In dieser Folge sprechen wir mit Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky über die Frage, wie Deutschland und Europa im globalen Technologiewettbewerb dastehen. Sven erklärt, mit welcher wissenschaftlichen Methode er seit 25 Jahren Zukunftsprognosen für Unternehmen erstellt, warum Deutschland seiner Einschätzung nach beim technologischen Wachstum nicht angeschlossen ist, und welche Rolle Bitcoin dabei als Möglichkeit spielt, an diesem Wachstum zu partizipieren. Außerdem geht es um die historischen Gründe für Deutschlands zurückhaltende Haltung gegenüber neuen Technologien, die Auswirkungen europäischer Regulierung und einen Ausblick, wie sich Geld und Bezahlsysteme in den nächsten zehn Jahren verändern könnten.
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📋 TIMESTAMPS
(00:00:00) Einleitung
(00:01:12) Was macht ein Zukunftsforscher?
(00:04:26) Wie wird die Zukunft vorhergesagt?
(00:14:44) Externe Faktoren
(00:24:53) Wie sieht die Wirtschaft in der Zukunft aus?
(00:33:31) Deutsche Sichtweise auf die Zukunft
(00:45:02) Die Zukunft des Geldes
(00:55:53) Narrative bei anderen Geldanlagen
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🎵 MUSIK
- "No? Yeah!" by LiQWYD
- Creative Commons — Attribution 3.0 Unported — CC BY 3.0
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[00:00:00] Bevor wir mit der heutigen Folge beginnen, noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache. Wir hatten euch ja vor einigen Wochen gefragt, was denn die größten Probleme von euch bei Bitcoin sind und die Antwort war wirklich eindeutig. Fast die Hälfte von euch hat geantwortet, dass die Aufbewahrung die größten Probleme bereitet. Alleine 14 von euch meinten, dass sie schlaflose Nächte wegen der Aufbewahrung haben und das wollen wir jetzt ändern.
[00:00:20] Wir veranstalten eine Masterclass zum Thema Aufbewahrung mit einer kleinen Gruppe von maximal 10 Personen. In vier Wochen und vier persönlichen Terminen gehen wir mit euch Schritt für Schritt durch alles durch, was dazugehört. Also Hardware Wallet einrichten, Transaktionen durchführen, Backups anlegen, Hardware Wallet wieder stellen. So lange, bis ihr die Aufbewahrung wirklich vollständig im Griff habt.
[00:00:44] Wenn ihr als erstes erfahren wollt, wann es losgeht und euch einen der begrenzten Plätze sichern möchtet, tragt euch jetzt in die Warteliste ein. Den Link dazu findet ihr in den Shownotes. Hallo Sven, herzlich willkommen bei uns im Podcast. Es freut uns wirklich außerordentlich, dass du dir Zeit nimmst. Ich freue mich. Vielen Dank für die Einladung. Servus, schön, dass du hier bist. Wir haben ein super spannendes Thema und freuen uns auf deine Aussagen.
[00:01:12] Genau. Wir sprechen bei uns im Podcast ja immer wieder über Bitcoin und allem, was da sich herumdreht. Und was wir immer machen, ist natürlich, wir sprechen ganz häufig über die Zukunft. Und du bist Zukunftsforscher, hast schon mehrere Bücher darüber geschrieben, du hältst viele Vorträge darüber und beschäftigst dich einfach tagtäglich mit dem Thema Zukunft. Und da möchten wir immer reinschauen, was kann man mitnehmen, wie kann man am besten in die Zukunft schauen, vor allem auch, warum fasziniert uns als Menschen die Zukunft so sehr. Und da möchten wir in den nächsten paar Minuten mal drüber sprechen. Aber ich möchte mal mit der einfachen Frage beginnen. Ihr kennt das vielleicht alle.
[00:01:41] Wir werden immer gefragt, okay, was machst du eigentlich beruflich? Und bei dir ist ja die Frage, Zukunftsforscher. Wie würdest du das denn, sagen wir mal, einem 10, 12-jährigen Kind erklären, was denn so ein Zukunftsforscher am Tag so macht? Also erstmal muss ich immer sagen, Zukunftsforschung hat nichts mit Glaskugeln zu tun oder auch nichts mit Kaffeesatz oder so etwas. Sondern bei mir im Institut arbeiten tatsächlich Doktorinnen und Doktoren der Zukunftsforschung. Also es gibt wissenschaftliche Methoden, die kann man studieren, kann man sogar promovieren.
[00:02:09] Und das kann man weltweit an Universitäten in Singapur, in Kopenhagen, in Hawaii sogar, in Berlin und so weiter. Und wenn man das eben studiert hat, dann hat man diese wissenschaftlichen Methoden verstanden. Und um es ganz einfach einem Kind zu erklären, kann man sagen, wir machen Interviews mit den Strategiechefs und Chefinnen und Technologie und Innovationschefsinnen
[00:02:37] der großen Trendprägenden Unternehmen der Welt. Also der Googles und der, naja, jetzt KI, Anthropics und der Microsofts und so weiter und so fort. Und von diesen Interviews machen wir jede Woche 10 bis 20. Und es gibt es seit 25 Jahren, da sind jetzt ziemlich viele Interviews. Also sagen wir mal 10, mal 52 Wochen, mal 25 Jahre, ziemlich viele Interviews zusammengekommen.
[00:03:04] Und diese Menschen, das sind die Menschen, die mit ihren heutigen Entscheidungen bestimmen, wie Zukunft sich entwickelt. Die bestimmen das mehr sozusagen als wir, als jeder Mensch, der so auf der Straße ist, es bestimmen kann. Warum? Weil sie die Macht haben, dass ihre Entscheidungen, ihre heutigen Entscheidungen sich wirklich durchsetzen in der Zukunft. Die haben die wirtschaftliche Macht, die politische, die finanzielle Macht.
[00:03:28] Und wenn du mit diesen Menschen redest und diese Menschen fragst, wo hast du gerade investiert? Was machst du gerade mit deinen großen Ressourcen? Warum tust du das? Was glaubst du, was daraus entsteht in 5 Jahren, in 10 Jahren? Und welche Auswirkungen hat das nun wieder auf die Branche A, B, C, Bitcoin und so weiter? Dann kriegt man das wahrscheinlichste Zukunftsbild. Wir sind keine Wahrsager, wir kriegen keine Wahrheit heraus.
[00:03:53] Aber das wahrscheinlichste Zukunftsbild und das ist das, wofür Zukunftsforscher bezahlt werden, wenn man so will, am Ende des Tages. Und womit wir unseren Kunden, das sind meistens Unternehmen, ganz kleine, mittlere, ganz große Unternehmen, denen geben wir eben die Informationen, wie wird sich deine Branche in den nächsten 5 bis 10 Jahren entwickeln? Und was musst du jetzt schon tun? Also wir nennen das die Zukunftsstrategie.
[00:04:17] Was kannst du jetzt tun, um dich mit dem Wachstum, was da drin ist, zu verbinden und dann eben mehr Geld zu verdienen, mehr Kunden zu haben, mehr Produkte zu verkaufen und so weiter? Es ist ganz interessant, dass du direkt zu Beginn gesagt hast, ihr seid keine Kaffeesatzleser, weil einer der häufigsten Sätze, den Jonas und ich sagen, ist, niemand hat eine Glaskugel. Und ich wollte dich eigentlich fragen, ob ihr dann eine habt, aber es ist nicht so. Ihr sprecht mit Leuten und leitet daran dann anhand der Erkenntnisse, die ihr eben gewinnt, gewisse Prognosen ab, sage ich mal, vereinfacht.
[00:04:47] Wenn du da ein bisschen Tiefgang reinbringen könntest, wie läuft das? Also ihr sprecht mit den Leuten über die Themen von morgen. Wie leitet ihr aus diesen abstrakten Aussagen dann konkrete Handlungsempfehlungen? Also ich mache das mal am konkreten Beispiel, weil man kann das daran ziemlich gut sehen. Wir haben im Jahr 2018, also vor acht Jahren, wurden wir vor einem Unternehmen beauftragt.
[00:05:15] Wir sollten herausfinden, wie sieht der Kundendialog im Jahr 2025 aus? Also wie werden im Jahr 2025 die Kunden mit den Unternehmen reden und die Unternehmen mit den Kunden? Und was wir als erstes gemacht haben ist, wir haben uns eine, wir nennen das die Future Forces Map. Also im Prinzip ist eine Liste von, wer sind die wichtigsten Akteure in der Welt, die darauf einen Einfluss haben. Auf die Frage, wie entwickelt sich der Kundendialog.
[00:05:43] Und da sind natürlich die Leute dabei, also die Unternehmen dabei, die die marktprägenden Unternehmen sind im Bereich von Handys, von Hardware. Weil wenn Unternehmen mit den Kunden über Handy reden, dann spielt das Handy eine Rolle. Dann sind die Softwarehersteller und dann KI und so weiter und so fort. Dann gibt es also eine Liste von, sagen wir mal, 50 Akteuren, die in der Welt eine Rolle spielen.
[00:06:06] Und dann nimmt man von denen die wichtigsten 20 oder auch 30, je nachdem, wie tief die Studie gehen soll. Und dann sucht man sich jeweils von diesem Unternehmen die Strategieleute, die Strategiechefs, Chefinnen aus und spricht die an und sagt, ich möchte mal ein Interview mit dir machen zu dem und dem Thema und so weiter. Also weltweit, die sind im Silicon Valley, die sind in China, die sind wo auch immer. Ganz wenig, ehrlich gesagt, in Deutschland.
[00:06:34] Weil besonders im Technologiebereich das, was Deutschland technologisch im Augenblick zu bieten hat, ist eben nicht das, was die Entwicklung der Welt macht. Aber das ist mir erst mal egal. Und dann machen wir, dann setzen wir uns mit denen hin, dann fliegen wir da hin, dann machen wir zwei Stunden Interview mit denen. Und dann sagen uns, sagen wir mal, 20 Leute, also nacheinander, sagen uns, was sie erwarten, wie sich die Welt entwickelt. Und wir fragen nach und so weiter und so fort. Dann hast du also 20 Prognosen nebeneinander liegen.
[00:07:04] Das hat jetzt erstmal noch keine Wahrscheinlichkeit. Das sind erstmal nur 20 gesammelte Prognosen. Und dann analysieren wir das und so weiter. Und da kommt schon raus, wo prognostizieren alle dasselbe? Das hat eine relativ hohe Umsetzungswahrscheinlichkeit. Wo gehen Szenarien auseinander? Und dann gibt es eine zweite Interviewwelle. Das heißt, dieselben Leute fragen wir nochmal. Und in dieser zweiten Interviewwelle sagen wir denen, was haben die anderen 19 prognostiziert?
[00:07:31] Und lassen die, also diese 20, bewerten, ob sie das, was die anderen 19 da prognostiziert haben, was sie davon für wahrscheinlich halten und nicht wahrscheinlich. Und die dürfen auch ihre eigene Prognose nochmal verändern. Nach dem Motto, ah, wenn der das und das macht, dann mache ich doch lieber das und das sozusagen. Und auf diese Weise in dieser zweiten Interviewrunde entsteht Wahrscheinlichkeit. Diese Wahrscheinlichkeit entsteht nicht in unseren Köpfen. Weil was wir, wir sind neutrale Wissenschaftler.
[00:07:58] Was wir denken oder was wir möchten, was wir uns wünschen persönlich, das spielt überhaupt keine Rolle. Das hat für die Zukunft null Wert. Aber was die darüber denken, weil die haben die Entscheidungsmacht, die haben das große Geld, die haben die Macht, dafür zu sorgen, dass bestimmte Dinge in die Märkte geschoben werden sozusagen. Oder eben bestimmte Dinge auch verhindert werden.
[00:08:20] Und dann nach dieser zweiten Interviewrunde wird dann eben zusammengefasst und daraus entsteht das wahrscheinlichste Zukunftsbild. Also, wie gesagt, keine Wahrsagerei. Wir sind Wissenschaftler. Aber in diesem Beispiel, was ich gerade gegeben habe, im Jahr 2018, stand dann beispielsweise in dieser Studie drin,
[00:08:44] dass im Jahr 2025 es einen Wechsel geben wird in der KI, nämlich weg von KI-Tools auf AI-Agents. Und das spielt dann eine große Rolle im Kundendialog und so weiter. Und wenn du jetzt, ihr wisstest, was ist letztes Jahr passiert, 2025 war letztes Jahr, was ist passiert? Exakt dieser Wechsel von KI-Tools auf AI-Agents. Heute redet jeder über Agents, letztes Jahr noch nicht.
[00:09:12] Und genau das konnten wir acht Jahre vorher prognostizieren. Nicht, weil wir jetzt besonders, nicht, weil wir Wahrsager sind oder besonders schlau sind, sondern weil diese wissenschaftliche Methode es eben hergibt, dass wir diese Prognosen aus den Köpfen der Menschen holen, mit denen wir da diese Interviews machen. Weil das wäre jetzt meine Nachfrage gewesen, wenn man ja eben diese Vorhersagenwahrscheinlichkeiten trifft nachher, und du hast es ja gesagt, du machst das schon seit vielen, vielen Jahren,
[00:09:38] schaut ihr dann als Wissenschaftler auch rückwirkend darauf, was kam denn dabei raus, was ist eingetreten, was nicht eingetreten? Weil ansonsten, ich meine, das kennen wir jetzt zum Beispiel, wenn man den Bitcoin-Kontext ein bisschen reinnimmt, diese Preisvorhersagen gibt es auch ganz, ganz häufig. Bitcoin steht im Jahr 25 bei 100.000 Dollar, einem Turm und Dran. Aber rückblickend machen das ganz wenige, die sagen, hey, ich lag da übrigens falsch, weil es wird einfach so weggewischt quasi. Also schaut ihr auch rückwirkend auf diese Vorhersagen, die ihr vor fünf, zehn Jahren getätigt habt, ob die dann auch so eingetroffen sind?
[00:10:06] Jaja, natürlich. Also ein Beispiel habe ich euch gerade gegeben. Das ist ein sehr, sehr einfaches, sehr plakatives Beispiel, weil das kann man eben direkt nachvollziehen. Und in diesem Beispiel hat es auch sehr gut funktioniert. Übrigens in den allermeisten Beispielen funktioniert das sehr gut, also mit unserer Prognose. Was wir feststellen ist, dass es häufig so ist, dass wir eine Prognose machen und das dann eintritt, aber ein kleines bisschen vorher.
[00:10:35] Also ein kleines bisschen, wenn wir so eine Zehnjahresprognose machen, dann tritt das irgendwie nach acht Jahren ein. Das ist so ein relativ starkes Muster. Und letztendlich ist es uns am Ende fast ein bisschen egal, ehrlich gesagt, wenn das zwei Jahre vorher eintritt. Weil wir wollen ja keine, ich habe das ja jetzt schon dreimal gesagt, wir wollen ja keine Wahrsager spielen. Also ich will jetzt nicht, ich stelle mich jetzt nicht in zehn Jahren hin und sage, hey, ich habe es gewusst oder so. Das ist nicht der Sinn meiner Arbeit.
[00:11:01] Der Sinn meiner Arbeit ist, dass wir diese Zukunftsprognosen, das ist der erste Schritt. Und aus diesen Zukunftsprognosen, also aus dem Wissen, wie sieht in zehn Jahren Branche XY aus, leiten wir dann, da gibt es wieder eine andere Methodik, die heißt Backcasting, leiten wir dann ab.
[00:11:21] Wie muss das Unternehmen oder die verschiedenen Unternehmen in dieser Branche, was müssen die quasi heute schon tun, um dann in fünf Jahren ihre Idealpositionierung, also Idealpositionierung heißt möglichst viel Geld verdienen, ja, möglichst viele Kundensteigerungen und so weiter. Was müssen die heute schon tun? Das heißt, das eigentliche Ergebnis meiner Arbeit ist gar nicht die Zukunftsprognose.
[00:11:44] Die Zukunftsprognose ist ein Zwischerstep, ja, Mittel zum Zweck, um den Unternehmen zu sagen, was ist jetzt dein nächster Schritt und dann der übernächste und so weiter. Also so Schritt für Schritt, so eine Projektroadmap über die nächsten fünf Jahre, damit du an diesem Wachstum, was da in der Welt ist, möglichst viel davon hast, möglichst viel teilnehmen kannst. Und wenn das das Ergebnis, also eine gute Strategie das Ergebnis ist, dann freue ich mich über Kunden, die dann nach einem Jahr sagen,
[00:12:14] ey, ich hatte hier im ersten Jahr schon 50 Prozent Wachstum und so, gibt es ja, tolle Testimonien ist auf unserer Webseite. Da freue ich mich viel mehr als über die Aussage, ja, du hast recht gehabt und zehn Jahre später ist das wirklich eingetreten. Das, woran ich mich messe, ist Wachstum bei meinen Kundenunternehmen sozusagen zu hinterlassen. Das ist viel wertvoller, als da irgendwie Recht zu haben in zehn Jahren. Ja, nachvollziehbar.
[00:12:40] Sind deine oder eure Kunden dann die Unternehmen, mit denen ihr die Interviews führt und ihr nehmt die, ich sage es mal salopp, ein bisschen an die Hand, wie sie dann in ihre Vision letztlich kommen und das zur Realität machen? Oder sind es auch andere Unternehmen, die einfach wissen wollen, sag mal, was machen denn die Großen und wonach können wir uns ausrichten? Vor allem andere Unternehmen tatsächlich.
[00:13:02] Wir haben, wenn man so pro Jahr schaut, haben wir etwa zehn sehr große Kunden, also so Konzerne. Das sind in aller Regel nicht die Googles und die Microsofts dieser Welt. Warum? Weil die Googles und die Microsofts dieser Welt, die haben selber Zukunftsforschungsabteilungen. Die brauchen keinen externen Zukunftsforscher. Das sind meistens deutsche, sehr große deutsche Unternehmen.
[00:13:27] Wie gesagt, zehn pro Jahr, die eben keinen eigenen Zukunftsforscher haben, die sich aber so eine Fünfjahresstrategie machen wollen und dann eben eine externe Hilfe, externe Experten dafür benutzen. Aber noch viel mehr als diese zehn sehr, sehr großen pro Jahr. Noch viel mehr Kunden haben wir im Bereich der mittleren, der mittelständischen Unternehmen und auch der sehr kleinen Unternehmen.
[00:13:51] Wir haben insgesamt im Augenblick über 3000 Kunden, die auf irgendeiner Strecke dieses Weges gerade sind und mit uns, durch uns angeleitet sozusagen durch diesen Prozess gehen. Und wie gesagt, da sind ganz kleine dabei. Bei denen ist es so, die können sich das meistens nicht leisten, dass wir denen diese Strategie erarbeiten. Dann gibt es da so Mentoring-Programme, dann nehmen wir die an die Hand. Dann machen die das, aber wir sagen ihnen, wie es geht sozusagen. Ist deutlich kostengünstiger.
[00:14:18] Und dann gibt es eben so Mittelprogramme und dann gibt es die großen Programme. Also auf deine Frage, es sind ganz wenige von den Großunternehmen, die uns beauftragen, sondern eher der deutsche Mittelstand, die eben sich, ja, also die selber nicht wissen, wie sie es machen sollten, jetzt so eine Zukunftsprognose zu machen. Die kommen dann eben in unsere Mentoring-Programme rein.
[00:14:44] Jetzt hast du ja angesprochen gehabt, dass ihr gerade die Experten aus großen oder auch kleinen Unternehmen fragt, in den Bereichen, wo sie quasi auch Vorhersagen bzw. Wahrscheinlichkeiten treffen können. Jetzt kann man natürlich direkt sagen, das sind ja nur die Meinungen quasi, die Aussicht von ihnen auf die Zukunft. Jetzt gibt es aber natürlich auch noch externe Faktoren. Also wenn wir gerade die letzten Jahre zurückschauen, wir hatten natürlich sowas wie die Covid-Pandemie, wo plötzlich Lockdown kam. Wir haben Kriege, geopolitische Dinge, die einfach extern mit reinkommen.
[00:15:11] Wie bewertet ihr denn solche externe Faktoren, teilweise auch, wir hatten häufig von Black Swans Event gehört, diese schwarze Schwäne. Ist das auch eine Thematik, die ihr mitnehmt bei euren Untersuchungen dann? Ja, ist eine gute und sehr, sehr berechtigte Frage. Wir können, und da muss man ganz ehrlich sein als Zukunftsforscher, da darf man nicht unseriös sein. Ehrlicherweise können wir unvorhersehbare Ereignisse nicht vorhersehen. Das kann keiner, das kann auch der Wissenschaftler nicht.
[00:15:39] Das heißt jetzt, wenn irgendwo ein Krieg ausbricht oder sowas, das ist einfach nicht prognostizierbar. Also der Iran, jetzt nehmen wir das aktuelle Beispiel, der Iran-Krieg oder so, das war vor fünf Jahren einfach nicht prognostizierbar. Wer behauptet, er hätte das prognostiziert, das halte ich für unseriös.
[00:15:59] Aber, und jetzt kommt das große Aber, es ist, wenn du diese Zehnjahresprognosen machst, ist es in der Regel auch nicht unbedingt notwendig, das zu prognostizieren. Warum? Warum? Weil diese Ereignisse, die du gerade genannt hast, Covid, also so eine Pandemie oder irgendeinen Krieg oder so, das sind meist temporäre Ereignisse. Die haben über, sagen wir mal, über drei, vier, vielleicht fünf Jahre, haben die eine echte Auswirkung.
[00:16:27] Aber dann, ich meine, die Auswirkungen von Covid jetzt, fünf Jahre später, die sind relativ gering, ehrlich gesagt. Also ja, es ist ein bisschen schneller gegangen, dass die Leute ins Homeoffice gegangen sind. Aber Homeoffice stand schon lange vor Covid in unseren Zukunftsstudien drin. Also das ist jetzt nicht durch Covid entstanden, diese Idee.
[00:16:49] Insofern, wenn du als Zukunftsforscher diese Zehnjahresprognosen machen willst, dann sind in aller Regel diese kurzfristigen, diese temporären Ereignisse tatsächlich eigentlich zu vernachlässigen. Zumindest die größte Zahl. Ich rede jetzt nicht von einem Atomkrieg oder einem Dritten Weltkrieg. Das ist natürlich nicht zu vernachlässigen, aber die Wahrscheinlichkeit ist eben auch nicht sehr groß.
[00:17:16] Wenn sowas eintreten würde, das wäre dann ein echter Black Swan, dann müssten wir halt unsere Studien neu machen. Dann müssten wir sie nochmal von vorn anfangen. Homeoffice ist ein spannendes Thema. Wie würdest du es dir erklären, dass derzeit Unternehmen wieder vermehrt die Mitarbeiter ins Büro zurückrufen? Weil die Mitarbeiter, zumindest meine Wahrnehmung, wollen ja eigentlich Homeoffice. Man hat ja auch gesehen, es funktioniert an sich. Nichtsdestotrotz ist es zumindest in meinem Umfeld, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis derzeit so,
[00:17:46] dass der Trend rückläufig zu sein scheint. Ja, gut, dass du das sagst. Wir haben Homeoffice nie, selbst in der Covid-Zeit, nicht als einen großen Megatrend beschrieben. Wir haben gesagt, das ist jetzt möglich und man kann auch Videokonferenzen machen und sowas. Geht alles. Aber wir haben das nicht als großen kommenden Zukunftstrend beschrieben. Warum?
[00:18:13] Weil, wenn man sich mit Zukunftsforschung beschäftigt, muss man eine Sache aus meiner Sicht verstehen. Wir müssen verstehen, dass die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, wie Menschen leben, ist eine Folge ihres Umfeldes. Also das kommt gar nicht aus dem, was Menschen wollen, in aller Regel heraus, sondern der Mensch ist ein Anpassungswesen.
[00:18:38] Der Grund, warum wir jetzt hier so leben, die Homo sapiens, ist, weil sich unsere Spezies am besten anpassen konnte an sich permanent verändernde Umgebungen, die wir haben. Also wir passen uns an. Das heißt, in einer Covid-Zeit, wo man eben nicht rausgehen darf, weil es einfach verboten ist, passen wir uns an und machen irgendwie Homeoffice und es geht alles. In einer Zeit, in der es wieder Sinn macht, sozusagen rauszugehen und so weiter, passen wir uns wieder an und machen ein bisschen weniger Homeoffice.
[00:19:08] Und jetzt auf deine Frage, warum es jetzt sozusagen den Gegentrend gibt, den ich, also ehrlich, ich kann das, glaube ich, sehr gut beschreiben, weil auch bei uns im Institut gibt es kein Homeoffice. Ich versuche es mal in ein oder zwei Sätzen zu bringen.
[00:19:27] Wenn du in unsere Zukunftsprognose schaust, dann wirst du sehr einfach erkennen, die Prognose, dass alles, was ein Mensch alleine mit seinem Computer am Schreibtisch tun kann, egal ob der Schreibtisch zu Hause steht oder in irgendeinem Coworking-Space oder im Büro, völlig egal. Alles, was ein Mensch alleine mit seinem Computer tun kann, wird über kurz oder lang die KI übernehmen.
[00:19:52] Das, was der Mensch, was die KI nicht übernehmen wird oder nur teilweise, dort, wo der Mensch gebraucht wird, ist menschliche Interaktion. Also Mensch zu Mensch. Menschen reden miteinander, Menschen geben sich gegenseitig Motivation, Inspiration, Energie. Das ist das Menschliche. Und das geht halt nur, wenn du die anderen Menschen irgendwo triffst. Ob du sie jetzt im Büro triffst oder im Coworking-Space, das ist erstmal völlig egal, aber du musst sie treffen.
[00:20:19] Und deshalb bei uns beispielsweise in unserem Institut, wenn wir Gäste bekommen, die wundern sich immer, wenn die hier zur Tür reinkommen, weil die erwarten so ein wissenschaftliches Institut, erwarten die so ein Haus mit ganz vielen kleinen Büros, wie es an der Universität so ist. Das gibt es aber nicht bei uns, sondern bei uns.
[00:20:39] Unser Institut ist quasi ein einziger großer Coworking-Space, wo in der Mitte eine große Bühne ist und daneben eine Theke, wo die Menschen miteinander kochen und Mittagessen und auch reden und Kaffee und was weiß ich was. Also es ist sozusagen ein, wie soll ich sagen, ein Begegnungsplatz, wenn man so will. Warum? Und mir ist es ganz wichtig, meine Mitarbeiter wieder ins Büro zu bringen, also in diesen Coworking-Space.
[00:21:02] Warum? Weil unsere Studien nur dann sich qualitativ von irgendwelchen KI-Zeug, KI-generierten Zeug unterscheiden, wenn wir es schaffen, diese menschliche Interaktion zu machen. Und ich glaube, dass das, zumindest für mich, ist das der Grund, warum es total Sinn macht, dass Menschen nicht mehr alleine zu Hause in ihrem Homeoffice herumsitzen. Wir sprechen in dieser Folge viel darüber, wie die Zukunft aussehen könnte.
[00:21:29] Und eines lässt sich heute schon sagen, wer glaubt, dass Bitcoin darin eine Rolle spielt, sollte nicht irgendwann anfangen, sondern jetzt. Und hierbei können wir euch Relai aus der Schweiz empfehlen. Mit ihrer App könnt ihr schnell, bequem und vor allem sicher Bitcoin kaufen und das insbesondere direkt in die in der App integrierte Wallet. Und dadurch habt ihr sofortige Kontrolle über eure Bitcoin und müsst keiner Börse vertrauen. Ganz genau. Und mit unserem Code BTCverstehen erhaltet ihr 10% Rabatt auf die Gebühren.
[00:21:57] Alle Informationen zu Relay findet ihr wie immer in der Episodenbeschreibung. Und jetzt wünschen wir euch viel Spaß bei unserer aktuellen Folge. Werbung Ende Wenn man das ein bisschen tiefergehend anschaut, und ich fand das einen interessanten Punkt jetzt, du hast ja zum Beispiel KI angesprochen, dass das viele Dinge abdecken wird und auch gewisse Aufgaben übernehmen wird. Ich glaube, das brauchen wir gar nicht großartig weiterverfolgen. Aber könnte man dann sagen, dass es schlussendlich auch so ist, dass gewisse Dinge sich niemals verändern werden, auch in Zukunft?
[00:22:25] Wie du jetzt gesagt hast, persönliche Interaktion zwischen Menschen, gewisse emotionale Dinge, die wir im Mensch bei uns drin haben. Dass man vielleicht schlussendlich auch eher die Frage stellen könnte, nicht was verändert sich in Zukunft, sondern eher, was bleibt denn auf jeden Fall immer konstant? Also könnte man diese Frage auch stellen als Zukunftsforscher? Ja, könnte man stellen. Wobei ich würde ehrlicherweise diese These nicht total vertreten wollen, weil ich nicht glaube, dass das konstant bleibt.
[00:22:51] Ich glaube, heute sind Menschen, also Menschen, die arbeiten, wie du und ich, im Prinzip verbringen wir heute acht Stunden am Tag nicht mit Mensch-zu-Mensch-Interaktion, sondern mit Mensch-zu-Computer. Wir schreiben irgendwas, wir sortieren irgendwelche Informationen neu, wir selektieren,
[00:23:17] wir ziehen eine Zahl von einem Kästchen ins nächste Kästchen und so weiter. Also wir machen im Prinzip Dinge, die am Computer, die eigentlich eine künstliche Intelligenz in diesem Computer selbst könnte, machen bisher wir. Das heißt, die Zeit für eine wirkliche menschliche Interaktion, die ist bisher eigentlich in so einem Arbeitsalltag relativ gering. Wenn ich jetzt zehn Jahre nach vorn schaue, dann wird die Zeit wirklich für menschliche Interaktion,
[00:23:45] also andere zum, habe ich ja gesagt, zu inspirieren, zum Lächeln zu bringen, anderen einen Schritt weiterzubringen, zu coachen, mentoring, all dieses Zeug. Da werden wir viel mehr Zeit haben. Insofern ist die These, dass sich das nicht verändert, da glaube ich nicht dran. Ich glaube, das verändert sich. Aber es geht eben zurück oder nach vorn, kann man sehen, wie man will. Es geht eben in eine Zeit, wo Menschen feststellen,
[00:24:12] dass der größte Wert, der in ihrer Tätigkeit liegt, von anderen Menschen empfunden wird. Und deshalb, natürlich, derjenige, der heute schon sagt, ich mache hier den ganzen Tag Mensch-zu-Mensch-Interaktion, der wird sagen, für mich verändert sich nichts. Aber ich glaube, für die meisten von uns verändert sich ziemlich viel, weil wir eben nicht mehr mit diesen Computern da rummachen,
[00:24:38] höchstens vielleicht so ein KI irgendwie in der Brille haben oder im Ring hier, keine Ahnung, mit dem kannst du dann auch reden, na klar. Und mit deinen humanoiden Robotern, die es dann irgendwie geben wird, das machst du alles. Aber der wirkliche Wert dessen, was du sagst und dessen, was du tust, der ist zwischen Mensch und Mensch. Für dich ist das natürlich vollkommen klar. Ich habe noch ein bisschen Schwierigkeiten, eine Sache zu begreifen.
[00:25:06] Derzeit ist es ja so, wenn man im Büro ist, verstehe ich, der Austausch ist intensiver. Da findet auch eine andere Art Austausch statt, als wenn man jetzt einfach nur über einen Bildschirm miteinander redet. Das ist auf jeden Fall auch meine Wahrnehmung. Jetzt hast du aber auch gesagt, diese ganze, ich nenne es mal, lästige Arbeit, irgendwelche Kästchen von A nach B kopieren, irgendwas schreiben, das wird abgelöst. Aber derzeit ist es ja so, dass man sich austauscht, weil man mit einem Problem nicht weiterkommt
[00:25:34] und dann geht man wieder zurück an seinen Platz und macht unter anderem halt auch diese lästige Arbeit. Wenn aber diese lästige Arbeit abgelöst wird oder übernommen wird von KI, was bleibt dann in deiner Vision für Menschen übrig? Also welche Tätigkeiten die Menschen in deiner Zukunftsvision war? Weil wir können ja nicht alle Coaches und Berater sein. Also ich glaube, tatsächlich, wenn man die heutige Definition von Coaches und Beratern hat,
[00:26:01] die dann irgendwie mit irgendwelchen Programmen Geld verdienen und so weiter und so fort, dann kann das nicht jeder sein. Das stimmt. Aber ehrlich gesagt ist es ja sehr unwahrscheinlich, dass die heutige Definition von Coaches und Beratern in zehn Jahren noch gilt. Sondern, ja, also ich habe gerade ein Buch über das Jahr 2035 geschrieben. Das ist noch nicht veröffentlicht. Ich habe es geschrieben. Jetzt liegt es beim Verlag. Die müssen drucken und so weiter.
[00:26:28] Und dort ist eben dieses Bild des Jahres 2035 beschrieben. Und dort ist beispielsweise beschrieben, dass die Menschen, also die gehen noch auf Arbeit. Die sagen, wir gehen früh aus dem Haus und wir gehen auf Arbeit. Aber die Arbeit hat nichts mehr damit zu tun, was wir heute als Arbeit verstehen. Sondern was die machen ist, die gehen zwei Stunden vormittags wohin, wo sie andere Menschen treffen. Und die einen sind wirklich so eine Art Coaches. Die helfen anderen, irgendwelche Fragen zu beantworten.
[00:26:58] Die anderen, die bringen andere nur zum, das klingt vielleicht komisch, aber die bringen sich zum Lächeln. Und verstehen das als ihren Beitrag, verstehen das als Arbeit. Das finden wir aus heutiger Sicht total irre, dass andere Menschen zum Lächeln zu bringen irgendwie Arbeit sein soll. Weil wer macht das heute schon? Vielleicht so die Klinik-Clowns. Ihr kennt die Klinik-Clowns, oder? Die so in Kinderkliniken dann irgendwie den Kindern, die da irgendwie liegen.
[00:27:29] Eine gute Laune machen, sozusagen. Heute würden wir nie sagen, das ist ein echter Job. Die würden sagen, das ist gut, dass sie das machen, aber das ist irgendwie so ein Hobby. Kannst du nicht gut bezahlt werden? Doch, warum nicht? Die Frage, wofür du bezahlt wirst, also für welche Tätigkeit wir Menschen sozusagen, deren Wert zuschreiben und dann eben auch bezahlen, das ist ja nicht kein Naturgesetz. Das haben sich Menschen irgendwann ausgedacht. Und die werden sich eben neue Dinge ausdenken.
[00:27:57] Und wenn diese heutigen Tätigkeiten, die so als wertvoll gelten, wenn die alle viel kostengünstiger und schneller und billiger und besser von KI gemacht werden, ja, dann werden wir eben anderen Tätigkeiten diesen Wert zuschreiben. Ich weiß, dass das heute, also wenn man sich da nicht jeden Tag mit beschäftigt, dann klingt das manchmal komisch, ja. Aber für mich ist das eigentlich völlig normal. Schau mal, selbst mein Job heute, also als Zukunftsforscher, ja,
[00:28:26] meine Großmutter, die ist schon lange gestorben, aber als sie noch gelebt hat, hat die mich immer gefragt, sag mal Sven, womit verdienst du eigentlich Geld? Und da habe ich gesagt, ich mache Interviews, ich finde heraus, wie in zehn Jahren die Zukunft ist und dann rede ich darüber und halte Reden. Und dann hat meine Großmutter gesagt, ja, ja, aber womit verdienst du Geld? Die hat das nicht verstanden, dass man damit viel mehr Geld verdienen kann,
[00:28:54] als mit all den anderen Tätigkeiten, die sie in ihrem Leben gemacht hat damals. Und genau so ist das, also das hört ja nicht auf, Genauso ist das heute. Wir können uns heute ganz schlecht vorstellen, welche Tätigkeiten in zehn Jahren den größten Wert für andere Menschen haben werden und eben deshalb gut bezahlt sein werden. Also das ist, ich warne davor so ein bisschen, irgendwie die heutigen Maßstäbe da anzulegen,
[00:29:24] weil die heutigen Maßstäbe mit hoher Wahrscheinlichkeit in zehn Jahren viel, viel weniger gelten werden als halt heute. Ja, ich meine, wir können ja auch Mandel darüber ein Wörtchen verlieren bezüglich dem Podcast. Und Co. vor zehn Jahren hätten wir auch nicht gedacht, dass wir einen Podcast machen können. Und deswegen ist es so spannend, dass wir, wie du sagst, ja nicht wissen, was in zehn Jahren ist. Und wenn wir bei dem Jahr 2035 bleiben, weil du ja gesagt hast, du hast das Buch darüber geschrieben und ihr forscht da ja auch ran, schaut ihr euch dann auch die wirtschaftliche Lage beispielsweise an? Weil wir jetzt gerade auf Deutschland schauen,
[00:29:53] wir haben jetzt die Tage das Thema gehabt mit VW, Arbeitsplätzeabbau und so weiter. Die wenigsten schauen, glaube ich, gerade so richtig positiv in die Zukunft. Wie ist denn da euer Stand derzeit? Das ist total verrückt. Ja, du hast völlig recht. Und ich werde auch ständig für irgendwelche Fernsehjournalisten gefragt, um Gottes Willen, wie geht das weiter und es bricht alles zusammen hier und so. Also die Wahrheit ist, wir leben in einer Zeit, in der es das größte technologische Wachstum der Menschheitsgeschichte gibt.
[00:30:23] Das ist, die Leute verstehen es nur nicht. Du hast eben, also gerade, wir haben gerade über KI geredet, ja. Diese KI-Unternehmen im Silicon Valley, Anthropic, ja, kennt jeder, Claude benutzt fast jeder. Die sind 2021 gegründet, vor fünf Jahren gegründet und haben heute eine Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar. In fünf Jahren von null auf 965 Milliarden. Hat es noch nie gegeben in der Menschheitsgeschichte.
[00:30:52] Wir haben ein Wachstum heute in der Welt, durch diese ganze technologische Entwicklung, und das bezieht sich nicht nur auf KI, sondern gibt es auch ganz andere Technologien. Wir haben heute ein Wachstum in dieser Welt, technologisch gesehen, wie noch nie zuvor. Das Problem ist, wir hier in Deutschland, das war deine Frage, wir sind nicht angeschlossen, oder nur ganz, ganz wenige von uns sind angeschlossen an dieses Wachstum. Das ist das Problem. Erzähl das mal im Silicon Valley, mit dieser deutschen Jammerei über ihre VW, die Verbrennungsmotoren und so weiter.
[00:31:21] Die gucken dich an und sagen, ja, ist doch logisch. Ihr setzt auf eine Technologie, die war vor 70 Jahren, war die gerade am Aufsteigen, aber seitdem sind 70 Jahre vergangen, und ihr glaubt, dass nach 70 Jahren so eine Technologie nur aufsteigt. Das ist doch Quatsch. Das ist doch Unsinn. Technologie entwickelt sich immer in so einer S-Kurve. Die beginnt langsam, jede Technologie beginnt langsam, dann hebt sie ab und dann kriegt sie ein Plateau. Und das Geheimnis von Wachstum, von wirtschaftlichem Wachstum ist immer,
[00:31:52] dass du idealerweise dich verbindest mit dieser Technologie, kurz bevor sie vom Abheben ist. Weil dann gibt es ein großes Wachstum und dann musst du raus aus der Technologie, bevor sie das Plateau erreicht. Vor 70 Jahren, nach dem Zweiten Weltkrieg, hat Deutschland auf diesen Verbrennungsmotor gesetzt und ihn sozusagen durch die Autos in den Massenmarkt gebracht. Das war genau der Punkt, wo das Wirtschaftswunder.
[00:32:18] 50 Jahre später hat das Silicon Valley, sagen wir 40 Jahre später, hat das Silicon Valley genau dasselbe gemacht. Die haben wieder auf eine Technologie gesetzt, die gerade kurz vor dem, das war nicht mehr der Verbrennungsmotor, das war die Halbleiter, also Silicon, die Halbleitertechnologie. Vor 10 Jahren kamen jetzt die Chinesen, die Shenzhen, Shanghai und so weiter und haben genau dasselbe gemacht, was unsere Großeltern vor 70 Jahren gemacht haben. Die haben wieder eine Technologie genommen,
[00:32:47] die kurz vor dem Abheben ist. Das war nicht mehr der Verbrennungsmotor, sondern eben KI und Genetik und so weiter und so fort. Und jetzt machen die so. Und wie soll ich das sagen? Ich sage oft, unsere Großeltern, die haben es erfunden. Die haben dieses Wirtschaftswunder, wie mein Wirtschaftswunder, die haben es erfunden. Und irgendwie haben wir vergessen offensichtlich, was unsere Großeltern schon mal wussten. Also du hast gefragt, wie schaue ich da drauf? Ich schaue da mit einem lachenden und einem weinenden Auge drauf. Das lachende Auge heißt,
[00:33:17] es war noch nie so einfach für jeden von uns, für mich, für euch, für jeden, der das hier sieht oder hört, sich mit diesem starken Wachstum, was es in der Welt gibt, zu verbinden. Ob ich diese Verbindung mache dadurch, dass ich in irgendwelche Startups investiere oder dass ich in Bitcoin investiere oder dass ich da... Jeder hat die Chance, sich mit diesem Wachstum zu verbinden und damit eben persönlich zu wachsen, mit dem, was er kann, was er weiß, mit dem, was er finanziell hat und so. Super.
[00:33:47] Das ist mein lachendes Auge. Mein weinendes Auge ist, dass wir in Deutschland in den letzten Jahrzehnten uns nicht mehr mit diesen neuen Technologien verbunden haben. Und zwar, das war kein Zufall, sondern das haben die Menschen damals, die Generation meiner Eltern, die haben das bewusst entschieden. Die haben irgendwann gesagt, wir wollen keine Atomenergie. Die haben gesagt, wir wollen keine Genetik. Die haben gesagt, wir wollen keine KI.
[00:34:16] Das haben sie nicht so direkt gesagt, aber die haben gesagt, wir wollen keine Daten speichern und ohne Daten speichern kannst du KI einfach mal löschen. Also wir haben uns ganz bewusst, ganz bewusst entschieden, bei diesen neuen Grundlagentechnologien der Zukunft nicht dabei zu sein. Und das, was wir heute erleben, ist das Ergebnis davon. Ist einfach das Ergebnis. Und das ist nicht zufällig, das fällt nicht vom Himmel. Wir machen jedes Jahr so einen Zukunftskongress
[00:34:45] und der hat lange Zeit in Wolfsburg stattgefunden. VW. Warum? Weil es einen Hauptsponsor gab, der auch was mit VW zu tun hatte. Und wir haben damals den 2015, 2012, 13, 14, 15, haben wir auf diesem Zukunftskongress debattiert und da waren Redner da, die haben gesagt, VW, ihr werdet pleite gehen. Und alle, so Quatsch, so ein Spinner, so ein Zukunfts-Heine. Ja, jetzt sind wir kurz davor.
[00:35:15] Du hast es wunderbar beschrieben. Jonas und ich fassen uns regelmäßig an den Kopf und denken uns, das muss doch klar sein. Insofern schön, dass du sagst, es war auch für dich natürlich schon deutlich vor uns klar, dass das alles so kommen musste. Und rückblickend muss man jetzt ja auch sagen, naja gut, wir haben halt verschiedene Trends verschlafen. Nichtsdestotrotz, du hast ja gesagt, in Wolfsburg habt ihr gesprochen unter anderem. Und da wurde letztlich die Vorstandsebene vorgewandt, wenn man so möchte, und gesagt, Leute, ihr müsst umdenken.
[00:35:45] So wird es nicht weitergehen. Und die haben sich ja nicht hingesetzt und gesagt, ist uns egal, weil sie sind ja davon ausgegangen, dass ihre Entscheidung die richtige ist. Und das wird nicht nur beim VW-Vorstand so gewesen sein, sondern egal, ob das Energie ist oder KI oder Auto oder Halbleiter, wenn man es ein bisschen weiterfassen möchte. Wie kann das sein, dass man kollektiv irgendwie falsch abbiegt, wenn man sich doch gut beraten lassen könnte? Das ist die eine Million Dollar Frage.
[00:36:15] Das ist die Frage der Fragen. Ich habe eine Antwort, aber ich habe keine Wahrheit. Also ich weiß nicht, ob meine Meinung jetzt stimmt. Das will ich vorausschicken. Das ist jetzt nicht kein Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie, sondern es ist einfach nur meine kleine Meinung. Ich glaube, dass das ganz stark etwas mit der Generation meiner Eltern zu tun hat. Die Generation der spät 68er. Warum? Die 68er-Generation, die musste, das war schon immer
[00:36:44] so eine Anti-Generation, also die musste sozusagen ihren Eltern das Nazitum austreiben. Und das war ein Trauma. Also die mussten dagegen sein. Und die haben das gemacht, die haben das erfolgreich gemacht und das ist gut so, dass sie das gemacht haben. Aber wenn du deinen Eltern die Grundlage ihres Denkens austreiben musst, dann fühlst du dich moralisch überlegen. Das geht nur. Du kannst das nur machen, zu sagen,
[00:37:13] ich weiß es besser als ihr Eltern und ihr müsst jetzt mal das vergessen, woran ihr bisher geglaubt habt, wenn du dich moralisch überlegen fühlst. Und diese moralische Überlegenheit, dieser spät 68er-Generation, die haben die nicht dann, als das mit dem Nazitum erledigt war, die haben die nicht vergessen, sondern die haben sie weitergetrieben. Dann waren sie eben nicht mehr nur Anti-Nazi, sondern waren sie Anti-Atom, dann waren sie Anti-Genetik, dann waren sie Anti-Anti-Anti-Anti. Und heute hast du diese spät 68er-Generation überall.
[00:37:43] Das ist nicht nur bei den Grünen oder so. Die hast du in jeder Partei an der Spitze. Die hast du in jedem Konzern an der Spitze. Die hast du in jedem Fernsehsender, in jedem Zeitung, in jedem Medium, hast du die an der Spitze. Und in den Schulen hast du sie als Lehrer vor der Klasse. Du hast mich nach einer Erklärung gefragt. Ich glaube, diese Erklärung trifft es am besten. Obwohl es natürlich, bitte jetzt nicht falsch stehen, natürlich auch ganz andere
[00:38:12] in dieser spät 68er-Generation natürlich auch ganz andere gibt. Aber so als, ich glaube, dass das die Erklärung ist. Und damit will ich auch sagen, das liegt jetzt nicht nur an den Vorständen, die da irgendwie offensichtlich eine falsche Entscheidung getroffen haben. Oder an Politikern, die da offensichtlich eine falsche Entscheidung getroffen haben. Das liegt daran, dass diese Menschen, die da diese Entscheidungsträger sind, die waren eingebettet in eine öffentliche Meinung. Und diese Öffentlichen, die wollten, also die Politiker
[00:38:41] wollten wiedergewählt werden. Und die wussten, wenn ich jetzt hier nicht anti, also der Atomausstieg, Frau Merkel, die war ja zwei Wochen vorher in einer völlig anderen Meinung. Die fand ja Atom super. Und das war auch richtig. Aber dann kam Fukushima und dann hat sie gesehen, die nächsten Wahlen in Baden-Württemberg, die werden wir verlieren, wenn wir jetzt nicht einen Atomausstieg machen. Und dann haben sie einen Atomausstieg gemacht. Also die wollen, du hast mit Entscheidungen zu tun,
[00:39:11] die wollen der Masse der Menschen gefallen, weil es ihr Job ist quasi. Naja, und dann triffst du solche Entscheidungen. Bei Bitcoin über die Zukunft nachzudenken, bedeutet auch, dafür Sorge zu tragen, dass ihr in 10 oder 20 Jahren noch Zugriff auf eure Bitcoin habt. Deshalb sind wir beide große Befürworter von Hardware-Wallets und Eigenverwahrung. Und seit Jahren empfehlen wir euch vor diesem Hintergrund die BitBox 02 aus der Schweiz.
[00:39:41] Einfache Handhabung, eine benutzerfreundliche Oberfläche und ein hoher Sicherheitsstandard, damit eure Bitcoin auch in Zukunft sicher verwahrt sind. Genau, aber auch die beste Wallet schützt euch nicht vor einem, nämlich vor Feuer, Wasser oder auch räuberischer Erpressung. Die bleiben dann immer noch ein Restrisiko. Und genau dafür gibt es Biturance. Dort versichert ihr nämlich eure Wallet gegen genau diese Gefahren und das Ganze schon ab bereits 2,50 Euro pro Monat. Um mit unserem Rabattcode BTC verstehen, könnt ihr bei beiden jeweils 5% sparen
[00:40:10] und unterstützt gleichzeitig unsere Arbeit. Alle Informationen zur Bitbox und zu Bitsurance findet ihr wie immer unten in den Shownotes. Und jetzt wünschen wir euch weiterhin viel Spaß mit unserer aktuellen Folge. Ja, das ist verrückt und vor allem wir gucken ja immer durch die Brille von Bitcoin drauf. Ich weiß nicht, wie tief du insgesamt drin bist, aber es ist jetzt gerade, wenn man das schaut, wenn man ein bisschen vergleicht, Deutschland, wir haben jetzt in Europa eine ganz große Regulatorik um Bitcoin natürlich, weil man wieder sagt, wir müssen hier unter Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche
[00:40:39] wird eben alles reguliert. Das ist ja nicht immer Bitcoin so, das ist auch bei KI, hast du schon angesprochen. Wir haben jetzt die Diskussion, ob die Steuerthematik über Bitcoin gerade geändert wird, dass es auch quasi besteuert wird wie an Aktien beispielsweise. Aber schlussendlich zusammengefasst ist es immer, da kommt etwas Neues und wir müssen es erstmal in den Rahmen packen, wie wir das möchten. Aber auf der anderen Seite, wenn wir jetzt zum Beispiel in den USA schauen, wenn man Bitcoin bleibt, da gibt es ganze Unternehmen wie BlackRock und Co., die plötzlich Bitcoin als ETF rausgeben, also die quasi in eine völlig andere Richtung gehen.
[00:41:10] Aber wir haben das Gefühl, dass in der EU erstmal, da kommt was Neues, was vielleicht cool sein, was gut sein könnte für die Zukunft, erstmal muss das reguliert werden. Ist das gut für die Zukunft oder bräuchten wir hier in Deutschland, in der EU irgendwie ein bisschen mehr wieder diesen Drive, diese Lust, an was Neues mitzunehmen und daran zu glauben, dass es unser Leben auch verbessern könnte am Ende. Ja, also ich sag mal, alles hat ja sein Positives und sein Negatives. Alles hat ja so ein Plus und ein Minus. Das Gute an dieser deutschen
[00:41:41] oder europäischen Haltung ist, dass du damit Dinge bewahren kannst und verhindern kannst, dass Neues passiert. Also zumindest mal in deinem Raum. Und genau das ist die Strategie. Das Problem daran ist, wenn du nicht dran denkst, dass um dich herum in den anderen Regionen es sich entwickelt und du dann unter Druck stehst
[00:42:10] und diesen Druck nicht aushältst, dann kippt es natürlich genau ins Gegenteil, weil dann bist du plötzlich der komplette Loser. Du wolltest das Beste, du wolltest irgendwelche Moral und Ethik und was weiß ich irgendwie schützen und dann nutzt du plötzlich irgendwie die amerikanische KI und die chinesische KI und in die die Ethik und die Moral der Amerikaner und der Chinesen drin steckt. Obwohl du deine europäische Moral schützen wolltest. Du hast aber im besten Wissen und Gewissen
[00:42:40] deine europäische Ethik schützen zu wollen, hast du quasi den Weg geebnet, dass all die Europäer jetzt mit was weiß ich, Chet-GPT, Claude und irgendwas also mit der amerikanischen Ethik arbeiten. Völlig irre. Also das ist immer ich meine ja als Zukunftsforscher hast du da leicht reden, ja ist klar, aber das ist so kurz gedacht, das ist so irre. Das ist also wie man wie man so eine
[00:43:10] europäische Gesetzgebung verabschieden kann und sagen kann, das führt dazu, dass die europäischen Werte geschützt werden. Das ist immer, ich habe damals, das ist ja jetzt schon ein paar Jahre her, wo das beschlossen wurde und so, ich habe damals drauf geschaut, das können die doch nicht ernst meinen. Also ja, wenn du nur von hier bis zur nächsten Wand schaust, dann kannst du das vielleicht ernst meinen, aber jeder Erwachsene, der irgendwie ein bisschen reflektiert,
[00:43:40] der muss doch irgendwie durch die Wand durchschauen und sagen, dahinter geht es aber weiter. Naja, manchmal, was soll ich sagen, ich habe mich daran gewöhnt, ich mache das seit 25 Jahren, ich habe mich daran gewöhnt, dass die politischen Entscheidungen der EU nicht, in aller Regel nicht das das aufnehmen, was du als Zukunftsforscher so prognostizierst und wie gesagt, also wenn du angewiesen bist auf diesen deutschen Raum,
[00:44:09] wenn du nur die deutsche Brille aufhast, wenn du nur sagst, oh, meine Familie wird immer in Deutschland leben und ich muss hier und so weiter, dann würde ich sagen, oh, dann jetzt müssen wir mal echt überlegen, aber Deutschland ist ein tolles Land, ist ein freies Land, die Menschen können auch woanders ihr Geld investieren, die können auch woanders hinziehen, wenn es sein muss, ist, insofern ist das für, sage ich jetzt für mich persönlich und meine Familie, naja, wenn die anderen hier nicht mehr wollen, dann ziehe ich
[00:44:39] irgendwo hin, wo sie halt wollen. Ja, es ist auf der einen Seite traurig, auf der anderen Seite auch irgendwo zum Lachen, weil zum Lachen ist es eigentlich nicht, aber dass man die Konsequenzen zieht oder ziehen kann, den Luxus haben halt die wenigsten, nichtsdestotrotz spielen viele mit dem Gedanken, also kennen wir genauso in unserem Umfeld vollkommen nachvollziehbar, aber es ist ja an sich traurig, dass es so ist, weil die Rahmenbedingungen halt mal gut waren. Wenn wir
[00:45:08] die letzten Minuten noch nutzen, um noch ein bisschen in Richtung Geld zu schauen, was Geld ist, müssen wir meines Erachtens nicht aufmachen, aber wenn du mit Unternehmen sprichst, ist da auch Thema, wie die Bezahlung in der Zukunft aussieht oder ist Geld einfach ein Gut, das immer da ist? Ne, also die Frage, was ist Geld in der Zukunft und wie ist das, die spielt eine große Rolle, wir haben auch Studien dazu und zum Finanzsystem dazu und so weiter und die
[00:45:38] einfache Prognose ist, also in unseren Studien heißt es immer, Geld wird in zehn Jahren quasi unsichtbar und einprogrammiert sein und was damit gemeint ist, ist, du hast es nicht mehr irgendwo in der Geldbörse und ziehst da irgendwelche Scheine oder irgendwelches Zeug raus, das ist ja wirklich sehr alt, sondern du machst halt deine Transaktionen und quasi das System, was drunter liegt,
[00:46:09] das regelt die Geldtransaktion, die Mikro und Makro und so weiter und so fort und wenn sozusagen Geld einprogrammiert ist, also in diese Betriebssysteme, die wir dann nutzen, dann heißt das auch, dass es natürlich nicht nur eine Währung gibt, sondern dass es ganz viele Währungen geben kann und du dir die Währung aussuchst, in der du diese Transaktionen machst oder wahrscheinlich nicht du, sondern deine KI sucht sich das dann aus, die eben gerade am besten ist und ob das jetzt dann
[00:46:38] ein digitaler Euro ist oder ein digitaler Kryptodollar oder ob das Bitcoin ist oder was weiß ich, irgendeine der Coins das ist völlig dir überlassen. Ja, aber das finde ich spannend, die Thematik zu haben, ob den Geld in Zukunft auch noch da ist. Da gibt es ganze Bücher drüber, wo es darum geht, wie ist es aufgebaut und natürlich, jetzt könnte man natürlich wieder anfangen, wo du sagst, es wird Geld geben, es wird höchstwahrscheinlich digital sein und dann wird natürlich die größere Frage sein und das ist nicht eure
[00:47:08] Antwort oder eure Frage dann, welches Geld es am Ende sein könnte. Das ist dann wiederum Finanzforschung, wird es ein Geld sein, Wofür werden die Menschen nicht entscheiden? Das heißt, diese Thematik spielt schon, spielt es eine größere Rolle bei den Unternehmen, die ihr befragt oder ist eher so, dass am Rande dabei, weil ja alles eine Grundlage ist schlussendlich Geld, weil ja jedes Unternehmen es nutzen muss dann am Ende. Ja, das stimmt. Also ich sage mal in der Finanzwirtschaft, also wir machen gerade ein großes Strategieprojekt für eine sehr bekannte deutsche
[00:47:38] Bankengruppe und so, dort spielt das natürlich eine der Hauptrollen, das ist klar, logisch, für die meisten mittelständischen Unternehmen, mit denen wir arbeiten, ist das so eine Hintergrundinformation. Das spielt jetzt nicht die Hauptrolle, sondern einfach, ja, es ist so, müssen wir uns vorbereiten, müssen wir irgendwie mit Bedenken, aber das ist nicht die Hauptrolle. Aber lass mich noch ganz kurz darauf, also auf die Frage, wird es überhaupt Geld geben? Weil ich bin jetzt
[00:48:08] so mit dem Blick in die nächsten zehn Jahre automatisch davon ausgegangen, ja, es wird noch Geld geben. Es gibt eine, also in unseren Prognosen, gibt es eine, wie soll ich sagen, eine Situation, einen Zeitpunkt oder einen Zustand, wo tatsächlich das Geld, so wie wir es heute kennen, infrage gestellt wird. Und zwar ist das der Zeitpunkt, an dem die Welt zum ersten,
[00:48:38] oder die Menschheit, zum ersten Mal mehr Energie zur Verfügung haben wird, als die Menschheit verbrauchen kann, in einem Jahr. Weil, wenn du mehr Energie hast, als die Welt verbrauchen kann, das war noch nie so, bisher gibt es immer, um den Zugang zur Energie, gibt es immer Kriege und Konflikte und so weiter, es gab immer viel zu wenig Energie. Aber wenn wir tatsächlich irgendwann zu einem Zustand kommen, wo die Welt mehr Energie zur Verfügung hat, als sie verbrauchen kann, dann kannst du theoretisch alles herstellen
[00:49:08] und dann musst du nicht mehr tauschen, also dann musst du nicht mehr, du musst eigentlich nichts mehr kaufen und so, dann steht das Geld in Frage. Ist es realistisch? Gibt es so einen Zeitpunkt mit mehr Energie oder nicht? Die, also wenn ich in unsere Energieprognosen schaue, da steht so ein Zeitpunkt drin. Warum? Weil dort geht es ab und zu um Kernfusion als neue Technologie, die Energie
[00:49:38] herstellen kann und die, die großen Investoren der Welt, die heute stark in Kernfusion investieren, wenn du mit denen Interviews führst und sie fragst, wann ist es denn so weit, dass das irgendwie weltweit und überall und so, dann sagen die wahrscheinlich ab dem Jahr 2040, also die Optimisten sagen 2035, die Pessimisten sagen 2050, also irgendwo dazwischen, könnte tatsächlich ein Zeitpunkt entstehen, wo die Welt zum ersten Mal mehr Energie zur Verfügung hat, als sie verbrauchen kann. Und dann, dann ist die Frage,
[00:50:07] welche Auswirkungen hat das auf das Finanzsystem? Ich meine, ich will das jetzt nicht sofort prognostizieren, dass dann automatisch das Geld weg ist, das glaube ich nicht, weil das Finanzsystem ist natürlich ein großes Machtsystem in der Welt, also das wird nicht von einem Tag auf den anderen verschwinden. aber, aber wenn du dir so als Zukunftsforscher irgendwie versuchst, Beispiele zu finden, Situationen zu finden, wo in der Vergangenheit schon mal eine Beschreibung war, wo es kein Geld
[00:50:37] gab und so weiter, dann kommst du auf, oder wo genug Energie war, dann kommst du irgendwie auf solche Science-Fiction-Geschichten wie Raumschiff Enterprise und in dem Raumschiff Enterprise ist genug Energie da, du kannst dich beamen, du kannst was weiß ich, was du alles machen kannst, du kannst alles herstellen und dort gibt es kein Geld. Warum? Weil es nicht gebraucht wird, wenn genug Energie da ist. Sehr interessant, in ein paar Jahren wissen wir, wie sich das Rätsel aufgelöst hat. Im Hinblick auf die Zeit noch eine letzte Frage
[00:51:06] von meiner Seite, die du auch super gerne nur kurz mit Ja oder Nein beantworten kannst. War für dich Bitcoin, sprich ein Geld das nicht von Staaten kreiert wurde und von Staaten kontrolliert wird, absehbar, dass es erschaffen wird? Also ehrlich gesagt, bevor Bitcoin entstanden ist, war es nicht absehbar für uns. Stand es nicht in unseren Studien drin, aber es wurde ja schon
[00:51:36] sehr zeitig, also ist ja jetzt nicht erst gestern erschaffen worden. Das heißt, wir konnten, es dümpelte lange so im Insiderkreis, reisen sozusagen vor sich hin und wir haben das natürlich sehr genau beobachtet und was wir prognostiziert haben, ist im Frühjahr 2017, dass es einen starken Anstieg und dann wiederholte Anstiege geben wird und also ich und alle, die in meinen Communities, Masterminds,
[00:52:06] was weiß ich, in meinen Inner Circle sozusagen sind, wir sind alle im Frühjahr 2017 eingestiegen und haben sehr viel Geld verdient in den letzten Jahren dadurch. Und jetzt, also ohne wirklich Bitcoin-Experten zu sein, einfach nur, weil eben die Prognose war, der Wert wird steigen und dann sind wir relativ zum Höchststand, also nicht ganz auf dem absoluten Höchststand, aber relativ auf dem Höchststand sind wir wieder ausgestiegen, weil die Prognose war, jetzt geht das erstmal irgendwie runter und irgendwie bildet dann irgendwann mal
[00:52:35] innerhalb des Jahres 2026 einen Boden bei ungefähr 30.000. Deshalb habe ich im Augenblick keine, also ich habe alles auf Cash im Augenblick und warte eben, bis das auf 30.000 runter ist, um dann wieder reinzugehen und dann vielleicht den nächsten Anstieg wieder mitzunehmen. Insofern beschäftigen wir uns damit, ohne jetzt Bitcoin-Experten zu sein, aber man kann tatsächlich mit diesen Methoden von Zukunftsforschung, also wir sind ganz gut damit gefahren, sage ich mal. Ich kann nicht sagen, dass wir alles prognostizieren können,
[00:53:05] aber wir sind ganz gut damit gefahren und haben sehr viel Geld damit verdient. Dann sind wir mal gespannt, ob deine Preisprognose in Anführungszeichen so eintreten wird. Eine allerletzte Frage, auch kannst du ganz kurz sagen, was kann jetzt jeder für sich persönlich auch als Privatperson mitnehmen, wenn man sagt, wenn du in die Zukunft schaust, sollte ich jetzt positiv reinschauen, wie gehe ich mir so Unsicherheit um vor allem auch? Also das Verrückte ist, was jeder mitnehmen sollte, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zukunft besser wird als die Vergangenheit, ist riesig hoch,
[00:53:34] ist viel, viel höher. Das ist eigentlich ganz logisch. In der Vergangenheit hatten wir begrenzte Energie, begrenzte Intelligenz, begrenztes Geld. Wir waren immer im Limit. In der Zukunft, die ja wahrscheinlich unendlich ist, haben wir von allem mehr. Also die Wahrscheinlichkeit, dass das Leben besser ist, dass es wächst, wächst, ist viel, viel höher. Das ist das Erste, was ihr mitnehmen sollt. Wenn ihr, ich weiß nicht, darf ich ganz kurz,
[00:54:03] hier kannst du dir ein Buch runterladen, über das Jahr 2030. Also wenn du wissen willst, wie sieht die nahe Zukunft aus? Und bitte einfach runterladen und dann weißt du es. Und der zweite Punkt, den ihr mitnehmen könnt, ist, es gibt eine Methodik. Zukunft fällt nicht vom Himmel. Die kommt nicht zufällig oder irgendwie von Trump oder Putin oder was weiß ich, nicht wem erfunden, sondern Zukunft kann man prognostizieren. Man kann erstens prognostizieren, wie wird mein Umfeld aussehen
[00:54:32] in fünf bis zehn Jahren. Man kann zweitens prognostizieren, wie werde ich dann aussehen? Also in diesem Umfeld, wie muss ich dann aussehen, damit ich gewachsen bin in allem, wo ich wachsen möchte? Und dann kann man den Weg von heute bis in fünf Jahren, sagen wir mal, den kann man sich auch, da gibt es auch eine Methodik, diese Backcasting-Methodik, den kann man sich heute schon planen und sagen, okay, wenn ich als erstes das mache und dann das und dann das und so weiter. Im Privatleben, aber natürlich auch im Beruflichen. Dann nehme ich an diesem Wachstum teil.
[00:55:01] Also was ich damit sagen will ist, wir Zukunftsforscher seit 25 Jahren geben wir mit dieser wissenschaftlichen Methodik, wie gesagt, die du studieren und promovieren kannst und so weiter, geben wir den Unternehmen, aber eben auch Einzelpersonen, großen Unternehmen, kleinen, mittleren, aber eben auch Einzelpersonen eine Zukunftssicherheit. Und das kann jeder von euch. Das kann jeder. Es gibt diese Methodik, da muss man nicht studieren dafür, die kann jeder verstehen und jeder von euch kann die, wie soll ich das sagen, die Zukunft vom Zufall befreien
[00:55:31] und sie selbst in die Hand nehmen und gestalten. Man muss einfach nur verstehen, wie man es macht. Eigentlich, eigentlich müsste diese Methode an Schulen unterrichtet werden. Ich hätte große Lust darauf, das Schulfach Zukunft an den Schulen zu sehen, weil dann, wenn alle Kinder im Kindesalter, alle Menschen im Kindesalter gelernt hätten, wie man das macht, erstens zu prognostizieren, zweitens die Idealpositionierung, drittens der Weg dahin. Das ist nur Handwerk, nichts anderes. Wenn alle das gelernt hätten, dann hätten wir ganz viele Diskussionen,
[00:56:01] die wir jetzt gerade führen, hätten wir überhaupt nicht, weil jeder wüsste, wenn es mal irgendwie schwierig wird, ach, ich nutze einfach diese drei Schritte und dann geht es wieder voran. Bleibt zu hoffen, dass es für die Zukunft vielleicht besser wird, was die Bildung in diesem Bereich anbelangt und wahrscheinlich auch generell wäre es nicht schlecht, wenn die Bildung besser werden würde. Sven, vielen Dank für deine Zeit. Ich mache es kurz. Die Folge war super. Du hast uns schon mehr Zeit gegeben, als wir vereinbart hatten. Insofern danke, dass du da warst. War sehr spannend und von unserer Seite gerne wieder. Ich danke euch. Schönes Gespräch.
[00:56:30] Danke, danke euch und viele Grüße. Große Zukunft an alle. Genau, auch vielen Dank von mir. Wir werden alles verlinkt, natürlich unten auch. dein Buch und allem drum und dran und auch dann dir alles Gute weiterhin. Dankeschön. Ciao. Ciao.

