich es irgendwann mal gegen eine Immobilie oder keine Ahnung ein Stück Wald oder sowas, aber das rühre ich nicht an und da mache ich mir tatsächlich auch am wenigsten Sorgen,

[00:38:41] wenn es mal runter geht, es hat wirklich so einen Ewigkeitscharakter. Bitcoin ist eigentlich das spannendste und das revolutionärste und bei Bitcoin hat man eben, ich glaube die Wette bei Bitcoin ist, dass es mal die Rolle von Gold einnimmt oder mit Gold einfach gleichzieht, weil es mindestens die mindestens so gute Eigenschaften hat wie Gold, sozusagen als Letztabsicherung, als Kollateral, das ist selten, es ist akzeptiert

[00:39:11] als Zahlungsmittel von immer mehr Leuten, es ist wesentlich leichter transportierbar als Gold und es ist auch einsehbar für jeden, also es ist das perfekte Collateral sozusagen und ich glaube auch daran, dass Bitcoin jetzt nicht vielleicht in nächstem Jahr Gold ersetzen wird, aber ich glaube schon daran, dass immer mehr Zentralbanken oder auch Unternehmen sozusagen eine Bitcoin Reserve haben möchten und dadurch ergibt sich halt einfach auch

[00:39:41] ein großes Kurspotenzial, weil wenn jetzt Bitcoin mit der Marktkapitalisierung von Gold gleichzieht, ich habe es nicht jetzt genau im Kopf, aber ich glaube, wir wären dann ungefähr bei so Kursen von 800.000 Dollar für einen Bitcoin und ich glaube, dieses Kurspotenzial, das besteht halt, das hat Bitcoin halt einfach, das hat auch nicht aus irgendwelchen spekulativen Gründen, sondern ich würde sagen, das ist das fundamentale Kurspotenzial von Bitcoin. Ja und Aktien, also mir macht das einfach Spaß, ich mache das,

[00:40:11] ich fuchse mich da einfach gerne rein, ich finde auch, es ist auch so ein bisschen, es befriedigt auch so ein bisschen meinen Spieltrieb, weil man auch immer wieder so eine kleine Wette eingeht, was ich an Aktien einfach auch sehr, sehr gerne mag, sind so ganz konservative Dividendentitel, da gibt es auch immer wieder welche oder ich stelle sie in meinem Newsletter auch immer wieder vor, das sind einfach Unternehmen, die bewegen sich wenig, die steigen vielleicht mal so 10% im Jahr, vielleicht auch nicht und dazu zahlen sie aber eine Dividende von 7%

[00:40:40] oder 5%, was weiß ich, zu hoch soll es ja auch nicht sein, dann wird es immer so ein bisschen fishy, aber sagen wir mal so im Bereich zwischen 3 und 7% und dann hat man einfach, generiert man halt so ein passives Einkommen und das finde ich, das ist einfach ein sehr, sehr angenehmes Gefühl von Freiheit, ein Freiheitsgefühl, das ich irgendwie jedem gönne und wünsche und weil es auch einfach so ein, was einen unabhängig macht und ein passives Einkommen einfach auch Menschen ermöglicht, sich mehr das zu tun,

[00:41:10] was er eigentlich tun möchte und das entspricht auch so, sag ich mal, meinem Menschenbild, deswegen bin ich großer Fan vom passiven Einkommen, sind das sehr gut und ja, mit dieser Mischung fahre ich eigentlich ganz gut, also deswegen tue ich lange Antwort auf eine kurze Frage, also deswegen tue ich mir sehr schwer zu sagen, es gibt dieses eine krisensichere, weil alle möglichen, auch Aktien gibt es, es gibt Aktientitel, die verhalten sich gut in der Krise und die gewinnen sogar und es gibt Aktien,

[00:41:40] die schmieren richtig krass ab, wenn was Schlimmes passiert, also auch das ist nicht so einfach zu beantworten, wie gesagt, ich fahre da am liebsten einen diversifizierten Approach, also ich versuche das echt gut zu mischen, wenn ich mich für eins entscheiden müsste, ja, wahrscheinlich würde ich Gold nehmen, ich glaube, aber bei Gold darf man auch nicht vergessen, ich glaube, was Gold macht, ist jetzt nicht unbedingt eine Wette auf ein bestimmtes Kursereignis oder einen Kursanstieg, sondern ich glaube,

[00:42:10] was Gold macht, ist einfach, es bewahrt die Kaufkraft über eine lange Zeitraum, das heißt, wenn man angenommen, jemand hat jetzt 100.000 Euro gespart und er will einfach nicht, dass es entwertet wird und er will aber auch nicht, er braucht auch jetzt nicht, dass es sich verdoppelt im Dings, er will einfach nur, dass diese 100.000 Euro ihm in 10 Jahren genau dasselbe kaufen, wie sie ihm heute kaufen, dann ist Gold wahrscheinlich das Beste, ja. Egal welchen Bitcoinpreis ihr euch für die Zukunft vorstellt, wenn ihr eure Bitcoin nicht sicher aufbewahrt und sie verliert,

[00:42:40] dann ist am Ende alles egal. Eine der sichersten Möglichkeiten zur sicheren Aufbewahrung sind die sogenannten Hardware Wallets und hier können wir euch ja seit Jahren schon die Bitbox 02 aus der Schweiz empfehlen. Sie überzeugt durch die einfache Handhabung, einen hohen Sicherheitsstandard und den starken Support und mit der neuen Bitbox 02 Nova könnt ihr nämlich die Hardware Wallet nun auch an iPhones und iPads nutzen. Um mit unserem Code BTC verstehen, spart ihr 5% bei eurer Bestellung und wenn ihr eure Hardware Wallet dann auch noch zusätzlich

[00:43:09] absichern möchtet, beispielsweise gegen Feuer, Wasser oder auch räuberische Erpressung, dann können wir euch die Versicherung von Biturians empfehlen. Dort könnt ihr nämlich euer Wallet bereits ab 2,50 Euro pro Monat absichern und so zusätzlich noch ein weiteres Sicherheitslevel dazu schaffen. Auch hier spart ihr mit unserem Code BTC verstehen 5% bei dem Abschluss einer Versicherung und unterstützt gleichzeitig unsere Arbeit. Alle Informationen zur Bitbox und zur Biturians findet ihr wie immer unten in der Videobeschreibung und nun wünschen wir euch

[00:43:38] weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Für den Fall, dass sich jetzt jemand denkt 30-30-10, 30-30-30-10 ist eigentlich eine ganz gute Allokation. Zwei Nachfragen dazu. Wenn jetzt Bitcoin beispielsweise einen Crash hinlegt von 50%, was wir jetzt gesehen haben, gut, jetzt hat es sich wieder etwas erholt, müsstest du ja dann deine Aufteilung in irgendeiner Form korrigieren, sprich Rebalancing betreiben. Erste Frage von den

[00:44:07] 2 in 1 Fragen. Wie häufig betreibst du Rebalancing und die Nachfrage ist dann, nimmst du dafür dann die 10% Cash-Position, um temporär umzuschichten oder verkaufst du beispielsweise Aktien und Gold, um dann Bitcoin wieder aufzufüllen? Ich tue mir schwer, ich habe da nicht so eine festgesetzte Regel, da lasse ich tatsächlich so ein bisschen das Gefühl auch mal so walten. Ich kann es mal sagen, was nicht gut gelaufen ist

[00:44:37] dieses Jahr, oder letztes Jahr, was ich eigentlich nämlich vorhatte, ich habe mir so gesagt, okay, wenn Bitcoin so 150.000 erreicht, dann werde ich immer so ein bisschen auscashen und ein bisschen rebalancen. Also ich habe gesagt, okay, dann ist auch der Bitcoin-Anteil schon ganz schön hoch gestiegen und macht dann vielleicht 50% aus vom Gesamtding. Okay, das ist eine gute, runde Zahl zu verkaufen. Ich habe auch gesagt, gesagt, ich will auch nicht so greedy werden und auf die 250 oder 400.000

[00:45:07] brauche ich gar nicht, so 150 bin ich fein. Wir wissen ja alle, wie es dann gelaufen ist, dann ging es halt von 128 wieder runter. Das ist halt, ja, so ist es halt. in Goldaktien oder Minenaktien oder sowas, das kann man dann eben schnell verkaufen

[00:45:38] und bei Bitcoin halte ich schon nach wie vor viel von diesen vier Jahreszyklen. Also ich habe, wie gesagt, da habe ich jetzt, letzten habe ich jetzt leider verpasst, aber im Prinzip glaube ich, ist das schon so eine ganz gute Links, wo man sagt, okay, jetzt kann man so im Jahr eins oder zwei des Zyklus mal ein bisschen mehr reinstecken oder einfach einen Sparplan laufen lassen und im Jahr vier kann man halt dann mal sagen, okay, jetzt casht man halt mal ein bisschen aus. Bei Aktien mache ich es auch gerne so. Da habe ich zum Beispiel

[00:46:07] so eine Grundregel, dass ich meistens, wenn eine Aktie sich verdoppelt hat, also wenn sie 100% gestiegen ist, dann nehme ich halt und ich kenne das Unternehmen nicht so gut, weil es ist eine spekulative Geschichte, dann nehme ich einfach den Einsatz vom Tisch, verkaufe die Hälfte und lasse den Rest halt quasi risikofrei weiterlaufen. Und dann glaube ich auch noch, ihr habt ja, Bitcoin-Hörer sind ja meistens ein bisschen jünger, also viele von denen lesen ja auch mein Newsletter und deswegen sage ich das dann auch mal so ein bisschen,

[00:46:37] ich bin jetzt auch schon 47 und also die Prioritäten, die verschieben sich halt so mit der Zeit, ja. Ich hatte echt wenig Probleme vor zehn Jahren einfach vielleicht auch einen Bitcoin-Exposure von 70% zu haben, das hat mich halt echt wenig gejuckt und ich glaube, wenn man 25 ist, ist es auch, finde ich jetzt auch kein Problem zu sagen, ja, wenn du Bock hast, dann steck halt alles in Bitcoin und so, aber mit zunehmendem Alter ist es halt dann schon so,

[00:47:07] irgendwann ist es halt life-changing money oder es ist halt Geld, was wirklich deinen Lebensstil halt oder auch deine Zukunft stark betrifft und da will man halt vielleicht oder da tun halt dann Schwankungen von 50%, halt, das macht halt dann schon was mit allem, ja. Und wenn du jetzt irgendwie, keine Ahnung, wenn du jetzt irgendwie Mitte 50 bist und du hast zwei kleine Kinder und du hast vielleicht nicht in die Rente eingezahlt und du hast 500.000 Euro in Bitcoin

[00:47:37] und Bitcoin fällt mal kurz um 60% und dann sind es nur noch 200.000, ey, da bist du schon anders drauf, so. und dann auch immer so ein bisschen mit einmalig. Ich glaube einfach, dass das Geldanlager auch insgesamt was sehr Individuelles ist und jeder Mensch ist, es hängt von deiner Lebenssituation ab, es hängt von deinem Risikoappetit ab und deshalb würde ich auch sagen, muss man auch sein Bitcoin Exposure so ein bisschen darauf abstimmen,

[00:48:07] was man vergnusen kann, was man haben möchte, wie viel Risiko man verstand, wie viel man auch an Gehalt bekommt und was für ein Verhältnis das Gehalt zum Ersparten steht. Keine Ahnung, wenn die Ersparnisse bei 10.000 Euro liegen und man hat ein Nettoeinkommen von 5.000 im Monat, dann kannst du mit den 10.000 natürlich auch sagen, das musst du jetzt nicht so sicher anlegen, das hast du ja gleich wieder verdient. Aber wenn das

[00:48:37] investierte Vermögen halt mal ein, keine Ahnung, das Zehn- oder Hundertfache von deinem Nettovermögen ist, dann muss man es anders behandeln. Ja, ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt, den du gerade machst, dass es wirklich ganz subjektiv individuell ist, je nachdem, wie jeder seine Voraussetzungen hat, wie die Thema ist, Familie und so weiter, jeder muss selber für sich entscheiden, welchen Anteil ich zum Beispiel Bitcoin packe, welchen Anteil ich Gold packe und so weiter, welchen Teil ich auch einfach nicht ausgeben kann, weil ich es für alles was anderes brauche und das habe ich das Gefühl, dass es einige im

[00:49:06] Bitcoin-Bereich nicht ganz so genau mitnehmen, weil sie immer denken, ja klar, 100% Bitcoin ist ein Muss für jeden und wer es nicht so macht, hat eigentlich keine Ahnung von Anlage quasi oder Sparen und das ist gar nicht gut. Was mich jetzt interessieren würde noch, wenn wir gerade bei Bitcoin sind, du berichtest ja über Bitcoin in deinem Newsletter schon relativ lange jetzt und wir haben ja immer so diese Zyklen, einerseits natürlich den Preiszyklus, aber was es auch immer wieder gibt, diese Narrative. Wir haben einmal, haben wir diesen Teil von, okay, jetzt ist der Bitcoin ETF da, dann haben wir dieses Thema, Trump ist jetzt

[00:49:36] plötzlich da, dann haben wir das Thema, Bitcoin ist das nächste digitale Gold. Was glaubst du, wo stehen wir denn gerade? Weil es ja doch häufig auch so die Kritik gibt, hey ihr Bitcoin-Jungs, ihr sagt doch immer, Bitcoin ist das nächste krisensichere Absicherungsding gegen Inflation, Inflation steigt, Bitcoin fällt runter. Wo stehen wir da gerade mit Bitcoin, auch weltweit, weil wir gucken ja gerne aus der deutschen Sicht drauf, da du jetzt aber in Südostasien lebst, ist es vielleicht ein bisschen anders. Wie schaust du darauf, wie sieht man Bitcoin derzeit weltweit aus deiner Sicht?

[00:50:07] Also ich glaube erstmal, ich habe letztens auch darüber geschrieben an meinem Newsletter, ich glaube wir haben eine Narrativkrise, Bitcoin hat eine Narrativkrise und die ging einfach los durch die starke Vereinnahmung von Trump und ich will es gar nicht hier, also das ist auch selbstverschuldet der Bitcoin-Szene und also auch ich bin ein bisschen drauf reingefallen, auch ich habe mich von der Euphorie anstecken lassen, so vor eineinhalb Jahren, als wir, als die Trump-Administration kamen und eigentlich war ja Bitcoin immer so das Anti-Government-Money, also das ist ja,

[00:50:37] das ist ja die, die super Grundidee von Bitcoin, dass es Staat und Geldsystem trennt und das ist genial und dieses Narrativ, das haben wir aber so ein bisschen verloren, weil wir einfach, oder viele von uns in diese Euphorie eingestimmt haben, die dann mit Trump kam, also der Genius Act und Stablecoin Adoption und sozusagen, wir lassen uns nicht mehr von der Gesetzgebung behindern, die unter Biden ja tatsächlich auch

[00:51:06] recht streng war und das wirklich auch da Wachstum abgewirkt hat und eigentlich hat das dann gegipfelt in diesen Trump-Coin und Millennia-Coin, was so Januar 26, Januar 25 da rausgekommen ist und das, eigentlich war das so ein Top-Signal, da hätte man eigentlich, hätte man eigentlich darauf achten müssen, sagen, okay, das ist, das ist nicht gut, ja. Also Bitcoin hat jetzt so ein bisschen, finde ich so, hat so ein bisschen seine Seele verloren in den letzten, letzten 16 Monaten und das muss jetzt halt irgendwie wieder,

[00:51:36] das muss wieder repariert werden und ich glaube, das kann nur funktionieren, indem man wirklich wieder sich auf seine libertären Wurzeln so ein bisschen zurückbesinnt und ein bisschen gegen oder Anti-Regierung, Anti-Staat operiert ist. Also dieser Weit, finde ich, ist so ein bisschen verloren gegangen. Was die weltweite Adoption betrifft, also da, ich höre weniger davon, also es gab ja auch,

[00:52:05] ich glaube, als es mit El Salvador losging, 2021, 22, da gab es ja auch schon viel Leute, die gerade so in Schwellenländern da die Bitcoin-Adoption weiter vorangetrieben haben. Ich war da ehrlich gesagt immer schon so ein bisschen skeptisch, weil ich da für Buchrecherche noch immer relativ viel da im globalen Süden unterwegs war und ich konnte das nie so hundertprozentig bestätigen. Also ich habe auch immer, wenn ich mit Einheimischen zusammengearbeitet habe,

[00:52:35] immer gefragt, so hey, kann ich dich mit Bitcoin bezahlen und da hat nie einer von sich aus gesagt, ja geil, das war immer so, ne, danke, ne, überweist mir doch bitte mit PayPal und so. Also ich konnte diese, ich konnte es zumindest nicht bestätigen, so das, was manche Leute mal beschrieben haben und das ist leider bis heute geblieben. Also ich habe hier auch, also jetzt in Thailand in Bangkok gibt es schon, das ist schon eine recht kryptofreundliche Stadt und auch Land. Das liegt aber nicht so sehr daran,

[00:53:06] dass hier, Thailand ist jetzt auch nicht mehr so arm, aber es liegt jetzt auch nicht daran, dass Leute irgendwie sagen, ah, ich will mich gegen die Entwertung meiner Währung schützen und deswegen kaufe ich Bitcoin oder sowas. Also da ist null, es gibt viel Bitcoin in Bangkok, weil viele Kryptoinfluencer aus der ganzen Welt hierher gezogen sind und weil die Regierung solche Leute anzieht auch und dementsprechend entspannte Steuergesetzgebung hat, das ist der Grund, warum Bitcoin hier in Bangkok

[00:53:36] relativ stark ist, weshalb es auch ein paar Cafés gibt und so, wo man Bitcoin bezahlen kann, aber diesen, was es nicht gibt oder was ich noch nicht gesehen habe, ist diese ganze Weltverbesserungsgedanke, dass irgendwie der arme Reichsbauer auf dem Land sich in Bitcoin bezahlen lässt, weil er seine Ersparnisse schützen will. Also das habe ich nicht erlebt, also da befürchte ich, das ist so ein bisschen, man möchte gerne, dass die Welt so ist von Deutschland aus, ich kann es leider einfach nicht bestätigen. Ja, also ich befürchte,

[00:54:06] da ist man in den letzten drei, vier Jahren nicht wirklich weitergekommen und das ist natürlich jetzt ein bisschen eine blöde Situation, das ist vielleicht auch eine typische Bärmarktsituation, dass man in einem Bärmarkt steckt und eine Narrativkrise hat und so ein bisschen so dieses Narrativ, was Bitcoin da rauszieht, wo wirklich dann wieder viele Leute darauf aufspringen können und sagen, hey, wow, das ist doch irgendwie das neue heiße Ding oder das ist ja super spannend, das fehlt halt gerade. Du hast halt auf der anderen Seite

[00:54:35] Wall Street, ETF, jetzt hat JP Morgan, glaube ich, war jetzt die neueste Großbank, die einen Bitcoin ETF aufgelegt hat. Also die machen es halt mit und das ist halt jetzt auch das Image, was Bitcoin nach außen vermittelt ist. Man assoziiert es halt eher jetzt mit BlackRock und den großen Finanzinstitutionen, was sehr schade ist. Übrigens gestern auch noch eine Meldung, dass es wohl irgendwie in den kommenden Wochen munkelt man, soll es wieder eine Bekanntmachung von Trump gegen Richtung

[00:55:05] nationale Bitcoin Reserve. Das wäre natürlich schon nochmal ein Hammer, aber ich befürchte, dass man da so diesen Weg so ein bisschen verlassen hat und selbst mit MicroStrategy, also da gibt es halt auch einfach schon auch viele Leute. Ich finde Strategy cool, ich finde das auch gewisserweise bewundernswert, was Michael Saylor macht, aber man muss halt trotzdem auch konstatieren, dass es jetzt sehr große Institutionen gibt, die halt immer mehr Bitcoins

[00:55:35] haben und natürlich ist es eine Form der Zentralisierung auch. Also das Beste wäre tatsächlich, wenn einfach sehr, sehr viele Menschen auf der Welt eine bestimmte Menge von Satoshi haben und nicht eine Firma auf, ich weiß nicht, wie viele hat er jetzt, ein paar Hunderttausend, ich habe die neue Zahl nicht im Kopf, aber halt sehr, sehr viele hat. Das sind halt schon, weil was kann passieren? Du hast halt, es kann halt irgendeine Abmachung mit Strategy, mit Bucket Seller getroffen werden, wo man sagt, okay,

[00:56:06] das wird jetzt das neue Collateral für den neuen US-Dollar werden und deshalb, du darfst sie zwar behalten, aber du darfst sie nicht mehr verkaufen oder sowas. Es wird so behandelt wie die Goldreserven in Fort Knox, dass man sagt, ja, also das ist halt jetzt irgendwie in gewisser Weise, das ist jetzt die Deckung für den neuen Dollar und ja, gehört halt dem amerikanischen Volk. Also so ein Szenario kann ich mir schon vorstellen.

[00:56:36] Ja, ist auch unser Eindruck, haben wir auch schon in mindestens einer Folge in jüngerer Vergangenheit angesprochen, dass man falsch abgewogen hört sich ein bisschen hart an, aber dass sich der Fokus doch klar gewandelt hat von, ich sag mal auf der einen Seite freies Geld für freie Menschen hin zu, das ist das Über-Boost-Asset, wenn da alle möglichen Player einsteigen, wird es einfach nur durch die Decke gehen und zwar wünschenswert, wenn das die jeweiligen Kleinanleger oder der Reisbauer,

[00:57:06] den du angesprochen hast, wenn die das auch verstehen oder sehen würden, aber zur Wahrheit gehört da dazu, du brauchst halt erstmal Kohle, um überhaupt da mitmachen zu können und wenn das so volatil ist, wie es sich halt in der letzten Zeit bewegt hat, gehört ja auch dazu, dann frage ich mich schon, wie groß ist der Anreiz, gerade für die Reisbauern beispielsweise dann zu sagen, okay, das was mir übrig bleibt, da bin ich bereit, in so einem aus seiner Sicht Hochrisiko-Asset zu investieren, obwohl möglicherweise

[00:57:35] da Michael Saylor, Trump und Co., BlackRock super investieren und gerade BlackRock, die Kunden, die sie betreuen, dann auch in die entsprechende Richtung pushen, also ja, da ist der Fokus schon ein bisschen ein anderer, als er möglicherweise sein sollte. und vielleicht auch, also das ist ja auch das Faszinierende, Bitcoin ist ja immer gleich, das verändert sich ja nicht, was es ist, aber die Erzählungen, die wir uns darüber machen, die verändern sich halt

[00:58:04] ja und es gibt auch diese, so eine ganz geile Grafik, die man so, die ein bisschen zeigt, wie sich das Narrativ über die Jahre verändert hat und von Internet Money in 2014, also Darknet Money zu ja, vielleicht 2021 so Geld für die dritte Welt oder so in die Richtung und jetzt haben wir halt gerade wieder ein neues Narrativ, ja, das ändert sich, ändert nicht unbedingt Bitcoin, aber die Geschichten, die wir uns darüber erzählen, die haben sich, die haben sich halt wieder verändert.

[00:58:35] Mit dem Blick auf die Zeit, weil wir jetzt bald eine Stunde bald angekommen sind, vielleicht als Abschlussfrage an dich, was mich interessieren würde, wir haben jetzt darüber gesprochen, dass Bitcoin dieses Narrativ derzeit fehlt, dass wir die Konflikte haben, wir haben die Inflation, Energiekrise und so weiter, wo steht denn für dich Bitcoin in zehn Jahren, weil du es ja natürlich auch relativ groß in deinem Portfolio hast, was, wenn du einfach dir im Kopf ein Wunschszenario zusammenbauen dürftest, wo sind wir denn 2026, äh, 2036 so rum, wenn wir dich wieder im Podcast hoffentlich zum zehnten Mal dabei haben?

[00:59:08] Ja, 2036 ist natürlich ein irre langer Zeitraum, das ist total schwer zu sagen. Also, ich glaube, dass Bitcoin im Wert steigen wird und zwar nicht nur als Inflationsausgleich, sondern ich glaube, dass es real steigen wird, ich glaube, dass wir in Richtung Goldparität gehen, vielleicht erreicht mehr Gold nicht ganz, aber irgendwo so auf dem Weg dorthin und ich glaube, was man auch nicht vergessen darf, ich meine, ich könnte jetzt sagen, ja, Bitcoin steht bei einer Million,

[00:59:38] aber wir wissen, da müssen wir uns auch fragen, okay, was ist, was, wie viel Kaufkraft hat eine Million US-Dollar dann noch, ja, also das ist ja, es ist ja nicht so, oder jemand sagt, ja, Bitcoin wird bei 4 Millionen stehen und dann kannst du auch sagen, okay, aber was, also sag mal, in der Kaufkraft von heute, weil wenn ich jetzt sagen würde, in der Kaufkraft von heute, also zum jetzigen Geld, ich kann mir schon gut vorstellen, dass wir irgendwie so zwischen 100.000 und 500.000,

[01:00:08] sowas würde ich, würde ich jetzt mal so grob rechnen, ja, ähm, ich glaube, ich glaube tatsächlich, dass es als Collateral oder als als Letzt Anker für Währungen immer interessanter wird, für Zentralbanken, wie gesagt, das kann dann vielleicht nochmal dem Freiheitsgedanken widersprechen, aber ich kann mir schon vorstellen, dass man, dass man gerade in den USA sagt, man,

[01:00:39] man muss, man muss die Bitcoins, die dann dort sind, auch gar nicht unbedingt beschlagnahmen oder sowas, aber sie müssen dann irgendeiner Weise, ich weiß nicht, vielleicht, vielleicht sagt man, okay, Bitcoins dürfen nicht mehr an ausländische Akteure verkauft werden oder sowas, irgendwie sowas in die Richtung und dann darauf baut man dann einen neuen, neuen Dollar auf und dann, dann hat man sozusagen das Währungssystem einmal einmal resetet

[01:01:08] und dann kann man wieder neue Dollars auf Bitcoin schaffen, ja, und so vorstellbar ist ja zum Beispiel, also die 1933 gab es das ja, als Roosevelt damals die amerikanischen den Goldbesitz illegal gemacht hat, die Unze Gold war ja damals fix, ich glaube bei 19 Dollar und dann hat er quasi alles Gold eingezogen und es kam nach Fort Knox, wo es heute noch ist, vielleicht, wissen wir nicht

[01:01:37] und dann hat er basierend auf der Menge von Gold, hat er Dollars ausgegeben, aber zu einem anderen Wert, nämlich zu, ich glaube 32 Dollar oder sowas, also er hat, er hat quasi das Gold billiger eingekauft und dann, und dann mehr Geld ausgegeben und, und das ist ja bei Bitcoin auch denkbar, also man könnte ja auch sagen, dass die USA irgendwann sagen, okay, wir haben jetzt hier eine Bitcoin-Reserve von zwei Millionen, machen wir den Cut, ein Bitcoin ist 300.000 wert,

[01:02:08] ihr könnt die meinetwegen behalten oder auch nicht oder wir ziehen sie ein, darauf basierend geben wir jetzt digitale Dollars aus und alle anderen alten Dollars sind weg, ja, Schulden weg, denkst, neues Währungssystem, Reset-Knopf gedrückt und beim, beim Fiat-System war ja das Problem, dass man, also das getrickst wurde, dass man ja dann mehr Dollars ausgegeben hatte heimlich, als man an, eigentlich,

[01:02:38] an den Gold gebundenen Kurs tatsächlich hatte, ja, und das Interessante, glaube ich, ist bei Bitcoin könnte man das, also dadurch, dass die Bitcoin-Reserven transparent sind, einsehbar sind, nicht wie bei Fort Knox, könnte man ja immer drauf gucken, das heißt, man könnte dann zum Beispiel sagen, man könnte schon das Ganze inflationieren, aber das transparent inflationieren, also wenn du sagst, du ziehst jetzt, nimmst eine Million Bitcoin als dein Grundstück für die neuen digitalen Dollar, gibst dann so und so viele Dollar aus

[01:03:06] und nach einem Jahr oder so sagst du, hey, wir haben jetzt so viel mehr Produktivität durch künstliche Intelligenz, wir sollten jetzt auch die Geldmenge erhöhen, damit das System weiter am Laufen bleibt und jetzt erhöhen wir den Faktor einfach auf dem, auf dem, auf dem, erhöhen den Faktor mit dem wir Geld basierend auf den Bitcoin-Beständen ausgeben, wir verdoppeln es jetzt oder wir machen 1,5 oder sowas, das heißt, du könntest anfangen, die Geldmenge wirklich,

[01:03:35] wirklich fein zu tunen an die Produktivitätsfortschritte und könntest das transparent machen. Das ist so ein bisschen Zukunftsgedanken jetzt so zum Abschluss, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es in diese Richtung geht und so verrückt Trump auch ist, ich glaube tatsächlich, dass er verrückt ist oder verrückt geworden ist, aber ich glaube, dass es da schon Leute gibt, wie Scott Bassett oder so, die solche Gedanken haben, die sich wirklich ernsthaft bei solchen Dingen nachdenken, wie sie eigentlich das Verschuldungsproblem der USA lösen können und auch,

[01:04:04] wie man eigentlich die Geldmengensteuerung angesichts der KI-Produktivitätsfortschritte, wie man das verbessern kann, wie man das ins 21. Jahrhundert holen kann und ich glaube, das wäre so eine Möglichkeit, dass du wirklich, vielleicht hast du auch dann einfach ein Rechenprogramm, dass du sagst, okay, wir haben gerade so und so viel Wirtschaftswachstum, deswegen erhöhen wir die digitalen Dollars und dem und den Faktor und dann hast du, dann gibt es keine Probleme mehr mit Inflation oder Deflation und sowas, dann läuft die Wirtschaft immer genauso,

[01:04:34] wie sie laufen soll, ja. Ja, das ist eine spannende Frage, ob KI und wie sich KI da auswirkt. Hatte da mal einen Podcast zugehört, dass das, also es war ein ehemaliger Regierungsbeamter aus der DDR, der halt meinte, naja, uns hat nur die Power gefehlt, sonst wäre das an sich gar kein Thema gewesen, aber würde ich mal ein großes Fragezeichen ranmachen, aber wir werden es dann sehen in, ja, spätestens, natürlich nicht in zehn Jahren, du bist viel früher zu Gast

[01:05:03] und da müssen wir dann auch über den Plan reden, den du jetzt aber möglicherweise schon angeteasert hast. Von meiner Seite auf jeden Fall vielen Dank, hat es großen Spaß gemacht und ja, wie gesagt, sehr gern wieder auch in kürzeren Abständen. Sehr gerne, ja, danke für die Einladung, ich fand es auch immer, bin immer sehr gerne bei euch. Ja, auch von meiner Seite vielen Dank, es ist immer schön, deinen Gedanken mal ein bisschen zu profitieren und einfach zu hören, was du denn denkst und deswegen nochmal der Hinweis, auf jeden Fall schaut euch Philips Newsletter an, wir werden alles natürlich

[01:05:32] auch unten nochmal verlinken in der Videobeschreibung beziehungsweise Episodenbeschreibung, da könnt ihr gerne mal reinschauen, das ist wirklich eine Empfehlung von uns und deswegen Philipp, vielen, vielen Dank, dir weiterhin viel Erfolg bei all deinen Projekten und eine gute Zeit und wir sehen uns dann hoffentlich bald wieder im nächsten Podcast. So machen wir es. Bis dann. Ciao. Ciao.